Abschied eines Individualisten
22.04.2013 von: Michael Blochberger
Wir sitzen in einer kleinen Kapelle, um von einem langjährigen Freund Abschied zu nehmen. Mit warmherzigen Worten beschreibt die Trauerrednerin den liebevollen Vater, pflichtbewussten Ehemann und eigenwilligen Kämpfer, der neun Monate nach der Diagnose einem aggressiven Gehirntumor zum Opfer fiel. Gerd hat sich Zeit seines Lebens nicht um Konventionen gekümmert und so wird auch zu seinem Abschied seine Musik gespielt. Schon mit den ersten Klängen treibt es mir die Tränen in die Augen. Ja, dies ist SEIN Song und der beschreibt ihn besser als tausend Worte: "Haus am See" von Peter Fox.
Lampenfieber: Mit Routine zur Selbstsicherheit
12.04.2013 von: Michael Blochberger
Immer, wenn ich mich einer größeren Gruppe von Menschen präsentieren muss, werde ich richtig nervös. Obwohl ich das nach so vielen Vorträgen, Moderationen und Präsentationen doch gewohnt sein sollte, stellt sich keine wirkliche Gelassenheit ein – ich muss mir meine Sicherheit jedes Mal aufs Neue erarbeiten. Schon Tage zuvor mache ich mir Gedanken, wie ich das Thema angehe, mache mir Notizen, überarbeite vorhandene oder entwickle neue Folien.
Hilfsbereitschaft, Mitleid und andere Empathiestörer
10.03.2013 von: Michael Blochberger
Schon in der Art der Aufmerksamkeit, die Ihnen ein Gesprächspartner entgegenbringt, erkennen Sie dessen Bereitschaft, sich auf Sie einzulassen. Wie interessiert hört er Ihnen zu? Hält er mit Ihnen Blickkontakt oder schweifen seine Augen ab? Konzentriert er sich auf das Gespräch mit Ihnen oder ist er parallel mit anderen Dingen beschäftigt? Wartet er ab, was Sie zu sagen haben oder unterbricht er Sie regelmäßig? Lässt er Ihren Worten die Zeit, sie auf sich wirken zu lassen, oder hat er sofort eine Antwort oder einen Widerspruch parat?
Die innere Balance halten – wenn die Welt aus dem Gleichgewicht gerät
28.02.2013 von: Michael Blochberger
Es gibt Tage, da werde ich pausenlos mit den Aggressionen schlecht gelaunter Menschen konfrontiert, bekomme deren Hass zu spüren oder werde mit unsinnigen Schuldzuweisungen überschüttet. Solange mir diese Menschen fremd sind – im Straßenverkehr, beim Einkauf oder in einer Behörde – fällt es mir leicht, gelassen zu bleiben und mit Humor Distanz zu wahren. Anders ist es, wenn sich Menschen, die mir vertraut sind, die mit mir in Beziehung stehen, sich so verhalten: am Arbeitsplatz, unter Freunden oder in der Familie. Dann fühle ich mich schnell verletzt, ungerecht behandelt, neige dazu, mich zu wehren und mache es damit oft noch schlimmer.
Keine Zeit für Persönlichkeit – Die Assessment-Falle
11.02.2013 von: Michael Blochberger
Jan möchte Karriere machen und hat sich für das Assessment Center seines Arbeitgebers beworben, um sich für das Ausbildungsprogramm für Nachwuchsführungskräfte zu qualifizieren. Ehrgeizig und selbstkritisch wie er ist, bereitet er sich intensiv auf den Tag vor, studiert entsprechende Literatur, lernt alles über Personale und Soziale Kompetenzen und hinterfragt sich und sein Verhalten am Arbeitsplatz. Am Tag der Entscheidung ist er vollgestopft mit neuem Wissen, aber völlig übernächtigt: Dem psychischen Druck der Prüfungssituation kann er nicht standhalten und wird wegen mangelnder Empathie abgelehnt. Was ist schief gelaufen?
Burnout-Prävention: Raus aus der Sackgasse
15.01.2013 von: Michael Blochberger
Seit Wochen versuche ich, meinen Freund Philipp zu erreichen – vergebens. Telefonisch antwortet mir immer nur die Mailbox. Meine E-Mails bleiben unbeantwortet und meine SMS laufen ins Leere. Zunächst mache ich mir keine Gedanken. Philipp ist beruflich stark eingespannt, hetzt per Bahn von Termin zu Termin, um bundesweite Projekte zu steuern. Er wird sich schon melden, wenn er wieder Luft hat. Nach fünf Wochen kommt nur eine merkwürdig kurze Mail: "Mache längeren Urlaub, melde mich wieder, wenn ich zurück bin."
Nein oder Leider kann ich dazu nicht Ja sagen
14.11.2012 von: Gastautor Joachim Hilbert
Es gibt ein Wort, das vielen von uns nur schwer über die Lippen kommt. Obwohl es aus vier Buchstaben besteht, scheint die Aussprache kompliziert zu sein. Die Äußerung eines Nein verbinden wir in der Regel mit Ablehnung. Einen Gegensatz aufzuzeigen, bedeutet, Stellung zu beziehen. Und das fühlt sich manchmal nicht gut an.
Stimmungsanalyse: Wenn die Stimmung im Keller ist
21.10.2012 von: Michael Blochberger
Ich sitze am Schreibtisch. Vor mir die Stapel von Antwortbögen einer Stimmungsanalyse aus acht Abteilungen eines mittelständischen Unternehmens. Es sind über 100 Fragebögen mit je 40 Bewertungen zu Führung, Arbeitssituation und Betriebsklima – also 4.000 Werte, die zur Analyse in Excel-Dateien eingegeben werden müssen. Das Übertragen an sich wäre nur eine langweilige Geduldsprobe, wenn die dabei entstehenden mosaikartigen Stimmungsbilder mich nicht emotional so mitnehmen würden.
Trainer und Teufel
24.09.2012 von: Michael Blochberger
Ich bin auf dem Weg zum Seminarhotel. Im Kofferraum die Trainingsunterlagen, Materialien und Charts für ein völlig neues Führungstraining, das heute Abend Premiere feiern soll. Über zwei Jahre gehe ich schon mit der Idee zu diesem Seminar schwanger, sollte es doch unsere bisherigen Persönlichkeitstrainings an Intensität und Erlebnistiefe überbieten, um den erfahrenen Führungskräften unter unseren Kunden eine weitere Stufe der Persönlichkeitsentwicklung zu ermöglichen. Über Monate habe ich recherchiert, gelesen und Informationen gesammelt, bevor sich Methoden, Übungen und Eingebungen wie ein Puzzle zu einem sinnvollen Konzept zusammengefügt haben. Und jetzt soll es soweit sein, ich parke meinen Wagen vor dem Seminarhaus, gehe zum Tor des Anwesens… und stehe vor verschlossener Tür!
Auch im Urlaub müssen wir „mal kurz die Welt retten“
29.07.2012 von: Irene Heinen
Dienstag, 10:45 Uhr. Zweiter Tag eines fünftägigen Projektmanagementtrainings, für das ich als Trainerin verantwortlich bin. Die Kaffeepause ist vorbei, im Seminarraum erscheinen statt der 15 nur 12 Teilnehmer. Zwei hetzen nach rund 10 bzw. 15 Minuten in den Seminarraum und brummen ein kurzes „sorry, aber da war noch ein wichtiges Telefonat“ vor sich hin. Ich hatte trotz ihrer Abwesenheit pünktlich angefangen. Der dritte Verspätete kommt erst nach über 30 Minuten. Er entschuldigt sich, aber sein Chef gehe nun mal vor, das Projekt sei in Verzug und schließlich sei er als Projektleiter der Verantwortliche. Und er fragt: „Wie lange wird die Mittagspause sein? Ich muss dringend an einer Telco teilnehmen, die wohl bis mindestens 15:00 Uhr dauern wird.“
Keine Panik auf der Titanic
14.07.2012 von: Michael Blochberger
Es ist Mittwoch Abend und ich sitze im ICE 584 Richtung Heimat, als der Zug in einem Tunnel vor Kassel eine Vollbremsung einleitet und im Dunkeln zum Stehen kommt. Dank der sanften Verzögerung wird mir das erst bewusst, als der beißende Geruch überhitzter Elektromotoren in meine Nase dringt. Bevor ich mir Fragen nach dem Warum stellen kann, kommt die Durchsage, ein technisches Problem hätte die Bremsung ausgelöst, man versuche das zu lösen. Zugpersonal in Leuchtwesten eilt durch den Gang, dann ist alles wieder ruhig. Die Fahrgäste, die kurz aufgeschaut haben, vertiefen sich wieder in ihre Laptops oder fummeln an ihren Handys, aber wir haben kein Netz. Mein Blick durch die Scheibe verirrt sich im Schwarz, wegen der Innenbeleuchtung ist nicht einmal die Tunnelwand zu erkennen, aber voller Vertrauen schreibe ich weiter an meinem Protokoll.
Wie wir aus schmerzhafte Erfahrungen lernen können
26.06.2012 von: Michael Blochberger
Nach über fünf Jahren habe ich ihn gestern zum ersten Mal wiedergesehen: meinen Kollegen und ehemaligen Geschäftspartner Claus. Nachdem wir unsere damalige Zusammenarbeit im Streit beendet hatten, waren wir auf Distanz gegangen. Um so aufregender war es, mit ihm auf einen Kaffee verabredet zu sein. Nicht, dass ich großes Interesse an seinen neuen Erfolgsgeschichten gehabt hätte. Ich war einfach neugierig, wie ich nach den vergangenen Enttäuschungen und Verletzungen emotional auf ihn reagieren würde...
Auftrag erfüllt – Erfolg als Bedrohung fürs System
15.05.2012 von: Miklas Wrieden
Auf dem Spielplatz lerne ich von meiner Tochter. Ihr Mut auf der Schaukel, sich hinzustellen und hoch hinaus zu schaukeln, geht mir tief ins Herz. "Guck mal, Papa!" Wir lachen uns an, stolz treffen sich unsere Blicke. Sie probiert ihre Grenzen aus. Das ist grad eine ihrer Aufgaben in unserem Familiensystem. Sie lernt, entwickelt ihr Bewusstsein und wächst an Herausforderungen. Mit so mancher Handlung fordert sie mich heraus. Dennoch, gelassen setzte ich mich an die Seite und beobachte sie, lange. Systematisch läuft dieser Prozess ab. Jedes Mal, wenn wir auf den Spielplatz gehen.
Bildung und Einbildung
09.05.2012 von: Michael Blochberger
Einmal jährlich erhalten Studienabgänger an der Bremer Uni die Chance, aus ihrem Ausbildungsghetto auszubrechen und Kontakt mit der realen Wirtschaft aufzunehmen. Dann stellen sich zahlreiche Unternehmen der Region auf einer Messe vor und suchen den Kontakt zu den Studienabgängern. Im Rahmenprogramm werden den Studenten Vorträge, Workshops und Bewerbungs-Coaching angeboten. Auch ich hatte gestern wieder die Chance, einigen Absolventen auf dem Weg ins Berufsleben zu helfen und dabei berührende Momente erlebt!
Das System: Sich frei fühlen oder eingezwängt sein
20.04.2012 von: Miklas Wrieden
Ich fühle mich gut, wenn ich etwas selbstständig erreicht habe. Das fängt als Kind schon an, wenn ich bspw. die ersten Schritte alleine gehe. Den Stolz und das Glücksgefühl in den Augen meiner Tochter werde ich nie vergessen. Wir konnten uns gemeinsam über diesen Schritt in ihre Selbstständigkeit freuen. Es stärkte sichtlich ihr Selbstbewusstsein. Bestimmt ging es mir genauso, als ich klein war. Ich kann mich erinnern, dass ich zur Zeit meiner Pubertät angefangen habe, mir Gedanken über meine Selbstständigkeit zu machen. Und mir wurde bewusst, dass ich einen Teil aufgeben musste, um in einem System zu bestehen. Es war das System Schule. Klar, Struktur ist wichtig, damit ich Orientierung lerne. Nur, welches System passt zu mir? Passt überhaupt irgendein System zu mir?
Aktiv im Tun
19.04.2012 von: Paula Bemmann-Wöschler
„Willst du heute was besorgen, verschieb es nicht auf übermorgen.“ Wir alle, die wir es uns (noch) nicht gemütlich gemacht haben im „Früher-war-alles-besser“-Frust oder in der „Ich-bin-so-klein-ich-kann-eh-nichts-ändern“-Opfer-Haltung, wissen, dass ein kleines Wort, bestehend aus drei Buchstaben, der Schlüssel für Veränderung und Weiterentwicklung ist. Etwas TUN in die gewünschte Richtung KANN jeder jederzeit.
ICH und WIR – zwischen Selbstbestimmung und Verantwortung
16.04.2012 von: Michael Blochberger
Bernd hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Es begann mit der Entscheidung, die Leitung eines Teams von Ingenieuren zu übernehmen, was ihn vor ungeahnte Herausforderungen stellte. Als erfolgreicher Spezialist war er es gewohnt, dass seine Fachkompetenz respektiert wurde, aber in der Führungsrolle waren plötzlich Sozialkompetenz und persönliche Autorität gefragt – Bereiche, in denen er sich doch sehr unsicher fühlte. Da ihm die Personalabteilung seines Unternehmens keine Unterstützung anbot, beschloss er, auf eigene Kosten seine Persönlichkeit zu entwickeln.
Der Wert Emotionaler Intelligenz
25.03.2012 von: Michael Blochberger
Häufig werde ich von Unternehmen angesprochen, in denen erfahrene, bisher erfolgreiche Teams plötzliche Leistungsabfälle zeigen oder in heftige Konflikte geraten. Für viele sachorientierte Manager ist es schwer greifbar, wenn trotz perfekter Organisation und guter Marktbedingungen die Leistung nicht mehr stimmt. Im Umgang mit Emotionen fühlen sie sich unsicher und in ihrer Führungsrolle sind sie zu befangen, um die Lage objektiv beurteilen und lösen zu können. Also sucht man den Rat eines Experten, der im Umgang mit Emotionalität im Management besondere Erfahrungen besitzt.
Angst essen Seele auf
04.03.2012 von: Irene Heinen
Sonntagnachmittag, winterlich kalte -4˚ und Sonnenschein. Ich treffe eine Freundin, die ich seit einigen Wochen nicht gesehen habe. Monika wirkt niedergeschlagen und traurig auf mich, hat Ringe unter den Augen und ist blass. Ich bin erschrocken. Auf meine Nachfrage, wie es ihr geht, bekomme ich zunächst die Antwort „Alles okay“. Doch der Ton, ihr ganzer Körperausdruck signalisiert: Nichts ist okay! Also frage ich weiter nach, lasse nicht locker und schließlich bricht der Damm und Tränen fließen. Nein, es geht ihr nicht gut, sie ist seit 3 Wochen krank geschrieben und auch schon Monate regelmäßig bei einer Therapeutin. Diagnose Burn-out. Aber das sei ja nur so ein Modewort, jeder sei halt mal überarbeitet. Sie will nicht in eine Klapse, sie will es allein schaffen, sich nicht so anstellen. Einerseits ist sie fest entschlossen: morgen geht sie wieder arbeiten. Andererseits geht einfach nichts mehr.
Zauberformel für Beziehungsglück
16.02.2012 von: Paula Bemmann-Wöschler
Lieber streiten als Gleichgültigkeit und Entfremdung - pünktlich am Valentinstag fiel mir die „Eheformel“ von Oxford-Professor James Murray und dem Psychologen John Gottman von der Universität Washington in Seattle erneut in die Hände. Diese soll mit einer Vorhersagegenauigkeit von 94 Prozent aufzeigen, welches Ehe-Paar sich wieder trennen wird und welches nicht. Die beiden Wissenschaftler waren vor knapp 10 Jahren selbst überrascht, „...dass menschliche Emotionen sich in eine mathematische Formel übersetzen lassen, und damit dann Vorhersagen getroffen werden können“, so Murray.
Was ist lebenswert?
03.02.2012 von: Paula Bemmann-Wöschler
Vom Hals ab gelähmt - das ist kein Leben mehr!? Als farbiger Immigrant im Vorstadt-Ghetto in zerrütteten Familienverhältnissen aufgewachsen - da bleibt nur der Weg in die Kriminalität? „Ziemlich beste Freunde“, ein toller französischer Film, spielt mit einer erfrischenden Leichtigkeit mit den Klischees und Vorurteilen in unseren Köpfen und zeigt, worauf es ankommt im Leben. Es geht eben nicht um Status, Geld, technische High-End-Versorgung. Es geht darum, sich als Menschen zu begegnen, sich im anderen zu spiegeln, voneinander zu lernen, die Verschiedenartigkeit zu respektieren und seine Träume zu leben!
Der Geschmack von Liebe und Hass
26.01.2012 von: Michael Blochberger
Amerikanische Wissenschaftler konnten jetzt beweisen, dass die Absichten, mit denen wir etwas tun, unsere Wahrnehmung stark beeinflusst. Wenn wir sagen, dieser Kuchen ist mit Liebe gebacken, dann ist das nicht nur eine Redensart, sondern er schmeckt uns tatsächlich besser. Wir können also im Ergebnis den Unterschied spüren, ob jemand etwas mit guter oder böser Absicht getan hat, auch wenn wir die betreffende Person dabei nicht beobachten können. Nun ist das bei Koch- und Backprodukten vielleicht nachvollziehbar, aber wie ist das bei anderen Empfindungen?
Offene Kritik ist Wertschätzung
14.12.2011 von: Michael Blochberger
Die Teamleiterin der Forschungsabteilung ist außer sich: "Wir hatten gemeinsam entschieden, einen Teamtest durchzuführen, bevor wir weitere Maßnahmen beschließen. Wie kann es dann angehen, dass nach unserem Gespräch hinter meinem Rücken andere Inhalte besprochen werden, von denen ich dann zufällig per weitergeleiteter Mail erfahre?" Na, da ist ja einiges schief gelaufen, denke ich und versuche, die Dame zu beruhigen...
Der Wert Emotionaler Intelligenz
17.11.2011 von: Michael Blochberger
In einem Telefoninterview wurde ich am Dienstag gefragt: "Was verstehen Sie unter Emotionaler Intelligenz?" Vor meinem inneren Auge lese ich den Chart aus unserem EQ-Training ab: "Emotionale Intelligenz heißt, seine Emotionen erfolgreich managen. Das heißt, erst wenn ich in meinen Gefühlen Sicherheit gefunden habe, kann ich auf die Gefühle anderer Einfluss nehmen," ergänze ich. "Und wie werde ich emotional intelligent?" fragt die Dame.
Gefühlsklug
17.11.2011 von: Paula Bemmann-Wöschler
Was bringt mir Emotionale Intelligenz? In meinem Streben, erfolgreich meine Frau zu stehen, mich durchzusetzen, pünktlich meine Arbeitsaufgaben zu meistern, die irgendwie immer zu viele auf einmal sind, können aufkommende Gefühle der Überforderung, Zukunftsängste oder Schuldgefühle ganz schön nerven. Ich bin gestresst, muss durchhalten, funktionieren. Also Zähne zusammen beißen und Emotionen runter schlucken, sonst...
Kommunikation heißt in Beziehung sein
21.10.2011 von: Paula Bemmann-Wöschler
Nie hätte ich mir träumen lassen, dass ich einmal vor 80 Lehrern einen Vortrag halte. Geordert als Branchenfremdling, um neue Impulse einzubringen, zerbreche ich mir den Kopf, wie ich das Thema „Kommunikation mit schwierigen Schulleitungen“ am besten angehe. Erinnerungen an meine Schulzeit werden wieder wach. Zwar sind meine Erfahrungen mit Lehrern breit gefächert, sie sind aber eben nur aus der Schülerinnenperspektive.
Werte verstehen – Konflikte lösen
20.10.2011 von: Michael Blochberger
Auf Facebook entwickelte sich am Dienstag eine spannende Diskussion über Werte, inspiriert von meinem lieben Kollegen Kurt-Georg Scheible: "Konflikte entbrennen, wenn Werte verletzt werden. Wie seht Ihr das?" Dem konnte ich nur zustimmen: "Nahezu alle zwischenmenschlichen Konflikte lassen sich auf unterschiedliche Wertevorstellungen zurückführen. Wir sollten lernen, die Werte des anderen zu respektieren – ohne zu bewerten!" Sofort fiel mir dazu eine Geschichte ein, an der man dieses Muster plastisch erklären kann.
Book or Bit
16.10.2011 von: Michael Blochberger
Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse, die heute zu Ende gegangen ist, wurde die Frage nach der Zukunft des Buches ausgiebig diskutiert: Hat das gedruckte Werk noch eine Chance, oder werden sich die digitalen Medien durchsetzen? In einer immer schnelllebigeren Medienwelt haben viele Verlage Angst um ihre Existenz, weil sich das Lese- und Informationsverhalten radikal ändert. Wozu also ein Buch kaufen, wenn mir der Inhalt als E-Books sofort zur Verfügung steht?
It’s the Mind not the Money!
22.09.2011 von: Michael Blochberger
“Wie geht’s dir?” frage ich einen alten Bekannten, den ich auf der Straße treffe. “Ach, es könnte mir 10.000 Euro besser gehen!” ist seine Antwort. Es ist witzig gemeint, aber ich kann darüber nicht lachen. Ich habe ja nicht nach seinen Einkommensverhältnissen gefragt, sondern nach seinem emotionalen Befinden! Es stört mich, dass er, wie so viele Menschen in meiner Umgebung, seine Zufriedenheit so vom Finanziellen abhängig macht. Dabei kenne ich ihn als durchaus großzügigen Menschen mit anspruchsvollem Lebensstil. Gibt es da einen Zusammenhang zwischen permanenten Unzufriedenheit und mangelnder Bescheidenheit?
Glückspilz oder Pechvogel – wir haben die Wahl
22.09.2011 von: Paula Bemmann-Wöschler
Es gibt Menschen, zu denen ich eindeutig nicht gehöre, die tatsächlich glauben, vom Schicksal besonders begünstigt zu sein. Sie gehen in ihrem Traumberuf auf, erfreuen sich bester Gesundheit, bewegen sich in einem tollen Freundeskreis und haben auch noch ihren Traumpartner gefunden. Alles, was sie anfassen, scheint sich in Gold zu verwandeln, sie strahlen eine Zufriedenheit aus, dass mir schlecht werden könnte – zumindest an Tagen wie heute.
Frechheit siegt!
21.09.2011 von: Michael Blochberger
In Zeiten, in denen das weltweite Finanzsystem aus den Fugen gerät und konservative Werte kaum noch jemanden interessieren, muss es erlaubt sein zu hinterfragen, ob mit regulären Mitteln in unserem Land noch etwas zu bewegen oder gar zu verändern ist.
Auf der Suche
31.08.2011 von: Paula Bemmann-Wöschler
… nach Erfüllung, sich endlich einmal erfüllt fühlen oder wenigstens nicht mehr so leer, ein klein wenig erfüllt sozusagen, halb voll vielleicht und dazu brauche ich… Dich. Mittlerweile habe ich, was Dich betrifft, auch ganz bestimmte Vorstellungen. Und was tut meine Generation, wenn sie etwas braucht? Sie geht „shoppen“.
Unser Leben im sozialen Jetlag
14.07.2011 von: Paula Bemmann-Wöschler
Jeden Morgen das gleiche Szenario: Der Wecker klingelt immer um die gleiche Zeit. Mein Freund springt auf, ist voller Energie und Tatendrang und oben drauf auch noch gut gelaunt. Welch ein fulminanter Start in den Tag! Es tut mir fast weh beim Zuschauen. Denn ich quäle mich, verspüre überhaupt keinen Drang aufzustehen. Meine Augen sind wie zugeschweißt, ich fühle mich kraftlos und muss mich aus dem Bett wälzen, sonst schlafe ich sofort wieder ein. Nach Dusche und Kaffee erwachen allmählich meine Lebensgeister. Damit liege ich im Durchschnitt der Deutschen, die täglich kurz vor halb sieben aufstehen, rund zwei Stunden früher als ihr natürlicher Biorhythmus tickt.
Über den Umgang mit der Angst
16.06.2011 von: Michael Blochberger
An einer Frage in unserem Online-Test zur Emotionalen Intelligenz scheiden sich regelmäßig die Geister: Auf die Aussage “Ich bin frei von Angst” antworten die einen mit häufig oder immer, die anderen mit nie oder selten. Daraus schließen zu wollen, einige Menschen hätten im Gegensatz zu anderen keine Angst, ist natürlich Unsinn, denn alle Menschen haben Angst. Was diese polarisierende Frage aber abbildet, ist die Tatsache, dass die individuelle Wahrnehmung und die Einstellung zu unseren Ängsten eine entscheidende Rolle spielt.
Mein Anti-Stress-Tag, Versuch 1.0
15.06.2011 von: Paula Bemmann-Wöschler
Gut gelaunt, weil mal wieder so richtig erholt nach den Feiertagen, sitze ich im Auto Richtung Baden-Baden. Nein, ich lasse kein schlechtes Gewissen aufkommen, weil ich das gesamte verlängerte Wochenende im Garten lesend verbracht habe. Heute beginne ich auch nicht gleich hektisch mit dem herum telefonieren und Termine vereinbaren, während ich nebenbei mit 190 Sachen über die Autobahn düse. Ich fahre nur – und das auch noch vorschriftsmäßig, denn diese verkürzte Woche habe ich zu meinen ganz persönlichen Anti-Stress-Tagen auserkoren. Es wäre doch gelacht, wenn ich nicht selbst umsetzen könnte, wobei ich andere unterstütze.
Je länger je lieber
30.05.2011 von: Michael Blochberger
Nach einem Inhouse-Seminar beschwerte sich ein Teilnehmer bei seinem Arbeitgeber, ich als Trainer sei so vermessen gewesen, Begriffe aus dem Privatleben wie “Partnerschaft” oder “Beziehung” für das Berufsleben zu “missbrauchen”, wo das doch wirklich nichts zu suchen hätte… Ich darf zugeben, dass ich zunächst irritiert war, aber das Feedback war wirklich ernst gemeint! Ich musste erkennen, dass es Menschen gibt, die auch auf einer sprachlichen Trennung von Privatem und Beruflichem bestehen und nicht verstehen wollen, dass es, ganz gleich, wann und wo, immer nur um die Beziehung zwischen Menschen geht.
Drum prüfe, wer sich ewig bindet…
26.05.2011 von: Paula Bemmann-Wöschler
… ob sich nicht noch ‘was Bess’res findet. Sich gebunden fühlen an etwas oder jemanden. – Welches spontane Gefühl entsteht bei Ihnen beim Lesen dieses Satzes? Angst, erdrückt oder gegängelt zu werden? Schuldgefühle, weil Sie gerade mit dem oder der Besseren Ihre “Erstwahl” betrügen? Scham, weil Sie sich tagtäglich dafür rächen, dass Sie damals nicht für sich geprüft haben, ob die Bindung, die Sie eingegangen sind, gut für Ihre persönliche Entwicklung ist?
Herzenssache: Was ist wirklich wichtig?
08.05.2011 von: Paula Bemmann-Wöschler
„Wir leben länger, haben aber immer weniger Zeit.“, der Überleitungssatz des ZDFheute-Moderators brennt sich in meine Ohren. Ich habe längst vergessen, welche beiden Nachrichten diese Aussage miteinander verband, aber sie hallt in mir nach, findet Resonanz, weil ich mich erkannt fühle.
Survival of the Fittest
24.03.2011 von: Paula Bemmann-Wöschler
Treffen sich zwei Planeten auf ihren Umlaufbahnen im All. Begrüßt der eine den anderen: „Mensch Erde, altes Haus! Lange nicht gesehen! Wie geht es Dir?“ Darauf die Erde hustend mit rauer Stimme: „Oh, mir geht’s wirklich ganz schlecht. Ich glaube, ich habe mir ‘nen Homo sapiens eingefangen.“ Der erste Planet winkt beschwichtigend ab: „Ach Du, halb so schlimm! Das gibt sich bald wieder!“
Optimismus zwischen Gut und Böse
22.03.2011 von: Michael Blochberger
In den Medien überschlagen sich die Hiobsbotschaften: Drohender Super-Gau im AKW Fukushima! Krieg in Libyen! Über 20.000 Opfer und 450.000 Obdachlose nach dem Tsunami in Japan! Die Welt scheint endgültig aus den Fugen zu geraten. Wird die Menschheit zum Opfer von verantwortungslosen Spinnern, skrupellosen Organisationen und unberechenbaren Naturkatastrophen? Ich spüre diesen Druck in meiner Brust, dieses Gefühl einer beklemmenden Ohnmacht in meinem Herzen. Es ist nicht leicht, in diesen Tagen optimistisch in die Zukunft zu schauen. Woher nehme ich die Freude und Energie, meine Dinge voranzutreiben?
Den Super-GAU vor Augen
16.03.2011 von: Paula Bemmann-Wöschler
Seit sechs Tagen schaue ich zu, aus sicherer Entfernung, fassungslos. Mein Hirn kann schon die Ausmaße des Erdbebens und des Tsunamis nicht be-greifen. Um die 10.000 Opfer sollen es werden, wahrscheinlich eher mehr, eine Zahl, so abstrakt, die als solche kein Gefühl bei mir hinterlässt. Erst die Einzelschicksale – wie z.B. die weinende Frau, die die Hand ihrer Tochter festhielt und ihr „Baby“ doch nicht halten konnte und jetzt hofft, ihre Tochter hat den Kampf in den Fluten wie sie überlebt – erst die Geschichten der Opfer lassen mich in Verbindung mit ihnen treten und irgendwie mit-fühlen.
Die Masche mit der Depression
01.03.2011 von: Paula Bemmann-Wöschler
War ich nicht zu hart? Ich habe ihn richtig provoziert. Und dabei leidet er doch ganz offensichtlich, fühlt sich ungeliebt, von den starren Strukturen um ihn herum am Verändern gehindert. „Ich kann das nicht oder es geht nicht, weil…“ – seine Aussagen erinnern mich an Cora mit ihrem „Ja, aber-Spiel“: Jedes Hilfsangebot verpufft, jeder Entscheidungsspielraum schrumpft auf einen Kubikmillimeter, jedes Aufzeigen von Konsequenzen zieht aggressive Resignation nach sich. Ich spüre Wut in mir aufsteigen. In was zum Teufel verwickle ich mich da gerade?
Es trifft immer die Falschen!
23.02.2011 von: Michael Blochberger
Gestern haben wir einen lieben Menschen verabschieden müssen, der immer für andere da war und an sich selbst zuletzt gedacht hat. Sie war engagiert bis zum Umfallen, hilfsbereit bis zu Selbstverleugnung und großzügig, wenn es um ihre Mitmenschen ging. Aber sich selbst hat sie nichts gegönnt, hat ein bescheidenes, zurückgezogenes Leben geführt ohne Höhepunkte, ohne wirklichen Urlaub, ohne Herausforderungen und ohne echte Lebensträume. Ihr plötzlicher und unerwarteter Tod führte viele Menschen zusammen, die sich in der gemeinsamen Trauer die gleichen Fragen stellten: Warum sie? Warum wird eine so gutmütige Frau mitten aus ihrem Leben gerissen? Und hätten wir das verhindern können?
Engagierte Väter – Selbstbewusste Töchter
13.01.2011 von: Paula Bemmann-Wöschler
Produkt der Gene? Opfer der Erziehung? Oder selbstbewusst handeln?
13.01.2011 von: Michael Blochberger
Lügen haben kurze Beine
14.12.2010 von: Paula Bemmann-Wöschler
Wer lügt, kann die Wahrheit nicht ertragen
14.12.2010 von: Michael Blochberger
Des Apfels Kern
11.11.2010 von: Paula Bemmann-Wöschler
Von Martin Luther bis Stuttgart 21
11.11.2010 von: Michael Blochberger
Sinn und Unsinn von Vorurteilen
10.10.2010 von: Michael Blochberger
In den Fängen des Stresses – Rette sich, wer (noch) kann!
07.10.2010 von: Paula Bemmann-Wöschler
Planungsstress für 2011
07.10.2010 von: Michael Blochberger
Die ersten Wochen im Herbst sind für meine Frau und mich die anstrengendste und stressigste Zeit im Jahr. Nicht, weil zwei Monate voller Trainingstermine bevorstehen, die einer professionellen Vorbereitung bedürfen – das ist für uns eine sehr erfüllende Arbeit. Viel zäher und unbefriedigender sind die zusätzlichen “saisonalen” Pflichten, wie die Vorbereitung der Steuererklärung oder die Terminplanung für die Seminare des kommenden Jahres, die Koordination der Trainerkollegen sowie Gestaltung, Produktion und Versand der neuen Seminarflyer.
Ursachen und Wirkung: Wenn Stress zu Burn-out führt
06.10.2010 von: Michael Blochberger
Das rote Tuch
09.09.2010 von: Paula Bemmann-Wöschler
Unfaire Prozesse
09.09.2010 von: Michael Blochberger
Hurra! – Wir leben noch!
03.09.2010 von: Paula Bemmann-Wöschler
Von Grizzlys nach dem Mittagsschläfchen gefressen zu werden, wäre einmal eine ganz andere Erfahrung des Sterbens. Man ginge, so schwadronierten wir noch ganz benommen nach unserer Bären-Begegnung in live, dann ganz natürlich in den Kreislauf des Lebens ein. Fast fühlten wir uns Eins mit der wilden, atemberaubenden Natur um uns herum: Geboren, um Beute zum Überleben zu machen oder eben selbst zur Beute anderer zu werden. Diese Vorstellung faszinierte uns regelrecht und war irgendwie cooler als unfalltot zwischen Trümerteilen oder zerfallend zwischen Medizinschläuchen zu enden. Aber der Reihe nach.
Der Hass der Unzufriedenen
03.06.2010 von: Michael Blochberger
Neue Freunde
03.06.2010 von: Paula Bemmann-Wöschler
Ankommen, trotz Aschewolke!
22.04.2010 von: Michael Blochberger
Aufgrund schlechter Wetterbedingungen auf den Kanaren bin ich mit 24 Stunden Verspätung in Nürnberg eingetroffen und warte auf meinen Weiterflug nach Hannover. Am Gate A16 sind die ersten Gäste abgefertigt, als ein Anruf kommt, der die Damen am Check-In sichtlich verunsichert. “Bitte nehmen Sie wieder Platz, wir warten auf neue Anweisungen.” Schlagartig wird mir klar: Heute kommst du nicht mehr nach Hause. Die isländische Aschewolke droht alle privaten und beruflichen Pläne zunichte zu machen. Ich muss am nächsten Morgen nach Wolfsburg, um ein Seminar vorzubereiten! Was nun?
Danke! Ich hatte vergessen, ein Teil der Natur zu sein.
07.03.2010 von: Paula Bemmann-Wöschler
Es ist Samstagabend und ich fahre nach Hause zurück. Unglaublich, es hat keine 24 Stunden gedauert und hunderte Autobahnkilometer sind wieder frei. Winzige weiße Häufchen an den Auf- und Abfahrten erinnern nur noch wage an das Schnee- und Eischaos von heute Nacht bzw. heute morgen. Was für eine Leistung (!), die unerwähnt bleiben wird, weil wir sie als selbstverständlich ansehen.
→ weiterlesenDie andere Seite der Medaille
16.02.2010 von: Michael Blochberger
Ich bin von ganzem Herzen Trainer. Vor allem wenn Seminare so laufen wie unten beschrieben. Wenn Teilnehmer ihr Herz in die Hand nehmen, ihre Ängste und Frustrationen abschütteln und den Mut entwickeln, neue Wege zu gehen. Dann ist dieser Beruf eine Erfüllung, weil es eine Bereicherung ist, zu sehen mit welcher Leichtigkeit Menschen über sich selbst hinauswachsen können, um ihr Glück zu finden.
Krieg zum Fest der Liebe?
16.12.2009 von: Michael Blochberger
Ich weiß gar nicht mehr, was ich dazu fühlen soll. Da schicken wir Soldaten nach Afghanistan, um “Frieden und Freiheit” zu sichern und tun jahrelang so, als ob das eine ganz harmlose und menschenfreundliche Aktion sein könne. Dann werden auf Wunsch eines deutschen Befehlshabers zwei von den Taliban gestohlene Tanklastzüge bombardiert und Exminister Jung bestreitet, dass dabei auch Zivilisten ums Leben kamen.
Ich helfe und tue dabei Gutes?!
16.12.2009 von: Paula Bemmann-Wöschler
Mitgefühl für Robert Enke
12.11.2009 von: Michael Blochberger
Robert Enke, die Nr. 1 im Tor der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat sich am Dienstag das Leben genommen. Weil er glaubte, als Vorbild und Leistungsträger keine Schwäche zeigen zu dürfen, ist er am Widerspruch zwischen dem Leistungsdruck und seinem Selbstbild zerbrochen. Was uns an diesem tragischen Tod so sehr bewegt, ist nicht nur das Schicksal dieses Mannes und seiner Frau. In seiner Verzweiflung erkennen wir auch unser eigenes Leid: Auch wir stehen unter Leistungsdruck und glauben, uns keine Schwächen erlauben zu dürfen. Auch wir spielen nach außen oft den Starken und zweifeln im Stillen an uns selbst.





