CIT-Consult Emotion-Blog

Selbstbestimmt Prioritäten setzen!

26.11.2011 von: Michael Blochberger

Freude, Bestätigung, Erholung und Selbstbestimmung sind die Werte, die verhindern, in die Stressfalle zu geraten.Wie jedes Jahr ist der November mein arbeitsreichster Monat, aber dieses Jahr ist es besonders heftig: 15 Trainingstage in vier Wochen, machen 12 Tage für Seminarvorbereitung, Dokumentation und Anfahrten notwendig – Verwaltungsaufwand nicht gerechnet. Wo bleibt da die Freizeit für Erholung? Ganz ehrlich, da bleibt nix! Aber was kann ich tun, um nicht in die Stressfalle zu tappen?

Das Wichtigste scheint mir, eine positive Einstellung zur Situation zu finden: Die Trainings haben jetzt Priorität. Ich verzichte auf Freizeit, Sport und Gartenarbeit und entscheide mich in diesen Wochen von ganzem Herzen für meine Arbeit. Das fällt mir leicht, weil ich Freude und Bestätigung in ihr finde und absehen kann, dass im Dezember wieder mehr Ruhe einkehrt. Dann werde ich meine freien Tage nachholen können, mehr Entspannung und körperlichen Ausgleich finden. Die Vorfreude darauf gibt mir die Kraft, mich heute voll zu engagieren, ohne dass ich das Gefühl habe, dass es an meine Substanz geht.

Die Entscheidung für meine Arbeit treffe ich freiwillig und selbstbestimmt. Würde sie mir aufgezwungen oder wäre keine Erholung in Sicht, würde mich dieser Einsatz viel mehr Kraft kosten. Dauernde Maximalbelastung zehrt an der Substanz und führt zu Burnout. Es gibt also drei entscheidende Faktoren für ein erfolgreiches Stressmanagement. Wer aktuell unter Stress leidet, sollte sich diese Fragen stellen:

  • Gibt mir meine Arbeit Freude und Bestätigung?
  • Habe ich in absehbarer Zeit die Hoffnung auf Erholung und Entspannung?
  • Kann ich mich heute selbstbestimmt für meine Arbeit entscheiden und ohne schlechte Gefühle auf Freizeit verzichten?

Wenn Sie alle 3 Fragen mit JA beantworten können, dürften Sie zu den glücklichen Menschen zählen. Können Sie zwei Mal JA sagen, dürfen Sie zufrieden sein. Wer zwei oder drei mal  mit NEIN antwortet sollte sich überlegen, etwas in seinem beruflichen Alltag zu ändern…

So, und jetzt nehme ich mir die Freiheit einmal NEIN zu sagen, schiebe meine Seminarvorbereitung auf morgen und fahre mit meiner Familie und der Oma zum Kaffeetrinken nach Worpswede. Ein schönes und erholsames Wochenende!

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