CIT-Consult Emotion-Blog

Liebeserklärung an Natur, Sinn und Wandel

08.04.2011 von: Michael Blochberger

Das Seminarhaus liegt an der Steilküste 300 m über dem MeerIch sitze auf einer Klippe 300 Meter über dem tosenden Atlantik und schaue in den Sonnenuntergang. Während der Wind mir hemmungslos durch die Haare fährt, flute ich meine Lungen mit dieser unverbrauchten Frische. Inmitten der tosenden Elemente genieße ich die unendliche Kraft der Naturgewalten und lasse mir meine Zweifel, meinen Ärger, all meine Angespanntheit aus dem Hirn blasen. Ja, dieser Ort ist dazu geschaffen, frische Energie zu tanken, sich auf das Wesentliche zu besinnen und zur Demut zurück zu finden. In mir wächst der Wunsch, alle Menschen hierher einzuladen, die ihr Leben selbst bestimmen wollen, die auf der Suche nach Alternativen und Visionen sind oder die Sehnsucht spüren, sich für eine bessere Welt zu engagieren… Genau 10 Jahre ist es jetzt her, dass diese Idee geboren wurde. 10 Jahre habe ich geträumt, gearbeitet, geplant und gespart. Jetzt ist es so weit, jetzt ist die Zeit gekommen, dass ein Traum Realität werden kann.

Vom lichtdurchfluteten Seminarraum genießen wir den wunderbaren Blick aufs Meer Schon damals habe ich meinen ersten Coaching-Urlaub Sinneswandel auf der Kanareninsel La Palma angeboten, ein fünftägiger Selbsterfahrungs-Tripp in wilder Natur. Nur waren damals die Bedingungen ungünstig und es war nicht die Zeit der Besinnung, sondern die der Gier, der Panik und des Hasses. Trotz des Crash am Neuen Markt träumten Millionen weiter vom Reichtum durch Spekulationen und am 11. September verlor die westliche Welt ihren Mythos der Unverwundbarkeit. Terror, Krieg und Katastrophen provozierten Angst und Widerstand statt die Erkenntnis, auf einem falschen Weg zu sein. Es folgten der Tsunami 2004, die Finanzkrise 2007 und aktuell die Beben in Japan und der Gau in Fukushima.

Und jetzt scheint etwas anders als sonst. Erstmalig haben diese Katastrophen eine politische Konsequenz. Viele Menschen in Deutschland haben ihren Glauben an die Allmacht der Wissenschaft verloren und sind nicht mehr bereit, die Folgen als Gottgegeben hinzunehmen. Ist die Zeit gekommen, an unserer Einstellung und an der Ausrichtung unserer Gesellschaft etwas zu ändern? Es gilt, auf breiter Front einen Wertewandel zu vollziehen, unseren Größenwahn, unser Allmachtsdenken und unsere Geldgier zu überwinden. Zu lange haben wir darauf gesetzt, die Natur zu unterwerfen, zu vergewaltigen und auszubeuten und haben Ethik und Moral dabei vergessen.

Aber die Natur schlägt zurück und weist uns in unsere Schranken. Es ist Zeit, die Ausrichtung von Gesellschaft und Wirtschaft infrage zu stellen. Ist es möglich, unseren Wohlstand zu bewahren, ohne unseren Kindern eine verseuchte, vergiftete und überschuldete Welt zu hinterlassen? Wie bekommen wir unmoralische Wissenschaftler, kranke Konzernlenker und korrupte Politiker zum Einlenken? Wie bekommen wir die vielen Menschen dazu, sich eine eigene Meinung zu bilden statt für andere nur zu funktionieren?

Mein Weg ist es, im Kleinen anzufangen. Unzählige Menschen sind mit ihrem Leben unzufrieden. Sie haben erfahren, dass die Gier nach Geld keine Erfüllung bringt, solange sie nicht wissen, wofür sie das tun. Immer mehr Menschen haben das Bedürfnis, sich als Teil der Natur zu fühlen, statt sie zu zerstören. Und immer mehr sind bereit, dafür auch Verzicht zu üben.

Ein solcher SinnesWandel ist vielleicht nicht umsonst, aber er bringt eine ungeheure Befriedigung mit sich. Eine Befriedigung, die ich immer in der Natur von La Palma spüre. Eine Insel, die Dank ihres Individualtourismus noch unberührt und naturverbunden scheint. Wo die Menschen die Macht der Natur und die Kräfte der Elemente zu respektieren gelernt haben und danach leben. Demütig, bescheiden und glücklich.

Für mich ist La Palma einer der letzten Flecken Europas, die die Kraft haben, uns zur Besinnung zu bringen und zum Umdenken zu bewegen. Meine Liebe zu dieser Insel und zu den dort lebenden Menschen hat uns bewogen, hier einen Ort zu schaffen, an dem Besinnung, Neuanfang und Aufbruch möglich sind: Ein Ferien- und Seminarhaus am Steilufer der Westküste mit Blick über den Atlantik. Ein Ort wo wir ungestört arbeiten und die Natur genießen können.

“Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist” soll Victor Hugo gesagt haben. Wir haben 10 Jahre darauf hingearbeitet. Jetzt scheint die Zeit gekommen.

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