CIT-Consult Emotion-Blog

Mitgefühl für Robert Enke

12.11.2009 von: Michael Blochberger

Robert Enke, die Nr. 1 im Tor der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat sich am Dienstag das Leben genommen. Weil er glaubte, als Vorbild und Leistungsträger keine Schwäche zeigen zu dürfen, ist er am Widerspruch zwischen dem Leistungsdruck und seinem Selbstbild zerbrochen. Was uns an diesem tragischen Tod so sehr bewegt, ist nicht nur das Schicksal dieses Mannes und seiner Frau. In seiner Verzweiflung erkennen wir auch unser eigenes Leid: Auch wir stehen unter Leistungsdruck und glauben, uns keine Schwächen erlauben zu dürfen. Auch wir spielen nach außen oft den Starken und zweifeln im Stillen an uns selbst.

Jetzt, wo sich zeigt, wer Robert Enke wirklich war, fliegen ihm unsere Sympathien zu, wie nie zuvor. Wir sollten daraus lernen, es nie soweit kommen zu lassen. Die Welt ist voller Menschen, die sich danach sehnen, einmal schwach sein zu dürfen und verstanden zu werden. Wer sich zeigt, wie er wirklich ist, dem fliegen die Herzen zu. Jeder von uns kann den ersten Schritt tun, die Nähe seiner Mitmenschen suchen und sein Herz öffnen. Wir werden Nähe, Liebe und Vertrauen entwickeln und die Welt ein Stück lebenswerter machen!

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