CIT-Consult Emotion-Blog

Die Sehnsucht in mir

14.03.2010 von: Paula Bemmann-Wöschler

Was habe ich mich gewunden und davor gedrückt, endlich mein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Leiten habe ich mich lassen von den Ideen und Angeboten zur Zusammenarbeit anderer. Immer stand meine finanzielle Grundsicherung im Vordergrund. Dabei hatte ich es schon seit Jahren gespürt: In mir steckt mehr, als ich bisher nach außen transportieren kann und es gibt mehr als ich bisher lebe. Aber wie finde ich nur heraus, was ich wirklich will, für was ich brennen kann und was mich motiviert, auch Durststrecken und Misserfolge durchzustehen ohne gleich alles hinzuschmeißen?

Ich war der Ansicht, dass ich einfach zu viele Interessen habe, um mich festzulegen. Will ich auf allen Hochzeiten mittanzen, muss ich mich einfach nur stärker disziplinieren. Also begann ich damit, meine Tage stärker zu strukturieren, To-do- und Prioritäten-Listen anzulegen, mich zu zwingen, unliebsame, aber notwendige Arbeiten auszuführen. Das Ergebnis: Meine Unzufriedenheit und Unlust stieg ins Unermessliche und meine Effizienz fiel ins Bodenlose.

So konnte es einfach nicht weitergehen! Irgendetwas ist faul an meinem System und als ich auf die Suche ging, was es ist, wurde mir zunehmend bewusst, dass ich mich gar nicht festlegen will, weil ich Angst davor hatte zu scheitern. Allein diese Erkenntnis ließ meinen Widerstand gegenüber dem Thema „Vision“ endlich bröckeln. Ich hörte Michael endlich zu, wenn er von der großen Kraft und Energie sprach, die frei wird, wenn ich eine Lebens- oder Unternehmensvision habe. Dann kann ich „automatisch“ Durststrecken oder Misserfolge konstruktiv verarbeiten, weil sie mir lediglich aufzeigen, dass der eingeschlagene Weg zu meiner gewünschten Zukunft nicht der richtige war. Statt zu resignieren und alles infrage zu stellen, gehe ich auf die Suche nach einem effektiveren Weg, denn ich spüre, dass mein Handeln einen Sinn hat, der ganz aus mir selbst kommt, aus meinem Herzen.

Es ist für mich immer wieder erstaunlich wie zeitgenau Dinge zusammen laufen, wenn ich für ein (neues) Thema offen bin. „Die Kraft der Lebensvision“ von Hans Kreis fiel mir „zufällig“ vor zwei Monaten in die Hände.

„Meine Angst war in Wirklichkeit nichts anderes als verzauberte Sehnsucht, und jeder Schritt auf meinem Sehnsuchtsweg erlöste einen Teil meiner Angst.“ (S. 16) Dieser Satz treibt mir immer noch sofort die Tränen in die Augen. Mit der Frühlingssonne habe ich mich auf den Weg gemacht, zu mir, zu meiner Herzenssache, um meine Lebensvision zu entdecken.

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