CIT-Consult Emotion-Blog

Folge deinen Bedürfnissen

09.10.2018 von: Michael Blochberger

Die Geschwindigkeit, mit der sich unsere Welt durch die Globalisierung und Digitalisierung verändert, nimmt stetig zu und erhöht den Druck auf die Wirtschaft, die Unternehmen und uns Menschen, die wir lernen müssen, mit diesen Veränderungen umzugehen. Wie können wir diesem Druck standhalten? Viele suchen ihr Heil im Rückzug ins Privatleben.

Es ist eine ganz menschliche Regung, dass wir am Vertrauten und Gewohnten gerne festhalten. Je mehr wir im Beruf mit neuen Herausforderungen konfrontiert werden, desto wichtiger werden uns die Dinge und Orte, an denen wir Sicherheit und Entspannung finden. Freundschaft, Partnerschaft, Familie und Eigenheim werden wichtiger als Mobilität, Mut und Abenteuer.

Lieber suchen wir die Bestätigung im vertrauten Bekanntenkreis als mit Andersdenkenden zu streiten. Lieber lassen wir uns vom seichten Unterhaltungsprogramm im Fernsehen ablenken, als uns politisch zu engagieren. Und wenn uns im persönlichen Umfeld die Freunde und Vertrauten nicht genügen, flüchten wir in die virtuelle Welt und posten unsere Bedürfnisse auf Facebook, um die Bestätigung zu bekommen, die uns fehlt. Sei es durch Katzenfotos, witzige Sprüche oder Selfies.

Auch ich kann diesen Wunsch nach Rückzug ins Private und Virtuelle an mir beobachten. Ich genieße die Augenblicke der Zweisamkeit, die Entspannung im Garten, das Lachen über einen Witz oder die Posts und Likes auf Facebook. Es sind die süßen kleinen Bestätigungen des Alltags, die ich nicht missen möchte.

  • Aber ist mir das genug?
  • Kann diese kleine heile Welt meine Seele auf Dauer ernähren?
  • Werden meine Bedürfnisse nach Vertrauen, Wertschätzung und Gemeinschaftssinn dadurch wirklich erfüllt?
  • Und wie stille ich meine Sehnsucht nach Zugehörigkeit zu einer Gemeinschaft von Gleichgesinnten?


Der Rückzug ins Private und Virtuelle wird schnell zur Flucht vor der eigenen Entwicklung, den zwischenmenschlichen Herausforderungen, dem Verzicht auf analoge, ehrliche Freundschaften. Und in der Isolation fällt es schwer, Resonanz von seinen realen Mitmenschen zu erhalten. Etwas bewegen können wir nur gemeinsam mit vielen anderen offenherzigen Menschen, die ähnlich empfinden wie wir.

Diese Gedanken begleiten mich seit Jahren. Mit Freunden und Kollegen habe ich oft darüber diskutiert. Vor zweieinhalb Jahren haben wir uns auf Partnersuche gemacht und im Herbst 2016 wurde SinnStifter e.V. gegründet. In diese noch jungen Gemeinschaft wollen wir Menschen einladen und einbinden, die keine Lust mehr haben auf Jeder-gegen-Jeden. Die sich für eine gemeinsame Idee stark machen und andere Menschen dazu inspirieren wollen, ihre Lethargie zu überwinden und ihren wahren Bedürfnissen zu folgen.

Nach zwei Jahren der Selbstfindung, zahlreichen Rückschlägen und wichtigen Erfahrungen, sind wir so weit: Am letzten Wochenende im Oktober finden die SinnStifter-Tage 2018 statt, mit einem offenen, inspirierenden Programm, wie ich es mir schon lange gewünscht habe.

Wir bieten keine Promis, keine fertigen Lösungen und keine seichte Unterhaltung. Stattdessen gestalten wir ein Event der ehrlichen Begegnung mit offenherzigen, bewussten und (selbst)kritischen Menschen. Wir alle bringen unsere persönlichen Bedürfnisse, Sehnsüchte und Anliegen ein, werden uns dazu austauschen und aus unserem inneren Reichtum heraus Lösungen entwickeln.

Der Anspruch der eingereichten Anliegen und zu bearbeitenden Themen hat mich schon schwer beeindruckt. Von der persönlichen Sinnsuche bis hin zur Lösung aktueller gesellschaftlicher Fragen ist für jeden Teilnehmer etwas dabei. Die große Vielfalt erfahrener Teilnehmer aus unterschiedlichen Branchen und Lebenslagen garantiert uns ein ebenso kreatives wie konstruktives Arbeiten in den entsprechenden Arbeitsgruppen.

Du willst mehr dazu erfahren? Am Besten, du wirst gleich Mitglied bei SinnStifter e.V. und nimmst kostenlos an diesem Event teil.

 

Foto: ©Alex Ishchenko_fotolia

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