CIT-Consult Emotion-Blog

Achtsamkeit: Die Haltung macht den Unterschied

19.04.2016 von: Heike Anne Dietzel

Die deutsche Wirtschaft schlägt sich tapfer und wächst jedes Jahr weiter. Das fast unaufhaltsame wirtschaftliche Wachstum fordert viel von jedem deutschen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Jeder soll immer und jederzeit seine volle Leistung bringen, damit es immer so weitergehen kann. Doch es scheint nicht ganz zu funktionieren: jeder zweite deutsche Arbeitnehmer ist mit seinem Job unzufrieden und die von den Krankenkassen veröffentlichten Zahlen zu Krankschreibungen aufgrund von Burn-Out oder Depression steigen seit Jahren stetig.

Ich begegne vielen Menschen in Trainings und Coachings, die müde und traurig vor mir sitzen und mit ihrem Job hadern. Er macht keinen Spaß mehr, ist langweilig und manchmal sogar unerträglich geworden. In einigen Fällen ist das Arbeitsvolumen so hoch, dass es kaum mehr zu schaffen ist. In anderen Fällen ist das Gefühl abhandengekommen, dass die eigene Arbeit Sinn macht und produktiv ist. Ich höre viele Menschen klagen, dass der Kostendruck in ihren Unternehmen so stark geworden ist, dass um jeden Cent diskutiert oder sogar gestritten wird. Damit geht jeder Spaß und jede Freude im Job verloren.

Das macht mich nachdenklich: Wie kann unsere Wirtschaft stetig weiterwachsen, wenn so viele mit ihrem Job unzufrieden sind und so viele im Berufsleben krank werden? Wenn so vielen der Spaß und die Freude im Job abhandengekommen ist? Gleichzeitig haben viele immensen Druck, Geld zu verdienen, um das eigene Leben zu finanzieren und eine Familie zu ernähren. Für viele eine große Zwickmühle.

Tatsächlich begegne ich aber auch Menschen, denen nichts oder fast nichts von dem, was ich gerade beschrieben habe, etwas anhaben kann oder passiert. Diese Menschen interessieren mich sehr. Leider passiert es nicht oft, dass sie mir begegnen. Auffallen tun mir diese Menschen sofort: sie strahlen innere Ruhe und Stabilität aus, gehen aufmerksam mit ihrer Umwelt und sich um. In fast allen Fällen wirken sie sehr positiv und optimistisch, sind unprätentiös und das genaue Gegenteil von arrogant oder eingebildet. Sie sind auf angenehme Art und Weise geerdet. Sich selbst, dem Leben und anderen gegenüber sind sie offen. Wenn ich genauer nachfrage, dann sehe ich oft, dass sie ihr Leben gestalten, dass sie Verantwortung für sich und ihr Leben übernommen haben. Auch wenn sie Schicksalsschläge erleben, schreiten sie mit Mut und Gelassenheit voran und verabschieden sich von Personen und Situationen, die ihnen nicht guttun.

Wenn ich hinter den Vorhang blicken darf und mehr Details erfahre, erkenne ich, dass der Schlüssel zum Erfolg in ihrer Haltung liegt. Ihre Haltung sagt bedingungslos „Ja“ zum Leben, zur Verantwortung, die darin liegt, aber auch zur Freiheit, sich in jedem Moment neu entscheiden zu können. Erstrebenswert? Für mich ja. Wie ich dahin komme? fragen Sie sich jetzt vielleicht. Gute Frage! Meiner Meinung nach, indem wir uns zuerst einmal selbst reflektieren und erkennen, wer wir heute sind. Mit offenem, nicht bewertendem Blick schauen, wie wir sind, wie wir agieren, was wir in uns tragen. Welche Haltung wir uns und dem Leben gegenüber, unseren Mitmenschen und unseren Jobs gegenüber einnehmen. Das ist der erste Schritt, um etwas ändern zu können. Dann können wir uns entscheiden, eine neue Haltung anzunehmen und diese jeden Tag zu üben. Uns und dem Leben gegenüber, unseren Ressourcen, unseren Mitmenschen und unserer Arbeitswelt gegenüber. Das kann zu einer inneren Freiheit führen, die es uns ermöglicht, mutige Entscheidungen zu treffen. Uns von Altem, Negativem zu lösen und Neues zu wagen.

Diese Übung ist für mich jeden Tag eine spannende, erkenntnisreiche Reise. Es wartet jeden Tag etwas Neues auf mich, das mich überrascht und bestärkt, weiter zu machen. Mein Leben wird bunter, aufregender und so viel mehr so, wie ich es mir wünsche. Wenn Sie Lust auf diese Reise haben, dann kommen Sie doch mit! Wir haben ein Training konzipiert, in dem wir eine neue Haltung üben wollen. Die Haltung der Achtsamkeit, die in meinen Augen zu großer innerer Freiheit führen kann. Ich freue mich auf Sie, wenn Sie den Mut haben, Neues zu wagen!

Das Training zum Thema

Foto: Rosel Eckstein/pixelio

 

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