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Interview mit Joachim Hilbert

17.05.2013 von: Michael Blochberger

Im Blog Leben ohne Limit gibt Joachim Hilbert Anregungen zu Selbstbewusstsein und PersönlichkeitsentwicklungLeben ohne Limit – sein Blog für Selbstbewusstsein & Persönlichkeit überzeugt durch ein sauberes Design und inspirierende, tiefsinnige Beiträge. Innerhalb weniger Monate hat Joachim Hilbert ein viel besuchtes Portal geschaffen, in dem Therapeuten und Coachs über ihre Lebensentwürfe und Erfahrungen berichten. Hier gibt er Einblick in sein Leben und seine Ambitionen.

Wie kommt ein IT-Spezialist wie Sie dazu, sich für Selbstbewusstsein und Persönlichkeit zu engagieren?

Die Begeisterung entstand bereits in frühen Jahren als ich die Bücher von Hermann Hesse verschlang. Der Weg der Selbst!ndung begeisterte mich. Daraus entwickelte sich mit der Zeit mein Interesse an Philosophie, Psychologie und Buddhismus.

Hinzu kamen Begegnungen mit interessanten Menschen. Ich fragte mich hinterher oft, was diese Menschen so besonders für mich macht. Es waren selten äußerliche Dinge, sondern vielmehr ihre Entschlossenheit, die Gelassenheit und Begeisterung.

Diese Eindrücke ließen mir keine Ruhe und entfachten mein Interesse an Selbstbewusstsein und Persönlichkeit.

Wie entstand die Idee zum Blog "Leben ohne Limit"?

Mit zunehmender Zeit erfüllte mich mein Beruf als Softwareingenieur und Berater immer weniger. Eine innere Leere machte sich breit. Ich spürte, irgendetwas fehlt in meinem Leben. Ich hatte Lust, etwas Neues zu beginnen und meiner Kreativität Ausdruck zu verleihen. Zu Anfang fiel es mir schwer, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Die ersten Schritte sind nun einmal eher unbeholfen. Es braucht ein wenig Zeit, den eigenen Stil zu finden.

Impulsgeber waren auch die Blogs von Leo Babauta und Roland Kopp-Wichmann. Beide gefallen mir gut. So etwas ähnliches wollte ich auch machen. Inspirierende Texte, ein reduziertes, benutzerfreundliches Design und keine Werbung sollen zum Besuch einladen. Und ich möchte ganz bewusst einen Gegenentwurf zu manchen Erfolgsratgebern anbieten.

Die Startseite von Leben ohne Limit ist überschrieben "Inspiration für ein selbstbewusstes Leben". Was sind Ihre Ziele und welche Botschaft wollen Sie vermitteln?

Ich möchte Menschen ermutigen, an sich zu glauben und ihren Weg zu gehen. Aus meiner Erfahrung begrenzen wir uns allzu oft selber, weil wir denken, wir können oder dürfen etwas nicht. Gerade unsere individuelle Besonderheit mach ja den Reichtum einer Gesellschaft aus.

Mir ist es auch ganz wichtig, keine fertigen Lösungen anzubieten. So nach dem Motto: Du brauchst nur das und das zu machen, um reich und glücklich zu sein. Was jeder für sein Glück braucht, muss er oder sie alleine heraus finden.

Was wir über uns denken, entscheidet in einem hohen Maße, wie wir etwas erleben und was wir uns zutrauen. Befreien wir uns von den eigenen Begrenzungen wie Zweifel und Wertlosigkeit, brauchen wir niemandem mehr etwas zu beweisen.

Ihr Engagement im Netz ist ja ganz uneigennützig. Woher nehmen Sie die Motivation und die Begeisterung für diese Idee?

Die Worte von Ribul bringen es aus meiner Sicht ganz gut auf den Punkt. „Suche in allem, was du tust, die Freude, die dir mehr Energie schenkt, als du verbrauchst.“ Wenn etwas Freude bereitet, erwächst daraus eine besondere Energie. Mir gefällt, was im Laufe der Monate entstanden ist. Ich bin sehr dankbar für die zahlreichen Kontakte, den Austausch und die teilweise sehr emotionalen Zuschriften.

Wenn einige, wenige Menschen von meinen Impulsen pro!tieren, hat sich der Aufwand im Grunde schon gelohnt.

Hauptberufich arbeiten Sie seit 20 Jahren als Projektleiter und IT-Berater. Wie können Sie ihr Engagement im Netz mit Ihrem Beruf vereinbaren?

Da sprechen Sie einen kritischen Punkt an :-) Meine verschiedenen Engagements im Netz, meine Familie und mein Beruf, das alles lässt sich momentan kaum noch in Einklang bringen. Doch wie heisst es so schön: Krisen sind auch Chancen und zwingen einen, Entscheidungen zu treffen. Momentan stehe ich an einem Scheidepunkt. Ich habe eine Menge Ideen, weiß allerdings noch nicht, in welche Richtung die Reise geht.

Leben ohne Limit ist in wenigen Monaten zu einem Portal geworden, in dem ganz unterschiedliche Persönlichkeiten, Lebenskünstler, Trainer und Coachs zu Wort kommen. Nach welchen Kriterien wählen Sie diese Menschen aus?

Angefangen habe ich mit eigenen Artikeln. Doch irgendwann fand ich das mit der Zeit zu einseitig. Es ist doch viel spannender, wenn unterschiedliche Menschen ihre Sichtweisen und Kompetenzen mit einbringen. So habe ich angefangen, Autoren, Therapeuten und Coachs zu fragen, ob sie mir ein Interview geben. Zu Anfang war ich sehr skeptisch und dachte, wer wird dir überhaupt Beachtung schenken. Gekommen ist dann alles ganz anders. Fast jeder hat zugesagt. Ich bin über diesen Vertrauensbeweis immer noch erstaunt.

Meine Auswahl richtet sich nach den Hauptthemen Selbstbewusstsein, Kommunikation, Achtsamkeit, Kreativität und Selbstorganisation. Lese ich ein interessantes Buch oder stoße auf eine spannende WebSeite, ist mein Interesse geweckt.

So gefällt mir zum Beispiel das Buch „Gestatten: Ich: Die Entdeckung des Selbstbewusstseins“ von Katharina Ohana sehr gut. Es ist tiefgründig, verständlich und anschaulich geschrieben. Also fasste ich mir ein Herz und schrieb die Autorin an.

Was müsste geschehen, damit Sie in 10 Jahren sagen könnten: Ich habe alles erreicht, was ich mir vorgenommen habe?

Diese Frage kann ich zurzeit schwer beantworten. Ich befinde mich in einer Phase des Umbruches, persönlich wie auch beruflich. Ich spüre zusehends, das das Alte nicht mehr so richtig passt. Gleichzeitig bin ich aber auch unentschlossen, wohin die Reise gehen soll. Insofern darf ich mich in Geduld üben.

In der Vergangenheit habe ich auch gemerkt, dass das Erreichen von Zielen nur bedingt glücklich macht. Jedes erreichte Ziel gewährt wieder Ausblick auf das nächste. Natürlich halte ich es für wichtig, sich Ziele zu setzen, weil Sie meinem Handeln eine Richtung geben. Doch Zufriedenheit und Glück entstehen in mir. Glück wird für mich immer mehr eine Frage der Sichtweise und inneren Ruhe. Ein Spaziergang am Morgen kann so viel Schönes beinhalten. Das Licht, die Geräusche im Wald.

Welche Bedeutung hat Persönlichkeitsentwicklung in Ihrem Leben?

Die eigenen Werte, die eigenen Fähigkeiten sind alles, was ich habe. Das beginne ich immer mehr zu begreifen. Alles andere ist schön, letztendlich aber Beiwerk. Insofern ist es aus meiner Sicht so entscheidend, sich auf die Entfaltung der eigenen Persönlichkeit zu konzentrieren. Sich besser kennenzulernen, sich wertzuschätzen mit all den Höhen und Tiefen. Das führt zu Gelassenheit und einer innerer Stärke, die mich im Leben weiter bringt.

Wenn Sie das, was Sie persönlich ausmacht, in einem Satz beschreiben dürften, wie lautete dieser?

Ich erlebe mich als optimistischen, emphatischen und stillen Menschen.

 

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