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Image Stellen Sie sich vor, Sie wachen gerade in diesem Moment auf. Behutsam kriecht Ihr Bewusstsein ans Tageslicht. Das Bett, in dem Sie liegen ist ausreichend groß, die Laken fühlen sich angenehm kühl an. Der schlichte Vorhang, der noch zugezogen ist, verhindert die direkte Sonneneinstrahlung. Nun fällt Ihnen wieder ein, dass Sie nicht zuhause sind, sondern gestern in einem kleinen italienischen Städtchen direkt im Zentrum ein Appartement bezogen haben.
 
Der historische Palazzo liegt direkt an der Haupteinkaufsstraße, dem Corso. Als sie gestern gegen Mitternacht ankamen, war die Straße leer und still.
 
Sie beschließen aufzustehen. Vom Schlafzimmer aus treten Sie hinaus auf eine Empore. Vor Ihnen liegt ein Raum, der ca. achtzig Quadratmeter groß ist, und eine Deckenhöhe von acht Meter hat. Sie steigen die Treppen hinunter um die beiden vier Meter hohen Fenster zu öffnen. Warme Luft strömt in den Raum, begleitet vom lebhaften Geschnatter der Menschenscharen unter Ihrem Fenstern. Ein Duft von Kaffee, Meer, Sommer, Pinien breitet sich aus. Es wird ein phantastischer Tag werden, ... „La dolce vita“.
 
Ich hätte diese Geschichte auch anders erzählen können, ohne all die Eindrücke und Gefühlsduseleien. Vielleicht so:
 
Sie wachen in einem Appartement in einer Italienischen Stadt auf, welches Sie gestern bezogen haben. Der Hauptraum hat achtzig Quadratmeter und ist 8 Meter hoch. Gegenüber einer Empore gibt es zwei Fenster die 4 Meter hoch sind. Als Sie die Fenster geöffnet haben, hören sie ein italienisches Stimmengewirr und riechen die typischen Gerüche einer italienischen Stadt. Es wird ein phantastischer Tag, …
 
Der Unterschied zwischen den beiden Versionen liegt nicht nur in der Länge, sondern vor allem darin, dass in der zweiten Version weitestgehend auf emotionalisierende Wörter verzichtet wurde. Wörter, die das Herz des Lesers / des Zuhörers erreichen, und dabei Emotionen wecken. Wörter, die mit Bildern verbunden sind, die in mir sehr viel auslösen. So wie die Situation, die ich beschrieben habe, sehr viel in mir ausgelöst hat. Es war der Beginn einer wunderschönen Zeit in Italien.
 
Nun werden Sie zu Recht sagen, dass es im Geschäftsalltag weniger um Kaffeedüfte und ein süßes Leben geht. Stimmt! Es geht meist nicht um einen Kaffeeduft, außer in der Werbung. Jedoch lassen sich hinter fast jedem Thema Bilder finden, die Menschen ansprechen. Eine Präsentation zur Entwicklung Ihres Geschäftsbereiches beispielsweise wird zu einem Ereignis, wenn Sie es schaffen, Ihre eigenen Bilder, die Sie begeistern, so einzubinden, dass Sie Ihren Vortrag unterstützen. Das bedingt, dass Sie wissen, welche Bilder dies sind. Mit welchen Motiven (Motivation) Ihr Herz verbunden ist, und was diese bei Ihnen auslösen. Diese emotionalen Schwingungen werden auf Ihre Zuhörer übertragen, und diese damit angesteckt.
 
Die Verwendung von Bildern in der Sprache ist ein erster Schritt. Ein zweiter ist Ihre Stimme und Sprechgeschwindigkeit. An welchem Punkt erhöhe ich die Geschwindigkeit, wo ist Verzögerung angesagt, um auf einen Höhepunkt hin zu arbeiten. Dazu ist es unbedingt notwendig, dass Sie Ihre Zuhörer nicht verlieren. Die Orientierung an der Reaktion ist ein wichtiger Bestandteil um einen Vortrag, eine Präsentation oder aber ein Mitarbeitergespräch erfolgreich und mit Begeisterung durchzuführen.
 
Be-geister-ung wecken heißt für mich nichts anderes als, „Geister“ herauf beschwören. Bilder in mir zu finden, die zu mir passen und diese mit meinen Erfahrungen zu verknüpfen und dies dem Zuhörer zur Verfügung stellen. In dem Seminar „Menschen eindrucksvoll überzeugen“ werden wir zusammen auf die Suche nach Ihren inneren Bilder gehen. Diese heben, und ihre Wirkung auf andere durch konkretes Feedback herausfinden. In Übungen werden Sie unterschiedliche Gesprächssituationen trainieren, um dadurch einen sicheren Umgang mit Ihren ganz eigenen Geschichten zu trainieren. Wir werden die Wirkung Ihrer Stimme und Ihrer Sprache erlebbar machen.
 
"Die Begeisterungsfähigkeit trägt deine Hoffnungen empor zu den Sternen. Sie ist das Funkeln in deinen Augen, die Beschwingtheit deines Ganges, der Druck deiner Hand und der Wille und die Entschlossenheit, deine Wünsche in die Tat umzusetzen." Henry Ford I.
 
 
von Rudolf Knauer
 
 
 
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