Mein Freund Martin ist immer am Jammern. Seitdem er sich selbständig gemacht hat, steckt er ständig in finanziellen Nöten. Ja, ihn plagen echte Existenzängste. Dabei weiß ich, dass er ganz gute Jobs bekommt und passable Umsätze macht. Er fährt ein neues Auto, lebt in einer großzügigen Wohnung, fährt nach Italien in Urlaub und gönnt sich auch sonst ein angenehmes Leben. Auf den ersten Blick war mir seine tiefe Unzufriedenheit ein Rätsel.
Ein selbständiger Unternehmer bittet mich als Coach um Unterstützung. Er ist ein erfolgreicher Marketing-Berater, der seine Vision der Selbständigkeit konsequent realisiert. Trotz seiner beruflichen Erfolge fühlt er sich ausgelaugt und frustriert. Durch das Coaching will er seine verloren gegangene Motivation wiedergewinnen. Er erklärt, wie sehr ihn die beruflichen Anforderungen, die vielseitigen Kundenkontakte und zwischenmenschlichen Probleme belasten. In intensiven Einzelsitzungen wird ihm langsam bewusst, was ihm an seinem Beruf am wichtigsten und liebsten ist: Die immer neuen beruflichen Herausforderungen und der Einfluss, den er als Berater auf seine Kunden ausübt.
Ob Schweinegrippe, isländische Aschewolke oder griechische Finanzkrise: Dubiose Organisationen wie die WHO, das VAAC (Volcanic Ash Advisory Centre) oder Standard & Poor's entscheiden heute über Gut und Böse. Sie machen aus einem harmlosen Virus eine weltweite Pandemie, lassen die Finanzmärkte kollabieren oder legen für Tage den europäischen Flugverkehr lahm. Auf der Basis unkontrollierbarer Informationen und scheinwissenschaftlicher Modelle werden Panik geschürt, Werte vernichtet und Politiker zu Marionetten ihrer Willkür gemacht.
Er ist ein kompetenter und erfahrener Fachberater, Anfang Fünfzig und gesundheitlich angeschlagen.
Nach Herzinfarkt und Schlaganfall quält ihn die Angst um seinen Arbeitsplatz. Wie lange kann er seine
krankheitsbedingten Ausfälle noch durch Leistungsbereitschaft kompensieren? Wie soll es weitergehen,
wenn er die Kündigung erhält? Getrieben von Angst und Wut presst er die Worte hervor, immer wieder
unterbrochen von heftigen Hustenanfällen. Er ist einer von 16 Teilnehmern eines Stressmanagement-Seminars.
Wer in der Führungsverantwortung steht, kennt sicherlich auch das Gefühl der Enttäuschung, wenn Mitarbeiter nicht aus ihren Fehlern lernen und dem gemeinsamen Erfolg des Teams im Wege stehen. Auch für mich war es lange unverständlich, ja frustrierend, dass viele meiner Mitarbeiter immer wieder an den gleichen Dingen scheiterten, ohne dass sie daraus den Schluss ziehen konnten, mal etwas Neues auszuprobieren oder etwas an ihrem Verhalten zu ändern. Schon Jahre bevor ich mich entschied, ausschließlich als Trainer und Coach zu arbeiten, hatte ich deshalb das dringende Bedürfnis, die Menschen in meinem Arbeitsumfeld zu fördern und weiterzubilden. Wenn es unsere Termine zuließen, nutzten wir den Freitag Nachmittag dazu, neue Ziele zu entwickeln oder neue Erfahrungen zu machen. Einer dieser Nachmittage sollte für einige im Team zu einem besonderen Schlüsselerlebnis werden.
Frage ich Führungskräfte oder den engagierten Nachwuchs nach ihren beruflichen Ängsten, so stoße ich regelmäßig auf Ablehnung und Unverständnis, statt eine ehrliche Antwort zu bekommen. Obwohl der Druck auf die Mitarbeiter enorm ist und stetig weiter zunimmt, ist es im Business absolut tabu, Ängste zuzugeben. Alle reden vom Stress, unter dem sie leiden. Aber Angst? Über so etwas spricht man nicht, wenn man seine Chancen im Unternehmen wahren will! Dabei werden die Stresshormone (Nor)Adrenalin, Dopamin und Cortisol in jeder Belastungssituationen ausgeschüttet und das wird durch Ängste ausgelöst.
Wie hart sind erfolgreiche Frauen in der Führungsrolle tatsächlich?
„Kohls Mädchen“, „listige Witwe“ oder pauschaler das „Mannweib“ und die „Quotenfrau“ – an zynischen Beinamen mangelt es Managerinnen und weiblichen Führungskräften jedenfalls nicht. Wohl aber an Mitstreiterinnen auf gleicher Ebene. Eine Frau in höherer Führungsposition in einem deutschen Unternehmen ist entweder Eigentümerin des selbigen oder die einzige Henne im Korb, meist argwöhnisch beäugt von um ihre Stellung bangenden Kampfhähnen.
Alles Leben ist stetiger Wandel. Diese Erkenntnis legt uns nahe, stets auf die Zeichen zu achten, die uns anzeigen, dass es nötig geworden ist, dass wir umdenken oder uns neue Routinen zuzulegen. Das tun jedoch die wenigsten Menschen. Im Gegenteil, wir suchen ständig nach Sicherheit, d.h. der Möglichkeit, alles beim Alten zu lassen und unsere liebgewonnenen Gewohnheiten, unsere Denk- und Verhaltensweisen beibehalten zu können. Schließlich ist es anstrengend, umzulernen.
Im zweiten Teil unserer Trilogie Glaubwürdigkeit – Führung – Unvoraussagbarkeit geht es um die Fähigkeit „im Sattel zu bleiben“, d.h. sich in der Interaktion nicht die Führung abnehmen zu lassen. Der dem Menschen, wie allen Rudeltieren, angeborene Folge-Reflex erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Gegenüber sich unseren Vorschlägen anschließt und sich „was sagen läßt“. Das ist nicht immer selbstverständlich oder leicht, was schon mancher Berater zu spüren bekommen hat, wenn er auf ein forderndes „Haben Sie denn (überhaupt) Erfahrung mit einem Problem wie meinem?“ keine passende Antwort finden konnte.
1. Glaubwürdigkeit im Coaching- und Beratungsgespräch
Milton H. Erickson wurde einmal von einem jungen Psychiater gefragt, warum er keine repräsentativere Praxis habe. Ein Mann von seinem Format müßte sich doch eine Sekretärin, großzügigere Räume und modernes Mobiliar leisten. Erickson gab zur Antwort: »Als ich anfing zu therapieren, sah es hier sogar noch weit bescheidener aus. In diesem Raum war nichts außer einem Gartentisch und zwei Klappstühlen, allerdings . . . ich war da.«
Als Führungskraft haben wir zu funktionieren. Wir haben gelernt, mit der entsprechenden Technik unsere Mitarbeiter zu motivieren, ihnen Feedback zu geben, gemeinsam geschäftliche Ziele zu vereinbaren und vor allem keine Gefühle zu zeigen. Unsere Aufgabe ist es, ein positives Vorbild zu sein. Da sind alle unkontrollierten Emotionen fehl am Platz, heißt es. Also verstecke ich meinen Ärger, meine Angst und meine Trauer hinter einer Maske, solange, bis es nicht mehr geht...
Glaubt man den ethischen Richtlinien vieler Manager deutscher Konzerne, dann haben Liebe und Leidenschaft im Geschäft nichts zu suchen. Und auch unter Google ist kein Eintrag in der Kombination aller drei Wörter zu finden.
Dabei wirbt fast jede Branche mit Slogans wie „Aus Liebe zu...“, „Wir lieben...“ oder „Für alle, die ... lieben“.
Wenn Oma nervt und ich nicht ans Rentenalter denken mag!
Meine Schwägerin hat Entspannung bitter nötig, fährt an die Nordsee und hat
die Schwiegermutter bei uns abgegeben. Schließlich kann diese mit fast 90
Jahren nicht mehr allein zu Hause bleiben. Selbstverständlich nehmen wir sie
für ein paar Tage auf, räumen das Gästebett ins Wohnzimmer, weil sie keine
Treppen mehr steigen kann und lassen nachts das Licht brennen, damit sie
allein auf die Toilette findet...
Jeder von uns sehnt sich nach der Wertschätzung seiner Person und seiner
Leistungen. Anerkennung von anderen zu erhalten, ist eines der wichtigsten
Bedürfnisse, die wir erfüllt bekommen möchten. Dennoch scheinen sowohl
Führungskräfte als auch Mitarbeiter große Bedenken gegenüber Feedback zu
haben. Denn wie oft erhalten Sie von Ihrem Chef, Ihren Kollegen oder
Mitarbeitern ein leistungsbezogenes Feedback, das über die Fehlerrückmeldung
hinaus geht? Wann hat sich das letzte Mal jemand mit Ihnen zusammen gesetzt
und über Ihre beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten gesprochen? Vielleicht
liegt dies (auch) daran, dass Sie in einem deutschen Unternehmen arbeiten.
Was machst du? Was ist dir wichtig? Was bewegt dich zu Spitzenleistungen?
Wenn von der Arbeitsleistung eines Mitarbeiters die Rede ist, geht es grundsätzlich um das Wissen. Das Können und das Wissen nutzt alles nicht, wenn das Wollen fehlt. Wissen und Können kann ich durch Schulung und Training erwerben. Beim Wollen geht es jedoch um die Motivation, um die nach außen wirksamen Persönlichkeitsanteile eines Menschen. Aber die wenigsten Menschen können ihre echten Lebensmotive und -Bedürfnisse benennen. („We hire them for their competences, we fire them for their personality“.)
An einem Sonntag Abend kam ich vom Besuch eines intensiven Persönlichkeitstrainings zurück und war noch ganz erfüllt von tiefen Erfahrungen und neuen persönlichen Zielsetzungen. Doch schon am Montag hatte mich der berufliche Alltag wieder eingeholt. Morgens um 10.00 Uhr wurde ich zu unserem größten Kunden gebeten. Auf der Basis einer langfristigen Vereinbarung erstellten wir für ihn jede Woche dutzende von Anzeigen und schalteten diese in vielen deutschen Tageszeitungen. Aufgrund der Menge hatten wir einen extrem niedrigen Stückpreis vereinbart. Der Umfang war in den letzten Monaten weiter angewachsen, so dass bereits jeder Zweite unseres Teams täglich für diesen Kunden tätig war.
Die Doping-Beichte unseres Radsport-Profis Erik Zabel hat mich sehr berührt. Weil sie so ehrlich war: Dieser Schmerz, den eigenen Sohn belogen und die eigenen Wertevorstellungen verraten zu haben um des Erfolges und des Ruhmes willen. Das tut weh. Aber, ich kann mich identifizieren mit einem, der erkennt, dass er als Täter auch zum Opfer geworden ist. Für mich ein Lehrstück über den Umgang mit Rivalität und Moral im Berufsleben.
Der Wecker klingelt viel zu früh und ich öffne nur mühselig die Augen. Etwas Schweres liegt auf meinem Bauch, das beim Betasten zu schnurren beginnt. Genüsslich eingerollt schwelgt der Kater in nächtlichen Jagdszenen, bereit den Tag wohlgemut zu verschlafen. Ein Blick aus dem Fenster und damit ist auch das letzte Körnchen meiner guten Laune dahin. Bei diesem Wetter schickt man keinen Hund vor die Tür, aber mich! Grummelnd mache ich mich auf den Weg in die Firma und haste angekommen mit einem schnell hingeworfenen „Moin“ an den lächelnden Gesichtern meiner Kollegen vorbei. Drohend empfängt mich der Arbeitsberg auf meinem Schreibtisch – jetzt kann es nur noch besser werden…
Der fortschreitende Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft stellt neue Anforderungen an
das Management der Unternehmen. Autokratische oder patriarchalische Führungsstrategien taugen nicht für
eine Welt, in der die Produktivität in den Köpfen entsteht. Neue Führungsqualitäten sind gefragt. Kommunikation,
Teamwork, Kritikfähigkeit, vernetztes Arbeiten werden entscheidend für den unternehmerischen
Erfolg.
Die krankheitsbedingten Fehltage sinken von Jahr zu Jahr, die Angst vor einem möglichen Arbeitsplatzverlust bewegt die Arbeitnehmer mehr als die Freude an der Arbeit. Viele verlieren vor lauter Mutlosigkeit ihre Ziele aus den Augen. Anpassung und Duckmäusertum regieren in den Unternehmen. Und der Erfolg bleibt auf der Strecke. Wie kann ich in einer Atmosphäre der Angst meine Karrierechancen nutzen?
Der Zauber des Neuen, der Drang, alle Möglichkeiten unserer Persönlichkeit kennenzulernen und auszuschöpfen, zu reifen und vollständiger zu werden gehören ebenso zu unserem Wesen wie unser Wunsch nach Beständigkeit und Sicherheit. Unser Streben in die eine Richtung weckt auch immer unsere Angst vor der Gegenstrebung. Da verwundert es nicht, wenn bei Veränderungen die allermeisten Menschen zuerst mit Unbehagen oder Angst reagieren statt sich über die Chancen, die sich daraus ergeben können, zu freuen. Denn das verlockend Neue nimmt uns gleichzeitig ein Stück der Sicherheit des Altbewährten.
Jahresanfang, die guten Vorsätze sind noch frisch und
zwölf noch unerlebte Monate suggerieren: "Alles ist machbar, wenn Du
nur wirklich willst."
Doch "...wenn Sie eine Kuh sind, werden Sie es
niemals schaffen, sich in ein Pferd zu verwandeln..." — selbst mit
einem guten Trainer oder Coach nicht — "...und es wäre besser, Sie
fänden eine hübsche Weide an irgendeinem Fleck, wo man Milch braucht,
statt immerfort zu versuchen, auf der Pferderennbahn
herumzugaloppieren. Und vor allem sollten Sie keine Stierkampfarena
betreten, denn so etwas ist immer eine Katastrophe." (Lelord, F. 2006,
S. 9).
Zum Ende des Jahres 2006 erhellte sich die politische und wirtschaftliche Stimmung in Deutschland, weil wir einen leichten Aufwärtstrend verspürten. Die kleinen Erfolge ließen uns wieder Optimismus schöpfen. Aber hatte sich an unserer Einstellung wirklich etwas geändert? Der Druck auf die Unternehmen und den einzelnen Mitarbeiter war weiter gewachsen. Der Verlust an Sicherheit hatte Ängste, Stress und Frustrationen verstärkt. Die zaghaften Aussichten auf die Verbesserung der finanziellen Lage würden nicht reichen, uns nachhaltig emotionale Sicherheit zu geben.
Stellen Sie sich vor: Es gäbe keine Staus mehr, keine sinnlosen Vorschriften, kein stures Finanzamt, keine egozentrischen Kollegen, keine ängstlichen Vorgesetzten und keine verständnislosen Kunden! Vieles würde richtig Spaß machen! Wir müssten uns nicht mehr ärgern, kaum noch streiten und könnten unsere Kraft zur Umsetzung unserer Ziele und Aufgaben einsetzen!
Die Globalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft führt zu einer permanenten Veränderung der Arbeitssituation. Veränderte Arbeitsformen erfordern teilweise sehr große situative oder kontinuierliche Anpassungsleistungen der Mitarbeiter und Führungskräfte. Arbeitsteams, deren Mitglieder sich auf verschiedene (inter)nationale Standorte verteilen und/oder unterschiedlichen Kulturkreisen angehören, verlangen eine flexiblere, kognitiv anspruchsvollere Führung.
Gut gelaunt nach dem erholsamen Wochenende und so richtig gut ausgeschlafen, sitze ich im Zug auf dem Weg zur Arbeit. Nein, ich lasse kein schlechtes Gewissen aufkommen, weil ich zwei Tage einfach nur im Bett verbracht habe. Heute nehme ich mir auch nicht Die Zeit und beginne hektisch mit dem Lesen, wohl wissend, dass ich mir dadurch die Chance vergebe, dieses wöchentliche Monumentalwerk journalistischer Kunstfertigkeit in fünf Pendlertagen auszulesen. Denn diese Woche habe ich zu meinen ganz persönlichen Anti-Stress-Tagen auserkoren.
In einer Coaching-Sitzung mit einer engagiert arbeitenden Mutter kam
das Thema Stress hoch. Schwer in Fahrt und sichtlich aufgewühlt
erzählte sie mir, dass sie "immer wieder darauf achte, in ihrem
Durcheinander den Spagat...eh... die Balance zu finden..."
Nach der Übernahme des Traditionsunternehmens Eduscho durch die Firma Tchibo im Jahr 2001 erhalten viele Mitarbeiter ihre Kündigung, unter anderem auch zwei erfahrene Kaffeeexperten. Trotz ihrer Erfahrung sehen beide Spezialisten keine Chance mehr, eine vergleichbare Anstellung in der desolaten Kaffeebranche zu bekommen. Aber beide wollen sich nicht in das Schicksal der Arbeitslosigkeit fügen. Stattdessen setzen sie sich zusammen und brüten eine neue Idee aus: Nach dem Vorbild der so erfolgreichen Brotbackmaschinen wollen sie einen Mini-Kaffeeröster für den Hausgebrauch entwickeln. Sie investieren ihre Abfindungen, belasten ihre privaten Wohnhäuser und investieren ca. 1 Million Euro in diese Idee.
In Trainings und Workshops beobachte ich Mitarbeiter aber auch Führungskräfte, die große Schwierigkeiten haben, einen konkreten Weg in die Zukunft aufzuzeigen. Dabei fehlt es ihnen nicht unbedingt an Fantasie, vielmehr trauen sie sich nicht, ihre persönlichen Vorstellungen in eine konkrete Planung umzusetzen. Sie haben gelernt, Emotionales und Rationales strikt zu trennen. Oft haben sie eine Angst entwickelt, ihre Fantasie im beruflichen Umfeld einzusetzen, weil sie fürchten, als Traumtänzer zu gelten. Sie verstehen sich als Realisten und halten Träumer für lebensuntüchtige Menschen.
Wir sprechen heute gerne von der Gegenwart als einer Zeit des Wandels. Aber war das vor 50 oder 100 Jahren nicht auch schon so? Ist die ganze Welt nicht einem steten Entwicklungsprozess unterworfen? Ich glaube, was sich besonders verändert hat, ist unsere Einstellung zur Veränderung: Es gab Zeiten wie die 60er und 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts, in denen die Erneuerung als Erlösung empfunden wurde. Kulturell, gesellschaftlich und politisch herrschte eine Aufbruchsstimmung, die von einer ungeheuren Kreativität und großem Fortschrittsglauben getragen wurde.
Frage nicht nach dem Schöpfer, der alles geschaffen hat, sondern nach dem Rhythmus, der alles in Bewegung hält!"
Daoismus
Es ist eine aufregende Zeit! Wir können gut beobachten, wie zunehmend ganzheitliche Organisationsmodelle salonfähig werden. Seit gut 15 Jahren faszinieren uns Veränderungsmodelle, die sich selbstbewusst weigern, Organisationen weiterhin als Maschinen zu betrachten- und zu managen. Statt dessen rückt ein organisches, sich an natürlichen Entwicklungsprozessen orientierendes Verständnis in den Mittelpunkt.
Es gibt Momente, in denen ich Gott dafür danke, dass er mich als Mensch hat auf die Erde kommen lassen. Sie kennen das. Dann gibt es andere Augenblicke, in denen man sich wünscht, wie eine Katze auf dem Dach zu liegen, sorgenfrei, gedankenlos und völlig ungebunden. Dann wieder sehnt man sich danach, als Fisch im Meer zu schwimmen oder die Welt als Vogel aus großer Höhe zu betrachten, über allen Dingen, distanziert und sicher vor Gefahren.
Eines unserer dümmsten und hartnäckigsten Vorurteile ist die Aussage: "Gefühle haben am Arbeitsplatz nichts zu suchen." Das Gegenteil ist der Fall: Gefühle sind bei allem, was wir tun, im Spiel, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht: Jede berufliche Entscheidung, jede geschäftliche Beziehung, jedes Mitarbeitergespräch wird von Gefühlen gesteuert. Gefühle bestimmen unser Handeln, im Privaten wie im Beruf.
"Doch man sieht nur die im Lichte, die im Dunklen sieht man nicht..."
(Bert Brecht, Dreigroschenoper)
Sie leisten gute Arbeit. Doch woran erkennen die anderen das? Ob Sie sich, Ihre Leistung oder Ihre Produkte besser präsentieren und verkaufen wollen, ob Sie Ihr Unternehmen den Kunden, Ihre Organisation den Mitgliedern oder Ihren Verband potentiellen Förderern vorstellen wollen: Immer wird von Ihnen die "geheime Sprache des Selbstmarketings" gefordert. Für die berufliche Entwicklung kommt es darauf an, mit dem eigenen Profil und den eigenen Fähigkeiten sichtbar zu werden und sich entsprechend zu präsentieren bzw. zu profilieren. Erst durch das besagte "Klappern gehört zum Handwerk" können Sie Ihre Professionalität gezielt weiterentwickeln.
Gute Selbst-PR beginnt mit einer klaren Zielsetzung
Die zahlreichen Misserfolge in Politik und Wirtschaft führen in Deutschland zu einer ungewöhnlich resignierten Stimmung. Trotz aller Anstrengungen, aller Plackerei geraten wir immer deutlicher in einen depressiven Strudel. Der Druck auf die Unternehmen und den einzelnen Mitarbeiter wächst. Der Verlust an Sicherheit produziert Ängste, Stress und Frustrationen. Träume platzen und wir müssen erkennen, dass materielle Ziele allein nicht reichen, um uns aus der Krise zu helfen.
Vergegenwärtigen Sie sich eine wichtige Erfolgsregel der Kommunikation:
NICHT SIE ENTSCHEIDEN UEBER DEN ERFOLG IHRER KOMMUNIKATION, SONDERN IHR GEGENUEBER.
Stellen Sie sich mal vor, Sie rufen bei einem Lieferanten oder bei einem Dienstleister an, bei dem Sie bereits Kunde sind: "Guten Tag, hier ist Jürgen Müller, kann ich mal Frau Dr. Schmidt sprechen."
Regelmäßig lerne ich in meinen Trainings und im Coaching verzweifelte Menschen kennen, die sich über Mobbing am Arbeitsplatz beklagen und zunehmend unter der Gehässigkeit ihrer Kollegen leiden müssen. Da wird isoliert, denunziert, intrigiert und terrorisiert und man fragt sich: Was ist der Auslöser für so viel Hass?
"In der Arbeitswelt haben Gefühle nichts zu suchen!" So falsch dieser Satz auch ist, in vielen Köpfen ist er tief verankert und die Mehrheit - gerade der Deutschen - versucht, sich täglich nach dieser Prämisse zu verhalten. Mit schwerwiegenden persönlichen Folgen, denn Emotionen lassen sich nicht ausschließen oder abstellen oder negieren. Sie sind in der Regel schneller und dominanter als unser Verstand.
"Jeder bekommt das, was er braucht" - dieser Satz fiel mir spontan ein, als eine Kollegin von mir mich auf ein Seminar aufmerksam machte mit dem Titel "SinnesWandel", eine Reise zur kreativen Kraft der Elemente - outdoor auf La Palma. Ich wurde neugierig, holte mir telefonisch die notwendigen Informationen, sicherte mir den Platz und packte meinen Koffer. Ausgerüstet mit Schlafsack, Wanderstiefeln, Taschenlampe etc. starteten wir Anfang November für eine Woche nach La Palma.
Geschrieben von Michael Blochberger und Stéphane Etrilliard
06.11.2002
Das Medienzeitalter lebt davon und der Erfolg in einem Unternehmen hängt davon ab: Kommunikation. Wer mit anderen Menschen, anderen Unternehmen oder gar ganzen Nationen in Kontakt steht, auf irgendeine Art mit seinem Gegenüber kooperieren will, muss mit ihm kommunizieren. Die Art der Kommunikation entscheidet über die Art der Wahrnehmung des Anderen und damit über den gemeinsamen Erfolg oder Misserfolg. Nur wer sich dessen bewusst ist, wird langfristig Kooperationen führen und Kommunikation als einen der Top-Erfolgsfaktoren im privaten und beruflichen Miteinander nutzen können.
Outdoor bedeutet zuerst einmal Draußen. Ein Training draußen, in der Natur unterscheidet sich vom Seminarraum "Indoor" dadurch, dass keine Stühle, Flipcharts und elektronische Medien zur Wissensvermittlung eingesetzt werden. Insbesonders bei Trainings zur Persönlichkeitsentwicklung, bei Themen wie sozialer Kompetenzen oder Teamfähigkeit, bei Softskilltrainings kann und wird auf andere Medien gesetzt. Statt des konsumierten Frontalunterrichts besteht die Herausforderung für die Teilnehmer hier, durch Erfahrungen zu lernen.
Das Wohlgefühl und der körperlich-geistige Zustand eines Menschen sind
über das Nervensystem und die Muskelkonstitution direkt miteinander
verbunden. Sowohl die nervlichen Verästelungen im Magen-Darm-Trakt
(Stichwort "Bauchhirn") als auch die prägende Rolle der Emotionen bei
unserer Wahrnehmung gelten nach neuesten Erkenntnissen ebenso wie nach
überliefertem Wissen als Beweise für die Abhängigkeit und gegenseitige
Beeinflussung von körperlichem Zustand und geistig-emotionalen
Prozessen. Die Beachtung beider und das Ausbalancieren erfahren wir als
gesundes Wohlbefinden (well being).
In den meisten Seminaren und Workshops wird versucht, in Vorträgen und durch Gruppenarbeit komprimiertes Fachwissen in kurzer Zeit in die Köpfe der Teilnehmer zu trichtern. Oft mit erschreckend geringem Erfolg. Vielfach haben die Teilnehmer wenige Tage später mehr als 90 % der Inhalte wieder vergessen.