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Der Mann auf der Suche nach seiner Männlichkeit

"Wird's ein Junge oder ein Mädchen?" fragte die erfahrene Mutter die schwangere Freundin. "Ein Junge? Dann sei froh, die sind viel pflegeleichter!" Obwohl diese mütterliche Aussage so unschuldig daher kommt, ist sie doch die Wurzel einer der größten psychologischen Herausforderungen, der wir Männer in unserem Leben zu begegnen haben: Die Beziehung zur ersten und wichtigsten Frau in unserem Leben – unserer Mutter – prägt unser Rollenverständnis als Mann so nachhaltig, dass viele ihr Leben lang darunter zu leiden haben.

Existenzangst oder Die Last erwachsen zu werden

Mein Freund Martin ist immer am Jammern. Seitdem er sich selbständig gemacht hat, steckt er ständig in finanziellen Nöten. Ja, ihn plagen echte Existenzängste. Dabei weiß ich, dass er ganz gute Jobs bekommt und passable Umsätze macht. Er fährt ein neues Auto, lebt in einer großzügigen Wohnung, fährt nach Italien in Urlaub und gönnt sich auch sonst ein angenehmes Leben. Auf den ersten Blick war mir seine tiefe Unzufriedenheit ein Rätsel.

Die Kraft der freien Entscheidung

Ein selbständiger Unternehmer bittet mich als Coach um Unterstützung. Er ist ein erfolgreicher Marketing-Berater, der seine Vision der Selbständigkeit konsequent realisiert. Trotz seiner beruflichen Erfolge fühlt er sich ausgelaugt und frustriert. Durch das Coaching will er seine verloren gegangene Motivation wiedergewinnen. Er erklärt, wie sehr ihn die beruflichen Anforderungen, die vielseitigen Kundenkontakte und zwischenmenschlichen Probleme belasten. In intensiven Einzelsitzungen wird ihm langsam bewusst, was ihm an seinem Beruf am wichtigsten und liebsten ist: Die immer neuen beruflichen Herausforderungen und der Einfluss, den er als Berater auf seine Kunden ausübt.

Ja-aber! Das schönste aller Ränkespiele, um sich vor der Verantwortung zu drücken

Es ist nach 23 Uhr abends. Ich fühle mich erschöpft, kraftlos und völlig ausgelaugt. Das innere Hilflosigkeitsgefühl, welches sich die letzte Stunde langsam in meinen Eingeweiden breit gemacht hat, beginnt plötzlich umzuschlagen in Aggression. Ich weiß, dass meine Wut mich gerade davor schützt, nicht selbst mit in die „Sinnlosigkeit des Seins“ hineingezogen zu werden, in der sich meine Freundin Cora seit zwei geschlagenen Stunden regelrecht suhlt. Ihr Körper hängt, mehr als er sitzt. Wie ein „schwarzes Loch“ hat sie all meine Energie und Zuversicht verschlungen, ohne dass dies ihren lethargischen Endloskommunikationsschleifen auch nur einen winzigen Abbruch getan hätte. Natürlich wolle sie etwas in ihrem Leben verändern, aber...

Die Macht der Katastrophen-Macher

Ob Schweinegrippe, isländische Aschewolke oder griechische Finanzkrise: Dubiose Organisationen wie die WHO, das VAAC (Volcanic Ash Advisory Centre) oder Standard & Poor's entscheiden heute über Gut und Böse. Sie machen aus einem harmlosen Virus eine weltweite Pandemie, lassen die Finanzmärkte kollabieren oder legen für Tage den europäischen Flugverkehr lahm. Auf der Basis unkontrollierbarer Informationen und scheinwissenschaftlicher Modelle werden Panik geschürt, Werte vernichtet und Politiker zu Marionetten ihrer Willkür gemacht.

Mikropolitik: Die alltäglichen „Machenschaften“ von uns allen

Küpper & Ortmann beschrieben bereits 1992 Organisationen als „... Arenen heftiger Kämpfe, heimlicher Mauscheleien und gefährlicher Spiele mit wechselnden Spielern, Strategien, Regeln und Fronten.“ In ihnen wimmele es „... von Bremsern und Treibern, change agents und Agenten des ewig Gestrigen, Märtyrern und Parasiten, grauen Eminenzen, leidenschaftlichen Spielern und gewieften Taktikern...

Das Gefühl für Strategisches Denken

Wenige Führungskräfte sind es gewohnt, für sich und ihre Mitarbeiter weitreichende Ziele oder Visionen zu entwickeln und sich für deren Verwirklichung zu engagieren. Viele reagieren nur auf die Anforderungen des Marktes und verlieren so ihre eigenen Ziele und Vorstellungen aus den Augen. Andere haben sich damit abgefunden, die ihnen vorgebenen Ziele zu verfolgen. Sie haben es aufgegeben, eigene Ideen zu formulieren oder haben gar keine Vorstellung davon, was sie wirklich wollen. Dieses Verhaltens ist nicht nur eine Frage der Persönlichkeit, sondern auch eine Folge von Erziehung, Bildung und den gesellschaftlichen Zwängen.

Die Null-Fehler-Gesellschaft

Willkommen im Land der festen Glaubenssätze

Der Fall einer beeindruckend „eckig-kantigen“ Bischöfin im höchsten protestantischen Amt, die aufgrund eines Fehlers im Privatbereich gegangen worden ist, hat es uns allen in den letzten Tagen wieder einmal eindrucksvoll vor Augen geführt: Der Six-Sigma-Prozess ist endlich auch in den Tiefen unserer Gesellschaft angekommen! Fehlerhafte „Teile“, die nicht 100% der vorgegebenen Norm entsprechen, werden schnell identifiziert, sofort kommuniziert und effizient aussortiert – zum Wohle eines reibungslosen und fehlerfreien Funktionierens des Systems. Wir haben etwas zu feiern! Oder besser nicht?

Die Macht destruktiver Glaubenssätze

Er ist ein kompetenter und erfahrener Fachberater, Anfang Fünfzig und gesundheitlich angeschlagen. Nach Herzinfarkt und Schlaganfall quält ihn die Angst um seinen Arbeitsplatz. Wie lange kann er seine krankheitsbedingten Ausfälle noch durch Leistungsbereitschaft kompensieren? Wie soll es weitergehen, wenn er die Kündigung erhält? Getrieben von Angst und Wut presst er die Worte hervor, immer wieder unterbrochen von heftigen Hustenanfällen. Er ist einer von 16 Teilnehmern eines Stressmanagement-Seminars.

Die Führungskraft als Dompteur der Emotionen

Für ein gutes Team braucht es unterschiedliche, sich ergänzende Persönlichkeiten: Kreative und Praktiker, Extra- und Introvertierte, Analytiker und Überzeugte, Strukturierte und Flexible. Wenn Sie solch unterschiedliche Menschen aber unkontrolliert aufeinander loslassen, wird das unweigerlich zu Konflikten führen, weil ganz widersprüchliche Wertevorstellungen und Lebenseinstellungen aufeinander prallen. Für jede Führungskraft ist das eine ganz besondere Herausforderung. Sie steht in der permanenten Anforderung, zwischen den gegensätzlichen Charakteren vermitteln zu müssen und für eine konstruktive Arbeitsatmosphäre zu sorgen.

Präsent sein – Nicht weniger als 100%!

Vom ersten Moment an stehe ich wie gefesselt und kann meinen Blick nicht von ihm lösen. Stark und kraftvoll wirkt er und gleichzeitig schwach und angeschlagen. "Der Schrei" strahlt eine unglaubliche Präsenz in seinem Schmerz aus, die mir ans Herz geht. Mich berührt seine natürliche Art, sich auch in seiner Verletztheit ganz offen und pur im Gefühl zu zeigen. Und dabei ist er „nur“ aus lebloser Materie, eine kleine Bronzeplastik, geschaffen von Erich Koch.

Die Führungskraft als Förderer und Coach

Wer in der Führungsverantwortung steht, kennt sicherlich auch das Gefühl der Enttäuschung, wenn Mitarbeiter nicht aus ihren Fehlern lernen und dem gemeinsamen Erfolg des Teams im Wege stehen. Auch für mich war es lange unverständlich, ja frustrierend, dass viele meiner Mitarbeiter immer wieder an den gleichen Dingen scheiterten, ohne dass sie daraus den Schluss ziehen konnten, mal etwas Neues auszuprobieren oder etwas an ihrem Verhalten zu ändern. Schon Jahre bevor ich mich entschied, ausschließlich als Trainer und Coach zu arbeiten, hatte ich deshalb das dringende Bedürfnis, die Menschen in meinem Arbeitsumfeld zu fördern und weiterzubilden. Wenn es unsere Termine zuließen, nutzten wir den Freitag Nachmittag dazu, neue Ziele zu entwickeln oder neue Erfahrungen zu machen. Einer dieser Nachmittage sollte für einige im Team zu einem besonderen Schlüsselerlebnis werden.

Angst frisst Liebe auf

Für Klaus

„Uns verbindet keine Leidenschaft. Wir verstehen uns gut, die Ruhe gibt mir die Entspannung, die ich brauche, um mich wieder aufzutanken, um dem Stress in meiner Arbeit etwas entgegen zu setzen...“. „Warum verzichtet er auf Lebendigkeit? Weil er erfahren hat, dass Leidenschaft auch Leiden schafft?“, denke ich und sehe in ein traurig sehnsuchtsvolles Augenpaar. Schon wieder einer, wie die drei anderen Teilnehmer vorigen Monat, wie ich die letzten 20 Jahre, bevor ich Dir begegnete.

Die Angst vor Nähe und die Neurotiker der Lust

In den Jahren nach der Pubertät ging es mir wie vielen meiner Freunde auch. Immer Streit mit den Eltern, Pauken für gute Schulnoten und die ersten unbeholfenen Beziehungen zu Mädchen, das war schwer zu vereinbaren. Da meine erste wirkliche Freundin schon eine eigene Bude hatte, verbrachte ich den Tag nach der Schule einfach dort. Was das Verhältnis zu meinen Eltern nicht verbesserte. Kaum hatte ich das Abi in der Tasche, zog ich ohne finanzielle Unterstützung mit in ihre 12-Quadratmeter-Absteige mit Klo im Treppenhaus.

Herausforderung Freier Fall

Heute ist der große Tag! Heute werde ich im Tandem springen! Warme Sonnenstrahlen kitzeln mein Gesicht. Blauer Himmel und kaum ein Wölkchen, wohin mein kritischer Blick aus dem weit geöffneten Fenster auch fällt. Ein aufgeregtes Prickeln der Vorfreude verdichtet sich aber plötzlich zu einem drückenden faustdicken Kloß in meiner Magengrube. Wer hatte bloß die bescheuerte Idee zu diesem Wahnsinn? „Möllemann, Möllemann...“ hämmert es in meinem Hirn. Ich fuchtle wie wild mit meinen Armen um meinen Kopf. Dann atme ich die spätsommerliche Morgenluft mehrmals tief und langsam ein. Innerlich verfluche ich mich bereits, dass ich diesem Wahnsinn zugestimmt habe. Ich werde meiner Angst aber nicht erliegen und kneifen.

Angst und Freude als Motivationsfaktoren

Frage ich Führungskräfte oder den engagierten Nachwuchs nach ihren beruflichen Ängsten, so stoße ich regelmäßig auf Ablehnung und Unverständnis, statt eine ehrliche Antwort zu bekommen. Obwohl der Druck auf die Mitarbeiter enorm ist und stetig weiter zunimmt, ist es im Business absolut tabu, Ängste zuzugeben. Alle reden vom Stress, unter dem sie leiden. Aber Angst? Über so etwas spricht man nicht, wenn man seine Chancen im Unternehmen wahren will! Dabei werden die Stresshormone (Nor)Adrenalin, Dopamin und Cortisol in jeder Belastungssituationen ausgeschüttet und das wird durch Ängste ausgelöst.

Die Neugier am Mitmenschen

In meiner Studentenzeit hatte ich einen ebenso lukrativen wie aufregenden Job in einem gut besuchten Kulturzentrum. Am Wochenende stand ich bis spät in die Nacht am Tor, um die Eintrittsgelder für den Besuch von Blues- und Jazzveranstaltungen einzunehmen. Dort war ich ständig im Kontakt mit unzähligen ganz unterschiedlichen Besuchern – am intensivsten aber mit denen, die versuchten, hineinzugelangen ohne zu zahlen.

Vom Schielen bleiben die Augen stehen!

Stolz präsentierte ich mit vier meiner Mami beim Mittagessen, dass ich im Kindergarten schielen gelernt hatte. Sie saß mir gegenüber und fragte zurück: „Wie geht das?“. „Also“, hob ich an, „Du musst den Finger ansehen (dabei streckte ich den rechten Zeigefinger) und dann den Finger zur Nase führen, dabei immer drauf schauen mit beiden Augen…“. Ich machte es vor und wunderte mich noch, dass meine sonst allwissende Mami gerade das nicht konnte. Sie machte es nach und ich war begeistert, weil es sofort bei ihr funktionierte! Aber etwas war dennoch ungewöhnlich. Plötzlich wurde es mir klar – meine Mami redete ganz normal weiter, aber ihre Augen schielten immer noch!

Emotionale Intelligenz: Das neue Wissen von der Ohnmacht des Verstandes

„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.“ Mit diesem Sprichwort haben schon meine Eltern versucht, meinen Wissendurst und meinen schulischen Ehrgeiz zu fördern. Trotz aller Anstrengung und Paukerei wurde ich aber nie mehr als ein mittelmäßiger Schüler. Vieles von dem, was man mir einzutrichtern versuchte, hatte ich am nächsten Tag schon wieder vergessen. Vor allem bei Vokabeln und mathematischen Formeln war mein Verstand schnell überfordert.

Erinnerungen: Wie Emotionen uns steuern

Seit einer halben Stunde reden wir fünf aneinander vorbei und allmählich ist unser Tisch umhüllt von einer Wolke unterschwelliger Aggression. Dabei waren wir vor 30 Minuten doch noch „ein Herz und eine Seele“, voller Freude, uns nach einem Jahr wiederzusehen und voller Spannung, endlich zu erfahren, was sich bei jedem Einzelnen in der Zwischenzeit getan hat. Ich frage mich erstaunt, was plötzlich in uns gefahren ist.

Keine Führung ohne Emotionalität

Wie kann es nur dazu kommen, dass wir seit Generationen – besonders in Deutschland – davon überzeugt sind, dass Emotionen im Business nichts zu suchen haben, obwohl wir täglich das Gegenteil erleben? Wie kann es angehen, dass die Mehrzahl aller Führungskräfte auch heute noch glaubt, dass Gefühle unwichtig sind, obwohl Panik, Gier und Hass einen immer größeren und unkontrollierbareren Einfluss auf Wirtschaft und Management haben? Eine auf Angst bauende Mitarbeiterführung, ein hysterischer Aktienmarkt und ein von Gier bestimmtes Management machen uns zu Opfern einer Wirtschaft, die von Sachverstand und Logik spricht. Höchste Zeit zu lernen, mit Gefühlen verantwortungsbewusst umzugehen und Emotionen zu steuern.

Konsequent, aber herzlich

Wie hart sind erfolgreiche Frauen in der Führungsrolle tatsächlich?

„Kohls Mädchen“, „listige Witwe“ oder pauschaler das „Mannweib“ und die „Quotenfrau“ – an zynischen Beinamen mangelt es Managerinnen und weiblichen Führungskräften jedenfalls nicht. Wohl aber an Mitstreiterinnen auf gleicher Ebene. Eine Frau in höherer Führungsposition in einem deutschen Unternehmen ist entweder Eigentümerin des selbigen oder die einzige Henne im Korb, meist argwöhnisch beäugt von um ihre Stellung bangenden Kampfhähnen.

Das Geheimnis von Ausstrahlung und Präsenz

Kennen Sie das auch? Sie sind auf einer Party im Gespräch, als plötzlich die Tür aufgeht und alle verstummen: Ein Mensch von besonderer Ausstrahlung, Mann oder Frau, betritt den Raum und zieht sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Diese Person ist nicht unbedingt schön, aber sie hat etwas beeindruckend Selbstverständliches an sich. Sie strahlt Sicherheit und Souveränität aus. Diese Person wirkt in sich so überzeugend, dass ihr der Respekt und das Vertrauen ihrer Mitmenschen zufliegen, ohne dass sie sich dazu anstrengen muss. Was ist das Geheimnis dieser Menschen?

Persönlichkeit und Ausstrahlung: Wer träumt nicht vom eigenen Charisma?

Seine Träume zu realisieren und dabei mit Leichtigkeit andere Menschen für die eigenen Ideen zu gewinnen und zu begeistern, ist eine Kunstfertigkeit, die nur wenige beherrschen. Glauben Sie? Dies ist gar nicht so schwierig, gibt man sich offen, wie man ist.

Yes we can: Der Glaube an uns selbst

Barack Obama ist das Paradebeispiel eines Visionärs. Mit seinen Ideen, seinen Ansprachen begeistert er Millionen von Menschen. Er ist zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt worden, weil er unzählige Anhänger mobilisieren konnte. Weil er mehr Spendengelder sammeln konnte als irgend jemand zuvor. Aber dahinter steckt die Fähigkeit, den Menschen etwas zu geben, wonach sich die meisten von uns nur sehnen: Der Glaube an sich selbst und eine Vision. Was Obama kann, können wir auch, nur stehen wir uns dabei meist selbst im Weg.

Führen mit Zielen

Ziele geben der menschlichen Anstrengung erst die Richtung und den Sinn. Genau hier liegt der große Nutzen des Führens mit Zielen. Denn nur über gemeinsam entwickelte und vereinbarte Ziele mit dem Mitarbeiter kann letztendlich definiert werden, wann seine Arbeit zu Leistung wird. Es ist daher eine der wichtigsten Führungsaufgaben, im eigenen Bereich für Ziele zu sorgen. In der Praxis ist jedoch häufig zu spüren, wie schwer sich viele Führungskräfte mit Zielvereinbarungsgesprächen tun.

Wie Sie Ihrem Wort Geltung verleihen – Unvoraussagbarkeit

Alles Leben ist stetiger Wandel. Diese Erkenntnis legt uns nahe, stets auf die Zeichen zu achten, die uns anzeigen, dass es nötig geworden ist, dass wir umdenken oder uns neue Routinen zuzulegen. Das tun jedoch die wenigsten Menschen. Im Gegenteil, wir suchen ständig nach Sicherheit, d.h. der Möglichkeit, alles beim Alten zu lassen und unsere liebgewonnenen Gewohnheiten, unsere Denk- und Verhaltensweisen beibehalten zu können. Schließlich ist es anstrengend, umzulernen.

Auf der Suche nach dem Glück

Wenn Geld nicht glücklich macht, was ist es dann?
 
"Ich bin es leid, jeden Euro umdrehen zu müssen," meint meine Schwester zu mir und erwartet mein Mitleid. "Wo liegt das Problem?" frage ich. Typisch Mann versuche ich der Sache auf den Grund zu gehen und zu helfen, indem ich Lösungen anbiete. Und schon habe ich mich in die Nesseln gesetzt!

Selbstmanagement: In der Krise die eigene Mitte finden

"Wirtschaftswachstum: In Riesenschritten abwärts" – "Aufträge im deutschen Maschinenbau brechen um 30 Prozent ein" – "Jeder Vierte fürchtet große Wirtschaftskrise" Ich bin irritiert und genervt. Habe seit der ersten Ölkrise 1973 einige Krisen erlebt und deren Folgen zu spüren bekommen. Aber noch nie habe ich solche Widersprüche zwischen der Alltagsrealität und den Horrormeldungen festgestellt...

Wie Sie Ihrem Wort Geltung verleihen – Führung

Im zweiten Teil unserer Trilogie Glaubwürdigkeit – Führung – Unvoraussagbarkeit geht es um die Fähigkeit „im Sattel zu bleiben“, d.h. sich in der Interaktion nicht die Führung abnehmen zu lassen. Der dem Menschen, wie allen Rudeltieren, angeborene Folge-Reflex erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass das Gegenüber sich unseren Vorschlägen anschließt und sich „was sagen läßt“. Das ist nicht immer selbstverständlich oder leicht, was schon mancher Berater zu spüren bekommen hat, wenn er auf ein forderndes „Haben Sie denn (überhaupt) Erfahrung mit einem Problem wie meinem?“ keine passende Antwort finden konnte.

Zuhören wie Momo

Eine vom Aussterben bedrohte Führungsfähigkeit
 
„... Was die kleine Momo konnte wie kein anderer, das war: zuhören. Das ist nichts Besonderes, wird nun vielleicht mancher Leser sagen, zuhören kann doch jeder. Aber das ist ein Irrtum. Wirklich zuhören können nur ganz wenige Menschen. Und so wie Momo sich aufs Zuhören verstand, war es ganz und gar einmalig.

Sympathie und Antipathie – die Spiegel meiner selbst

Weihnachten 2004. Ich habe den Entschluss gefasst, dass meine Trauerphase heute beendet ist. Mir fehlt mein Leben mit einem vierbeinigen Hausgenossen. Ich lausche dem Knirschen des Schnees unter meinen Schuhsohlen und genieße die kristallklare Luft mit jedem Atemzug. Ich bin auf dem Weg ins Tierheim und aufgeregt. Werde ich den passenden Kater für mich finden? Was mache ich, wenn sich einfach keine Sympathie zu einem der Insassen einstellen mag?

Wie Sie Ihrem Wort Geltung verleihen – Glaubwürdigkeit

1. Glaubwürdigkeit im Coaching- und Beratungsgespräch
 
Milton H. Erickson wurde einmal von einem jungen Psychiater gefragt, warum er keine repräsentativere Praxis habe. Ein Mann von seinem Format müßte sich doch eine Sekretärin, großzügigere Räume und modernes Mobiliar leisten. Erickson gab zur Antwort: »Als ich anfing zu therapieren, sah es hier sogar noch weit bescheidener aus. In diesem Raum war nichts außer einem Gartentisch und zwei Klappstühlen, allerdings . . . ich war da.«

Respekt oder Vertrauen – ein Status-Konflikt

Schon in der Schule haben mich die allwissenden Lehrer mit ihrer pädagogischen Unfähigkeit nur genervt. Mein Mathelehrer zum Beispiel war ein anerkannter Spezialist auf seinem Gebiet, aber er konnte es uns nicht vermitteln. Er saß so hoch auf seinem Ross, dass es ihm unmöglich war, uns die kleinen Schritte zu erklären, die es ermöglicht hätten, uns langsam der höheren Mathematik zu nähern. Ganz anders ein Referendar, den wir für wenige Wochen genießen durften. Sein noch ungewohnter Umgang mit uns Schülern und unserer fragwürdigen Lernbereitschaft führte zu kaum begreifbaren Erfolgserlebnissen und persönlichen Lichtblitzen in diesem trockenen Fach...

Hurra, wir leben noch!

Es ist Montagabend, ein anstrengender Tag liegt hinter mir. Jetzt bin ich fast zu Hause, nur noch 40 Kilometer. Vor mir rollt ein graues Auto vom Parkplatz kommend auf die Beschleunigungsspur zur Autobahn. Ein Blick in den Rückspiegel verbietet mir, auf die linke Spur zu wechseln. Die Auffahrt ist noch lang, hinter mir genug Luft, ich gehe nicht vom Gas, aber der graue Wagen wird doch nicht...

Das Gute an der Krise

Mal ganz ehrlich, solange es uns gut geht, bleibt alles beim Alten. Es läuft doch! Das Geld stimmt. Wir sind zufrieden. Wir lehnen uns zurück. So soll es bleiben! Aber die Welt um uns herum verändert sich. Die Erde dreht sich weiter. Und das, was gestern richtig war, wird morgen zum Flop. Dieser Zyklus scheint naturgegeben. Ist die Krise eine evolutionäre Notwendigkeit?

Empathie macht Liebe

Die Schwierigkeit, den anderen zu verstehen und ihn so anzunehmen, wie er ist.

„Ich versteh Dich nicht!“ – „Du kannst mich einfach nicht verstehen!“ Wann haben Sie das letzte Mal einen dieser Sätze ausgesprochen oder insgeheim gedacht? In der Auseinandersetzung mit Ihrem Partner, einem Freund, einem Kollegen, einem Mitarbeiter oder Ihrem Chef?

Cool bleiben – oder Empathie zeigen?

Als Führungskraft haben wir zu funktionieren. Wir haben gelernt, mit der entsprechenden Technik unsere Mitarbeiter zu motivieren, ihnen Feedback zu geben, gemeinsam geschäftliche Ziele zu vereinbaren und vor allem keine Gefühle zu zeigen. Unsere Aufgabe ist es, ein positives Vorbild zu sein. Da sind alle unkontrollierten Emotionen fehl am Platz, heißt es. Also verstecke ich meinen Ärger, meine Angst und meine Trauer hinter einer Maske, solange, bis es nicht mehr geht...?

Die Folgen emotionaler Dummheit

US-Banken-Kollaps

Sie waren die Götter des Finanzimperiums, die Chefs von Lehman Brothers, Merrill Lynch, Bear Stearns und Morgan Stanley. Ihr Wort war Gesetz in der Bankenwelt. Auf ihr Wissen und ihre Erfahrung setzten Banker und Anlageberater Jahrzehnte lang ihr Vertrauen. Und jetzt müssen wir erkennen, dass diese Profis 5 Minuten vor 12 noch keinen Überblick über den Zustand ihrer Konzerne haben? Ein einmaliges Beispiel für die Grenzen unserer Intelligenz und die Folgen emotionaler Dummheit.

Management by Sklaving

oder – Die psychopathisch emotionale Dummheit
 
Neulich erzählte mir eine Putzfrau von Ihren „schwierigen Arbeitsbedingungen“ und dass alle Mitarbeiter bereits den Kopf hängen lassen. Und wenn Sie was sagen, dann wird gleich mit der „Fristlosen“ gedroht. Auch heute erwähnte mir gegenüber eine Angestellte eines großen Österreichischen Betriebes – dass die Großen es sich nur richten – während die „Kleinen Mitarbeiter“ nur ausgebeutet werden.

Liebe, Leidenschaft und Wirtschaft – ein Widerspruch?

Glaubt man den ethischen Richtlinien vieler Manager deutscher Konzerne, dann haben Liebe und Leidenschaft im Geschäft nichts zu suchen. Und auch unter Google ist kein Eintrag in der Kombination aller drei Wörter zu finden. Dabei wirbt fast jede Branche mit Slogans wie „Aus Liebe zu...“, „Wir lieben...“ oder „Für alle, die ... lieben“.

Wölfe im Schafspelz?

Kaum einer wird mir widersprechen, wenn ich behaupte, dass der Führungsstil in hohem Maße durch die Persönlichkeit der Führungskraft bestimmt wird. Trotzdem glaubt die Mehrheit aller deutschen Führungskräfte (und scheinbar auch einige Bildungsträger), dass Führen eine Frage der Technik sei und der Charakter der Führungskraft durch technische Fähigkeiten zu neutralisieren ist. Wenn das so einfach wäre, könnten wir uns vor guten Führungskräften kaum retten! In der Praxis sieht das anders aus...

Plädoyer für Überzeugungstäter

Es gibt Situationen, da bin ich spontan von etwas begeistert: Ein wunderschön angelegter, blühender Garten, das gelungene Design eines neuen Autos oder der harmonische Abschluss eines Persönlichkeitstrainings. Das sind Eindrücke, die mich emotional berühren und deshalb für mich absolut überzeugend sind.

Ohne Überzeugung ist Veränderung Kampf

6:45 Uhr, der Wecker verheißt noch eine Viertel Stunde Schlaf, doch keine Chance. Ein erst zaghaftes, fragendes “Mau”, unterstützt von einem grummelnden Kollern, schwillt allmählich an zu einem fordernden, schrillen “Maaauuu”. Alle bisherigen Konditionierungsversuche auf den morgendlichen Weckerton für die Katz. Pünktlich, wie jeden Morgen – und natürlich vor der regulären Aufstehzeit – steht mein getigerter Mitbewohner an meiner Seite des Bettes. Ich tue noch fünf Minuten so, als ob ich schliefe, schließlich geht es um’s Prinzip, dann beginne ich den Tag.

Selbstachtung: Die Quelle für Menschlichkeit und Leistungsfreude

In Vorbereitung eines Seminartages für Kollegen stolperte ich über die Begriffe “Selbstwert” und “Selbstachtung”, die mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf gehen. Selbstwert, als Gefühl definiert, das ich zu mir selbst habe, und Selbstachtung als Haltung, mit der ich zu mir selbst stehe. Die Frage, wie es denn um meinen eigenen Selbstwert und meine Selbstachtung bestellt ist, stand für mich sofort im Raum. „Ausbaufähig“ war mein erster Gedanke und „Wie baue ich aus?“ folgte als Frage sofort auf dem Fuße.

Mein Gott, ist der Kleine schon selbstbewusst!?

Über den Wert von Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein
   
Es erfüllt mich mit Stolz, meinen gerade elfjährigen Sohn zu erleben, wie er mit seinen schulischen Herausforderungen umgeht. Jetzt, wo die Lehrer in der 5. Klasse die Messlatte höher legen und Leistungsdruck aufbauen, muss er sich täglich neu beweisen: Wo er lieber spielen würde, fordern wir seine Einsicht, für die kommende Klassenarbeit zu pauken.

Loslassen und Grenzen setzen lernt man am besten in Indien

Das Kliff, auf dem ich sitze, ist ein Traum, aber ich bin immer noch genervt, von mir und den Dingen, die hier in Indien einfach so anders sind. In meinen Ohren hallen die begeisternden Erzählungen von Freunden nach. Nach drei Wochen Rundreise kann ich diesen im Moment rein gar nichts abgewinnen. Bin ich zu alt und spießig geworden oder für dieses Land einfach nur zu dünnhäutig? Ich ärgere mich über meine Unlockerheit und mein Unvermögen, mich selbstbewusst abzugrenzen.

Alt, einsam, unerwünscht

Wenn Oma nervt und ich nicht ans Rentenalter denken mag!

Meine Schwägerin hat Entspannung bitter nötig, fährt an die Nordsee und hat die Schwiegermutter bei uns abgegeben. Schließlich kann diese mit fast 90 Jahren nicht mehr allein zu Hause bleiben. Selbstverständlich nehmen wir sie für ein paar Tage auf, räumen das Gästebett ins Wohnzimmer, weil sie keine Treppen mehr steigen kann und lassen nachts das Licht brennen, damit sie allein auf die Toilette findet.

Konflikte, die es Wert sind – Werte bestimmen unsere Persönlichkeit

Es ist noch gar nicht so lange her, da hatten sich zwei Mitarbeiter meines Teams regelmäßig in der Wolle. Fast täglich kam es zu lauten Auseinandersetzungen zwischen beiden, in denen es um die mangelnde Koordination ihrer Arbeitsabläufe ging. Obwohl ich sie schon mehrfach ermahnt hatte, waren die beiden nicht in der Lage, ihren Konflikt allein zu lösen. Die schlechte Stimmung wirkte sich langsam auf das gesamte Team aus. Um die Arbeitsleistung nicht zu gefährden, mussten wir uns mit dem Thema etwas intensiver auseinandersetzen.

Selbstführung als Grundlage Sozialer Kompetenz

Da werden in unzähligen Führungsseminaren Methoden und Techniken vermittelt, wie wie unsere Mitarbeiter motivieren, kritisieren und mit ihnen kommunizieren sollen. Doch das alles nützt nichts, wenn wir nicht gelernt haben, uns selbst zu verstehen und unsere Emotionen konstruktiv einzubinden. Worauf sollten wir achten, wenn wir durch Selbstführung unsere Führungskompetenz stärken wollen?

Sich selbst erkennen, sich selbst vertrauen

Die innere Sicherheit als Gewinn eines positiven Beziehungskontos zu sich selbst

Ich bin Ich, Du bist Du und Wir sind in Beziehung. Idealerweise in einer guten statt in einer schlechten. „Mit DEM komme ICH nur schwer in Beziehung!“, denke ich gelangweilt. „Da sind wir schon zwei.“, signalisiert mir sein ausgepowerter Körper.

Den eigenen Charakter verstehen

Bioenergetik als Instrument der Selbsterkenntnis
 
Wer bin ich? Was macht mich stark? Und wo erfülle ich nur quälende Pflichten? Oft treiben wir durchs Leben, ohne zu erkennen, was unserem Wesen wirklich entspricht. Wir lassen uns beeinflussen von den Wünschen anderer, von den eigenen falschen Träumen und handeln entgegen unserer eigentlichen Berufung – weil wir sie schlicht und einfach noch nicht kennen! Das bioenergetische Modell nach Alexander Lowen bietet eine Chance zur Selbstanalyse, die hilfreiche Rückschlüsse auf persönliche Stärken und Schwächen ermöglicht.

Ach wie gut, dass niemand genau weiß…

Jeder von uns sehnt sich nach der Wertschätzung seiner Person und seiner Leistungen. Anerkennung von anderen zu erhalten, ist eines der wichtigsten Bedürfnisse, die wir erfüllt bekommen möchten. Dennoch scheinen sowohl Führungskräfte als auch Mitarbeiter große Bedenken gegenüber Feedback zu haben. Denn wie oft erhalten Sie von Ihrem Chef, Ihren Kollegen oder Mitarbeitern ein leistungsbezogenes Feedback, das über die Fehlerrückmeldung hinaus geht? Wann hat sich das letzte Mal jemand mit Ihnen zusammen gesetzt und über Ihre beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten gesprochen? Vielleicht liegt dies (auch) daran, dass Sie in einem deutschen Unternehmen arbeiten.

Was treibt Menschen wirklich an?

Was machst du? Was ist dir wichtig? Was bewegt dich zu Spitzenleistungen?

Wenn von der Arbeitsleistung eines Mitarbeiters die Rede ist, geht es grundsätzlich um das Wissen. Das Können und das Wissen nutzt alles nicht, wenn das Wollen fehlt. Wissenund Können kann ich durch Schulung und Training erwerben. Beim Wollen geht es jedoch um die Motivation, um die nach außen wirksamen Persönlichkeitsanteile eines Menschen. Aber die wenigsten Menschen können ihre echten Lebensmotive und -Bedürfnisse benennen. („We hire them for their competences, we fire them for their personality“.)

Gelöste Gelassenheit

Das Leben, im Idealfall, ist eine Abwechslung zwischen Spannung und Gelassenheit. Oftmals verlieren wir aber die Gelassenheit (aus den Augen), und die Spannung, egal in welchem Lebensbereich, hält über den gesamten Zeitraum Einzug. Dabei würde es uns doch so gut tun, einmal in einem gehörigen Abstand unsere täglichen Aufgaben zu betrachten. Möglicherweise erkennen wir dann, wie verkrampft wir doch an unsere to do’s herangehen. Ein Grund dafür könnte darin liegen, dass wir mit unseren Gedanken oft schon in der Zukunft sind.

Der Witz als Chance zur Selbsterkenntnis

Sag mir, worüber du lachst, und ich sag dir, wer du bist

Kennen Sie schon meinen Lieblingswitz?... Geht ein Mann zum Schneider und lässt Maß nehmen für einen neuen Anzug. Nach einer Woche kommt er zur Anprobe. Dabei stellt er fest, eines der Hosenbeine ist zu lang. “Nur, wenn Sie so steif stehen,” sagt der Schneider, “im Gehen, ein Bein nach vorne, passt er genau.” “Aber das Sakko schlägt am Rücken Falten!” wundert sich der Kunde. “Sie stehen so unnatürlich. Da ist das kein Wunder. Beugen Sie sich nach vorne! So passt es wie angegossen,” entgegnet der Schneider. “Und warum ist der linke Ärmel so kurz?” fragt der Mann...

Ohne Authentizität kein Vertrauen

Nur wer echt ist, schafft offene und damit belastbare Beziehungen.

Authentische Menschen, ob als Privatperson, als Mitarbeiter oder Führungskraft, spielen nicht eine „Rolle“. Sie sind echt und zeigen ihre „Ecken und Kanten“. Voraussetzung dafür ist, dass sie zu ihren Fehlern und ihrer Persönlichkeit stehen. Sie arbeiten dann am besten, wenn sie niemanden kopieren, sondern „sie selbst sind“ – d.h. ihren eigenen Grundwerten und Fähigkeiten entsprechend handeln. Dadurch schaffen sie eine auf gegenseitiges Vertrauen basierende Atmosphäre, die belastbar ist gegenüber Fehlern und Konflikten.

Verflixt authentisch

Ein kleines Beispiel zur Authentizität aus einem gruppendynamischen Seminar, welches ich vor kurzem besucht habe. Die Aufgabe lautete früh morgens, das ist wahrlich nicht meine Zeit, selbst, sprich aus der Gruppe heraus, eine Stunde zu gestalten. Ich hatte schon am Vorabend in einer ähnlichen Situation die „Führung“ übernommen, so dass nun die gesamten Augenpaare auf mich gerichtet waren. Nicht nur die Augen, sondern auch verbal kam die Aufforderung: Hey, du bist doch Trainer, dir muss doch was einfallen.

Welche Rolle bevorzuge ich im Team? Eine Selbsterfahrung

Alleine arbeite ich effektiver, aber ganz alleine fühle ich mich nicht wohl. Die Arbeit macht mir Spaß, wenn ich mich mit anderen absprechen und gemeinsam Ideen entwickeln kann. Ich genieße die Momente, in denen „die gesponnenen Fäden“ zusammen laufen – seien es die verschiedenen Wissensfragmente in meinem Kopf oder meine Kontakte zu Menschen, deren Fähigkeiten für eine Problemlösung gerade gefragt sind. Nach dem Austausch brauche ich aber auch wieder meinen Freiraum. Ich möchte selbstständig und eigenverantwortlich arbeiten, mir Zeit nehmen, die Dinge sorgfältig und gewissenhaft umzusetzen. Nur wie lässt sich diese, meine Arbeitsweise in eine Rolle „packen“?

Das Innere Team

Die ersten Berufsjahre sind davon geprägt, Fachkompetenz zu entwickeln. Schnell sind wir dazu angehalten, uns auf die Fähigkeiten zu konzentrieren, die uns am meisten liegen. Je mehr wir uns auf unsere Stärken besinnen, desto erfolgreicher werden wir. Wir werden Teil eines Teams, in dem andere unsere Defizite ausgleichen und wir gemeinsam mehr erreichen. Dem Erfolg folgt unsere Beförderung. Doch dann stellen wir fest: Die Spezialisierung hilft uns nicht mehr weiter. In der Führungsrolle sollen wir eine Vielzahl von Aufgaben erfüllen, die wir mehr schlecht als recht beherrschen...

Intim im Team – Welchen Einflüssen Teams ausgesetzt sind

Das „Team“ ist weiterhin in aller Munde und es scheint so, als wäre es das Allheilmittel, um Problemlösungen aller Art herbeiführen zu können. Egal, welches Bild bei Ihnen das Wort Team hervorruft, es handelt sich immer um eine Personengemeinschaft. In diesem Artikel soll jedoch nicht diskutiert werden, wie sinnvoll Teams und deren Einsatz ist, sondern in welchen Umwelten und Dynamiken sich Teams bewegen und dies an einer persönlichen Erfahrung, die ich gemacht habe, als ich als Verantwortlicher zum Aufbau des italienischen Marktes für 3 Jahre nach Italien ging.

Die 3 Dimensionen von Disziplin

“Dir geht das doch viel leichter von der Hand als mir,” stöhnt eine gute Freundin, “du bist immer so diszipliniert!” Diszipliniert, denke ich, das klingt irgendwie nach deutscher Tugend, nach Gehorsam und Quälerei. Ist das wirklich eine Stärke von mir? Im Moment kann ich mir diese Frage nicht wirklich beantworten: Einerseits habe ich selten Probleme, meine Verpflichtungen zu erfüllen. Andererseits fallen mir mehrere Beispiele ein, bei denen es mir deutlich an Disziplin mangelt! Das macht mich neugierig, der Sache auf den Grund zu gehen...

Mit Spaß zur Selbstdisziplin

Mit Spaß zur Selbstdisziplin – ohne Stress zum Ziel. Ein Widerspruch?

Nach etlichen Jahren angestrengter Versuche, endlich ein besseres Zeit- und Selbstmanagement hinzubekommen, fühlen sich die Worte „Spaß“ und „Selbstdisziplin“ zusammen in einem Satz immer noch als unüberwindbarer Gegensatz an. Meine Motivation hängt aber davon ab, wie viel Spaß und Freude ich an einer Sache habe.

Ein unseriöses Angebot und seine Folgen

An einem Sonntag Abend kam ich vom Besuch eines intensiven Persönlichkeitstrainings zurück und war noch ganz erfüllt von tiefen Erfahrungen und neuen persönlichen Zielsetzungen. Doch schon am Montag hatte mich der berufliche Alltag wieder eingeholt. Morgens um 10.00 Uhr wurde ich zu unserem größten Kunden gebeten. Auf der Basis einer langfristigen Vereinbarung erstellten wir für ihn jede Woche dutzende von Anzeigen und schalteten diese in vielen deutschen Tageszeitungen. Aufgrund der Menge hatten wir einen extrem niedrigen Stückpreis vereinbart. Der Umfang war in den letzten Monaten weiter angewachsen, so dass bereits jeder Zweite unseres Teams täglich für diesen Kunden tätig war.

Über den Umgang mit Rivalität und Moral im Beruf

Die Doping-Beichte unseres Radsport-Profis Erik Zabel hat mich sehr berührt. Weil sie so ehrlich war: Dieser Schmerz, den eigenen Sohn belogen und die eigenen Wertevorstellungen verraten zu haben um des Erfolges und des Ruhmes willen. Das tut weh. Aber, ich kann mich identifizieren mit einem, der erkennt, dass er als Täter auch zum Opfer geworden ist. Für mich ein Lehrstück über den Umgang mit Rivalität und Moral im Berufsleben.

Konkurrenz und Kooperation am Arbeitsplatz

„Wie findest Du das? Rivalitätsfähigkeit ist Sozialkompetenz!“, herausfordernd schaut mir mein Kollege Hans ins Gesicht. Toll, gleich am frühen Morgen provozieren. Ärger steigt in mir hoch. „Typisch Mann!“, platzt es entrüstet aus mir raus, „Kooperatives Miteinander ist sozial kompetent! In unserer stressigen und leistungsorientierten Zeit sollte man gerade…“, weiter komme ich nicht. Die Aufmerksamkeit von Hans wird in voller Gänze von unserer neuen, an der offenen Bürotür soeben vorbei schlendernden, Kollegin absorbiert.

Heute ist ein schlechter Tag – heute schaff ich dennoch was!

Der Wecker klingelt viel zu früh und ich öffne nur mühselig die Augen. Etwas Schweres liegt auf meinem Bauch, das beim Betasten zu schnurren beginnt. Genüsslich eingerollt schwelgt der Kater in nächtlichen Jagdszenen, bereit den Tag wohlgemut zu verschlafen. Ein Blick aus dem Fenster und damit ist auch das letzte Körnchen meiner guten Laune dahin. Bei diesem Wetter schickt man keinen Hund vor die Tür, aber mich! Grummelnd mache ich mich auf den Weg in die Firma und haste angekommen mit einem schnell hingeworfenen „Moin“ an den lächelnden Gesichtern meiner Kollegen vorbei. Drohend empfängt mich der Arbeitsberg auf meinem Schreibtisch – jetzt kann es nur noch besser werden…

Den passenden Mitarbeiter einsetzen

Die Kunst des Delegierens besteht nicht nur in der Selbstüberwindung, seine Verantwortung auf andere zu übertragen, sondern auch in der Schwierigkeit den richtigen Mitarbeiter auszuwählen. Delegieren bringt vor allem dann Erfolg, wenn Sie Ihre Mitarbeiter nach ihren echten Begabungen einsetzen. Nicht jeder kann alles gleich gut. Die meisten Menschen sind nur in einem Bereich wirklich Spitze.

So delegieren Sie erfolgreich!

Delegieren – also Aufgaben oder Zuständigkeiten auf andere zu übertragen – hat viele Vorteile, wenn Sie es richtig machen: Sie können Ihre Belastung reduzieren, Sie können sich auf das konzentrieren, was Sie am besten können und verschaffen sich Freiräume für wichtige Planungsaufgaben. Aber erfolgreiches Delegieren will gelernt sein. Wir verraten Ihnen, wie Sie klassische Fehler vermeiden und durch eine systematische Verteilung von Aufgaben Ihre berufliche Entwicklung und die Fähigkeiten Ihrer Mitarbeiter fördern können.

So streiten Sie richtig!

Es ist ganz normal, dass man in der Partnerschaft oder im beruflichen Umfeld einmal unterschiedlicher Meinung ist. Ein konstruktiv geführter Streit kann klärend wirken und die Beziehung zu Ihren Mitmenschen sogar beleben und vertiefen. Aber eine faire Auseinandersetzung will gelernt sein. Es darf nicht darum gehen, Recht zu behalten oder um der Harmonie willen zu schweigen. Wenn Sie Konflikte lösen wollen, sollte jeder seinen Standpunkt vertreten können und einige Regeln beachten.

Führungsfrage — Was machen Frauen anders?

Der fortschreitende Wandel von der Industrie- zur Dienstleistungsgesellschaft stellt neue Anforderungen an das Management der Unternehmen. Autokratische oder patriarchalische Führungsstrategien taugen nicht für eine Welt, in der die Produktivität in den Köpfen entsteht. Neue Führungsqualitäten sind gefragt. Kommunikation, Teamwork, Kritikfähigkeit, vernetztes Arbeiten werden entscheidend für den unternehmerischen Erfolg.

Courage im Beruf — Der Karrierebonus

Die krankheitsbedingten Fehltage sinken von Jahr zu Jahr, die Angst vor einem möglichen Arbeitsplatzverlust bewegt die Arbeitnehmer mehr als die Freude an der Arbeit. Viele verlieren vor lauter Mutlosigkeit ihre Ziele aus den Augen. Anpassung und Duckmäusertum regieren in den Unternehmen. Und der Erfolg bleibt auf der Strecke. Wie kann ich in einer Atmosphäre der Angst meine Karrierechancen nutzen?

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne...*

So motiviere ich Mitarbeiter zur Weiterbildung!

Der Zauber des Neuen, der Drang, alle Möglichkeiten unserer Persönlichkeit kennenzulernen und auszuschöpfen, zu reifen und vollständiger zu werden gehören ebenso zu unserem Wesen wie unser Wunsch nach Beständigkeit und Sicherheit. Unser Streben in die eine Richtung weckt auch immer unsere Angst vor der Gegenstrebung. Da verwundert es nicht, wenn bei Veränderungen die allermeisten Menschen zuerst mit Unbehagen oder Angst reagieren statt sich über die Chancen, die sich daraus ergeben können, zu freuen. Denn das verlockend Neue nimmt uns gleichzeitig ein Stück der Sicherheit des Altbewährten.

Lust und Leistung — Mit Spaß zu mehr Stresstoleranz

Zum Ende des Jahres 2006 erhellte sich die politische und wirtschaftliche Stimmung in Deutschland, weil wir einen leichten Aufwärtstrend verspürten. Die kleinen Erfolge ließen uns wieder Optimismus schöpfen. Aber hatte sich an unserer Einstellung wirklich etwas geändert? Der Druck auf die Unternehmen und den einzelnen Mitarbeiter war weiter gewachsen. Der Verlust an Sicherheit hatte Ängste, Stress und Frustrationen verstärkt. Die zaghaften Aussichten auf die Verbesserung der finanziellen Lage würden nicht reichen, uns nachhaltig emotionale Sicherheit zu geben.

Authentizität im Management

Ein Mensch zeigt Authentizität, wenn er sich nicht vorgegebenen Wahrheiten anpasst, sondern seine eigene persönliche Souveränität bewahrt und unabhängige Wertemaßstäbe ansetzt. Wenn Führungskräfte authentisch sind, bringen ihnen ihre Mitarbeiter mehr Vertrauen entgegen. Zudem strahlen sie Charisma aus und können leichter eigene Entscheidungen fällen und durchsetzen. Wir verraten, welche Vorteile authentisches Management darüber hinaus noch mit sich bringt und wie sich Authentizität entwickeln lässt.

Wenn's passt, bringt's Erfolg

Jahresanfang, die guten Vorsätze sind noch frisch und zwölf noch unerlebte Monate suggerieren: "Alles ist machbar, wenn Du nur wirklich willst."
 
Doch "...wenn Sie eine Kuh sind, werden Sie es niemals schaffen, sich in ein Pferd zu verwandeln..." — selbst mit einem guten Trainer oder Coach nicht — "...und es wäre besser, Sie fänden eine hübsche Weide an irgendeinem Fleck, wo man Milch braucht, statt immerfort zu versuchen, auf der Pferderennbahn herumzugaloppieren. Und vor allem sollten Sie keine Stierkampfarena betreten, denn so etwas ist immer eine Katastrophe." (Lelord, F. 2006, S. 9)

Die Nase vorn — Psychologische Testverfahren in der Personalentwicklung

Die Globalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft führt zu einer permanenten Veränderung der Arbeitssituation. Veränderte Arbeitsformen erfordern teilweise sehr große situative oder kontinuierliche Anpassungsleistungen der Mitarbeiter und Führungskräfte. Arbeitsteams, deren Mitglieder sich auf verschiedene (inter)nationale Standorte verteilen und/oder unterschiedlichen Kulturkreisen angehören, verlangen eine flexiblere, kognitiv anspruchsvollere Führung.

7 Tipps, eine gute Arbeitskraft zu halten

Sie wollen eine/n gute/n Mitarbeiter/in an Ihr Team oder die Firma binden? Sie denken an eine satte Gehaltserhöhung? Machen Sie keinen Fehler: Geld hält unzufriedene Mitarbeiter nicht an ihrem Arbeitsplatz - es erschwert und verzögert höchstens den "Absprung". Unsere gezielten Analysen unter unzufriedenen Fachkräften belegen: Gute Mitarbeiter sind auf Dauer nicht durch materielle Angebote zufrieden zu stellen, sondern durch ein sozial kompetentes Management. Wir sagen Ihnen, worauf Sie achten sollten.

Am Ende der Wahrheit bleibt der Wunsch nach Authentizität

So bin ich nun mal erzogen: Ein braver Junge sagt immer die Wahrheit. Aber Wahrheit, was ist das? Damals war die Wahrheit das, was meine Eltern für richtig empfanden. Das fühlte sich noch einfach an. In der Schule wurde es aber schon komplizierter. Die Lehrer bestimmten, was die Wahrheit ist. Und manchmal war das nicht das Gleiche wie zu Hause.

Kein Stress in dieser Woche!

Gut gelaunt nach dem erholsamen Wochenende und so richtig gut ausgeschlafen, sitze ich im Zug auf dem Weg zur Arbeit. Nein, ich lasse kein schlechtes Gewissen aufkommen, weil ich zwei Tage einfach nur im Bett verbracht habe. Heute nehme ich mir auch nicht Die Zeit und beginne hektisch mit dem Lesen, wohl wissend, dass ich mir dadurch die Chance vergebe, dieses wöchentliche Monumentalwerk journalistischer Kunstfertigkeit in fünf Pendlertagen auszulesen. Denn diese Woche habe ich zu meinen ganz persönlichen Anti-Stress-Tagen auserkoren.

Konflikte im Team – Tragödie oder Komödie

Nicht schon wieder diese Grabenkämpfe! Statt eines kooperativen Miteinanders herrscht in vielen Teams der kalte Krieg. Statt Gemeinschaftssinn heißt es: Jeder gegen Jeden. Statt sich fair auseinanderzusetzen, nutzen viele die Gunst der Stunde, andere Gruppenmitglieder auszutricksen, um sich einen persönlichen Vorteil zu verschaffen. Dabei müssen Konflikte nicht tragisch enden. Lesen Sie, wie man Auseinandersetzungen dazu nutzt, einen Haufen von Einzelkämpfern zu einem echten Team zu formen.

Teamentwicklung — Fußball WM — Das beste Team gewinnt!

Wollen Sie wissen, was mich am Fußball so fasziniert? Es ist die Tatsache, dass nirgendwo sonst die Vorteile und Chancen von Teamarbeit sich deutlicher abzeichnen als während der 90 Minuten eines Fußballspieles: Flexibles Kooperieren, hocheffiziente Arbeitsteilung und höchste Motivation durch das Wir-Gefühl machen Fußball zum Inbegriff von Teamarbeit.

Stress als Spiegel der Persönlichkeit

Nachdem ich im letzten Artikel über den Sinn von Stress geschrieben habe und über die Möglichkeiten, mit diesen Situationen konstruktiv umzugehen, möchte ich das Thema heute einmal aus einer eher analytischen Perspektive betrachten und fragen: Wo liegen die Ursachen von Stress? Warum sind wir in der einen Situation gestresst, während uns andere Dinge kalt lassen? Was kann Stress über unsere Persönlichkeit aussagen?

Stress als Chance

Lars kommt selten vor 22 Uhr aus dem Büro. Auch Rolf steht in seinem Job unter extremem Druck. Alexander sieht seine Kinder nur noch am Wochenende. Rita hat nur noch ihre Karriere im Kopf. Und Helga ­ als berufstätige Mutter ­ stöhnt unter der immensen Doppelbelastung...

Mit Leichtigkeit Konflikte lösen

Kennen Sie das auch? Sie verfolgen Ihre Ziele, gehen Ihren Aufgaben nach, wollen einfach Ihren Job machen, aber Sie treffen überall auf Widerstand? Ganz gleich, was Sie anpacken, ganz egal, was Sie bewegen wollen, es ist immer jemand da, der etwas dagegen hat, sich verweigert, Sie versucht auszubremsen? Je mehr Energie Sie in etwas investieren, desto mehr Menschen scheinen ein Interesse daran zu haben, Sie in der Ausübung Ihrer Tätigkeit zu behindern.

Soft Skills im Tunnelblick der Personaler

Glaubt man den zahlreichen Umfragen unter deutschen Personalverantwortlichen, so ist die "soziale Kompetenz" das mit Abstand wichtigste Kriterium bei der Einstellung von Führungskräften in Deutschland. Nahezu alle führenden deutschen Unternehmen zählen die sozialen und kommunikativen Kompetenzen zu den drei Schlüsselqualifikationen. (Quellen: http://www.innovations-report.de/html/...-4227.html 
http://www.stepstone.de/...karriere/schluessel.html )

Stress lass nach! So programmieren Sie sich neu!

Stellen Sie sich vor: Es gäbe keine Staus mehr, keine sinnlosen Vorschriften, kein stures Finanzamt, keine egozentrischen Kollegen, keine ängstlichen Vorgesetzten und keine verständnislosen Kunden! Vieles würde richtig Spaß machen! Wir müssten uns nicht mehr ärgern, kaum noch streiten und könnten unsere Kraft zur Umsetzung unserer Ziele und Aufgaben einsetzen!

Plädoyer für die Manager der Emotionen

Alle Jahre wieder veröffentlicht das Marktforschungsinstitut Gallup die Ergebnisse einer interessanten Studie. Die regelmäßige Umfrage unter Deutschen Arbeitnehmern untersucht deren Einstellung zur Arbeit. Mit konstant erschreckenden Ergebnissen: Demnach gehen nur 15% aller Arbeitnehmer gern zur Arbeit (2004). Der überwiegende Anteil der Befragten sieht keine besondere Verpflichtung dem Arbeitgeber gegenüber. 70% machen nur Dienst nach Vorschrift. Die übrigen Arbeitnehmer haben bereits innerlich gekündigt und verhalten sich entsprechend.

Persönlichkeit und Aggression Teil 1: Der Choleriker

Jeder kennt ihn, viele fürchten ihn. Er ist der Inbegriff des autoritären Chefs: Spontan, unbeherrscht und jähzornig. Ein Mensch, dem es Lust bereitet, seinen Aggressionen freien Lauf zu lassen. Ein Typ, der Konflikte nutzt, um sich durchzusetzen, seine Macht auszuspielen, sich auszutoben und andere klein zu machen.

ÜberLebensZeit, Teil 2: Neue Ideen entstehen aus Krisen

Nach der Übernahme des Traditionsunternehmens Eduscho durch die Firma Tchibo im Jahr 2001 erhalten viele Mitarbeiter ihre Kündigung, unter anderem auch zwei erfahrene Kaffeeexperten. Trotz ihrer Erfahrung sehen beide Spezialisten keine Chance mehr, eine vergleichbare Anstellung in der desolaten Kaffeebranche zu bekommen. Aber beide wollen sich nicht in das Schicksal der Arbeitslosigkeit fügen. Stattdessen setzen sie sich zusammen und brüten eine neue Idee aus: Nach dem Vorbild der so erfolgreichen Brotbackmaschinen wollen sie einen Mini-Kaffeeröster für den Hausgebrauch entwickeln. Sie investieren ihre Abfindungen, belasten ihre privaten Wohnhäuser und investieren ca. 1 Million Euro in diese Idee.

Mit der Kraft der Fantasie zur eigenen Vision

In Trainings und Workshops beobachte ich Mitarbeiter aber auch Führungskräfte, die große Schwierigkeiten haben, einen konkreten Weg in die Zukunft aufzuzeigen. Dabei fehlt es ihnen nicht unbedingt an Fantasie, vielmehr trauen sie sich nicht, ihre persönlichen Vorstellungen in eine konkrete Planung umzusetzen. Sie haben gelernt, Emotionales und Rationales strikt zu trennen. Oft haben sie eine Angst entwickelt, ihre Fantasie im beruflichen Umfeld einzusetzen, weil sie fürchten, als Traumtänzer zu gelten. Sie verstehen sich als Realisten und halten Träumer für lebensuntüchtige Menschen.

ÜberLebensZeit, Teil 1: Sinn, Werte und Wandel

Wir sprechen heute gerne von der Gegenwart als einer Zeit des Wandels. Aber war das vor 50 oder 100 Jahren nicht auch schon so? Ist die ganze Welt nicht einem steten Entwicklungsprozess unterworfen? Ich glaube, was sich besonders verändert hat, ist unsere Einstellung zur Veränderung: Es gab Zeiten wie die 60er und 70er-Jahre des letzten Jahrhunderts, in denen die Erneuerung als Erlösung empfunden wurde. Kulturell, gesellschaftlich und politisch herrschte eine Aufbruchsstimmung, die von einer ungeheuren Kreativität und großem Fortschrittsglauben getragen wurde.

Reif für die Insel - Ein Seminarbericht

"Jeder bekommt das, was er braucht" - dieser Satz fiel mir spontan ein, als eine Kollegin von mir mich auf ein Seminar aufmerksam machte mit dem Titel "SinnesWandel", eine Reise zur kreativen Kraft der Elemente - Outdoor auf La Palma. Ich wurde neugierig, holte mir telefonisch die notwendigen Informationen, sicherte mir den Platz und packte meinen Koffer. Ausgerüstet mit Schlafsack, Wanderstiefeln, Taschenlampe etc. starteten wir Anfang November für eine Woche nach La Palma.

Arbeit, Urlaub, Emotionen - Wie Sie den Urlaub zur Selbstfindung nutzen können

"In der Arbeitswelt haben Gefühle nichts zu suchen!" So falsch dieser Satz auch ist, in vielen Köpfen ist er tief verankert und die Mehrheit - gerade der Deutschen - versucht, sich täglich nach dieser Prämisse zu verhalten. Mit schwerwiegenden persönlichen Folgen, denn Emotionen lassen sich nicht ausschließen oder abstellen oder negieren. Sie sind in der Regel schneller und dominanter als unser Verstand.

Persönlichkeit und Aggression Teil 4: Der Schizoide

Er ist von allen vier Charaktertypen Fritz Riemanns vielleicht der am leichtesten zu erkennende: Ein eigenwilliger und unabhängiger Charakter, oft von zierlicher Statur, dem Selbständigkeit und Unabhängigkeit über alles geht. Seine Stärken sind eine scharfe Beobachtungsgabe, eine kühle, sachliche Vorgehensweise und ein unbestechlicher Blick, die Dinge so zu sehen, wie sie sind: Ein Verstandesmensch - die schizoide Persönlichkeit.

Persönlichkeit und Aggression Teil 3: Der Depressive

Unter den vier Charakter-Typen nach Fritz Riemann ist der Depressive ein durchaus sympathischer Kerl. Durch sein eher stilles und bescheidenes Verhalten ist er selten auffällig. Sein friedfertiger, liebenswerter Charakter sorgt dafür, dass er selten aneckt und von vielen akzeptiert wird. Er will es allen Recht machen und wird deshalb als anpassungsfähiger und pflegeleichter Mitarbeiter geschätzt.

Persönlichkeit und Aggression Teil 2: Der Zwanghafte

Würde man den Charakter-Typen nach Fritz Riemann verschiedene Nationalitäten zuordnen, so wäre der "Zwanghafte" der typische Deutsche. Er vereint die Eigenschaften, die man uns Deutschen üblicherweise nachsagt: Fleiß, Ordnungssinn, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Verantwortungsgefühl.

Integration von Emotionalität im Unternehmen

Bei der Deutschen Post hat sich in den letzten 20 Jahren eine Menge verändert. Der Schritt vom trägen Beamtenladen hin zu einem international agierenden Logistik-Konzern ist kein kleiner Schritt für die Post, aber ein großer Schritt für die Menschheit (Man verzeihe mir den Missbrauch dieses Zitates).

Wie konstruktiv sind Gefühle am Arbeitsplatz?

Eines unserer dümmsten und hartnäckigsten Vorurteile zeigt sich in der Aussage: "Gefühle haben am Arbeitsplatz nichts zu suchen." Das Gegenteil ist der Fall: Gefühle sind bei allem, was wir tun, im Spiel, ob wir es wahrhaben wollen oder nicht: Jede berufliche Entscheidung, jede geschäftliche Beziehung, jedes Mitarbeitergespräch wird von Gefühlen gesteuert. Gefühle bestimmen unser Handeln, im Privaten wie im Beruf.

Authentizität und Emotionale Intelligenz

"Authentizität" erklärt das Lexikon mit Echtheit, Zuverlässigkeit und Glaubwürdigkeit. Ein authentischer Mensch ist demnach jemand, der in dem, was er tut, sagt und ausstrahlt, einen echten und glaubhaften Eindruck hinterlässt. Das heißt, jemand, der sich in seinen Handlungen, seinen Aussagen und seinen nonverbalen Signalen wie Mimik und Gestik nicht widerspricht und dem man deshalb vertraut.

Kommunikation und Kooperation führen zum Erfolg

Das Medienzeitalter lebt davon und der Erfolg in einem Unternehmen hängt davon ab: Kommunikation. Wer mit anderen Menschen, anderen Unternehmen oder gar ganzen Nationen in Kontakt steht, auf irgendeine Art mit seinem Gegenüber kooperieren will, muss mit ihm kommunizieren. Die Art der Kommunikation entscheidet über die Art der Wahrnehmung des Anderen und damit über den gemeinsamen Erfolg oder Misserfolg. Nur wer sich dessen bewusst ist, wird langfristig Kooperationen führen und Kommunikation als einen der Top-Erfolgsfaktoren im privaten und beruflichen Miteinander nutzen können.

Charisma & Emotion - Was die Ausstrahlung eines Menschen mit Gefühlen zu tun hat

Charisma nennt die Soziologie "... eine Form der Herrschaft, die sich durch göttliche Berufung oder unerklärliche außergewöhnliche Begabung des Herrschenden legitimiert." Charisma hat demnach etwas mit Führung und mit schwer erklärlichen, also nicht messbaren Fähigkeiten entsprechender Menschen zu tun. Es scheint also Menschen zu geben, die etwas an sich haben, etwas ausstrahlen, das sie "berufen" macht, dass andere ihnen vertrauen, folgen oder gehorchen.