¿Definitionen?

Wir müssen uns gut verstehen, um den anderen zu begreifen. Die Klarheit in der Wortwahl hilft uns, Vertrauen zu schaffen und Missverständnisse zu vermeiden. Die wichtigsten Definitionen, so wie wir sie benutzen, helfen Ihnen, die richtige Auswahl zu treffen.

Beratung: Einzel- oder Gruppengespräch zur Vermittlung von Fachwissen.

Coaching: Begleitender Prozess zur Selbstfindung von Einzelnen, Paaren oder Gruppen. Indem mittels Anleitung zur Selbstreflektion Neubewertungen stattfinden, Potentiale aktiviert oder Blockaden abgebaut werden.

Emotionale Intelligenz: Daniel Goleman, der durch seinen Bestseller „Emotionale Intelligenz“ diesen Begriff geprägt und populär gemacht hat, beruft sich in seinen Ausführungen vor allem auf den amerikanischen Sozialwissenschaftler Salovey. Dieser beschreibt 5 Bereiche, die er als bedeutende Fähigkeiten für eine erfolgreiche Lebensführung erkannt haben will: Selbstwahrnehmung, Selbststeuerung, Motivation, Empathie, Soziale Kompetenz. Dank Golemans Veröffentlichungen hat sich die Gliederung in diese 5 Themenfelder durchgesetzt und ist allgemein anerkannt. Zu beachten ist jedoch, dass alle Bereiche in besonderer Abhängigkeit zueinander stehen und aufeinander aufbauen. Wie die ersten drei Begriffe schon zum Ausdruck bringen, handelt es sich hier um die Fähigkeiten des Selbstmanagements, also des eigenen Ich-bezogenen Handelns.

Empathie: bedeutet Einfühlungsvermögen und umfasst alle Bereiche der verbalen und nonverbalen Kommunikation. Voraussetzung ist eine sensible Selbstwahrnehmung und eine Offenheit anderen Menschen gegenüber. Empathische Menschen verstehen, Gesten, Mimik und Verhalten anderer zu deuten und sensibel auf deren Gefühle und Bedürfnisse einzugehen. Empathie ist die Voraussetzung für jede Art von sozialem Miteinander.

Humor: wird oft als Begriff für alles Lustige missbraucht, beschreibt aber eine "seelische Grundhaltung, die menschliche Unzulänglichkeit erkennt und lachend verzeiht" (Siegmund Freud). Während der Witz von der Aggression lebt, entwickelt sich Humor erst durch die liebevolle Akzeptanz des anderen, wirkt deshalb integrativ statt polarisierend.

Komik: kindliches oder tollpatschiges Verhalten (Körpersprache) mit dem Ergebnis oder Ziel, andere zum Lachen zu bringen. Der Komiker, Narr oder Clown stellt sich dabei dümmer als er ist (Tiefstatus). Die Erheiterung entsteht weitgehend durch das Überlegenheitsgefühl der Zuschauer.

Moderation: neutrale Leitung eines Workshops oder Arbeitskreises mit der Aufgabe, alle Beteiligten in den Arbeitsprozess zu integrieren und ein von allen Beteiligten getragenes Ergebnis zu erzielen. Der Moderator ist gehalten, Struktur und Ablauf anzuleiten, ohne die Inhalte zu manipulieren.

Mediation: Konflikt dämmendes Verfahren zwischen Kontrahenten. Ursprünglich außergerichtliches Verfahren zur einvernehmlichen und eigenverantwortlichen Regelung von Ehescheidungskonflikten.

Motivation: ist Folge oder Teil einer gesunden Selbststeuerung. Ein hochmotivierter Mensch weiß seine Emotionen wie Freude, Angst aber auch Wut für eine hohe Leistungsbereitschaft einzusetzen. Überkontrollierte Menschen lassen oft Selbstmotivation vermissen, weil ihnen ihre Verkrampfung Kraft raubt.

NLP: Abkürzung für "Neurolinguistisches Programmieren", eine Sammlung von Kommunikationstechniken und Modellen zur Analyse von Wahrnehmung und Verhalten mit dem Ziel, in Beziehung zum Klienten zu treten, um ihn zu neuen Sicht- und Handlungsweisen zu bewegen.

Seminar: (lat. "Pflanzschule") Arbeitsgemeinschaft von Lernenden unter Leitung eines Dozenten zur Vermittlung von Fachwissen.

Selbststeuerung: heißt, diese Gefühle der Situation angemessen zu äußern. Das heißt, nicht immer aus der Haut zu fahren oder in Tränen auszubrechen, aber auch die Emotionen nicht immer zu unterdrücken. Eine gute Selbststeuerung besitzt der, der sich immer bewusst für eine emotionale Reaktion entscheidet.

Selbstwahrnehmung: ist die Voraussetzung für einen gesunden Umgang mit den eigenen Gefühlen. Nur wer seine emotionalen Reaktionen körperlich wahrnimmt (Herzklopfen, Muskelanspannung, Bauchschmerzen, Schweißausbruch u.v.a.m), kann lernen, angemessen auf seine Gefühle zu reagieren.

Soziale Kompetenz: heißt, auf der Basis von Empathie Einfluß auf andere Menschen zu nehmen. Dazu zählt, sich für sie zu engagieren, sie zu motivieren, sie zu überzeugen und zu gemeinsamen Zielen zu führen. Soziale Kompetenz ist die Königs-Disziplin der Emotionalen Intelligenz. Sozial kompetente Menschen sind Vorbild für andere und müssen alle Kompetenzen gut entwickelt haben, um glaubhaft und erfolgreich zu sein.

Supervision: professionelles Verfahren der Beobachtung und Reflexion beruflicher Praxis zur Optimierung von Coaching-Prozessen oder Führungsverhalten.

Training: Planmäßiges Einüben von speziellen Leistungen unter Begleitung eines Trainers. Im Gegensatz zum Seminar sind Trainings praxisorientiert und orientieren sich an den Ansprüchen der Teilnehmer.

Trance: (lat. transire überschreiten) ein meditationsähnlicher Bewusstseinszustand, der ein tiefes emotionales Erleben und Verstehen ermöglicht. In vielen Religionen werden Trancen genutzt, um mit Gott in Kontakt zu treten und zu spirituellen Erkenntnissen zu erlangen.

Witz: sprachbasierter Ausdruck mit dem Ziel, sich im gemeinsamen Lachen mit Gleichgesinnten gegen Dritte (Autoritäten oder Minderheiten) zu solidarisiert. Nach Sigmund Freud eine aggressive Ersatzhandlung, zur psychischen Verarbeitung von belastenden Situationen. Der Witz polarisiert, indem er durch Übertreibungen, Umkehrungen oder Verknüpfungen Feindbilder schafft, Schlagfertigkeit spielt dabei oft eine Rolle.

Workshop: Arbeitstreffen fester Gruppen zur Erarbeitung oder Umsetzung gemeinsamer konkreter Ziele.

Kann man EQ trainieren? Ja, Emotionale Intelligenz ist im Gegensatz zum IQ nicht angeboren, sondern erlernbar. Sie ist das Ergebnis von Erziehung, Erfahrungen und der Bereitschaft, das persönliche Verhalten einem sich verändernden Kontext anzupassen. Das heißt, die Emotionale Intelligenz ist durchaus mit dem Wort „Reife“ gleichzusetzen.

Kann man Humor trainieren? Ja, man kann! Das hohe Ziel unseres Trainings ist eine lockere, humorvollere Grundeinstellung, mit der man lächelnd ebenso anderen wie auch sich selbst verzeihen kann – und somit vieles nicht mehr typisch deutsch bierernst und verkniffen sieht. Eine derartige Grundeinstellung, gepaart mit dem Wissen um einige Techniken ist die beste Voraussetzung für ein spontanes, humorvolles Verhalten.