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	<title>EmotionBlog &#187; Toleranz</title>
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		<title>Der Geschmack von Liebe und Hass</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 12:25:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Amerikanische Wissenschaftler konnten jetzt beweisen, dass die Absichten, mit denen wir etwas tun, unsere Wahrnehmung stark beeinflusst. Wenn wir sagen, dieser Kuchen ist mit Liebe gebacken, dann ist das nicht nur eine Redensart, sondern er schmeckt uns tatsächlich besser. Wir können also im Ergebnis den Unterschied spüren, ob jemand etwas mit guter oder böser Absicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/Kuchen_Dieter-Kaiser_pixeli.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-1143" title="Kuchen_Dieter-Kaiser_pixeli" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/Kuchen_Dieter-Kaiser_pixeli.gif" alt="" width="128" height="100" /></a>Amerikanische Wissenschaftler konnten jetzt beweisen, dass die Absichten, mit denen wir etwas tun, unsere Wahrnehmung stark beeinflusst. Wenn wir sagen, <em>dieser Kuchen ist mit Liebe gebacken</em>, dann ist das nicht nur eine Redensart, sondern er schmeckt uns tatsächlich besser. Wir können also im Ergebnis den Unterschied spüren, ob jemand etwas mit guter oder böser Absicht getan hat, auch wenn wir die betreffende Person dabei nicht beobachten können. Nun ist das bei Koch- und Backprodukten vielleicht nachvollziehbar, aber wie ist das bei anderen Empfindungen?</p>
<p style="text-align: left;"><span id="more-1140"></span>Schon 2008 konnte der Psychologe Kurt Gray von der Universität Maryland nachweisen, dass ein in böser Absicht verabreichter Elektroschock besonders starke Schmerzen hervorruft. Der Wissenschaftler ließ jetzt untersuchen, ob die Schmerzen nachlassen, wenn die Gepeinigten glaubten, die Behandlung würde in guter Absicht erfolgen. Tatsächlich empfanden die Probanden die Schocks als weniger schlimm, nachdem sie erfuhren, die Folterer im Nebenraum täten es in dem Glauben, die Empfänger der Schmerzen bekämen für  jeden Stromstoß Geld.</p>
<p style="text-align: left;">Für mich ist das die wissenschaftlich Bestätigung für den Wert eines positiven Menschenbildes. Indem wir liebevoll auf unsere Mitmenschen zugehen und ihnen Vertrauen schenken, inspirieren wir sie nicht nur zu mehr Offenheit, Ehrlichkeit und Zuneigung, wir stärken auch unsere Fähigkeit, Enttäuschungen, Niederlagen und andere Schmerzen besser zu ertragen und leichter zu verzeihen. Das Konzept des liebevollen Umgangs mit anderen, das wir in unserem Training <a href="http://www.cit-consult.de/cms/mit-gefuehl-zu-mehr-erfolg.html"><em>Mit Gefühl zu mehr Erfolg</em></a> besonders propagieren, findet so wissenschaftliche Unterstützung. Weitere Infos in der <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/psychologie-absichten-anderer-beeinflussen-unsere-wahrnehmung-1.1261559" target="_blank">Süddeutschen</a>.</p>
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		<title>Der Wert Emotionaler Intelligenz</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 13:29:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
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		<description><![CDATA[In einem Telefoninterview wurde ich am Dienstag gefragt: &#8220;Was verstehen Sie unter Emotionaler Intelligenz?&#8221; Vor meinem inneren Auge lese ich den Chart aus unserem EQ-Training ab: &#8220;Emotionale Intelligenz heißt, seine Emotionen erfolgreich managen. Das heißt, erst wenn ich in meinen Gefühlen Sicherheit gefunden habe, kann ich auf die Gefühle anderer Einfluss nehmen,&#8221; ergänze ich. &#8220;Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/EQ.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-1028" title="EQ" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/EQ.gif" alt="" width="101" height="101" /></a>In einem Telefoninterview wurde ich am Dienstag gefragt: <a href="http://www.cit-consult.de/cms/emotionale-intelligenz-seminar.html" target="_blank">&#8220;Was verstehen Sie unter Emotionaler Intelligenz?&#8221;</a> Vor meinem inneren Auge lese ich den Chart aus unserem EQ-Training ab: &#8220;Emotionale Intelligenz heißt, seine Emotionen erfolgreich managen. Das heißt, erst wenn ich in meinen Gefühlen Sicherheit gefunden habe, kann ich auf die Gefühle anderer Einfluss nehmen,&#8221; ergänze ich. <a href="http://www.cit-consult.de/cms/mit-gefuehl-zu-mehr-erfolg.html" target="_blank">&#8220;Und wie werde ich emotional intelligent?&#8221;</a> fragt die Dame. <span id="more-1021"></span></p>
<p style="text-align: left;">Emotionale Intelligenz entsteht aus der Summe meiner persönlichen Erfahrungen, ist also auch mit dem Begriff &#8216;Reife&#8217; zu erklären. Das heißt, je vielseitiger meine Erfahrungen sind und je bewusster ich diese reflektiert habe, desto mehr Sicherheit finde ich in meinen Emotionen. Gefühle wie Angst und Freude, Wut und Trauer, Lust und Ekel, Liebe, Hass und Sehnsucht sind ja die Folge von gemachten oder vermiedenen Erfahrungen. Kann ich negative Erfahrungen in meinem Leben nicht revidieren, werde ich diese Situationen meiden und bleibe in meinem Handlungsspielraum eingeschränkt.</p>
<p style="text-align: left;">Seine Emotionale Intelligenz zu entwickeln heißt also, seine Ängste zu überwinden und neue Erfahrungen zu machen. Das beginnt im Elternhaus, setzt sich in Kindergarten und Schule fort und entwickelt sich in der Arbeitswelt zur entscheidenden Kompetenz: Wer aufgrund eines zu behüteten Elternhauses oder mangelnder Herausforderungen in seinem Leben nicht gelernt hat, mit Niederlagen umzugehen, ist den beruflichen Anforderungen emotional oft nicht gewachsen und muss diese nachholen. Das kann dann im geschützten Rahmen eines <a href="http://www.cit-consult.de/cms/mit-gefuehl-zu-mehr-erfolg.html" target="_blank">Selbsterfahrungstrainings</a> geschehen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Was sind die Vorteile Emotionaler Intelligenz?</strong> Je vielseitiger meine Erfahrungen sind, desto mehr Sicherheit fühle ich in mir, weil kritische Situationen weniger Angst besetzt sind und ich konstruktive Wege sehe. Das hilft mir, mit schwierigen Situationen und Menschen souveräner umzugehen. Diese selbstbewusste Ausstrahlung hilft schon, viele Probleme zu vermeiden, und meine Energie kann ich dann auf das Lösen der Probleme konzentrieren, statt sie zum Dramatisieren oder für das Aufrechterhalten einer &#8220;Selbstsicherheits-Maske&#8221; zu verschwenden. Selbstbewusste Menschen erkennt man deshalb daran, dass sie ihre emotionalen Schwächen kennen und den Mut haben, diese offen zuzugeben. Dafür erhalten sie in der Regel viel Anerkennung und Wertschätzung durch ihre Mitmenschen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Ist Emotionale Intelligenz auch in der Teamarbeit von Bedeutung?</strong> Ein ideales Team soll ja mehr leisten können, als die Summe seiner Mitglieder. So gesehen ist die Emotionale Intelligenz in einem Team von noch höherer Bedeutung als für den Einzelnen. Wer Schwierigkeiten im Umgang mit seinen Gefühlen hat, trägt diese zwangsläufig mit in die Gruppe und wird dort in bestimmten Situationen als Störfaktor wirken. Schon ein Teammitglied kann mit seinen persönlichen Problemen den Teamgeist zerstören, sind es mehrere, die hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt sind, wird echte Teamarbeit unmöglich. Dann verkommt die Gemeinschaft zur Arbeitsgruppe, die nur Dienst nach Vorschrift macht.</p>
<p style="text-align: left;">Andererseits kann ein Team aus mehreren emotional intelligenten Mitgliedern eine ungeahnte Leistungsfähigkeit entwickeln. Voraussetzungen für ein solches Erfolgsteam ist einerseits die Zusammensetzung des Teams aus möglichst unterschiedlichen, sich ergänzenden Kompetenzträgern und andererseits der wertschätzende, tolerante Umgang miteinander. Jeder muss seinen Platz im Team finden und ausfüllen, um sich als wertvoller Teil des Ganzen zu fühlen. Das ist gelebte Emotionale Intelligenz.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Wie beurteilen Sie die Emotionale Intelligenz deutscher Führungskräfte?</strong> Nach meinen Erfahrungen wird in Deutschland hauptsächlich über Angst geführt. Das spricht nicht für eine hohe Emotionale Intelligenz der Führungskräfte. Wer mit Angst führt, ist sich seiner eigenen Ängste nicht bewusst oder kann nicht damit umgehen und gibt sie einfach nach unten weiter. Emotional intelligente Führungskräfte wissen das ganze Spektrum der Gefühle der Situation und dem Mitarbeiter gemäß konstruktiv und zielführend einzusetzen. Angst darf nur in Krisensituationen eine Rolle spielen, weil Angst und Stress krank machen. Die stetig steigenden Kosten unseres Gesundheitssystems sind ein Beleg dafür.</p>
<p style="text-align: left;">Deshalb sehe ich in Deutschland einen dringenden Handlungsbedarf in der Ausbildung emotional intelligenter Führungskräfte. Es kann nicht sein, dass verwöhnte Elitekinder ohne sozialverträgliche Erziehung über Eliteuniversitäten zu Führungswesen dressiert und auf die Menschheit losgelassen werden, weil sie nie in ihrem Leben gelernt haben, anderen Menschen auf Augenhöhe zu begegnen und sie Kraft ihrer Erfahrung und Persönlichkeit vom Wert ihrer Entscheidungen zu überzeugen. Diese Personen tun mir ebenso leid wie die Mitarbeiter, die unter ihnen zu leiden haben, weil ihnen keine Zeit gelassen wird zu reifen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Was wünschen Sie sich für die Emotionale Intelligenz unserer Gesellschaft?</strong> Dass wir unsere Gier und unseren Egoismus ablegen und mehr Gemeinschaftssinn und Toleranz für die Andersartigkeit unserer Mitmenschen entwickeln.</p>
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		<title>Kommunikation heißt in Beziehung sein</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 13:50:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula Bemmann-Wöschler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
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		<description><![CDATA[Nie hätte ich mir träumen lassen, dass ich einmal vor 80 Lehrern einen Vortrag halte. Geordert als Branchenfremdling, um neue Impulse einzubringen, zerbreche ich mir den Kopf, wie ich das Thema „Kommunikation mit schwierigen Schulleitungen“ am besten angehe. Erinnerungen an meine Schulzeit werden wieder wach. Zwar sind meine Erfahrungen mit Lehrern breit gefächert, sie sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Kampf.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1013" title="Verstecken" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Kampf-150x150.jpg" alt="" width="110" height="110" /></a>Nie hätte ich mir träumen lassen, dass ich einmal vor 80 Lehrern einen Vortrag halte. Geordert als Branchenfremdling, um neue Impulse einzubringen, zerbreche ich mir den Kopf, wie ich das Thema „Kommunikation mit schwierigen Schulleitungen“ am besten angehe. Erinnerungen an meine Schulzeit werden wieder wach. Zwar sind meine Erfahrungen mit Lehrern breit gefächert, sie sind aber eben nur aus der Schülerinnenperspektive.<span id="more-1005"></span></p>
<p style="text-align: left;">Mein für mein weiteres Leben wohl prägendstes Schülererlebnis hatte ich mit Frau Schramm. Sie war die strengste Horterzieherin von allen. Ich hatte bereits zwei Ermahnungen von ihr durch meine Ohren ziehen lassen, nicht mit Gips auf dem Klettergerüst zu toben, als ich plötzlich abrutschte und mit einem dumpfen Knall auf meiner rechten Schulter landete. War das ein Schreck! Mehr aus Angst, mich erneut verletzt zu haben, als aus Schmerz, ließ ich meinen Tränen freien Lauf und bereitete mich auf eine richtig üble Standpauke von ihr vor. Doch zu meiner völligen Überraschung fand ich mich in ihren Armen wieder. Sie hielt mich einfach nur im Arm, wiegte mich wie ein Baby und tröstete mich. Das war so überwältigend schön! Es war das Beste, was mir in diesem Moment passieren konnte. Ich fühlte mich in meinem Sein und trotz meiner Missachtung ihrer Anweisungen angenommen und geliebt. Ich weiß noch heute, wie dankbar und erstaunt zugleich ich war, weil ich diese Zuwendung gerade von ihr nie erwartet hätte.</p>
<p style="text-align: left;">Spätestens seit meiner Selbsterfahrungen in der Trainerausbildung liegt der Schlüssel für eine erfolgreiche Kommunikation für mich in der Beziehungspflege. Kommunikation ist „in Beziehung gehen“. Wie ich die Beziehung zu anderen aufnehme und halte oder abbreche, das entscheide immer ich.</p>
<p style="text-align: left;">Für meinen Vortrag habe ich daher für mich den Titel geändert. Denn wenn ich mit der Einstellung auf einen anderen Menschen zugehe, egal in welcher Position sich dieser mir gegenüber befindet, und ich trage die Einstellung in mir, dass dieser Mensch (in dieser Position) schwierig ist, habe ich bereits den ersten Grundstein dafür gelegt, dass unsere Kommunikation miteinander schief läuft. Der andere wird an meiner Gestik und Mimik, meiner Tonlage und vielleicht sogar meiner Wortwahl spüren, dass ich ihm nicht vorurteilsfrei begegne. Er wird sich automatisch dagegen verwahren und versuchen, den „Spieß umzudrehen“. Ich bin dann der schwierige Fall für ihn. Bleiben wir in unseren Einstellungen, stecken wir in einer lose-/lose-Situation fest und verlieren wir beide. Denn die überwiegende Energie von uns beiden konzentriert sich nun im Gespräch darauf, „Angriffe“ (oder das, was wir dafür halten) des anderen abzuwehren. Der Sachinhalt interessiert nur am Rande. Wir werden keine gemeinsame Lösung finden, weil unsere Beziehung momentan nicht stimmt.</p>
<p style="text-align: left;">Ich schreibe extra „momentan“, weil ich der Überzeugung bin, dass ich jede, auch noch so eingefahrene oder negativ belastete Beziehung verändern kann. In Beziehung (in Kommunikation) bin ich außer mit mir selbst mit mindestens einer weiteren Person. Ich habe meine „Realitäts-Brille“ auf, der andere hat seine. Wir beide sind eigenständige Persönlichkeiten. Wir sind geprägt von unseren Erfahrungen, die wiederum die Erfüllung unserer Bedürfnisse steuern. Treffen wir aufeinander ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass wir aufgrund unserer Individualität und Unterschiedlichkeit auch unterschiedliche Bedürfnisse haben. Konflikte sind daher ganz natürlich vorprogrammiert und nur ein Signal dafür, einen Kompromiss auszuhandeln, der möglichst für beide eine win-Situation herstellt. Die meisten von uns erleben das abweichende Bedürfnis des anderen jedoch als persönlichen Angriff auf die eigenen Bedürfnisse.</p>
<p style="text-align: left;">Woher kommt das? Die logischste Antwort, die ich bisher darauf finden konnte, ist unser aller biologisches Grundbedürfnis nach Beachtung. Dieses Grundbedürfnis ist das einzige, was wir mit anderen „gleich“ haben. Beachtung in Form von Wert-Schätzung und positiver Zuwendung ist für mich der Schlüssel für Beziehungspflege, der Schlüssel für eine erfolgreiche Kommunikation mit mir selbst im Zwiegespräch und mit meinen Mitmenschen. Egal, wie es gerade um die Qualität der Beziehung steht!</p>
<p style="text-align: left;">Babys sterben, wenn ihnen keine menschliche Beachtung zuteil wird. Sie können noch so sauber gehalten und mit Nahrung ausreichend versorgt werden. Wir alle brauchen Beachtung in Form von Berührung über Körperkontakt, von Zuwendung durch Blickkontakt, Gestik und Stimme oder Anerkennung unserer Eigenart (als unbedingte Anerkennung) bzw. unserer Leistung (als bedingte Anerkennung), sonst werden wir krank. Wir brauchen dies so sehr, dass selbst negative Zuwendung besser ist, als gar keine Beachtung zu erhalten.</p>
<p style="text-align: left;">Jeder von uns kann davon ein Lied singen. Jeder hat als Kind Erfahrungen gemacht, dass „gutes“, erwünschtes Verhalten unbeachtet blieb, während ein Fehlverhalten sofort alle Aufmerksamkeit auf sich zog. Auch als Erwachsene machen wir oft die Erfahrung, dass wir für gute Leistungen oder unser So-Sein keine Anerkennung von unserer Umwelt erhalten. Es wird nicht selten als normal angesehen und als nicht lobenswert empfunden. Schließlich bekommen wir für unsere Arbeit Geld oder erreichen, was wir uns vorgenommen haben. Unsere Gesellschaft ist so stark auf Fehler und Probleme fokussiert, dass wir immer weniger innehalten und uns miteinander freuen, über das, was gut funktioniert, über das, was der einzelne erreicht, über das Glück, so einen engagierten Kollegen, so eine gute Chefin oder so einen tollen Partner an unserer Seite zu haben – und es dem anderen einfach immer mal wieder sagen.</p>
<p style="text-align: left;">Wenn wundert es dann noch, dass wir uns alle ein ausgeklügeltes Repertoire an Verhaltensweisen angewöhnt haben, um zumindest negative Zuwendung vom anderen abzustauben. Hintergrund sind immer unsere Erfahrungen und Bewertungen, die sich nach der Transaktionsanalyse in vier lebbare Grundeinstellungen einordnen lassen:</p>
<ul style="text-align: left;">
<li>„Mit mir ist alles in Ordnung, Du bist mir recht      so, wie Du bist.“</li>
<li>„Mit mir stimmt was nicht, die anderen sind      besser weggekommen.“</li>
<li>„Mit mir ist alles in Ordnung, bei den anderen      stimmt was nicht.“</li>
<li>„Wenn ich es recht bedenke, ist bei mir alles in      Ordnung und die anderen sind mir recht, auch wenn sie anders sind.“</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Die beiden mittleren Grundeinstellungen sind Verlierer-Skripte. Als Kind habe ich mich irgendwann einmal dazu entschieden, die Welt aus dieser Perspektive zu sehen und nun folgen alle meine Handlungen dieser Maxime, ohne dass es mir später noch bewusst ist. Ich kommuniziere entweder immer aus der Opferrolle (siehe die zweite Grundeinstellung oben) oder aus der Verfolger-/Retterrolle heraus. Ein Opfer wird immer einen Täter (Verfolger) oder einen Retter anziehen und ein Verfolger bzw. Retter findet immer ein Opfer. Und schwups befinden wir uns in einem eingefahrenen Kommunikationsspiel (die Transaktionsanalyse nennt es „Psychospiel“) an dessen Ende unser Spielgewinn lauert: negative Zuwendung. Das Opfer erhält „(Rat)-Schläge“ und bestätigt seine Grundeinstellung („Mit mir stimmt was nicht, die anderen kommen immer besser weg als ich.“), der Verfolger konnte seinen „Dampf ablassen“ (auch wenn ihn später Schuldgefühle plagen) und der Retter seine Hilfsbereitschaft zeigen (auch wenn er sich ärgert, dass das Opfer sie nicht annehmen will). Sie bestätigen sich dadurch wiederum ihre Grundeinstellung („Mit mir ist alles in Ordnung, bei dem anderen stimmt was nicht – der ist zu schwach oder zu dumm, alleine klarzukommen.). Alle Beteiligten haben danach ein schlechtes Gefühl, aber alle hatten zumindest eine ganze Weile lang, die Beachtung vom anderen.</p>
<p style="text-align: left;">Die wenigsten Menschen können sich die erste Grundeinstellung („Mit mir ist alles in Ordnung, Du bist mir recht so, wie Du bist.“), mit der wir auf die Welt kommen, erhalten. Sie wäre der Garant dafür, die Andersartigkeit meines Gegenübers genau so hoch zu schätzen, wie meine Einzigartigkeit und damit unsere Bedürfnisse gleichrangig zu behandeln und uns dadurch gegenseitig anzuerkennen sowie positiv zu verstärken. Aber ich kann durch Selbstreflexion und Selbsterfahrung zur vierten Grundeinstellung gelangen &#8211; „Wenn ich es recht bedenke, ist bei mir alles in Ordnung und die anderen sind mir recht, auch wenn sie anders sind.“ Dann bin ich auf der Gewinnerseite, dann macht es Spaß und erfüllt mich, dem anderen positive Zuwendung zu geben. Dann finde ich immer einen Ansatz beim anderen, den ich authentisch loben kann. Ich nehme mir Zeit, sein Anliegen wahrzunehmen, gebe ihm dadurch Wertschätzung und sage danach, was mir wichtig ist, was für meine Bedürfnisbefriedigung geht und was nicht.</p>
<p style="text-align: left;">Der geänderte Titel meines Vortrages heißt übrigens „Beziehungspflege zu Schulleitungen trotz schwieriger Situationen“. Vielleicht war mein Erlebnis mit Frau Schramm ein entscheidender Wegweiser dafür, dass ich Psychologie studiert habe. Das weiß ich aber sicher: &#8220;Viel Kälte ist unter den Menschen, weil wir uns oft nicht so herzlich geben wie wir sind.&#8221; (Albert Schweitzer)</p>
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		<title>Werte verstehen – Konflikte lösen</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 13:17:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf Facebook entwickelte sich am Dienstag eine spannende Diskussion über Werte, inspiriert von meinem lieben Kollegen Kurt-Georg Scheible: &#8220;Konflikte entbrennen, wenn Werte verletzt werden. Wie seht Ihr das?&#8221; Dem konnte ich nur zustimmen: &#8220;Nahezu alle zwischenmenschlichen Konflikte lassen sich auf unterschiedliche Wertevorstellungen zurückführen. Wir sollten lernen, die Werte des anderen zu respektieren – ohne zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Konflikte.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-995" title="Konflikte" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Konflikte.gif" alt="" width="100" height="71" /></a>Auf Facebook entwickelte sich am Dienstag eine spannende Diskussion über Werte, inspiriert von meinem lieben Kollegen <a href="http://www.erfolgscampus.de/" target="_blank">Kurt-Georg Scheible</a>: &#8220;Konflikte entbrennen, wenn Werte verletzt werden. Wie seht Ihr das?&#8221; Dem konnte ich nur zustimmen: &#8220;Nahezu alle zwischenmenschlichen Konflikte lassen sich auf unterschiedliche Wertevorstellungen zurückführen. Wir sollten lernen, die Werte des anderen zu respektieren – ohne zu bewerten!&#8221; Sofort fiel mir dazu eine Geschichte ein, an der man dieses Muster plastisch erklären kann.<span id="more-994"></span></p>
<p style="text-align: left;">Ich erinnere mich an eine Situation, in der sich zwei Mitarbeiter meines Teams regelmäßig in der Wolle hatten. Fast täglich kam es zu lauten Auseinandersetzungen zwischen beiden, in denen es um die mangelnde Koordination ihrer Arbeitsabläufe ging. Obwohl ich sie schon mehrfach ermahnt hatte, waren die beiden nicht in der Lage, ihren Konflikt allein zu lösen. Die schlechte Stimmung wirkte sich langsam auf das gesamte Team aus. Um die Arbeitsleistung nicht zu gefährden, mussten wir uns mit dem Thema intensiver auseinandersetzen.</p>
<p style="text-align: left;">Im gemeinsamen Gespräch wurden die gegenseitigen Vorwürfe deutlich: Der eine fühlte sich vom anderen kontrolliert und in seiner kreativen Arbeitsweise behindert. Der andere beschwerte sich, dass Absprachen und Ordnungsprinzipien nicht eingehalten und so ein reibungsloses Zusammenarbeiten erschwert bzw. unmöglich wurde. Als Beispiel führte er den Fall auf, dass sein kreativer Kollege den von ihm erstellten Dateien dadaistische Dateinamen gab, die er selbst dann nicht identifizieren und zuordnen konnte. So kam es zu Fehlzeiten, weil er vergebens nach Daten suchen musste.</p>
<p style="text-align: left;">Mir wurde schnell klar, es würde nicht ausreichen, Ermahnungen auszusprechen oder verschärfte Anweisungen durchzusetzen. Hier war notwendig, der Sache auf den Grund zu gehen und in die Einstellung und Teamfähigkeit der Mitarbeiter zu investieren. Kurzerhand improvisierte ich einen Workshop für das gesamte Team. Neben einigen gruppendynamischen Spielen zur Entwicklung des Veranwortungsbewusstseins analysierte ich auch die individuellen Werte-Einstellungen jedes Teammitgliedes, um sie miteinander zu vergleichen. In der Gegenüberstellung fiel es allen wie Schuppen von den Augen: Unser kreativer Kollege hatte dem Wert „Freude“ erste Priorität gegeben, während „Sicherheit“ an vorletzter Stelle stand. Der Sohn wohlhabender Eltern empfand die notwendige Anpassung an seine Kollegen als eine Beschneidung seiner Grundwerte.</p>
<p style="text-align: left;">Sein ordnungsliebender Kollege dagegen hatte „Sicherheit“ auf Platz 1 gewählt und „Freude“ stand für ihn auf Platz 16 oder 17. Er war verheiratet und hatte zwei kleine Kinder. In jüngster Vergangenheit war ihm zweimal kurz hintereinander in der Probezeit gekündigt worden. Er empfand das Verhalten seines Kollegen als einen Angriff auf sein Sicherheitsbedürfnis. Für den Wunsch nach Spaß hatte er wenig Verständnis.</p>
<p style="text-align: left;">Aus den unterschiedlichen Historien beider Mitarbeiter wurde für alle die konträre Einstellung und die gegensätzliche Bewertung ihres Handelns verständlich. Aus der Einsicht unseres Kreativen in die Notwendigkeit von Ordnungsprinzipien konnte unser verlässlicher Mitarbeiter die Sicherheit gewinnen, seinem Kollegen mehr kreativen Freiraum zu lassen. Beide waren nun in der Lage, die Verletztheit des anderen nachzuvollziehen, erkannten dahinter aber auch die wertvollen Qualitäten für das gemeinsame Arbeiten.</p>
<p style="text-align: left;">An diesem Fall wurde mir bewusst, wie unterschiedlich wir Menschen doch sind und welche Bedeutung unsere emotionalen Werte für unser Handeln besitzen. Um Konflikte zu schlichten oder Mitarbeiter in ein Team zu integrieren, genügt es nicht, sie auf der sachlichen Ebene anzusprechen. Ich muss versuchen, sie auf der emotionalen Ebene zu erreichen. Das heißt, ich muss die unterschiedlichen Wertvorstellungen erkennen, um das mir fremde Handeln zu verstehen.</p>
<p style="text-align: left;">Erst auf der Basis des Verstehens gebe ich meinem Mitmenschen die für die Beziehung notwendige Anerkennung. Indem ich seine (mir fremden) Vorstellungen &#8220;wertschätze&#8221;, kann ich Einsicht und Bereitschaft zur Änderung seines Handelns schaffen. Das heißt, ich bitte ihn, sein Verhalten anzupassen, ohne seine Werte abzuwerten oder verändern zu wollen. Werte sind tief in der Persönlichkeit verankerte Triebfedern. Niemand hat das Recht, dem anderen diese zu verbieten, solange dieser bereit ist, sich in seinem Handeln der Gemeinschaft anzupassen. Tut er das nicht und verletzt damit wiederholt die Wertevorstellungen anderer, dann ist es besser loszulassen und sich von diesem Menschen zu trennen.</p>
<p style="text-align: left;">Weitere Anregungen zum Thema &#8220;Werte&#8221; finden Sie in meinem <a href="http://www.amazon.de/Das-professionelle-Intelligenz-Mitarbeiterf%C3%BChrung-Mitarbeiter/dp/3589237686/ref=cm_cr_pr_product_top" target="_blank">Buch</a>.</p>
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		<title>Ein Raum für Neues!!!</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Sep 2011 15:29:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Besondere Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Trainings von CIT vermitteln Inhalte auf ungewöhnlich lebendige Weise. Verständlich also, dass wir Seminarräume suchen, in denen man sich bewegen kann und neue Sichtweisen entstehen können. In diesen Räumen muss man sich frei von Regeln, Dogmen und Standards fühlen. Sie sollten einen ungestörten Blick in die Natur bieten und lichtdurchflutet sein, Traditionelles und Modernes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Seminarhaus.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-906" title="Seminarhaus" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Seminarhaus.gif" alt="" width="157" height="105" /></a>Die Trainings von CIT vermitteln Inhalte auf ungewöhnlich lebendige Weise. Verständlich also, dass wir Seminarräume suchen, in denen man sich bewegen kann und neue Sichtweisen entstehen können. In diesen Räumen muss man sich frei von Regeln, Dogmen und Standards fühlen. Sie sollten einen ungestörten Blick in die Natur bieten und lichtdurchflutet sein, Traditionelles und Modernes verbinden – möglichst frei von eingefahrenen Stilmitteln und Klischees. Wenn man mit diesen Ansprüchen auf die Suche geht, wird die Luft dünn. Aber gestern sind wir überraschenderweise fündig geworden!<span id="more-904"></span></p>
<p style="text-align: left;">Auf Empfehlung hin machten wir uns zu einem der <a href="http://www.forsthaus-heiligenberg.de/heiligenberg.html" target="_blank">traditionellen Ausflugsrestaurants</a> im niedersächsichen Umland auf, das für Kaffeetafeln und Hochzeitsfeiern bekannt ist. Mit zahlreichen Vorurteilen belastet, erwartete ich den üblichen klebrigen Plüsch im Ambiente eines Bauernhofes. Um so größer die Überraschung, als wir ein neues Seminarhaus vorfinden, das alle unsere Ansprüche erfüllt: Ein modernes Fachwerkhaus mit großen Glasfronten und großzügigem, nach oben offenem Seminarraum. Sichtbare Balken statt abgehängter Rasterdecke. Eichenbohlen statt Teppichboden. Neuste digitale Technik integriert in moderne Bauernschränke. Und durch die Glastüren tritt man auf die Terrasse mit Blick auf eine unberührte Hügellanschaft. Ein traumhaftes Ambiente für ein ungestörtes kreatives Arbeiten. Hier werden wir im kommenden Jahr zweimal unser Training <a href="http://www.cit-consult.de/cms/mit-gefuehl-zu-mehr-erfolg.html" target="_blank">Mit Gefühl zu mehr Erfolg</a> durchführen. Ich freu mich schon drauf!</p>
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		<title>Mehr Raum für die Sensiblen!</title>
		<link>http://www.cit-consult.de/blog/emotionale-intelligenz/mehr-raum-fur-die-sensiblen/</link>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 15:11:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Führungskompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeitsentwicklung]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit 20 bescheinigten mir die Psychologen des Arbeitsamtes nach einem Berufseignungstest, dass ich eine hochsensible Persönlichkeit sei. Nun war das grundsätzlich nichts Neues für mich. Als ängstliches Kind hatte ich derbe Altersgenossen und Prügeleien immer gemieden. Ich las viel, pflegte meine musischen Interessen und fand das OK so. Neu für mich war, dass mir diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/MartinaTaylor.pixelio1.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-874" title="MartinaTaylor.pixelio" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/MartinaTaylor.pixelio1.gif" alt="" width="120" height="96" /></a>Mit 20 bescheinigten mir die Psychologen des Arbeitsamtes nach einem Berufseignungstest, dass ich eine hochsensible Persönlichkeit sei. Nun war das grundsätzlich nichts Neues für mich. Als ängstliches Kind hatte ich derbe Altersgenossen und Prügeleien immer gemieden. Ich las viel, pflegte meine musischen Interessen und fand das OK so. Neu für mich war, dass mir diese Diagnose mit einem ernsthaft-bedauernden Mitgefühl überbracht wurde, so als hätte ich eine unheilbare Krankheit.<span id="more-869"></span></p>
<p style="text-align: left;">Ich kann mich nicht mehr erinnern, welche Berufsfelder man mir damals empfahl, aber dieses merkwürdige Verhalten habe ich bis heute nicht vergessen. Unabhängig von diesem Eignungstest entschied ich mich für den Beruf des Grafik-Designers, in dem mir mein Feingefühl, meine Kreativität und Sensibilität sehr von Nutzen sein sollten.</p>
<p style="text-align: left;">Aber schon mit der ersten Berufserfahrung musste ich auch feststellen, dass es mir schwer fiel, mich den Arbeitsbedingungen im Unternehmen anzupassen. Mir als Mimose fehlte die Ruhe, die Vertrautheit und der stimmige Rahmen, meine Qualitäten entwickeln und ausspielen zu können. Die Organisation und Gruppendynamik am Arbeitsplatz empfand ich als ungeheuer störend und leistungshemmend. Ich war total unzufrieden mit mir und meiner Umgebung und wurde immer häufiger krank.</p>
<p style="text-align: left;">Also blieb mir nur die Flucht in die Selbständigkeit, um das für mich passende Arbeitsumfeld selbst schaffen zu können. Hier blühte ich auf und hatte große Freude an meinem Tun. Meine Firma wuchs mit den Aufgaben. Ich stellte Mitarbeiter ein, die zu mir passten und es gelang mir immer wieder, hoch produktive Teams zusammenzuführen. Wir arbeiteten viel, aber wir hatten den Ruf, die besten Arbeitsbedingungen in der Branche zu haben. Ich hatte einen Rahmen für sensible Menschen geschaffen, in dem wir uns weitgehend wohl fühlen konnten.</p>
<p style="text-align: left;">Je größer aber die Organisationen wurden, für die wir arbeiteten, desto weniger ging es um unsere Leistung. Kundengewinnung und Kundenbindung wurden immer häufiger zum politischen Kraftakt. Es ging darum, Beziehungen zu pflegen, Mehrheiten zu gewinnen und die Fäden zu ziehen. Ich wurde mit Schmiergeldforderungen und Bestechungsversuchen konfrontiert – verlor zunehmend den Glauben an meine Umwelt und den Spaß an meiner Arbeit.</p>
<p style="text-align: left;">Und wieder trat ich die Flucht nach vorn an. Mit der Gründung des Instituts CIT schuf ich mir eine neue Herausforderung, nämlich die, Führungskräfte und Organisationen darin zu unterstützen, die Unternehmenskulturen und Arbeitsbedingungen so zu verbessern, dass alle Mitarbeiter ihre Potentiale nutzen und entsprechend ihrer Fähigkeiten zum Einsatz bringen können. Im Speziellen betrifft das die Gruppe der hochsensiblen Persönlichkeiten, denen in der Ellenbogengesellschaft nicht mehr der Raum gegeben wird, sich zu entfalten.</p>
<p style="text-align: left;">Dabei sind gerade sie es, die uns die Ideen, die Inspiration und die Innovation für die Zukunft geben können und müssen. Die Sensiblen sind die Teamplayer, die für die Gemeinschaft denken und handeln. Sie sind die Querdenker, die auch in Krisen neue Wege und Lösungen finden. Sie leiden unter dieser manisch-egoistischen Gesellschaft mehr als andere, deshalb spüren sie früher, wenn etwas schief läuft und können enorme Energien entwickeln, sich für ihre Ideale einzusetzen.</p>
<p style="text-align: left;">Mir liegt es heute besonders am Herzen, diese Menschen dabei zu unterstützen, Mut, Selbstbewusstsein und Authentizität zu entwickeln. Für sie ist es besonders wichtig, sich nicht verbiegen zu lassen, sondern für sich und ihre Werte zu kämpfen. Ich selbst musste nicht nur den Arbeitnehmerstatus aufgeben, sondern auch den Beruf wechseln, um andere an meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen und zur Zufriedenheit zurück zu finden.</p>
<p style="text-align: left;">In meinen Trainings, besonders in <a href="http://www.cit-consult.de/cms/mit-gefuehl-zu-mehr-erfolg.html" target="_blank">EQ1 – Mit Gefühl zu mehr Erfolg</a> können sensible Persönlichkeiten und Führungskräfte die Erfahrung machen, welche Bedingungen sie benötigen, um erfolgreicher und zufriedener zu werden. Wer einmal ein solches Training durchlebt hat, weiß, was ihm zum Glück fehlt. Dann fällt es leichter, sein Leben in die Hand zu nehmen und sich auf den Weg zu machen. Sensibilität ist nämlich keine Krankheit, sondern eine Gnade, wenn man gelernt hat, sie wertzuschätzen und zu nutzen.</p>
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		<title>Hochsensible Mitarbeiter sind wichtig fürs Unternehmen</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 09:56:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zählen Sie auch zu den gewissenhaften, kreativen Menschen? Fühlen Sie sich vom Lärm am Arbeitsplatz oft abgelenkt und können sich schlecht konzentrieren? Haben Sie oft das Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug, weil zu viel auf Sie einstürmt? Dann zählen Sie wahrscheinlich auch zu den hochsensiblen Personen (HSP), die unter dem Stress der modernen Arbeitswelt zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/PetraMoje.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-863" title="PetraMoje" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/PetraMoje.gif" alt="" width="120" height="85" /></a>Zählen Sie auch zu den gewissenhaften, kreativen Menschen? Fühlen Sie sich vom Lärm am Arbeitsplatz oft abgelenkt und können sich schlecht konzentrieren? Haben Sie oft das Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug, weil zu viel auf Sie einstürmt? Dann zählen Sie wahrscheinlich auch zu den hochsensiblen Personen (HSP), die unter dem Stress der modernen Arbeitswelt zu leiden haben. Der <a href="http://www.business-wissen.de/personalmanagement/soft-skills-der-mitarbeiter-nutzen/" target="_blank">Artikel von Petra Moje</a> erklärt, warum hochsensible Menschen für jedes Unternehmen wichtig sind und welche Arbeitsbedingungen notwendig sind, um deren Leistungspotentiale zu nutzen und zu fördern.</p>
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		<title>Zu schön um echt zu sein</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 17:34:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heidrun Dahlmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem die britische Behörde zur Überwachung von Werbung ASA zwei Werbe-Kampagnen für Anti-Aging-Produkte von L&#8217;Òréal und Lancome wegen zu starker Retuschen gestoppt hatte, entbrannte ein Glaubenskrieg über die digitale Nachbearbeitung in der Beautybranche. Traditionalisten wie Grey in Düsseldorf sehen nichts Verwerfliches darin, Kundinnen mit digitaler, falscher Schönheit zu manipulieren, während Dove die Gunst der Stunde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/Augen.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-855" title="Augen" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/Augen.gif" alt="" width="98" height="58" /></a>Nachdem die britische Behörde zur Überwachung von Werbung ASA zwei Werbe-Kampagnen für Anti-Aging-Produkte von L&#8217;Òréal und Lancome wegen zu starker Retuschen gestoppt hatte, entbrannte ein Glaubenskrieg über die digitale Nachbearbeitung in der Beautybranche. Traditionalisten wie Grey in Düsseldorf sehen nichts Verwerfliches darin, Kundinnen mit digitaler, falscher Schönheit zu manipulieren, während Dove die Gunst der Stunde nutzt und mit einem Aufklärungsspot für natürliche Schönheit und gegen Photoshop-Retuschen wirbt. Auf 10 Seiten berichtet <a href="http://www.horizont.net/aktuell/marketing/pages/protected/show.php?id=102059&amp;page=1&amp;params=" target="_blank">horizont.net</a> über die reklamierten Motive und was <a href="http://www.youtube.com/watch?v=iYhCn0jf46U" target="_blank">Dove</a> daraus gemacht hat. Sollte das die Wende der Werbebranche hin zu mehr Glaubwürdigkeit und Authentizität sein? Spannend!</p>
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		<title>Schweinemast und Weiterbildung</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Jun 2011 13:31:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Letzte Woche in Mönchengladbach. Am Wochenende drei Tage in München. Morgen zwei Tage Organisationsentwicklung in Hannover. Zehn Arbeitstage in drei verschiedenen Seminarhotels. Da sind zwei Nächte im eigenen Bett wie Urlaub! Wäschewechsel, Handouts drucken, Medien checken, weiter geht&#8217;s&#8230;
Ich merke gerade, was mich an meiner Arbeit wirklich stresst: Nicht die langen Arbeitszeiten, nicht das Einlassen auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/Herbert.Kaefer_pixelio.de_.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-805" title="Herbert.Kaefer_pixelio.de" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/06/Herbert.Kaefer_pixelio.de_.gif" alt="" width="139" height="94" /></a>Letzte Woche in Mönchengladbach. Am Wochenende drei Tage in München. Morgen zwei Tage Organisationsentwicklung in Hannover. Zehn Arbeitstage in drei verschiedenen Seminarhotels. Da sind zwei Nächte im eigenen Bett wie Urlaub! Wäschewechsel, Handouts drucken, Medien checken, weiter geht&#8217;s&#8230;<span id="more-801"></span></p>
<p style="text-align: left;">Ich merke gerade, was mich an meiner Arbeit wirklich stresst: Nicht die langen Arbeitszeiten, nicht das Einlassen auf die Menschen, nicht die Konzentration auf die anspruchsvollen Themen, nicht die Intensität der Gefühle. Es ist der stetige Ortswechsel. Das Einstellen-müssen an wechselnde Umgebungen, Seminarräume und Hotelzimmer! Hier fehlt&#8217;s an der herzlichen Atmosphäre, dort an der Qualität des Essens. Hier am notwendigen Equipment, dort an einer bequemen Matratze, an Frischluft, an Ruhe, am Licht, am&#8230; Auf die Mehrzahl der Dinge habe ich keinen Einfluss. Ich muss mich mit den störenden Aspekten abfinden. Aber ich kann Einfluss auf die Auswahl nehmen!</p>
<p style="text-align: left;">Es ist mir seit langem bewusst, dass der Seminarort von großer Bedeutung für die Qualität eines Trainings ist. Ein Ort, an dem man sich nicht wohl fühlt, taugt nicht zum Lernen. Und in klassischen Tagungshotels hat die Tagungsorganisation viel Ähnlichkeit mit der industriellen Schweinemast. Wie soll der Lehrstoff schmecken, wenn Seminarraum 27 im Keller liegt und das Buffet an Futtertröge in der Massentierhaltung erinnert? Schweinefleisch wie Weiterbildung: Alles schmeckt fad, was in solchem Umfeld gedeihen muss.</p>
<p style="text-align: left;">Es ist mir ein Rätsel, dass keiner der Großen in der Branche bisher erkannt hat, dass Weiterbildung nicht wie Massentierhaltung zu organisieren ist. Der Fokus liegt auf technischer Austattung, Variabilität oder der Logistik von Großveranstaltung. Aber die Seminarräume haben bestenfalls den Charme eines Klassenzimmers: kalt, nüchtern, unpersönlich. Lernräume sollten anders aussehen. Sie sollten uns einladen, unterstützen, inspirieren, Sicherheit geben, neue Perspektiven ermöglichen. Der Mensch muss Veränderung fühlen können, um Neues aufnehmen zu können. Wir sind keine Maschinen.</p>
<p style="text-align: left;">Wenn ich Einfluss nehmen kann, buchen wir nur anspruchsvolle und persönlich geführte Häuser, in denen die Atmosphäre und das Angebot stimmen. Nur dort kann ich als Mensch und Trainer meine ganze Leistung abrufen. Nur dort finde ich den Freiraum, ich selbst zu sein und die Teilnehmer sich finden zu lassen. Solche Häuser sind leider rar gesät. Im Norden gibt es zum Glück <a href="http://www.daskreativehaus.de/" target="_blank">Das Kreative Haus</a>, den  <a href="http://www.schrammenhoff.de/schrammenhoff.php" target="_blank">Schrammenhoff</a> und <a href="http://www.wildland.de/business/wildland_business.html" target="_blank">Wildland</a>, Orte der Besinnung und Inspiration. Hier macht Lernen Freude und bringt einfach schmachhaftere Ergebnisse!</p>
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		<item>
		<title>Je länger je lieber</title>
		<link>http://www.cit-consult.de/blog/emotionale-intelligenz/je-langer-je-lieber/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 May 2011 12:55:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach einem Inhouse-Seminar beschwerte sich ein Teilnehmer bei seinem Arbeitgeber, ich als Trainer sei so vermessen gewesen, Begriffe aus dem Privatleben wie &#8220;Partnerschaft&#8221; oder &#8220;Beziehung&#8221; für das Berufsleben zu &#8220;missbrauchen&#8221;, wo das doch wirklich nichts zu suchen hätte&#8230; Ich darf zugeben, dass ich zunächst irritiert war, aber das Feedback war wirklich ernst gemeint! Ich musste [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/Abwehr1.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-751" title="Abwehr1" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/Abwehr1.gif" alt="" width="88" height="114" /></a>Nach einem Inhouse-Seminar beschwerte sich ein Teilnehmer bei seinem Arbeitgeber, ich als Trainer sei so vermessen gewesen, Begriffe aus dem Privatleben wie &#8220;Partnerschaft&#8221; oder &#8220;Beziehung&#8221; für das Berufsleben zu &#8220;missbrauchen&#8221;, wo das doch wirklich nichts zu suchen hätte&#8230; Ich darf zugeben, dass ich zunächst irritiert war, aber das Feedback war wirklich ernst gemeint! Ich musste erkennen, dass es Menschen gibt, die auch auf einer sprachlichen Trennung von Privatem und Beruflichem bestehen und nicht verstehen wollen, dass es, ganz gleich, wann und wo, immer nur um die Beziehung zwischen Menschen geht.<span id="more-743"></span></p>
<p style="text-align: left;">Solch einen Menschen im Seminar zu haben, ist für jeden Trainer eine Herausforderung, weil es gilt, dessen alte Verhaltensmuster und Glaubenssätze aufzubrechen, um den notwendigen Perspektivwechsel zu ermöglichen. Oft sind tiefe Ängste für die Abwehrhaltungen und Schuldzuweisungen dieser Menschen verantwortlich. Nur die richtige Mischung von Vertrauensbildung und stetig steigenden Herausforderungen bringen einen so verschlossenen Menschen dazu, kleine neue Schritte zu gehen und sich neu zu erleben. Das kostet viel Geduld, Aufmerksamkeit, Mut und vor allem Zeit.</p>
<p style="text-align: left;">Im oben geschilderten Fall war die Zeit nicht gegeben. Das zweitägige Konfliktseminar gab mir nicht die Chance, diesen Menschen an seine Grenzen zu führen. Anders als bei Fachthemen benötigt man für Softskills mehrere Tage, um jedem die Chance zu geben, selbst bleibende Erfahrungen zu machen. Ganz ehrlich? Alles andere ist rausgeschmissenes Geld.</p>
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