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	<title>EmotionBlog &#187; Stolz</title>
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	<description>EmotionBlog</description>
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		<title>It&#8217;s the Mind not the Money!</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 13:40:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeitsentwicklung]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8220;Wie geht&#8217;s dir?&#8221; frage ich einen alten Bekannten, den ich auf der Straße treffe. &#8220;Ach, es könnte mir 10.000 Euro besser gehen!&#8221; ist seine Antwort. Es ist witzig gemeint, aber ich kann darüber nicht lachen. Ich habe ja nicht nach seinen Einkommensverhältnissen gefragt, sondern nach seinem emotionalen Befinden! Es stört mich, dass er, wie so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Kurt-F.-Domnik.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-952" title="Kurt-F.-Domnik" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Kurt-F.-Domnik.gif" alt="" width="112" height="90" /></a>&#8220;Wie geht&#8217;s dir?&#8221; frage ich einen alten Bekannten, den ich auf der Straße treffe. &#8220;Ach, es könnte mir 10.000 Euro besser gehen!&#8221; ist seine Antwort. Es ist witzig gemeint, aber ich kann darüber nicht lachen. Ich habe ja nicht nach seinen Einkommensverhältnissen gefragt, sondern nach seinem emotionalen Befinden! Es stört mich, dass er, wie so viele Menschen in meiner Umgebung, seine Zufriedenheit so vom Finanziellen abhängig macht. Dabei kenne ich ihn als durchaus großzügigen Menschen mit anspruchsvollem Lebensstil. Gibt es da einen Zusammenhang zwischen permanenten Unzufriedenheit und mangelnder Bescheidenheit?<span id="more-951"></span></p>
<p style="text-align: left;">In meiner Arbeit begegne ich zahlreichen Menschen, die hoch dotierte Jobs haben und im Konsum schwelgen. Sie haben natürlich einen entsprechenden Lebensstandard, fahren ein Auto der Luxusklasse, wohnen im schicken Eigenheim und reisen häufig in exotische Länder. Aber ihr Job nimmt sie auch sehr in Anspruch. Sie arbeiten 60 bis 80 Stunden die Woche, leiden unter zahlreichen sozialen Verpflichtungen, wirken auf mich meist gestresst, überfordert und unzufrieden. Der erreichte Status und die selbst auferlegten Ansprüche scheinen sie eher zu belasten als zu befriedigen. Da wird verglichen, bewertet und die Messlatte wird immer höher gesetzt.</p>
<p style="text-align: left;">Aber ich lerne auch viele Menschen kennen, die in Bescheidenheit leben. Die Gesprächsthemen drehen sich um die Erziehung der Kinder, um persönliche Pläne, um Politik und soziale Verantwortung. Da geht es nicht um Status und Konsum, sondern vielmehr um den Stolz und die Freude mit Kreativität und persönlichem Einsatz etwas erreichen zu wollen. Man misst sich nicht am Erfolg des anderen, sondern solidarisiert sich im gegenseitigen Verständnis. Diese Menschen wirken auf mich viel glücklicher, auch wenn sie für ihr Leben kämpfen müssen und in der Regel mit weniger Geld auskommen.</p>
<p style="text-align: left;">Beide Charaktere sind auf ihre Weise ganz liebenswerte Menschen, aber scheinen in völlig unterschiedlichen Welten zu leben. Was ihr Wesen so verschieden macht, das sind ihre Wertevorstellungen. Für die ewig Unzufriedenen spielen Besitz, Status, Wettbewerb und Kampf eine viel größere Rolle als für die Bescheidenen. Sie beziehen ihr Selbstwertgefühl weitgehend aus dem Vergleich mit anderen und müssen sich täglich aufs neue beweisen, dass sie besser sind als diese. Das ist nicht nur anstrengend, es macht Sie auch von den Niederlagen ihrer Gegner abhängig. Denn wer immer der Beste sein will, wird schnell zum Gejagten.</p>
<p style="text-align: left;">Zufriedene Menschen zeigen mehr Demut und setzen für ihr Leben ganz andere Prioritäten. Ideelle Werte wie Freude, Gesundheit, Selbstbestimmung und persönliches Wachstum sind ihnen so wichtig, dass sie lieber auf Geld verzichten würden, als diese aufzugeben. Das scheint für ihre Karriere nicht immer förderlich, weil ihre Ansichten in manchen Unternehmen als störend empfunden werden. Aber weil sie zu sich stehen, sind diese Menschen unabhängiger von der Meinung anderer und finden ihren eigenen Weg. Auf mich wirken sie ehrlicher, bewusster und authentischer als die so genannten Karrieretypen, die täglich ums goldene Kalb tanzen.</p>
<p style="text-align: left;">Dass die innere Einstellung neben den Themen Gesundheit, Partnerschaft und Geld eine wichtige Rolle in der Zufriedenheit der Menschen in Deutschland spielt, das zeigt auch der aktuelle <a href="http://www.gluecksatlas.de/cms/index.html" target="_blank"><strong>Glücksatlas</strong></a>, eine von der Deutschen Post beauftragten Studie. Er belegt, dass im Nordwesten Deutschlands zur Zeit die glücklichsten Deutschen leben. &#8220;Die Menschen in der Region Niedersachsen-Nordsee sind durchschnittlich zufriedener mit ihrem Einkommen&#8221;, sagt Max Höfer, der Koordinator der Studie und führt das auf die regionale Bescheidenheit zurück. In Gegenden wie Hamburg, Südbayern oder Baden, wo das Bruttogeldvermögen pro Haushalt in Deutschland am höchsten ist, sind die Menschen nicht unglücklich, aber mit ihren Einkommen sehr viel unzufriedener. Also doch:</p>
<p style="text-align: left;">&#8220;Reich ist man nicht durch Besitz, sondern durch das, was man mit Würde zu entbehren weiß.&#8221; Epikur</p>
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		<title>Mehr Raum für die Sensiblen!</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 15:11:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
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		<category><![CDATA[Persönlichkeitsentwicklung]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit 20 bescheinigten mir die Psychologen des Arbeitsamtes nach einem Berufseignungstest, dass ich eine hochsensible Persönlichkeit sei. Nun war das grundsätzlich nichts Neues für mich. Als ängstliches Kind hatte ich derbe Altersgenossen und Prügeleien immer gemieden. Ich las viel, pflegte meine musischen Interessen und fand das OK so. Neu für mich war, dass mir diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/MartinaTaylor.pixelio1.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-874" title="MartinaTaylor.pixelio" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/MartinaTaylor.pixelio1.gif" alt="" width="120" height="96" /></a>Mit 20 bescheinigten mir die Psychologen des Arbeitsamtes nach einem Berufseignungstest, dass ich eine hochsensible Persönlichkeit sei. Nun war das grundsätzlich nichts Neues für mich. Als ängstliches Kind hatte ich derbe Altersgenossen und Prügeleien immer gemieden. Ich las viel, pflegte meine musischen Interessen und fand das OK so. Neu für mich war, dass mir diese Diagnose mit einem ernsthaft-bedauernden Mitgefühl überbracht wurde, so als hätte ich eine unheilbare Krankheit.<span id="more-869"></span></p>
<p style="text-align: left;">Ich kann mich nicht mehr erinnern, welche Berufsfelder man mir damals empfahl, aber dieses merkwürdige Verhalten habe ich bis heute nicht vergessen. Unabhängig von diesem Eignungstest entschied ich mich für den Beruf des Grafik-Designers, in dem mir mein Feingefühl, meine Kreativität und Sensibilität sehr von Nutzen sein sollten.</p>
<p style="text-align: left;">Aber schon mit der ersten Berufserfahrung musste ich auch feststellen, dass es mir schwer fiel, mich den Arbeitsbedingungen im Unternehmen anzupassen. Mir als Mimose fehlte die Ruhe, die Vertrautheit und der stimmige Rahmen, meine Qualitäten entwickeln und ausspielen zu können. Die Organisation und Gruppendynamik am Arbeitsplatz empfand ich als ungeheuer störend und leistungshemmend. Ich war total unzufrieden mit mir und meiner Umgebung und wurde immer häufiger krank.</p>
<p style="text-align: left;">Also blieb mir nur die Flucht in die Selbständigkeit, um das für mich passende Arbeitsumfeld selbst schaffen zu können. Hier blühte ich auf und hatte große Freude an meinem Tun. Meine Firma wuchs mit den Aufgaben. Ich stellte Mitarbeiter ein, die zu mir passten und es gelang mir immer wieder, hoch produktive Teams zusammenzuführen. Wir arbeiteten viel, aber wir hatten den Ruf, die besten Arbeitsbedingungen in der Branche zu haben. Ich hatte einen Rahmen für sensible Menschen geschaffen, in dem wir uns weitgehend wohl fühlen konnten.</p>
<p style="text-align: left;">Je größer aber die Organisationen wurden, für die wir arbeiteten, desto weniger ging es um unsere Leistung. Kundengewinnung und Kundenbindung wurden immer häufiger zum politischen Kraftakt. Es ging darum, Beziehungen zu pflegen, Mehrheiten zu gewinnen und die Fäden zu ziehen. Ich wurde mit Schmiergeldforderungen und Bestechungsversuchen konfrontiert – verlor zunehmend den Glauben an meine Umwelt und den Spaß an meiner Arbeit.</p>
<p style="text-align: left;">Und wieder trat ich die Flucht nach vorn an. Mit der Gründung des Instituts CIT schuf ich mir eine neue Herausforderung, nämlich die, Führungskräfte und Organisationen darin zu unterstützen, die Unternehmenskulturen und Arbeitsbedingungen so zu verbessern, dass alle Mitarbeiter ihre Potentiale nutzen und entsprechend ihrer Fähigkeiten zum Einsatz bringen können. Im Speziellen betrifft das die Gruppe der hochsensiblen Persönlichkeiten, denen in der Ellenbogengesellschaft nicht mehr der Raum gegeben wird, sich zu entfalten.</p>
<p style="text-align: left;">Dabei sind gerade sie es, die uns die Ideen, die Inspiration und die Innovation für die Zukunft geben können und müssen. Die Sensiblen sind die Teamplayer, die für die Gemeinschaft denken und handeln. Sie sind die Querdenker, die auch in Krisen neue Wege und Lösungen finden. Sie leiden unter dieser manisch-egoistischen Gesellschaft mehr als andere, deshalb spüren sie früher, wenn etwas schief läuft und können enorme Energien entwickeln, sich für ihre Ideale einzusetzen.</p>
<p style="text-align: left;">Mir liegt es heute besonders am Herzen, diese Menschen dabei zu unterstützen, Mut, Selbstbewusstsein und Authentizität zu entwickeln. Für sie ist es besonders wichtig, sich nicht verbiegen zu lassen, sondern für sich und ihre Werte zu kämpfen. Ich selbst musste nicht nur den Arbeitnehmerstatus aufgeben, sondern auch den Beruf wechseln, um andere an meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen und zur Zufriedenheit zurück zu finden.</p>
<p style="text-align: left;">In meinen Trainings, besonders in <a href="http://www.cit-consult.de/cms/mit-gefuehl-zu-mehr-erfolg.html" target="_blank">EQ1 – Mit Gefühl zu mehr Erfolg</a> können sensible Persönlichkeiten und Führungskräfte die Erfahrung machen, welche Bedingungen sie benötigen, um erfolgreicher und zufriedener zu werden. Wer einmal ein solches Training durchlebt hat, weiß, was ihm zum Glück fehlt. Dann fällt es leichter, sein Leben in die Hand zu nehmen und sich auf den Weg zu machen. Sensibilität ist nämlich keine Krankheit, sondern eine Gnade, wenn man gelernt hat, sie wertzuschätzen und zu nutzen.</p>
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		<title>Unser Leben im sozialen Jetlag</title>
		<link>http://www.cit-consult.de/blog/emotionale-intelligenz/unser-leben-im-sozialen-jetlag/</link>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 16:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula Bemmann-Wöschler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
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		<description><![CDATA[Jeden Morgen das gleiche Szenario: Der Wecker klingelt immer um die gleiche Zeit. Mein Freund springt auf, ist voller Energie und Tatendrang und oben drauf auch noch gut gelaunt. Welch ein fulminanter Start in den Tag! Es tut mir fast weh beim Zuschauen. Denn ich quäle mich, verspüre überhaupt keinen Drang aufzustehen. Meine Augen sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/07/Rueckspiegel.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-831" title="Rueckspiegel" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/07/Rueckspiegel.gif" alt="" width="120" height="98" /></a>Jeden Morgen das gleiche Szenario: Der Wecker klingelt immer um die gleiche Zeit. Mein Freund springt auf, ist voller Energie und Tatendrang und oben drauf auch noch gut gelaunt. Welch ein fulminanter Start in den Tag! Es tut mir fast weh beim Zuschauen. Denn ich quäle mich, verspüre überhaupt keinen Drang aufzustehen. Meine Augen sind wie zugeschweißt, ich fühle mich kraftlos und muss mich aus dem Bett wälzen, sonst schlafe ich sofort wieder ein. Nach Dusche und Kaffee erwachen allmählich meine Lebensgeister. Damit liege ich im Durchschnitt der Deutschen, die täglich kurz vor halb sieben aufstehen, rund zwei Stunden früher als ihr natürlicher Biorhythmus tickt.<span id="more-830"></span></p>
<p style="text-align: left;">Dass es etwas wie eine „innere Uhr“ in uns geben muss, darauf weist schon unser Überleben innerhalb einer Welt hin, die aus vielen natürlichen Rhythmen (also ständiger Veränderung) besteht: Wir haben uns dem Wechsel von Tag und Nacht, den Mondphasen, den vier Jahreszeiten, den Gezeiten, sogar extremen Temperaturschwankungen binnen eines Tages, hervorragend angepasst. Durch ein ausgeklügeltes Zeitsystem ist die innere Uhr des Menschen mit der Dauer einer Erdrotation synchronisiert, im Durchschnitt entspricht dies einem Rhythmus von 24 Stunden und 20 Minuten. Dies regelt ein winzig kleiner zentraler Taktgeber, der gerade einmal so groß wie ein Stecknadelkopf ist, aber immerhin aus einem Gewebe von ca. 20.000 Nervenzellen besteht, die von den Augen ausgehend sich oberhalb der Stelle bündeln, an denen sich die beiden Sehnerven kreuzen. Die Forscher nennen ihn aufgrund seiner Lage „Suprachiasmatischer Nucleus“ (über der Kreuzung liegender Kern), kurz SCN. Dieser hinter den Augen liegende „Big Ben“ unseres inneren Zeitsystems ist mittels feiner Nervenfortsätze mit der Netzhaut der Augen verbunden, um sich so über die Lichtrezeptoren mit der Außenzeit zu synchronisieren. Dadurch nimmt der SCN den Wechsel von Tag und Nacht wahr, was sogar unbewusst bei vielen Blinden funktioniert.</p>
<p style="text-align: left;">Deutsche Wissenschaftler bewiesen 1960igern Jahren im mittlerweile berühmten Andechser Bunkerexperiment, dass unsere „innere Uhr“ die Synchronisation mit der Erdrotation sogar ohne äußere Zeitgeber beibehält. Mehrere Freiwillige lebten für einige Wochen in zwei Apartments, die in einem Hügel gebaut, mit einer Eingangsschleuse und fensterlosen Wänden versehen sowie mit einem Mantel aus Kupferdrähten umgeben waren. Das Ergebnis: Auch abgeschirmt schliefen alle im Bunker durchschnittlich sieben bis acht Stunden und waren 17-18 Stunden wach – sie pendelten sich auf einen 24-25-Stunden-Rhythmus ein.</p>
<p style="text-align: left;">Im Selbstversuch erging es mir ähnlich. Während meiner Trainerausbildung hatte ich die Aufgabe 48 Stunden nur bei mir zu sein, in einer mir unbekannten Wohnung, mit Ohrstöpsel und Augenbinde. Der Hintergrund dieser Erfahrung war natürlich nicht die eigene innere Uhr zu spüren, sondern sich einmal nur mit sich selbst auseinander zu setzen, weg vom Außen den Blick nach innen zu kehren. Damals war ich sehr verwundert darüber, dass ich dennoch ein grobes, gutes Zeitgefühl hatte, zweimal ausgiebig schlief und gefühlte ein bis zwei Stunden vor Ende der 48 Stunden wartend wusste, dass die Zeit gleich rum ist. Ohne mir darüber in diesem Moment klar zu werden, hatte ich erlebt, wie 100 Billionen Zellen in mir, einem getakteten, zeitlichen Rhythmus folgten.</p>
<p style="text-align: left;">Wie ich später las, hatte man Anfang der 1990er Jahre den dafür zugrunde liegenden molekularen Mechanismus entdeckt, der in jeder Körperzelle ein inneres Uhrwerk ticken lässt – eine Art Kreislauf mit Rückkopplungsschleife. Auch etwa 25 „Uhren-Gene“ im menschlichen Erbgut sind mittlerweile bekannt. Alles deutet daraufhin, dass das Prinzip der inneren Uhr so alt wie das Leben selbst ist und uns, wie allen Lebewesen, einen entscheidenden Überlebensvorteil sichert: neben der Anpassung an den Wandel äußerer Bedingungen, können wir denselben auch vorher sehen.</p>
<p style="text-align: left;">Dummerweise meinen wir Menschen aber, uns auch über unseren Biorhythmus konsequenzlos hinwegsetzen zu können. Wahrscheinlich haben Frühtypen (Menschen wie mein Freund, deren innere Uhr genetisch etwas zu schnell läuft und die daher immer etwas früher dran sind, morgens eher wach werden und schnell aufnahmefähig sind, dafür aber abends früher ermüden) einmal festgelegt, dass Schulen oder Produktionslinien früh am Morgen beginnen müssen. Pech für uns Spättypen, die laut Wissenschaft im Übrigen in Westeuropa in der Mehrzahl sind. Aber damit nicht genug: Die Maschinenauslastung verlangt Schichtarbeit – machen wir! Der Klinikalltag verlangt Rufbereitschaft und ein Durcharbeiten über 48 Stunden – wird gemacht! Die Globalisierung verlangt, diese Woche in New York zu arbeiten, nächste Woche in China, natürlich ohne verlängertes Wochenende zur Umstellung dazwischen – kein Problem! Wir reden uns einfach ein, dass dieses, unser (Arbeits)-Leben entweder hipp und cool ist oder zwangsläufig alternativlos, wollen wir wirtschaftlich erfolgreich sein.</p>
<p style="text-align: left;">Die Folge ist ein Leben mit täglichen Jetlags. Chronobiologen (Wissenschaftler, die sich mit unseren inneren Uhren beschäftigen) haben dafür den Begriff des „sozialen Jetlags“ erfunden. Sie schätzen, dass die Mehrzahl der Bevölkerung (etwa 66 Prozent) heutzutage von diesem betroffen sind und das dauerhaft über lange Zeiträume hinweg. Schlafstörungen, Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettsucht, Diabetes und eventuell sogar Krebs, aber auch zahlreiche Unfälle wie Tschernobyl oder die Havarie des Öltankers „Exxon Valdez“ gehen auf das Konto eines Lebens am eigenen Biorhythmus vorbei.</p>
<p style="text-align: left;">Die Chronobiologen träumen von einem „Leben ohne Wecker“, von flexiblen Arbeitszeiten und Rahmenbedingungen, die es jedem ermöglichen, sich mit einem wachen Körper und Geist gewinnbringend in die Arbeitswelt einzubringen. Wie lange wollen wir nur davon träumen? Was hindert eigentlich jeden von uns daran, im Kleinen achtsamer mit uns selbst umzugehen?</p>
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		<title>Loyalität und emotionale Bindung</title>
		<link>http://www.cit-consult.de/blog/emotionale-intelligenz/loyalitat-und-emotionale-bindung/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 May 2011 17:17:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Kollegen betreten lachend den Raum und schauen sich um. Alle tragen das gleiche schwarze T-Shirt mit dem grünen Firmenzeichen auf der Brust, das auch Unbeteiligten deutlich macht: Wir kommen aus dem gleichen Stall. Aber auch ohne diese äußerliche Symbolik ist für jeden aufmerksamen Beobachter spürbar, dass diese Menschen zusammen gehören: Ihre Mimik, ihre Körpersprache, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/Marco-Barnebeck_pixelio.gif"></a><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/Marco-Barnebeck_pixelio1.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-715" title="Marco-Barnebeck_pixelio" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/Marco-Barnebeck_pixelio1.gif" alt="" width="104" height="126" /></a>Die Kollegen betreten lachend den Raum und schauen sich um. Alle tragen das gleiche schwarze T-Shirt mit dem grünen Firmenzeichen auf der Brust, das auch Unbeteiligten deutlich macht: Wir kommen aus dem gleichen Stall. Aber auch ohne diese äußerliche Symbolik ist für jeden aufmerksamen Beobachter spürbar, dass diese Menschen zusammen gehören: Ihre Mimik, ihre Körpersprache, die vertraute Art miteinander umzugehen, lässt keinen Zweifel daran zu, dass sie sich mit dem, was sie tun, identifizieren.<span id="more-704"></span></p>
<p style="text-align: left;">Im vergangenen Jahr war das noch ganz anders. Ich erinnere mich noch gut an die angespannte Stimmung in der Gruppe, den hoffnungslosen Pessimismus einzelner, die Streitereien und Schuldzuweisungen. Damals hatte ich den Eindruck eines Haufens unzufriedener Opfer, leidender Menschen, die nur die Angst vor der Arbeitslosigkeit noch zusammenhielt. Das Team schien mir wie die lebendig gewordene Karikatur einer internationalen Studie über die Mitarbeiterzufriedenheit, bei der die deutschen Arbeitnehmer seit Jahren ein grausames Schlusslicht bilden.</p>
<p style="text-align: left;">Diese jährlich erscheinende <a href="http://eu.gallup.com/Berlin/118645/Gallup-Engagement-Index.aspx" target="_blank">Studie der Gallup GmbH</a> belegt anschaulich, was die Menschen benötigen, um sich am Arbeitsplatz wohl zu fühlen und sich mit ihrer Tätigkeit zu identifizieren. Für die aktuelle repräsentative Studie wurden Ende letzten Jahres 1.920 Arbeitnehmer/innen zu ihrer Einstellung telefonisch befragt:<br />
• <strong>13%</strong> der Arbeitnehmer/innen hatten eine hohe emotionale Bindung zum Arbeitsplatz<br />
• <strong>66%</strong> hatten eine geringe emotionale Bindung, machen entsprechend Dienst nach Vorschrift<br />
• <strong>21%</strong> hatten keine emotionale Bindung zum Arbeitsplatz, zeigen also die Einstellung einer inneren Kündigung</p>
<p style="text-align: left;">Schaut man auf die Auswertungen im Detail, wird greifbar, worin sich die Zufriedenen mit hoher emotionaler Bindung  von den unzufriedenen Arbeitnehmern unterscheiden: Sie haben Spaß bei der Arbeit (82%), sind bereit, zusätzlichen Einsatz zu leisten (86%), würden ihre Firma als Arbeitsplatz weiterempfehlen (79%) und befassen sich damit, Arbeitsabläufe zu verbessern (56%).</p>
<p style="text-align: left;">Mitarbeiter mit innerer Kündigung, haben dagegen keine Freude an ihrer Arbeit (94%), würden ihre Firma nicht weiterempfehlen (96%), kümmern sich nicht um die Verbesserung der Arbeitsabläufe (85%) und jeder Zweite hat in den letzten Monaten daran gedacht, das Unternehmen zu verlassen. Die Kosten, die durch diese nicht engagierten Mitarbeiter entstehen, sind nur zu schätzen. Unzufriedene Mitarbeiter werden häufiger krank, machen mehr Fehler und haben einen schlechten Einfluss auch auf die Leistungsbereitschaft ihrer Kollegen.</p>
<p style="text-align: left;">Besondere Auswirkungen hat die Zufriedenheit aber auf die langfristige Bindung der Mitarbeiter an den Arbeitgeber. Da die Firmenzugehörigkeit seit Jahren konstant abnimmt, gehen den Unternehmen durch den Fortgang qualifizierter Mitarbeiter/innen wichtiges Know-how verloren. Mitarbeiter mit hoher emotionaler Bindung zum Arbeitgeber planen zu 73%, ihre Karriere in der derzeitigen Firma zu machen. Von den Kollegen ohne emotionale Bindung tun das dagegen nur 15%.</p>
<p style="text-align: left;">Sucht man nach den Ursachen für die so unterschiedliche Einstellung zum Arbeitsplatz, so gibt die Studie deutliche Antworten: Die Zufriedenheit mit dem Vorgesetzten ist für die emotionale Bindung zum Arbeitsplatz entscheidender als die Höhe des Gehaltes. Kollegen, die sich nicht mit ihrem Arbeitsplatz identifizieren, sind auch mit ihrem Vorgesetzten eher unzufrieden, jeder Zweite würde seinen Chef feuern, wenn er könnte. Von denen, die mit Chef und Bezahlung zufrieden sind, ist aber jeder Zweite ein hoch engagierter Mitarbeiter – vier mal mehr als im Durchschnitt.</p>
<p style="text-align: left;">Wie verbesserungsfähig die Führungsqualität in Deutschland demnach ist, wird deutlich, wenn man die Kritikpunkte deutscher Arbeitnehmer zusammenfasst:</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Fehlende Anerkennung.</strong> Nur jeder fünfte Arbeitnehmer erklärt, dass er Lob und Anerkennung für seine Arbeit bekommt und nur knapp ein Drittel hat das Gefühl, dass man sich für ihn als Mensch interessiert. Deutsche Führungskräfte nehmen sich zu wenig Zeit, die Beziehung zu ihren Mitarbeitern zu pflegen und sich für deren Engagement zu bedanken. Beim Arbeitnehmer entsteht damit ein Eindruck von mangelnder Wertschätzung: &#8220;Ich habe nur zu funktionieren. Ansonsten bin ich nicht interessant.&#8221;</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Mangelndes Feedback.</strong> Lediglich 22% geben an, regelmäßiges Feedback über die Fortschritte bei der Arbeit zu erhalten. Noch weniger, nämlich nur jeder siebte Arbeitnehmer, empfindet, dass dabei auch über seine Stärken gesprochen wird. Das wohl wichtigste Führungsinstrument, die direkte Rückmeldung über die Qualität der Leistung wird von ca. 80% der Vorgesetzten überhaupt nicht genutzt und wenn, dann zum Teil nicht konstruktiv. Ein konstruktives Feedback dient aber nicht nur dazu, Fehler zukünftig zu vermeiden, sondern wird vom Empfänger auch als Anerkennung empfunden.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Unzureichende Förderung. </strong>Vier von fünf Arbeitnehmern fühlen sich von ihrem Vorgesetzten in ihrer Entwicklung nicht gefördert und werden nicht dazu angehalten, neue, bisher ungewohnte Arbeiten zu übernehmen bzw. zu erlernen. Wer seinen Mitarbeitern aber keine Chance gibt, neue Wege zu gehen, Perspektiven zu entdecken, muss sich nicht wundern, wenn sie ihren Elan und Optimismus verlieren und nur noch Dienst nach Vorschrift machen. Personalentwicklung ist heute ein unverzichtbares Instrument zur Mitarbeiterbindung.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Fehlender Einfluss. </strong>Drei von vier Befragten fühlen sich bei der Arbeit nicht mit einbezogen, weil ihre Ansichten nicht gefragt sind. Nur ein Drittel gibt an, dass ihr Vorgesetzter für ihre Ideen offen ist. Die Möglichkeit, Einfluss auf die eigene Arbeit zu haben, ist für viele Menschen ein wichtiger Motivationsfaktor. Wer nie gefragt wird, fällt leichter in eine passive Grundhaltung als jemand, der selbstbestimmt Einfluss auf sein Handeln hat.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Falscher Arbeitsplatz.</strong> Nur jeder Dritte hat das Gefühl, am richtigen Arbeitsplatz zu sein. Zwei von drei Arbeitnehmern dagegen finden, dass sie von ihrem Vorgesetzten nicht entsprechend ihrer Stärken und Fähigkeiten eingesetzt werden oder dass ihnen ihre Tätigkeit nicht wirklich liegt. Wer aber daran zweifelt, ob er das Richtige tut, kann sich natürlich auch nicht damit identifizieren. Eine Führungskraft, die eine offene Beziehung zu ihren Mitarbeitern pflegt, kann latente Unzufriedenheit thematisieren und gemeinsam Lösungen entwickeln.</p>
<p style="text-align: left;">Alle diese Aspekte sind voneinander abhängig und beeinflussen die emotionale Einstellung der Arbeitnehmer. Es ist nach meiner Erfahrung gar nicht notwendig, alle Ansprüche gleichzeitig zu erfüllen, um etwas zum Positiven zu verändern. Das wäre eine Überforderung der Führungskräfte und wäre auf Dauer auch nicht zu halten. Nein, schon die Verbesserung einzelner Aspekt kann in der Einstellung unserer Mitarbeiter neuen Optimismus und eine konstruktive Grundhaltung erzeugen. Man muss nur anfangen und seinen guten Willen zeigen.</p>
<p style="text-align: left;">An dem anfangs geschilderten Fallbeispiel konnte ich ablesen, wie schnell aus einem desolaten Haufen Frustrierter wieder engagierte Mitarbeiter mit hoher emotionaler Bindung zum Unternehmen werden: Als Hauptursache für den Leistungsabfall des Bereiches wurde damals ein Vorgesetzter ausgemacht, der seinen hoch qualifizierten Mitarbeitern weder Anerkennung noch professionelles Feedback geben konnte. Er hatte die Teamleiter entmachtet, nahm ihnen jeglichen Entscheidungsspielraum und missbrauchte Feedbackgespräche zu verbalen Hinrichtungen. Die Folgen waren deutlich zu sehen: Stark erhöhter Krankenstand, explodierende Reklamationsfälle, zahllose innere Kündigungen.</p>
<p style="text-align: left;">Nachdem die Geschäftsleitung das Problem erkannt hatte, wurde der Schuldige seines Amtes enthoben. Eine Gruppe Freiwilliger bekam den Auftrag, die <a href="http://www.cit-consult.de/cms/organisationsentwicklung.html" target="_blank">Organisation eigenverantwortlich zu entwickeln</a>. Sechs Vertreter aus der Belegschaft erarbeiteten neue Leitlinien, ließen die Teams neue Teamleiter wählen, die mehr Mitspracherecht und Verantwortung bekamen. Auf einer Betriebsfeier wurde der Neuanfang begeistert gefeiert und die Mehrheit der Kollegen und Kolleginnen hatte das Gefühl, an den Verbesserungen mitgewirkt zu haben. Mitarbeiter konnten sich gemäß ihrer Fähigkeiten verändern, ihre Bedürfnisse wurden berücksichtigt, besonderes Engagement wurde anerkannt und wertgeschätzt.</p>
<p style="text-align: left;">Obwohl sich in den Monaten an der objektiven Arbeitsbelastung nichts verändert hatte, wurde die <a href="http://www.cit-consult.de/cms/stimmungsanalyse.html" target="_blank">emotionale Bindung zum Unternehmen, das Vertrauen zueinander und die positive Stimmung</a> deutlich verbessert. Die Menschen wirkten teilweise wie befreit, was belegt, dass wir schon zufrieden sind, wenn wir merken, dass sich die Dinge zum Guten wenden. Dann entsteht das, was wir in so vielen Unternehmen vermissen: Die Loyalität zum Arbeitgeber und die emotionale Bindung zu dem Ort, an dem wir die meiste Zeit unserer Lebens verbringen: unserem Arbeitsplatz.</p>
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		<title>Liebeserklärung an Natur, Sinn und Wandel</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Apr 2011 13:55:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
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		<description><![CDATA[Ich sitze auf einer Klippe 300 Meter über dem tosenden Atlantik und schaue in den Sonnenuntergang. Während der Wind mir hemmungslos durch die Haare fährt, flute ich meine Lungen mit dieser unverbrauchten Frische. Inmitten der tosenden Elemente genieße ich die unendliche Kraft der Naturgewalten und lasse mir meine Zweifel, meinen Ärger, all meine Angespanntheit aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/Haus1.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-637" title="Haus" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/Haus1.gif" alt="" width="191" height="143" /></a>Ich sitze auf einer Klippe 300 Meter über dem tosenden Atlantik und schaue in den Sonnenuntergang. Während der Wind mir hemmungslos durch die Haare fährt, flute ich meine Lungen mit dieser unverbrauchten Frische. Inmitten der tosenden Elemente genieße ich die unendliche Kraft der Naturgewalten und lasse mir meine Zweifel, meinen Ärger, all meine Angespanntheit aus dem Hirn blasen. Ja, dieser Ort ist dazu geschaffen, frische Energie zu tanken, sich auf das Wesentliche zu besinnen und zur Demut zurück zu finden. In mir wächst der Wunsch, alle Menschen hierher einzuladen, die ihr Leben selbst bestimmen wollen, die auf der Suche nach <a href="http://www.cit-consult.de/cms/die-fuehrungskraft-als-visionaer.html" target="_blank">Alternativen und Visionen</a> sind oder die Sehnsucht spüren, sich für eine bessere Welt zu engagieren&#8230; Genau 10 Jahre ist es jetzt her, dass diese Idee geboren wurde. 10 Jahre habe ich geträumt, gearbeitet, geplant und gespart. Jetzt ist es so weit, jetzt ist die Zeit gekommen, dass ein Traum Realität werden kann. <span id="more-629"></span></p>
<p style="text-align: left;">Schon damals habe ich unser erstes Training <a href="http://www.cit-consult.de/cms/sinneswandel.html" target="_blank">&#8220;SinnesWandel&#8221;</a> auf der Kanareninsel La Palma angeboten, ein einwöchiger Selbsterfahrungs-Tripp in wilder Natur. Nur waren damals die Bedingungen ungünstig und es war nicht die Zeit der Besinnung, sondern die der Gier, der Panik und des Hasses. Trotz des Crash am Neuen Markt träumten Millionen weiter vom Reichtum durch Spekulationen und am 11. September verlor die westliche Welt ihren Mythos der Unverwundbarkeit. Terror, Krieg und Katastrophen provozierten Angst und Widerstand statt die Erkenntnis, auf einem falschen Weg zu sein. Es folgten der Tsunami 2004, die Finanzkrise 2007 und aktuell die Beben in Japan und der Gau in Fukushima.</p>
<p style="text-align: left;">Und jetzt scheint etwas anders als sonst. Erstmalig haben diese Katastrophen eine politische Konsequenz. Viele Menschen in Deutschland haben ihren Glauben an die Allmacht der Wissenschaft verloren und sind nicht mehr bereit, die Folgen als Gottgegeben hinzunehmen. Ist die Zeit gekommen, an unserer Einstellung und an der Ausrichtung unserer Gesellschaft etwas zu ändern? Es gilt, auf breiter Front einen Wertewandel zu vollziehen, unseren Größenwahn, unser Allmachtsdenken und unsere Geldgier zu überwinden. Zu lange haben wir darauf gesetzt, die Natur zu unterwerfen, zu vergewaltigen und auszubeuten und haben Ethik und Moral dabei vergessen.</p>
<p style="text-align: left;">Aber die Natur schlägt zurück und weist uns in unsere Schranken. Es ist Zeit, die Ausrichtung von Gesellschaft und Wirtschaft infrage zu stellen. Ist es möglich, unseren Wohlstand zu bewahren, ohne unseren Kindern eine verseuchte, vergiftete und überschuldete Welt zu hinterlassen? Wie bekommen wir unmoralische Wissenschaftler, kranke Konzernlenker und korrupte Politiker zum Einlenken? Wie bekommen wir die vielen Menschen dazu, sich eine eigene Meinung zu bilden statt für andere nur zu funktionieren?</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/Sitzkissen1.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-651" title="Sitzkissen" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/Sitzkissen1.gif" alt="" width="160" height="119" /></a>Mein Weg ist es, im Kleinen anzufangen. Unzählige Menschen sind mit ihrem Leben unzufrieden. Sie haben erfahren, dass die Gier nach Geld keine Erfüllung bringt, solange sie nicht wissen, wofür sie das tun. Immer mehr Menschen haben das Bedürfnis, sich als Teil der Natur zu fühlen, statt sie zu zerstören. Und immer mehr sind bereit, dafür auch Verzicht zu üben.</p>
<p style="text-align: left;">Ein solcher <a href="http://www.cit-consult.de/cms/sinneswandel.html" target="_blank">SinnesWandel</a> ist vielleicht nicht umsonst, aber er bringt eine ungeheure Befriedigung mit sich. Eine Befriedigung, die ich immer in der Natur von La Palma spüre. Eine Insel, die Dank ihres Individualtourismus noch unberührt und naturverbunden scheint. Wo die Menschen die Macht der Natur und die Kräfte der Elemente zu respektieren gelernt haben und danach leben. Demütig, bescheiden und glücklich.</p>
<p style="text-align: left;">Für mich ist La Palma einer der letzten Flecken Europas, die die Kraft haben, uns zur Besinnung zu bringen und zum Umdenken zu bewegen. Meine Liebe zu dieser Insel und zu den dort lebenden Menschen hat uns bewogen, hier einen Ort zu schaffen, an dem Besinnung, Neuanfang und Aufbruch möglich sind: Ein Ferien- und Seminarhaus am Steilufer der Westküste mit Blick über den Atlantik. Ein Ort wo wir ungestört arbeiten und die Natur genießen können.</p>
<p style="text-align: left;">&#8220;Nichts ist stärker als eine Idee, deren Zeit gekommen ist&#8221; soll Victor Hugo gesagt haben. Wir haben 10 Jahre darauf hingearbeitet. Jetzt scheint die Zeit gekommen.</p>
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		<title>Es trifft immer die Falschen!</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Feb 2011 17:16:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Besondere Gefühle]]></category>
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		<description><![CDATA[Gestern haben wir einen lieben Menschen verabschieden müssen, der immer für andere da war und an sich selbst zuletzt gedacht hat. Sie war engagiert bis zum Umfallen, hilfsbereit bis zu Selbstverleugnung und großzügig, wenn es um ihre Mitmenschen ging. Aber sich selbst hat sie nichts gegönnt, hat ein bescheidenes, zurückgezogenes Leben geführt ohne Höhepunkte, ohne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/02/Grace-Winter_pixelio.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-548" title="Grace-Winter_pixelio" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/02/Grace-Winter_pixelio.gif" alt="" width="108" height="86" /></a>Gestern haben wir einen lieben Menschen verabschieden müssen, der immer für andere da war und an sich selbst zuletzt gedacht hat. Sie war engagiert bis zum Umfallen, hilfsbereit bis zu Selbstverleugnung und großzügig, wenn es um ihre Mitmenschen ging. Aber sich selbst hat sie nichts gegönnt, hat ein bescheidenes, zurückgezogenes Leben geführt ohne Höhepunkte, ohne wirklichen Urlaub, ohne Herausforderungen und ohne echte Lebensträume. Ihr plötzlicher und unerwarteter Tod führte viele Menschen zusammen, die sich in der gemeinsamen Trauer die gleichen Fragen stellten: Warum sie? Warum wird eine so gutmütige Frau mitten aus ihrem Leben gerissen? Und hätten wir das verhindern können?<span id="more-547"></span></p>
<p style="text-align: left;">Ich kannte sie schon fast 20 Jahre und sie war verlässlicher als jeder andere Mensch in meinem Bekanntenkreis. Ihre liebenswürdige Art und ihre bedingungslose Hilfsbereitschaft waren ehrlich gemeint, wurden mir aber gelegentlich auch unangenehm, weil ich ihr Vertrauen nie wirklich gewinnen konnte. Wenn es um meine Gefühle ging, wurde ich mit Trost überschüttet, den ich gar nicht wollte. Ging es um ihre Gefühle, lachte sie gern darüber hinweg und zog sich in ihr Schneckenhaus zurück. Ihre Art zu Geben war der Versuch, die Zuneigung ihrer Mitmenschen zu gewinnen, deren Nähe sie aber nicht wirklich zulassen konnte.</p>
<p style="text-align: left;">Die Menschen, die ihr näher standen, vor allem ihre Familienangehörigen, wussten um ihr mangelndes Durchsetzungsvermögen, die Mutlosigkeit ihre Alltagsprobleme zu lösen und ihre großen Lebensängste. Sie halfen ihr so gut sie es vermochten und taten damit wohl genau das Falsche. Indem sie immer für sie da waren, wenn es darauf ankam, wichtige Entscheidungen für sie trafen und für vieles Verantwortung übernahmen, nahmen sie ihr die Chance, sich durchbeißen zu müssen und an den täglichen Herausforderungen zu wachsen.</p>
<p style="text-align: left;">Das, was so liebevoll gemeint war, verhinderte nachhaltig, dass sie Selbstsicherheit und Selbstwertgefühl entwickeln konnte. Auch als erwachsene Person war sie über alle Maßen von der Zuwendung ihrer Familie abhängig. Sie war ein Mensch, der nie gelernt hatte, die eigenen Bedürfnisse zu respektieren und sich selbst zu lieben. Aus einem inneren Gefühl des Defizits entstand die Angst, nicht zu genügen und daraus der Zwang noch mehr zu gefallen. Ihre Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft wurden zu bitteren Hilferufen nach der Zuwendung, die sie sich selbst nicht geben konnte.</p>
<p style="text-align: left;">Viele ihrer Mitmenschen, auch Kollegen wussten damit nicht umzugehen, und die daraus entstehende Distanz interpretierte sie als Ablehnung oder Mobbing. Immer seltener konnte sie sich aus der Spirale von Hilfsbereitschaft und Demütigung befreien. Jede Form professioneller Hilfe lehnte sie ab, denn sie war unfähig, sich selbst und ihre Schmerzen ernst zu nehmen.</p>
<p style="text-align: left;">Zwei Wochen lang unterdrückte sie mit Tabletten ihre Magenschmerzen statt zum Arzt zu gehen. Als schließlich der Notarzt kommen musste, weigerte sie sich, ins Krankenhaus gefahren zu werden. Als sie 24 Stunden später einer Notoperation unterzogen wurde, war es bereits zu spät: Sie starb an akuter Entzündung der Bauchspeicheldrüse, dem Organ, das wie kein anderes für das Gleichgewicht von <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3809423777/ref=s9_simh_gw_p14_d3_i1?pf_rd_m=A3JWKAKR8XB7XF&amp;pf_rd_s=center-2&amp;pf_rd_r=0XM4Q1V3ZD82KQK5B5HR&amp;pf_rd_t=101&amp;pf_rd_p=463375173&amp;pf_rd_i=301128" target="_blank">&#8220;Geben und Nehmen&#8221;</a> im Leben steht. Die Entzündung hatte die Durchblutung ihrer inneren Organe so gestört, dass viele bereits abgestorben waren. So wurde ihr Tod zum Symbol für ihr ganzes Leben, in dem das Verhältnis von Liebe geben und Liebe annehmen so aus dem Gleichgewicht war.</p>
<p style="text-align: left;">Und ich frage mich, was hat es für einen Sinn, dass es so oft die Menschen trifft, die sich für andere aufopfern? Wir sagen: Es trifft die Falschen. Es sind nicht die, die vom Glück verfolgt werden. Es sind die, die zu leiden gelernt haben! Aber warum ist das so?</p>
<p style="text-align: left;">Wenn wir etwas daraus lernen können, dann ist es die Tatsache, dass es nicht im Sinne der Natur ist, sich selbst zu verleugnen. Wir dürfen uns selbst am nächsten sein, ja, es ist sogar unsere Pflicht! Denn wer für andere da sein will, muss das aus einer inneren Stärke heraus tun, um nicht zu verbrennen. Wir müssen Selbstsicherheit, Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl entwickelt haben, um anderen davon abgeben zu können.</p>
<p style="text-align: left;">Der erste und wichtigste Schritt auf diesem Weg ist es, die eigenen Bedürfnisse zu erkennen, sie wertzuschätzen und den Mut zu entwickeln, für deren Umsetzung zu kämpfen. Jeder von uns muss diesen Weg alleine gehen. Wer sich helfen lässt, kann in sich selbst keine Sicherheit finden, sondern wird sich weiter von anderen abhängig fühlen. Erst auf der Basis deiner persönlichen Erfolge kannst du das notwendige Selbstvertrauen entwickeln. Erst wenn du dir selbst vertraust, kannst du anderen vertrauen. Vertrauen ist die Voraussetzung für ein gesundes Geben und Nehmen. Erst aus Vertrauen heraus kann sich Verständnis, Nähe und Liebe entwickeln.</p>
<p style="text-align: left;">Und echte Liebe entsteht erst aus der Liebe zu dir selbst, dem inneren Gefühl, es dir selbst Wert zu sein. Nur das, was du dir selbst zu geben bereit bist, kannst du auch von Herzen anderen geben. Um andere Menschen zu lieben, muss du keine Opfer bringen oder dich demütigen. Liebe ist etwas Wertvolles und Stolzes. Sie bleibt auf Augenhöhe mit den Mitmenschen. Jeder Versuch, sich über den anderen zu stellen oder sich ihm zu unterwerfen, macht Liebe unmöglich.</p>
<p style="text-align: left;">Vielleicht ist es das, was sie dir sagen wollte: Nimm die eigenen Bedürfnisse ernst! Lebe dein Leben statt es für andere zu opfern! <a href="http://www.cit-consult.de/cms/mit-gefuehl-zu-mehr-erfolg.html" target="_blank">Suche deinen inneren Reichtum</a>, statt es anderen Recht zu machen! Fang damit an, bevor es zu spät ist! Der Tod ist schneller als du denkst.</p>
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		<title>Martin Luther und Stuttgart 21</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Nov 2010 15:21:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Besondere Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf meinen letzten Newsletterartikel erhielt ich so emotionale Mails, dass ich die Diskussion hier im EmotionBlog gern weiter führen möchte. Hier mein Beitrag:
Am 31.10.1517, schlug der Mönch Martin Luther seine 95 Thesen an das Tor der Schlosskirche in Wittenberg und leitete damit die Reformation der Kirche ein. In diesen Thesen widersprach er der offiziellen Meinung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/11/Luther.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-391" title="Luther" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/11/Luther.gif" alt="" width="87" height="110" /></a>Auf meinen letzten Newsletterartikel erhielt ich so emotionale Mails, dass ich die Diskussion hier im EmotionBlog gern weiter führen möchte. Hier mein Beitrag:</p>
<p style="text-align: left;">Am 31.10.1517, schlug der Mönch Martin Luther seine 95 Thesen an das Tor der Schlosskirche in Wittenberg und leitete damit die Reformation der Kirche ein. In diesen Thesen widersprach er der offiziellen Meinung des Vatikan, durch Ablassbriefe könne man sich von seinen Sünden freikaufen. Die Vergebung der Sünden war für ihn als Theologen nur Gott vorbehalten. Die Vorstellung, die Reichen könnten sich die Gunst Gottes erkaufen, während die Armen in Sünde leben müssen, war mit seinem Glauben an Moral und Anstand nicht zu vereinbaren und es widersprach dem Gerechtigkeitssinn des Volkes. <strong>Heute, fast 500 Jahre später, erleben wir eine durchaus vergleichbare Situation&#8230;</strong><span id="more-390"></span></p>
<p style="text-align: left;">So rücksichtslos wie die Kirche vor 500 Jahren ihre Macht gegenüber Königen und Fürsten ausspielte, so groß ist heute der Einfluss der Wirtschaft auf die Mächtigen der Politik. Für die wirtschaftlichen Interessen der Lobbyisten werden Kriege geführt, Pandemien heraufbeschworen und an der Börse spekuliert. Was vor 500 Jahren die Ablassbriefe waren sind heute die spekulativen Fonds, die aus den Sünden kranker Unternehmen, verschuldeter Staaten, Terroranschlägen und Naturkatastrophen hemmungslos Profit schlagen.</p>
<p style="text-align: left;">Es ist dermaßen perfide, dass sich viele Menschen scheuen, der Wahrheit ins Auge zu sehen. Aber seit der Finanzkrise 2009 werden die tragischen Machtverflechtungen zwischen Politik und Wirtschaft auch für den einfachen Bürger erkennbar. Da spekulieren unzählige Investmentbanker auch im Auftrag der Politik mit unseren Steuergeldern und den Immobilienschulden der ärmeren Bürger und nachdem der weltweite Schwindel geplatzt ist, werden die ruinösen Banken mit Milliardenkrediten gestützt, die verantwortlichen<br />
Täter erhalten millionenschwere Abfindungen oder machen einfach weiter, als wäre nichts gewesen. Geopfert werden immer die, die an die staatlich zertifizierten Lügen glauben. Die Zeche bezahlen dann die Steuerzahler, aber die Gewinne der Zocker bleiben weiterhin steuerfrei.</p>
<p style="text-align: left;">Selbstverständlich haben die Reichen und Mächtigen der Welt schon immer ihren Vorteil gesucht und ihren Einfluss geltend gemacht, um sich zu bereichern. Was aber neu ist, ist die unverfrorene Offenheit, mit der das geschieht. Trotz Demokratie und Gesetzgebung macht sich kaum noch einer die Mühe, sein skrupelloses Handeln zu vertuschen, weil die nationale Rechtsprechung keinen Zugriff mehr hat oder die Gesetzgeber vor den Lobbyisten zu Kreuze kriechen. Selbst gutwillige Staatenlenker haben nicht den Mut und die Macht,<br />
das System zu reformieren. Rentenreform? Steuerreform? Gesundheitsreform? Unmöglich.</p>
<p style="text-align: left;">Der mündige Bürger sieht es seit Jahren mit Grausen. Aber wie soll er sich wehren? Die meisten Themen sind für ihn so unfassbar wie für die Politiker. Da kommt Stuttgart 21 wie gerufen. Im stillen verwöhnten Baden Württemberg geht es &#8220;nur&#8221; darum, einen unscheinbaren Sackbahnhof unter die Erde zu verlegen, um der Stadt mehr Raum zu geben. Scheinbar eine Idee mit Zukunft, der alle Parteien zugestimmt haben.</p>
<p style="text-align: left;">Aber im Kleinen zeigt sich, was uns im Großen auf die Palme bringt: Die Politik argumentiert mit völlig überholten Zahlen, die Bürger werden nicht gefragt, sollen aber mit ihren Steuern die Zeche zahlen und entschieden wird für die Interessen der Spekulanten, die sich die frei werdenden Grundstücke schon unter den Nagel gerissen haben. An Stuttgart 21 wird greifbar, dass die Inhaber der Macht längst ihr<br />
Süppchen ohne den Wähler machen. Unsere Demokratie ist längst zu einer Verwaltungsaristokratie verkommen. Wer sich in diesem System nicht auskennt, hat seine Rechte verspielt. Ist das so einfach?</p>
<p style="text-align: left;">Viele Stuttgarter sagen: Nein. Und das sind keine linken Rowdies, die dort auf die Straße gehen, sondern Oma und Opa von nebenan. Die schweigende Mehrheit hat genug vom Stillhalten. Hier geht es nicht nur um einen Bahnhof, sondern darum, dass die Menschen ernst genommen werden wollen. Die Demonstranten wollen nicht immer nur das Opfer sein. Sie wehren sich dagegen, dass Geld alle Mittel heiligt.</p>
<p style="text-align: left;">&#8220;Und wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Fegefeuer springt&#8230;&#8221; Das war der Werbespruch des Vatikan für die Ablassbriefe vor 500 Jahren. Auch wenn wir heute nicht mehr an den Sündenerlass glauben, so hat die sinnentleerte Gier nach dem Geld auch heute den Glauben an Gott verdrängt. In einer solchen Gesellschaft bleiben Ideale, Werte und Moral immer mehr auf der Strecke. Das hat Martin Luther schon damals bewogen, diesen Schritt zu tun. Und heute ist es wieder Zeit für eine politische Reformation. Also, warten wir auf einen neuen Visionär, der seine Thesen an ein Tor nagelt und uns den Weg weist. <strong>Ist der Vergleich zu gewagt&#8230;?</strong></p>
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		<title>Das Seminarprogramm 2011 ist rund und raus!</title>
		<link>http://www.cit-consult.de/blog/emotionale-intelligenz/das-seminarprogramm-2011-ist-rund-und-raus/</link>
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		<pubDate>Wed, 03 Nov 2010 15:26:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Führungskompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeitsentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
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		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Stolz]]></category>
		<category><![CDATA[Überzeugung]]></category>

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		<description><![CDATA[Für 2011 haben wir uns besonders viel vorgenommen: Unser bisheriges Seminarprogramm soll durch neue, zeitgemäße Themen und junge, engagierte Kollegen ergänzt werden und sich in einem frischen, modernerem Layout präsentieren. Das waren so viele Baustellen auf einmal, dass wir über zehn Wochen für die Koordination aller Termine und die Produktion der Flyer gebraucht haben. Aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/11/EQ-Flyer.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-372" title="EQ-Flyer" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/11/EQ-Flyer.gif" alt="" width="100" height="200" /></a>Für 2011 haben wir uns besonders viel vorgenommen: Unser bisheriges Seminarprogramm soll durch neue, zeitgemäße Themen und junge, engagierte Kollegen ergänzt werden und sich in einem frischen, modernerem Layout präsentieren. Das waren so viele Baustellen auf einmal, dass wir über zehn Wochen für die Koordination aller Termine und die Produktion der Flyer gebraucht haben. Aber ich denke, der Aufwand hat sich gelohnt.</p>
<p style="text-align: left;">Anfang dieser Woche sind die druckfrischen Flyer an über 2000 Firmen, Kunden und Teilnehmer in Deutschland und angrenzenden Staaten versandt worden. Und im Internet findet ihr zu jedem Training eine eigene ausführliche PDF-Datei mit allen wichtigen Infos sowie einem Anmeldeformular. Das ist nicht nur neu, es ist auch übersichtlicher und zeitgemäßer als die alten PDFs der gedruckten Flyer.<span id="more-371"></span></p>
<p style="text-align: left;">Was gleich geblieben ist, das sind die 3 bewährten Seminarreihen:<br />
• Führungskompetenz – mit weiterhin 5 Seminaren, aber dem neuen Thema: Führen mit Visionen<br />
• Emotionale Intelligenz – jetzt aber mit 4 statt bisher drei Persönlichkeitstrainings und<br />
• Humor und Persönlichkeit – mit einem neuen Einstiegsseminar von Miklas Wrieden: Spontanität leben</p>
<p style="text-align: left;">Alles in allem scheint mir das neue Programm rundum gelungen. Aber vielleicht habt ihr noch Verbesserungsvorschläge? Hier kommt ihr direkt <a href="http://www.cit-consult.de/cms/offene-trainings.html" target="_blank">zur Infoseite mit den PDFs</a> und wer die gedruckten Flyer zugeschickt bekommen möchte schickt einfach eine Mail an info@cit-consult.de</p>
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		<title>Das Buch ist da!</title>
		<link>http://www.cit-consult.de/blog/besondere-gefuehle/das-buch-ist-da/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Sep 2010 16:25:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Besondere Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Führungskompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeitsentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Begeisterung]]></category>
		<category><![CDATA[Emotion]]></category>
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		<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
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		<description><![CDATA[Endlich ist es so weit: Mein Buch – Emotionale Intelligenz in der Mitarbeiterführung – ist seit 3 Tagen auf dem Markt. Und wie fühlt es sich an, wenn man nach Monaten des Schreibens, des Korrigierens und des Wartens das erste Exemplar des eigenen Buches in Händen hält&#8230;? Es ist eine Mischung aus Neugier, Stolz und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/Cover2.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-350" title="Emotionale Intelligenz in der Mitarbeiterfuehrung" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/09/Cover2.gif" alt="" width="100" height="142" /></a>Endlich ist es so weit: Mein Buch – Emotionale Intelligenz in der Mitarbeiterführung – ist seit 3 Tagen auf dem Markt. Und wie fühlt es sich an, wenn man nach Monaten des Schreibens, des Korrigierens und des Wartens das erste Exemplar des eigenen Buches in Händen hält&#8230;? Es ist eine Mischung aus Neugier, Stolz und Zweifel&#8230; einerseits dem Lohn der Arbeit nachzuspüren, im Lesen die eigenen Gedanken wieder zu finden – andererseits der Zweifel, ob ich auf nur 180 Seiten der Komplexität des Themas wirklich gerecht werden konnte. <span id="more-343"></span><!--more-->Mir war wichtig, meine Leser auf die Reise zur eigenen emotionalen Entwicklung mitzunehmen. Jeder sollte für sich und seine Lebensführung aus diesem Buch seine Erkenntnisse ziehen können, nicht nur Führungskräfte sondern alle, die ein selbstverantwortliches Leben führen wollen. Ob mir das gelungen ist, können Sie nur selbst beurteilen. Damit Sie sich selbst einen ersten Eindruck verschaffen können, haben wir einen <a href="http://www.book2look.de/CommentsLists.aspx?id=VCCQssUW4f" target="_blank">Link zur Online Plattform book2look</a>, wo Sie unverbindlich blättern sowie Kommentare und Empfehlungen schreiben können. Prima Idee finde ich&#8230;</p>
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		<title>Endspiel</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 14:56:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>polo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Besondere Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Begeisterung]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Stolz]]></category>
		<category><![CDATA[Toleranz]]></category>

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		<description><![CDATA[Also eigentlich interessiere ich mich überhaupt nicht für Fußball. Aber wir verbringen gerade unseren Sommerurlaub in Spanien und seit 3 oder 4 Tagen schießen hier die rot-gelb-roten Fahnen nur so aus dem Boden. An Autos, an Balkonen, an Rucksäcken und an Bäumen weht jetzt plötzlich die spanische Flagge, die man sonst nur aus verstaubten Amtszimmern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Kiosco2.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-324" title="Kiosco" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Kiosco2.gif" alt="" width="150" height="100" /></a>Also eigentlich interessiere ich mich überhaupt nicht für Fußball. Aber wir verbringen gerade unseren Sommerurlaub in Spanien und seit 3 oder 4 Tagen schießen hier die rot-gelb-roten Fahnen nur so aus dem Boden. An Autos, an Balkonen, an Rucksäcken und an Bäumen weht jetzt plötzlich die spanische Flagge, die man sonst nur aus verstaubten Amtszimmern kennt.<span id="more-314"></span></p>
<p style="text-align: left;">Also beschließen wir, das Endspiel gemeinsam mit den begeisterten Spaniern in einer Bar zu erleben. Genauso müssen auch alle Holländer auf der Insel gedacht haben. Die kleinen Bars und Restaurants an der Strandpromenade sind völlig überfüllt. Erst in der Halbzeitpause ergattern wir  einen Tisch mit Blick auf einen der Bildschirme. Die Stimmung ist super, auch wenn wir auf die Entfernung nicht viel erkennen können. Schon am <em>no</em> oder <em>arriba</em> der Spanier und den gegensätzlichen <em>mooi</em> oder <em>nee </em>der Niederländer ist zu erkennen, wie sich das Spiel entwickelt. Aber was soll&#8217;s — es stört ja auch niemanden, dass die Kellner oft sprachlos mit ihren Gläsern und Tellern vorm Fernseher stehenbleiben.</p>
<p style="text-align: left;">Als dann wenige Minuten vor Schluss der Verlängerung das einzige Tor fällt, sind die Spanier nicht mehr zu halten und die große Party beginnt. Wo konnten die Spanier nur so schnell so viele rote Trikots und noch viel mehr Flaggen auftreiben, in die sie sich selbst auch noch einwickeln? Dabei fällt kein abfälliges Wort über die Verlierer des Spiels. Alle werden in den Freudentaumel mit einbezogen. Auch wir, die wir eindeutig als Nicht-Spanier zu erkennen sind, können gar nicht anders als hier mit der ganzen spanischen Nation mitzufeiern.<a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Torro2.gif"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-320" title="Torro2" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Torro2-150x134.gif" alt="" width="150" height="134" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Es wurde noch ein lange Nacht und meine Begeisterung für diesen völlig unverkrampften Patriotismus der Spanier will gar nicht aufhören. Ist das jetzt das Sommermärchen, das die Deutschen erstmals vor 4 Jahren erlebten? Was so eine WM doch alles bewirken kann!! Vielleicht ist Fußball doch gar nicht so übel?!</p>
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