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	<title>EmotionBlog &#187; Leistungsdruck</title>
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		<title>Loyal oder integer?</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 18:57:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
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		<description><![CDATA[In Jeans und offenem Sakko steht er vor mir, reicht mir die Hand zur Begrüßung. Sein Blick ist offen, aber unstet. Blitzschnell erfasst er die Details in der für ihn ungewohnten Umgebung. Kurzer Smalltalk am röhrenden Kaffeeautomaten, bevor wir mit den dampfenden Tassen in mein Giebelzimmer steigen. Sein Blick schweift durch die Glasfront in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/BrandtMarke1.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-1114" title="BrandtMarke" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/BrandtMarke1.gif" alt="" width="99" height="121" /></a>In Jeans und offenem Sakko steht er vor mir, reicht mir die Hand zur Begrüßung. Sein Blick ist offen, aber unstet. Blitzschnell erfasst er die Details in der für ihn ungewohnten Umgebung. Kurzer Smalltalk am röhrenden Kaffeeautomaten, bevor wir mit den dampfenden Tassen in mein Giebelzimmer steigen. Sein Blick schweift durch die Glasfront in die Natur und kommt langsam zur Ruhe. &#8220;Wo Sie arbeiten, möchten andere gerne Urlaub machen!&#8221; In seinem Lachen schwingt eine Spur Schmerz und Sehnsucht mit. Und dann beginnt er zu erzählen&#8230;<span id="more-1109"></span></p>
<p style="text-align: left;">Er ist ein erfolgreicher Marketing-Mann in leitender Position. Er liebt seinen Beruf, die Möglichkeit etwas zu bewegen, Einfluss zu nehmen. Er arbeitet viel, 60 Stunden die Woche. Seine Familie hat sich damit arrangiert. Er verzichtet gern auf Teile seines Privatlebens,&#8230; solange er sich mit seinem Handeln identifizieren kann. Seit längerem hat er damit seine Probleme, sein Frust ist gestiegen. Zu vieles läuft für ihn schief. Er beißt sich durch, aber es fällt ihm schwer, sich täglich aufs Neue zu motivieren.</p>
<p style="text-align: left;">Wir schauen hin, was ihn so viel Kraft kostet. Er ist ein aufrichtiger Charakter, einer, der zu seinem Wort steht und nach klaren Prinzipien und Wertevorstellungen handelt. Menschen, die keine eigene Meinung haben und ihr Fähnchen nach dem Wind richten, nennt er &#8220;Schleimer&#8221;. So möchte er nie sein, persönliche Integrität ist ihm wichtig.</p>
<p style="text-align: left;">Andererseits hat die Angst in seinem Arbeitsumfeld zugenommen. Der Kampf um die Märkte wird härter. Da ist jeder angehalten, Kompromisse zu machen. Die Zielvorgaben der Geschäftsleitung sind brutal und auf gradlinigem Weg nicht zu erreichen. Er fühlt sich gezwungen, Mittel einzusetzen, die gegen seine persönlichen Wertevorstellungen verstoßen. Er ist ein loyaler Mitarbeiter, der alles für den Erfolg seines Unternehmens tut, aber er hat das Gefühl, sich dafür selbst aufgeben zu müssen.</p>
<p style="text-align: left;">Das ist es, was ihn langsam ausbrennen lässt: der Konflikt zwischen zwei seiner wichtigen Grundwerte: der persönlichen Integrität und der Loyalität zum Arbeitgeber. Beides scheint für ihn nicht mehr vereinbar. Aber muss er das eine aufgeben, um das andere erfüllen zu können?</p>
<p style="text-align: left;">Mein Coachee ist mit diesem inneren Konflikt nicht allein. Unzählige Arbeitnehmer leben unter dem Zwang, ihre Pflichten nicht mit ihren Werten und Bedürfnissen in Einklang bringen zu können. Besonders für die mittleren Führungsebenen ist es eine Herausforderung, Loyalität und Integrität zu wahren, zwischen dem Leistungsdruck von oben und der Verantwortung für die eigenen Mitarbeiter. Das heißt einerseits sich mit den Unternehmenszielen zu identifizieren, die Mitarbeiter zu unterstützen, zu motivieren, immer aufs Neue herauszufordern, sie andererseits aber auch zu schützen und den Vorgesetzten gegenüber notwendige Grenzen aufzuzeigen.</p>
<p style="text-align: left;">In einer solchen Sandwich-Position eine persönliche Balance zu finden fordert einen starken Charakter, Mut, Selbstbewusstsein und Authentizität. Wer da nicht klar und sicher auftritt, wirkt schnell wie ein Spielball der äußeren Ereignisse und verspielt seine Autorität. In kritischen Zeiten ist es deshalb sinnvoll, sich einen unabhängigen und professionellen Gesprächspartner als <a href="http://www.cit-consult.de/cms/coaching.html" target="_blank">Coach</a> zu suchen. Auch <a href="http://www.cit-consult.de/cms/offene-trainings.html" target="_blank">Trainings</a> können helfen, die eigenen emotionalen Befindlichkeiten zu hinterfragen, eine konstruktive Einstellung zu entwickeln oder wichtige Entscheidungen zu treffen.</p>
<p style="text-align: left;">Nur eins muss klar sein: Für den Konflikt zwischen Loyalität und Integrität gibt es keine universelle Lösung. Unserem Marketing-Mann ist es in wenigen Sitzungen gelungen, eine konstruktive Einstellung zu seinen Arbeitsbedingungen zu finden. Mit mehr Klarheit und der Bereitschaft, seine persönlichen Grenzen zu definieren und gegenüber seinen Vorgesetzten zu vertreten, hat er wieder auf die Siegerstraße zurück gefunden. Das ist sein persönlicher Weg, der aber nicht für andere Gültigkeit haben muss.</p>
<p style="text-align: left;">Letztendlich ist nicht wichtig, welchen Weg man geht. Entscheidend ist, dass man sich nicht seinem scheinbaren Schicksal ergibt, sondern sich aufmacht, sich hinterfragt und die Initiative ergreift. In diesem Sinne schließe ich mit einem Zitat von Klaus Kobjoll: Machen Sie es gut, aber machen Sie es bald!</p>
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		<title>Gefühlsklug</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 19:40:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula Bemmann-Wöschler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
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		<description><![CDATA[Was bringt mir emotionale Intelligenz? In meinem Streben, erfolgreich meine Frau zu stehen, mich durchzusetzen, pünktlich meine Arbeitsaufgaben zu meistern, die irgendwie immer zu viele auf einmal sind, können aufkommende Gefühle der Überforderung, Zukunftsängste oder Schuldgefühle ganz schön nerven. Ich bin gestresst, muss durchhalten, funktionieren. Also Zähne zusammen beißen und Emotionen runter schlucken, sonst&#8230; 
&#8230;sonst, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Flexibilitaet.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-1048" title="Flexibilitaet" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Flexibilitaet.gif" alt="" width="110" height="94" /></a>Was bringt mir emotionale Intelligenz? In meinem Streben, erfolgreich meine Frau zu stehen, mich durchzusetzen, pünktlich meine Arbeitsaufgaben zu meistern, die irgendwie immer zu viele auf einmal sind, können aufkommende Gefühle der Überforderung, Zukunftsängste oder Schuldgefühle ganz schön nerven. Ich bin gestresst, muss durchhalten, funktionieren. Also Zähne zusammen beißen und Emotionen runter schlucken, sonst&#8230; <span id="more-1038"></span></p>
<p style="text-align: left;">&#8230;sonst, was? Dieser Frage auf den Grund zu gehen, habe ich jetzt aber leider keine Zeit. Vielleicht morgen, übernächste Woche oder wenn mal wieder „Luft“ dafür sein sollte. Ich scheine kein Einzelfall zu sein. Gehe ich vor die Tür, sehe ich viele Gleichgesinnte – mir kommen die grauen Männer aus „Momo“ in den Sinn. Ist es heute nur das fahle Novemberlicht, das mich all die mit mir hastenden Menschen in Schleiergrau erscheinen lässt? Keiner von uns hat Lust mit einem anderen zu reden, selbst ein flüchtiges „Guten Morgen“ geht den meisten fast über ihre Kraft. Um mich herum verschlossene, zusammengekniffene Münder, die Lippen zu dünnen Strichen mutiert, die Augen in die Ferne gerichtet – oder auf Text fixiert. Ich schaue in die Runde. Keiner der körperlich Anwesenden ist hier. Alle sind woanders, in sich gekehrt, schotten sich ab vom Hier und Jetzt. So sehr ich mich auch mühe, ich kann in den Gesichtern nicht mehr lesen, wie es dem Einzelnen wirklich geht. Also schaue ich aus dem Fenster und erschrecke vor der harten Maske meines Spiegelbildes.</p>
<p style="text-align: left;">Eine Gesellschaft im Erschöpfungszustand und dennoch weiter in Bewegung und die Beschleunigung scheint zuzunehmen. Wir sind fast immer in Zeitnot und sehen uns ständig neuen Erwartungen gegenüber. Alles ist möglich, aber die scheinbar grenzenlosen Wahlmöglichkeiten lassen uns einfach nicht mehr zur Ruhe kommen. Jede Entscheidung kann ein Fehler sein – ein kleiner oder auch ein großer. Gefühlte Unsicherheit macht sich breit und unsere Ängste nehmen zu. Eine ganz natürliche biologische Reaktion auf Unübersichtlichkeit und Reizüberflutung, wie bei dem Psychoanalytiker <a title="Schmidbauer" href="http://www.wolfgang-schmidbauer.de/" target="_self">Wolfgang Schmidbauer</a> zu <a title="Geo Wissen" href="http://www.geo.de/GEO/heftreihen/geo_wissen/70123.html" target="_self">lesen</a> ist. Doch statt sich Auszeiten zu nehmen, um durchzuatmen, den Angstgefühlen auf den Grund zu gehen und sich neu zu orientieren, beißen mehr und mehr Menschen die Zähne zusammen, schlucken ihre Gefühle runter und hasten weiter. Mein Mann kann ein Lied davon singen. Er fertigt in seiner Praxis immer häufiger Zahnschienen an, damit die vielen Zähne-Zusammen-Beißer und Zähne-Knirscher sich wenigstens nachts etwas entspannen können.</p>
<p style="text-align: left;">Trotz ausgeklügelter Techniken, optimalem Zeitmanagement und hoher Verstandesleistung will uns das Leben einfach nicht leichter von der Hand gehen. Wir erhöhen zwar ständig unsere Effizienz, Zufriedenheit oder das Gefühl von innerer Sicherheit wollen sich dadurch jedoch nicht einstellen. Wir können perfekt vorbereitet sein und dennoch sind wir nicht vor Überraschungen gefeit. Wir können unser Familienleben perfekt geplant haben und bleiben dennoch kinderlos. Wir haben uns alles über Selbstführung und Konfliktaustragung angeeignet und brechen dennoch immer wieder an der gleichen Stelle ein. Es nützt uns scheinbar nichts, rein sachlich an Entscheidungen heran zu gehen und unsere Karrieren oder unser Privatleben nur nach der Logik und Sachzwängen auszurichten.</p>
<p style="text-align: left;">Ganz im Gegenteil. Unsere Emotionen spielen für unser Verhalten und dem Gefühl emotionaler Sicherheit eine entscheidende Rolle. Sie lenken unsere Aufmerksamkeit auf die wichtigen Aspekte unseres Lebens. Sie helfen uns, uns an gelernte Erfahrungen zu erinnern. Sie unterstützen uns bei der Sortierung der unzähligen Sachargumente, die unser Intellekt vor einer Entscheidung erarbeitet hat.</p>
<p style="text-align: left;">Nur dafür muss ich sie erst wieder wahrnehmen und für mich deuten können. Das gelingt mir jedoch nicht, wenn ich mit meiner Aufmerksamkeit oder Sorge immer nur in der Zukunft bin. Das gelingt mir auch nicht, wenn ich ständig im Tun bin oder mich zwinge, in der mir (von außen oder von mir selbst) zugedachten Rolle zu funktionieren, ohne die dahinter stehende Motivation zu hinterfragen.</p>
<p style="text-align: left;">An Tagen, an denen ich mich vor der Maske in meinem Gesicht erschrecke, spüre ich mich kaum noch. Wenn ich Glück habe, fühle ich meine Verspannungen im Rücken, mein inneres Getriebensein oder mein Gedankenkarussell, das nicht aufhören will, sich immer um das gleiche Thema zu drehen. Mittlerweile nehme ich diese Signale als Hinweiszeichen, dass ich langsam in eine Schieflage gerate. Dann versuche ich bewusst für einen Moment innezuhalten. Selten komme ich sofort auf die genaue Ursache, aber immer ist es so, dass meine Selbststeuerung „versagt“ – Ich bin zu sehr im Kopf (bin übersteuert) oder hänge in alten Emotionen (basierend auf meinen bisherigen Erfahrungen) fest, die mich steuern. Auf jeden Fall arbeiten Verstand und Gefühl nicht miteinander, sondern das eine hat das andere „lahm“ gelegt und die alleinige Regie übernommen. Kein Wunder, dass hierunter dann auch meine Motivation leidet, denn ich verliere an innerer Sicherheit und innerer Orientierung. Verbleibe ich in dieser Einseitigkeit, bleibt mir nichts anderes übrig, als vermeintliche Absicherungen im Außen zu suchen.</p>
<p style="text-align: left;">Nehme ich mir jedoch die Zeit, mich bewusst in mich einzufühlen und meine Wahrnehmung an der realen Situation im Hier und Jetzt zu prüfen, werde ich mindestens zwei Alternativen finden, wie ich mich erfolgreich verhalten kann. Ich werde erkennen, ob meine Gefühle aus der Situation entstanden oder von schlechten früheren Erfahrungen herrühren und ich werde erkennen, ob das vermeintlich logisch richtige auch emotional zur entsprechenden Situation passt. Dann brauche ich dieser Erkenntnis nur noch vertrauen: ich werde die für mich richtigen Worte, die für mich richtige Tonlage, den für mich richtigen Gesichtsausdruck und das für mich richtige Verhalten finden. Und alle um mich herum werden dies als „stimmig“ und authentisch ebenfalls spüren.</p>
<p style="text-align: left;">Das bringt mir emotionale Intelligenz: ich gewinne innere Sicherheit und Entscheidungsstärke – ich erhöhe meine Selbstwirksamkeit. Ich bin nicht länger die Getriebene, ich treibe die Dinge an oder ich lasse die Dinge auch einmal ruhen. Denn am klügsten handeln wir, wenn wir Rationalität und Emotionen Hand in Hand gehen lassen, d.h. wenn wir unsere Gedanken von Gefühlen lenken lassen und unsere Gefühle wiederum vom Verstand auf die derzeitige Situationsadäquatheit hin überprüfen. Wir werden „gefühlsklug“ oder verhalten uns nach <a title="EQ" href="http://www.amazon.de/EQ-Emotionale-Intelligenz-Daniel-Goleman/dp/3423360208#reader_3423360208" target="_self">Goleman</a> „<a title="EQ-Training" href="http://www.cit-consult.de/cms/mit-gefuehl-zu-mehr-erfolg.html" target="_self">emotional intelligent</a>“.</p>
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		<title>It&#8217;s the Mind not the Money!</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 13:40:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Wie geht&#8217;s dir?&#8221; frage ich einen alten Bekannten, den ich auf der Straße treffe. &#8220;Ach, es könnte mir 10.000 Euro besser gehen!&#8221; ist seine Antwort. Es ist witzig gemeint, aber ich kann darüber nicht lachen. Ich habe ja nicht nach seinen Einkommensverhältnissen gefragt, sondern nach seinem emotionalen Befinden! Es stört mich, dass er, wie so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Kurt-F.-Domnik.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-952" title="Kurt-F.-Domnik" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Kurt-F.-Domnik.gif" alt="" width="112" height="90" /></a>&#8220;Wie geht&#8217;s dir?&#8221; frage ich einen alten Bekannten, den ich auf der Straße treffe. &#8220;Ach, es könnte mir 10.000 Euro besser gehen!&#8221; ist seine Antwort. Es ist witzig gemeint, aber ich kann darüber nicht lachen. Ich habe ja nicht nach seinen Einkommensverhältnissen gefragt, sondern nach seinem emotionalen Befinden! Es stört mich, dass er, wie so viele Menschen in meiner Umgebung, seine Zufriedenheit so vom Finanziellen abhängig macht. Dabei kenne ich ihn als durchaus großzügigen Menschen mit anspruchsvollem Lebensstil. Gibt es da einen Zusammenhang zwischen permanenten Unzufriedenheit und mangelnder Bescheidenheit?<span id="more-951"></span></p>
<p style="text-align: left;">In meiner Arbeit begegne ich zahlreichen Menschen, die hoch dotierte Jobs haben und im Konsum schwelgen. Sie haben natürlich einen entsprechenden Lebensstandard, fahren ein Auto der Luxusklasse, wohnen im schicken Eigenheim und reisen häufig in exotische Länder. Aber ihr Job nimmt sie auch sehr in Anspruch. Sie arbeiten 60 bis 80 Stunden die Woche, leiden unter zahlreichen sozialen Verpflichtungen, wirken auf mich meist gestresst, überfordert und unzufrieden. Der erreichte Status und die selbst auferlegten Ansprüche scheinen sie eher zu belasten als zu befriedigen. Da wird verglichen, bewertet und die Messlatte wird immer höher gesetzt.</p>
<p style="text-align: left;">Aber ich lerne auch viele Menschen kennen, die in Bescheidenheit leben. Die Gesprächsthemen drehen sich um die Erziehung der Kinder, um persönliche Pläne, um Politik und soziale Verantwortung. Da geht es nicht um Status und Konsum, sondern vielmehr um den Stolz und die Freude mit Kreativität und persönlichem Einsatz etwas erreichen zu wollen. Man misst sich nicht am Erfolg des anderen, sondern solidarisiert sich im gegenseitigen Verständnis. Diese Menschen wirken auf mich viel glücklicher, auch wenn sie für ihr Leben kämpfen müssen und in der Regel mit weniger Geld auskommen.</p>
<p style="text-align: left;">Beide Charaktere sind auf ihre Weise ganz liebenswerte Menschen, aber scheinen in völlig unterschiedlichen Welten zu leben. Was ihr Wesen so verschieden macht, das sind ihre Wertevorstellungen. Für die ewig Unzufriedenen spielen Besitz, Status, Wettbewerb und Kampf eine viel größere Rolle als für die Bescheidenen. Sie beziehen ihr Selbstwertgefühl weitgehend aus dem Vergleich mit anderen und müssen sich täglich aufs neue beweisen, dass sie besser sind als diese. Das ist nicht nur anstrengend, es macht Sie auch von den Niederlagen ihrer Gegner abhängig. Denn wer immer der Beste sein will, wird schnell zum Gejagten.</p>
<p style="text-align: left;">Zufriedene Menschen zeigen mehr Demut und setzen für ihr Leben ganz andere Prioritäten. Ideelle Werte wie Freude, Gesundheit, Selbstbestimmung und persönliches Wachstum sind ihnen so wichtig, dass sie lieber auf Geld verzichten würden, als diese aufzugeben. Das scheint für ihre Karriere nicht immer förderlich, weil ihre Ansichten in manchen Unternehmen als störend empfunden werden. Aber weil sie zu sich stehen, sind diese Menschen unabhängiger von der Meinung anderer und finden ihren eigenen Weg. Auf mich wirken sie ehrlicher, bewusster und authentischer als die so genannten Karrieretypen, die täglich ums goldene Kalb tanzen.</p>
<p style="text-align: left;">Dass die innere Einstellung neben den Themen Gesundheit, Partnerschaft und Geld eine wichtige Rolle in der Zufriedenheit der Menschen in Deutschland spielt, das zeigt auch der aktuelle <a href="http://www.gluecksatlas.de/cms/index.html" target="_blank"><strong>Glücksatlas</strong></a>, eine von der Deutschen Post beauftragten Studie. Er belegt, dass im Nordwesten Deutschlands zur Zeit die glücklichsten Deutschen leben. &#8220;Die Menschen in der Region Niedersachsen-Nordsee sind durchschnittlich zufriedener mit ihrem Einkommen&#8221;, sagt Max Höfer, der Koordinator der Studie und führt das auf die regionale Bescheidenheit zurück. In Gegenden wie Hamburg, Südbayern oder Baden, wo das Bruttogeldvermögen pro Haushalt in Deutschland am höchsten ist, sind die Menschen nicht unglücklich, aber mit ihren Einkommen sehr viel unzufriedener. Also doch:</p>
<p style="text-align: left;">&#8220;Reich ist man nicht durch Besitz, sondern durch das, was man mit Würde zu entbehren weiß.&#8221; Epikur</p>
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		<title>Auf der Suche</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 06:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula Bemmann-Wöschler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Besondere Gefühle]]></category>
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		<description><![CDATA[&#8230; nach Erfüllung, sich endlich einmal erfüllt fühlen oder wenigstens nicht mehr so leer, ein klein wenig erfüllt sozusagen, halb voll vielleicht und dazu brauche ich&#8230; Dich. Mittlerweile habe ich, was Dich betrifft, auch ganz bestimmte Vorstellungen. Und was tut meine Generation, wenn sie etwas braucht? Sie geht „shoppen“.
Ein weiß getünchter, schlauchförmiger Raum, Fabrikarchitektur, keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/shoppen-150x150.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-897" title="shoppen-150x150" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/shoppen-150x150.gif" alt="" width="100" height="100" /></a>&#8230; nach Erfüllung, sich endlich einmal erfüllt fühlen oder wenigstens nicht mehr so leer, ein klein wenig erfüllt sozusagen, halb voll vielleicht und dazu brauche ich&#8230; Dich. Mittlerweile habe ich, was Dich betrifft, auch ganz bestimmte Vorstellungen. Und was tut meine Generation, wenn sie etwas braucht? Sie geht „shoppen“.<span id="more-884"></span></p>
<p style="text-align: left;">Ein weiß getünchter, schlauchförmiger Raum, Fabrikarchitektur, keine Ablenkung, kein Schnickschnack, nichts, was die Konzentration auf&#8217;s Wesentliche behindern könnte. Die Zeit gibt den Takt vor und bedient sich eines Moderators mit Trillerpfeife zur Einhaltung der Wechsel aller im Fünf-Minuten-Takt. Neun Frauen, neun Männer, ein Ziel: sich den richtigen Partner einzukaufen.</p>
<p style="text-align: left;">In jeder Gestik, jeder Aussage, jeder Frage schwingen die eigene Geschichte, die Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen. Bei fünf Minuten Zeitlimit kann und will nicht jeder zimperlich sein. Schnell wird klar, den heutigen Großstadtsingle kann man nicht über einen Kamm scheren. Er ist beruflich erfolgreich, manchmal auch nicht, gibt sich offen und steckt doch voller Vorurteile. Der sensible Beobachter erfährt viel, aber nur sehr wenig über eine aussichtsreiche Passung. Und dennoch werden am Ende Namen angekreuzt und Telefonnummern frei gegeben. Jeder will zumindest ein „Teilchen“ ergattern, denn keiner will umsonst gekommen sein. Am Schluss die trügerische Hoffnung, dass sich das Teil im natürlichen Lichte als anziehender heraus stellt.</p>
<p style="text-align: left;">Ich liebe den Film <a title="shoppen" href="http://www.youtube.com/watch?v=P8y6WkInH5s" target="_blank">„shoppen“</a> von Ralf Westhoff, der gestern mal wieder auf einem der <a title="BR" href="http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/film-und-serie/shoppen-film-ralf-westhoff-ID1246264593509.xml" target="_blank">Dritten</a> lief. Weil er auf eine so wertschätzende, emotionale und authentische Art und Weise über die 18 Protagonisten das Ringen um Identität, Sinn und persönliche Erfüllung einer Generation spiegeln lässt, die zwar beruflich Karriere macht, gutes Geld verdient und sich alle materiellen Wünsche erkauft, aber sich keine Zeit mehr nimmt, auf die Suche nach den wahren inneren Bedürfnissen zu gehen und in Beziehung mit anderen zu reifen.</p>
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		<title>Mehr Raum für die Sensiblen!</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 15:11:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit 20 bescheinigten mir die Psychologen des Arbeitsamtes nach einem Berufseignungstest, dass ich eine hochsensible Persönlichkeit sei. Nun war das grundsätzlich nichts Neues für mich. Als ängstliches Kind hatte ich derbe Altersgenossen und Prügeleien immer gemieden. Ich las viel, pflegte meine musischen Interessen und fand das OK so. Neu für mich war, dass mir diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/MartinaTaylor.pixelio1.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-874" title="MartinaTaylor.pixelio" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/MartinaTaylor.pixelio1.gif" alt="" width="120" height="96" /></a>Mit 20 bescheinigten mir die Psychologen des Arbeitsamtes nach einem Berufseignungstest, dass ich eine hochsensible Persönlichkeit sei. Nun war das grundsätzlich nichts Neues für mich. Als ängstliches Kind hatte ich derbe Altersgenossen und Prügeleien immer gemieden. Ich las viel, pflegte meine musischen Interessen und fand das OK so. Neu für mich war, dass mir diese Diagnose mit einem ernsthaft-bedauernden Mitgefühl überbracht wurde, so als hätte ich eine unheilbare Krankheit.<span id="more-869"></span></p>
<p style="text-align: left;">Ich kann mich nicht mehr erinnern, welche Berufsfelder man mir damals empfahl, aber dieses merkwürdige Verhalten habe ich bis heute nicht vergessen. Unabhängig von diesem Eignungstest entschied ich mich für den Beruf des Grafik-Designers, in dem mir mein Feingefühl, meine Kreativität und Sensibilität sehr von Nutzen sein sollten.</p>
<p style="text-align: left;">Aber schon mit der ersten Berufserfahrung musste ich auch feststellen, dass es mir schwer fiel, mich den Arbeitsbedingungen im Unternehmen anzupassen. Mir als Mimose fehlte die Ruhe, die Vertrautheit und der stimmige Rahmen, meine Qualitäten entwickeln und ausspielen zu können. Die Organisation und Gruppendynamik am Arbeitsplatz empfand ich als ungeheuer störend und leistungshemmend. Ich war total unzufrieden mit mir und meiner Umgebung und wurde immer häufiger krank.</p>
<p style="text-align: left;">Also blieb mir nur die Flucht in die Selbständigkeit, um das für mich passende Arbeitsumfeld selbst schaffen zu können. Hier blühte ich auf und hatte große Freude an meinem Tun. Meine Firma wuchs mit den Aufgaben. Ich stellte Mitarbeiter ein, die zu mir passten und es gelang mir immer wieder, hoch produktive Teams zusammenzuführen. Wir arbeiteten viel, aber wir hatten den Ruf, die besten Arbeitsbedingungen in der Branche zu haben. Ich hatte einen Rahmen für sensible Menschen geschaffen, in dem wir uns weitgehend wohl fühlen konnten.</p>
<p style="text-align: left;">Je größer aber die Organisationen wurden, für die wir arbeiteten, desto weniger ging es um unsere Leistung. Kundengewinnung und Kundenbindung wurden immer häufiger zum politischen Kraftakt. Es ging darum, Beziehungen zu pflegen, Mehrheiten zu gewinnen und die Fäden zu ziehen. Ich wurde mit Schmiergeldforderungen und Bestechungsversuchen konfrontiert – verlor zunehmend den Glauben an meine Umwelt und den Spaß an meiner Arbeit.</p>
<p style="text-align: left;">Und wieder trat ich die Flucht nach vorn an. Mit der Gründung des Instituts CIT schuf ich mir eine neue Herausforderung, nämlich die, Führungskräfte und Organisationen darin zu unterstützen, die Unternehmenskulturen und Arbeitsbedingungen so zu verbessern, dass alle Mitarbeiter ihre Potentiale nutzen und entsprechend ihrer Fähigkeiten zum Einsatz bringen können. Im Speziellen betrifft das die Gruppe der hochsensiblen Persönlichkeiten, denen in der Ellenbogengesellschaft nicht mehr der Raum gegeben wird, sich zu entfalten.</p>
<p style="text-align: left;">Dabei sind gerade sie es, die uns die Ideen, die Inspiration und die Innovation für die Zukunft geben können und müssen. Die Sensiblen sind die Teamplayer, die für die Gemeinschaft denken und handeln. Sie sind die Querdenker, die auch in Krisen neue Wege und Lösungen finden. Sie leiden unter dieser manisch-egoistischen Gesellschaft mehr als andere, deshalb spüren sie früher, wenn etwas schief läuft und können enorme Energien entwickeln, sich für ihre Ideale einzusetzen.</p>
<p style="text-align: left;">Mir liegt es heute besonders am Herzen, diese Menschen dabei zu unterstützen, Mut, Selbstbewusstsein und Authentizität zu entwickeln. Für sie ist es besonders wichtig, sich nicht verbiegen zu lassen, sondern für sich und ihre Werte zu kämpfen. Ich selbst musste nicht nur den Arbeitnehmerstatus aufgeben, sondern auch den Beruf wechseln, um andere an meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen und zur Zufriedenheit zurück zu finden.</p>
<p style="text-align: left;">In meinen Trainings, besonders in <a href="http://www.cit-consult.de/cms/mit-gefuehl-zu-mehr-erfolg.html" target="_blank">EQ1 – Mit Gefühl zu mehr Erfolg</a> können sensible Persönlichkeiten und Führungskräfte die Erfahrung machen, welche Bedingungen sie benötigen, um erfolgreicher und zufriedener zu werden. Wer einmal ein solches Training durchlebt hat, weiß, was ihm zum Glück fehlt. Dann fällt es leichter, sein Leben in die Hand zu nehmen und sich auf den Weg zu machen. Sensibilität ist nämlich keine Krankheit, sondern eine Gnade, wenn man gelernt hat, sie wertzuschätzen und zu nutzen.</p>
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		<title>Hochsensible Mitarbeiter sind wichtig fürs Unternehmen</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 09:56:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zählen Sie auch zu den gewissenhaften, kreativen Menschen? Fühlen Sie sich vom Lärm am Arbeitsplatz oft abgelenkt und können sich schlecht konzentrieren? Haben Sie oft das Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug, weil zu viel auf Sie einstürmt? Dann zählen Sie wahrscheinlich auch zu den hochsensiblen Personen (HSP), die unter dem Stress der modernen Arbeitswelt zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/PetraMoje.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-863" title="PetraMoje" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/PetraMoje.gif" alt="" width="120" height="85" /></a>Zählen Sie auch zu den gewissenhaften, kreativen Menschen? Fühlen Sie sich vom Lärm am Arbeitsplatz oft abgelenkt und können sich schlecht konzentrieren? Haben Sie oft das Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug, weil zu viel auf Sie einstürmt? Dann zählen Sie wahrscheinlich auch zu den hochsensiblen Personen (HSP), die unter dem Stress der modernen Arbeitswelt zu leiden haben. Der <a href="http://www.business-wissen.de/personalmanagement/soft-skills-der-mitarbeiter-nutzen/" target="_blank">Artikel von Petra Moje</a> erklärt, warum hochsensible Menschen für jedes Unternehmen wichtig sind und welche Arbeitsbedingungen notwendig sind, um deren Leistungspotentiale zu nutzen und zu fördern.</p>
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		<title>Unser Leben im sozialen Jetlag</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jul 2011 16:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula Bemmann-Wöschler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jeden Morgen das gleiche Szenario: Der Wecker klingelt immer um die gleiche Zeit. Mein Freund springt auf, ist voller Energie und Tatendrang und oben drauf auch noch gut gelaunt. Welch ein fulminanter Start in den Tag! Es tut mir fast weh beim Zuschauen. Denn ich quäle mich, verspüre überhaupt keinen Drang aufzustehen. Meine Augen sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/07/Rueckspiegel.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-831" title="Rueckspiegel" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/07/Rueckspiegel.gif" alt="" width="120" height="98" /></a>Jeden Morgen das gleiche Szenario: Der Wecker klingelt immer um die gleiche Zeit. Mein Freund springt auf, ist voller Energie und Tatendrang und oben drauf auch noch gut gelaunt. Welch ein fulminanter Start in den Tag! Es tut mir fast weh beim Zuschauen. Denn ich quäle mich, verspüre überhaupt keinen Drang aufzustehen. Meine Augen sind wie zugeschweißt, ich fühle mich kraftlos und muss mich aus dem Bett wälzen, sonst schlafe ich sofort wieder ein. Nach Dusche und Kaffee erwachen allmählich meine Lebensgeister. Damit liege ich im Durchschnitt der Deutschen, die täglich kurz vor halb sieben aufstehen, rund zwei Stunden früher als ihr natürlicher Biorhythmus tickt.<span id="more-830"></span></p>
<p style="text-align: left;">Dass es etwas wie eine „innere Uhr“ in uns geben muss, darauf weist schon unser Überleben innerhalb einer Welt hin, die aus vielen natürlichen Rhythmen (also ständiger Veränderung) besteht: Wir haben uns dem Wechsel von Tag und Nacht, den Mondphasen, den vier Jahreszeiten, den Gezeiten, sogar extremen Temperaturschwankungen binnen eines Tages, hervorragend angepasst. Durch ein ausgeklügeltes Zeitsystem ist die innere Uhr des Menschen mit der Dauer einer Erdrotation synchronisiert, im Durchschnitt entspricht dies einem Rhythmus von 24 Stunden und 20 Minuten. Dies regelt ein winzig kleiner zentraler Taktgeber, der gerade einmal so groß wie ein Stecknadelkopf ist, aber immerhin aus einem Gewebe von ca. 20.000 Nervenzellen besteht, die von den Augen ausgehend sich oberhalb der Stelle bündeln, an denen sich die beiden Sehnerven kreuzen. Die Forscher nennen ihn aufgrund seiner Lage „Suprachiasmatischer Nucleus“ (über der Kreuzung liegender Kern), kurz SCN. Dieser hinter den Augen liegende „Big Ben“ unseres inneren Zeitsystems ist mittels feiner Nervenfortsätze mit der Netzhaut der Augen verbunden, um sich so über die Lichtrezeptoren mit der Außenzeit zu synchronisieren. Dadurch nimmt der SCN den Wechsel von Tag und Nacht wahr, was sogar unbewusst bei vielen Blinden funktioniert.</p>
<p style="text-align: left;">Deutsche Wissenschaftler bewiesen 1960igern Jahren im mittlerweile berühmten Andechser Bunkerexperiment, dass unsere „innere Uhr“ die Synchronisation mit der Erdrotation sogar ohne äußere Zeitgeber beibehält. Mehrere Freiwillige lebten für einige Wochen in zwei Apartments, die in einem Hügel gebaut, mit einer Eingangsschleuse und fensterlosen Wänden versehen sowie mit einem Mantel aus Kupferdrähten umgeben waren. Das Ergebnis: Auch abgeschirmt schliefen alle im Bunker durchschnittlich sieben bis acht Stunden und waren 17-18 Stunden wach – sie pendelten sich auf einen 24-25-Stunden-Rhythmus ein.</p>
<p style="text-align: left;">Im Selbstversuch erging es mir ähnlich. Während meiner Trainerausbildung hatte ich die Aufgabe 48 Stunden nur bei mir zu sein, in einer mir unbekannten Wohnung, mit Ohrstöpsel und Augenbinde. Der Hintergrund dieser Erfahrung war natürlich nicht die eigene innere Uhr zu spüren, sondern sich einmal nur mit sich selbst auseinander zu setzen, weg vom Außen den Blick nach innen zu kehren. Damals war ich sehr verwundert darüber, dass ich dennoch ein grobes, gutes Zeitgefühl hatte, zweimal ausgiebig schlief und gefühlte ein bis zwei Stunden vor Ende der 48 Stunden wartend wusste, dass die Zeit gleich rum ist. Ohne mir darüber in diesem Moment klar zu werden, hatte ich erlebt, wie 100 Billionen Zellen in mir, einem getakteten, zeitlichen Rhythmus folgten.</p>
<p style="text-align: left;">Wie ich später las, hatte man Anfang der 1990er Jahre den dafür zugrunde liegenden molekularen Mechanismus entdeckt, der in jeder Körperzelle ein inneres Uhrwerk ticken lässt – eine Art Kreislauf mit Rückkopplungsschleife. Auch etwa 25 „Uhren-Gene“ im menschlichen Erbgut sind mittlerweile bekannt. Alles deutet daraufhin, dass das Prinzip der inneren Uhr so alt wie das Leben selbst ist und uns, wie allen Lebewesen, einen entscheidenden Überlebensvorteil sichert: neben der Anpassung an den Wandel äußerer Bedingungen, können wir denselben auch vorher sehen.</p>
<p style="text-align: left;">Dummerweise meinen wir Menschen aber, uns auch über unseren Biorhythmus konsequenzlos hinwegsetzen zu können. Wahrscheinlich haben Frühtypen (Menschen wie mein Freund, deren innere Uhr genetisch etwas zu schnell läuft und die daher immer etwas früher dran sind, morgens eher wach werden und schnell aufnahmefähig sind, dafür aber abends früher ermüden) einmal festgelegt, dass Schulen oder Produktionslinien früh am Morgen beginnen müssen. Pech für uns Spättypen, die laut Wissenschaft im Übrigen in Westeuropa in der Mehrzahl sind. Aber damit nicht genug: Die Maschinenauslastung verlangt Schichtarbeit – machen wir! Der Klinikalltag verlangt Rufbereitschaft und ein Durcharbeiten über 48 Stunden – wird gemacht! Die Globalisierung verlangt, diese Woche in New York zu arbeiten, nächste Woche in China, natürlich ohne verlängertes Wochenende zur Umstellung dazwischen – kein Problem! Wir reden uns einfach ein, dass dieses, unser (Arbeits)-Leben entweder hipp und cool ist oder zwangsläufig alternativlos, wollen wir wirtschaftlich erfolgreich sein.</p>
<p style="text-align: left;">Die Folge ist ein Leben mit täglichen Jetlags. Chronobiologen (Wissenschaftler, die sich mit unseren inneren Uhren beschäftigen) haben dafür den Begriff des „sozialen Jetlags“ erfunden. Sie schätzen, dass die Mehrzahl der Bevölkerung (etwa 66 Prozent) heutzutage von diesem betroffen sind und das dauerhaft über lange Zeiträume hinweg. Schlafstörungen, Depressionen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettsucht, Diabetes und eventuell sogar Krebs, aber auch zahlreiche Unfälle wie Tschernobyl oder die Havarie des Öltankers „Exxon Valdez“ gehen auf das Konto eines Lebens am eigenen Biorhythmus vorbei.</p>
<p style="text-align: left;">Die Chronobiologen träumen von einem „Leben ohne Wecker“, von flexiblen Arbeitszeiten und Rahmenbedingungen, die es jedem ermöglichen, sich mit einem wachen Körper und Geist gewinnbringend in die Arbeitswelt einzubringen. Wie lange wollen wir nur davon träumen? Was hindert eigentlich jeden von uns daran, im Kleinen achtsamer mit uns selbst umzugehen?</p>
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		<title>Ich und die Zeit: Wer hat hier wen im Griff?</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Jul 2011 18:28:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auch ich zähle zu den Menschen, die hohe Ansprüche an sich selbst stellen, sich häufig zu viel vornehmen oder sich im Alltag unter Zeitdruck setzen lassen. Dann werde ich unzufrieden mit mir selbst, manchmal sogar unerträglich – gerade weil ich diesen Zustand nicht mit meinem Bild von einem souveränen Trainer und Coach in Einklang zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/07/huerde.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-825" title="huerde" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/07/huerde.gif" alt="" width="99" height="87" /></a>Auch ich zähle zu den Menschen, die hohe Ansprüche an sich selbst stellen, sich häufig zu viel vornehmen oder sich im Alltag unter Zeitdruck setzen lassen. Dann werde ich unzufrieden mit mir selbst, manchmal sogar unerträglich – gerade weil ich diesen Zustand nicht mit meinem Bild von einem souveränen Trainer und Coach in Einklang zu bringen weiß. Um so wichtiger ist es für mich, auf Stresssituationen optimal vorbereitet zu sein.<span id="more-823"></span></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Optimiertes Zeitmanagement </strong></p>
<p style="text-align: left;">Mein wichtigster selbst verschuldeter Stressor war mein verantwortungsloser Umgang mit der Zeit: Wie oft machte ich mich in letzter Minute auf den Weg zu einem wichtigen Termin, um dann im Verkehr stecken zu bleiben? Gehetzt und verspätet kam ich zu einer Besprechung oder einer Präsentation. Wo ich eine souveräne Leistung abgeben wollte, startete ich mit einem Handikap, das mich weiter unter Druck setzte – und schon steckte ich in einer selbst geschaffenen Stressspirale.</p>
<p style="text-align: left;">Mit einer klugen Zeitplanung gelingt es mir heute, ca. 90% solcher Situationen zu vermeiden, weil ich grundsätzlich Zeitpuffer einbaue und ich selbst nach längeren Staus oder unvorhersagbaren Belastungssituationen in Ruhe und pünktlich eintreffe. Um das konsequent durchhalten zu können, musste ich mir einige wichtige Eigenschaften aneignen:<br />
• Eine penible Termin- und Aufgabenplanung, die ausnahmslos Pufferzeiten einplant, um Zeitdruck oder Überschneidungen zu vermeiden<br />
• Eine konsequente Prioritätenvergabe für alle (ABC) geben mir die Chance unwichtigere Aufgaben zu delegieren, zu verschieben oder abzulehnen (Nein sagen können!).<br />
• Das nüchterne Streichen von nebensächlichen, belastenden Verpflichtungen schafft mir die Freiräume für langfristige, vor allem strategisch wichtige B-Aufgaben, die mir mittelfristig Entwicklungsmöglichkeiten schaffen kann.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Selbstverantwortliche Lebensplanung</strong></p>
<p style="text-align: left;">Wer von sich selbst eine optimale Leistung fordert, sollte auch bereit sein, über das berufliche Zeitmanagement hinaus, sein Privatleben so zu gestalten, dass er den voraussehbaren Belastungssituationen vorbeugend begegnen kann und weniger stressanfällig wird. Ich setze zum Beispiel meine Prioritäten in der Freizeitgestaltung so, dass ich einen gesunden körperlichen Ausgleich zur Arbeit finde, ohne mir zusätzlichen psychischen Druck zu machen.</p>
<p style="text-align: left;">In der Praxis heißt das für mich, dass ich zum Beispiel vor Persönlichkeitstrainings, die meine ganze Konzentration erfordern, meine Ausgeglichenheit durch Entspannung, Massagen sowie körperlicher und mentaler Fitness stärke – gesellschaftlich anstrengende Veranstaltungen aber bewusst meide, um nicht im Vorfeld durch Alkoholkonsum oder wenig Schlaf belastet zu werden. Ich reise zu Seminaren grundsätzlich am Vorabend an, um ausgeschlafen und frei von Ablenkung den Arbeitstag beginnen zu können.</p>
<p style="text-align: left;">Viel Schlaf, eine gesunde Ernährung (nikotinfrei und alkoholreduziert) sind für mich ebenso wichtig wie regelmäßiger Sport, um die zwangsläufigen Stresshormone auf gesundem Wege abbauen zu können. Vieles, auf das ich durch meinen Beruf verzichten muss, wie freie Wochenenden oder Freizeit mit der Familie, das hole ich im Urlaub nach. Durch die seminarfreien Wochen zum Jahreswechsel und in den Sommermonaten. Dann nehme ich mir die Freiheit, meine &#8220;Überstunden&#8221; am Urlaubsort abzufeiern, wo ich unabhängig von beruflichen Zwängen einen ganz persönlichen Lebensrythmus genieße. Hier schöpfe ich dann die Kraft, daheim wieder 100% geben zu können.</p>
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		<title>Herzenssache: Was ist wirklich wichtig?</title>
		<link>http://www.cit-consult.de/blog/besondere-gefuehle/herzenssache-was-ist-wirklich-wichtig/</link>
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		<pubDate>Sun, 08 May 2011 13:33:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula Bemmann-Wöschler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Wir leben länger, haben aber immer weniger Zeit.“, der Überleitungssatz des ZDFheute-Moderators brennt sich in meine Ohren. Ich habe längst vergessen, welche beiden Nachrichten diese Aussage miteinander verband, aber sie hallt in mir nach, findet Resonanz, weil ich mich erkannt fühle.
Mir schwirrt der Kopf – 150 neue Nachrichten über Facebook, hunderte E-Mails, Twitternews will ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/Herzenssache.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-698" title="Herzenssache" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/05/Herzenssache-150x150.jpg" alt="" width="90" height="90" /></a>„Wir leben länger, haben aber immer weniger Zeit.“, der Überleitungssatz des ZDFheute-Moderators brennt sich in meine Ohren. Ich habe längst vergessen, welche beiden Nachrichten diese Aussage miteinander verband, aber sie hallt in mir nach, findet Resonanz, weil ich mich erkannt fühle.<span id="more-695"></span></p>
<p style="text-align: left;">Mir schwirrt der Kopf – 150 neue Nachrichten über Facebook, hunderte E-Mails, Twitternews will ich gar nicht zählen, Leichtathletik-Sessioneröffnung und Handball-Meisterschaftsrunden der Kinder, Lehrauftrag in der Berufsakademie, neue Coaching- und Trainingsanfragen, Planung meiner Hochzeit, Arzttermine für unseren unerfüllten Kinderwunsch, daneben Einkaufen, Kochen, Joggen, mit Freunden telefonieren (ein Treffen wäre mal wieder schön, vielleicht im 2. Halbjahr?) – der Alltag zerrt an meiner Aufmerksamkeit. Selbst die Fernseh-Nachrichten haben sich völlig verändert: von Fukushima redet fast keiner mehr, die Royale Hochzeit ist ebenfalls bis auf den Po der Brautschwester Schnee von gestern, schwache Geburtenrate trotz Elterngeld und jetzt doch absichtliche Täuschung von zu Guttenberg stehen bereits im Schatten des gezielt getöteten USA-Staatsfeindes Nummer 1. Ich war doch nur ein paar Tage unterwegs und schon habe ich das Gefühl, ich bin aus der Zeit gefallen.</p>
<p style="text-align: left;">Meine Erholung schlägt in ein regelrechtes Getriebensein um. Schon gestern Morgen entblätterte sich eine überdimensionierte to-do-Liste in meinem Kopf als erster Gedanke nach dem Aufwachen. Fast wäre ich versucht gewesen zu bereuen, dass ich mir überhaupt eine kurze Auszeit gegönnt habe. Was nutzt mir die Entspannung, wenn ich davor und danach das doppelte Pensum auf dem Tisch habe?</p>
<p style="text-align: left;">Ich muss mich einfach noch besser organisieren, stärker auf Synergien achten, länger arbeiten, kürzer schlafen&#8230; – Stopp! Was für ein Schwachsinn. Jetzt setze ich mich schon so sehr unter Druck, wie viele Führungskräfte aus den Konzernen, die nur noch funktionieren und halbtot zu unseren Trainings anreisen.</p>
<p style="text-align: left;">Für einen Moment glaube ich sogar, mein eigener Leistungswille hat mich die letzten beiden Tage in seinen Fängen gehalten und er sei der Grund, dass ich beinahe wieder freiwillig in meinen Hamsterrad-Käfig geklettert wäre. Aber das wäre nicht ganz ehrlich. Denn Dinge, die ich wirklich umsetzen oder erreichen will, bringen mir Energie und Freude. Gefühle von Getriebensein und nicht mehr hinterher kommen entstehen dann gar nicht, weil ich im Flow bin und sich alles leicht und richtig anfühlt. Nein, wenn ich wirklich ehrlich zu mir selbst bin, dann muss ich mir eingestehen, dass hinter den mir <em>selbst</em> auferlegten Stress <em>mein</em> Streben nach Anerkennung und Aufmerksamkeit durch die Menschen meines Umfeldes steckt oder besser gesagt, mein Glaube beides nur durch das Abliefern von Leistung zu bekommen. Hohe Umsätze, guter Lebensstandard, tolle berufliche und private „Leistungen“, die <em>sich sehen lassen</em> können, das gibt mir leicht ein Gefühl, wichtig und wertvoll (für andere) zu sein. Ich bin dann in unserer „Leistungs“gesellschaft erfolgreich, obwohl ich mich innerlich erschöpft, ausgelaugt und dumpf fühle. Über das Traurigste sehe ich dabei hinweg, dass ich in getriebenen Zeiten <em>mein Glück</em> und <em>meine Herzenssachen</em> nicht mehr spüren kann.</p>
<p style="text-align: left;">Dabei ist es gar nicht so schwer, sich Zeit zu nehmen, um sein Glück wieder zu spüren oder heraus zu bekommen, was man vernachlässigt hat – man muss nur wieder den Blick auf das Wesentliche in seinem Leben richten, auf das, was einem im Herzen berührt und den Mut haben, sich danach zu richten. Was ist wirklich wichtig für <em>mich</em>? Was sind die Dinge, die mich erfüllen? Was sind meine Herzenssachen, was ist meine Vision? Und was ist der erste kleine Schritt in diese Richtung?</p>
<p style="text-align: left;">Diejenigen unter uns, die darauf ihre Antworten gefunden und sich entschieden haben, diese zu verfolgen, schaffen es, der äußeren Reizüberflutung Herr zu werden, sie können mit einem guten Gefühl aussortieren und „Nein“ sagen. Von außen betrachtet gehören sie nicht immer zu den gesellschaftlich „Erfolgreichen“, aber sie strahlen eine in sich ruhende Sicherheit und ein großes Vertrauen aus, dass das Leben für jeden von uns mehr bereit hält, als sinnentleert, kopf- und herzlos durch unseren Alltag zu hasten.</p>
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		<title>Da ist Musik drin: Ärmel hoch!</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 19:04:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Führungskompetenz]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeitsentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
		<category><![CDATA[Führung]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsdruck]]></category>
		<category><![CDATA[Überzeugung]]></category>

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		<description><![CDATA[Kennen Sie den Boléro, das berühmte Orchesterwerk des französischen Komponisten Maurice Ravel? Die Faszination dieses Musikstücks entsteht durch die Spannung zwischen der klaren, monotonen Melodienstruktur und der sich stetig steigernden Dynamik und Instrumentalisierung. &#8220;Ärmel hoch!&#8221; von Gudrun Happich erinnert mich in Aufbau und Dramaturgie an diesen Boléro: Klar, sachlich und verständlich in Sprache und Struktur, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/Aermel_hoch.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-679" title="Aermel_hoch" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/04/Aermel_hoch.gif" alt="" width="90" height="142" /></a>Kennen Sie den Boléro, das berühmte Orchesterwerk des französischen Komponisten Maurice Ravel? Die Faszination dieses Musikstücks entsteht durch die Spannung zwischen der klaren, monotonen Melodienstruktur und der sich stetig steigernden Dynamik und Instrumentalisierung. &#8220;Ärmel hoch!&#8221; von <a href="http://www.galileo-institut.de/gudrun_happich.html" target="_blank">Gudrun Happich</a> erinnert mich in Aufbau und Dramaturgie an diesen Boléro: Klar, sachlich und verständlich in Sprache und Struktur, aber sich stetig steigernd in der inhaltlichen Dramatik der Fallbeispiele und der Position der beschriebenen Protagonisten.<span id="more-672"></span></p>
<p style="text-align: left;">In 20 Kapiteln beschreibt die Autorin die 20 schwierigsten Führungsthemen und schildert an konkreten Fallbeilspielen, wie Führungskräfte diese anpacken und erfolgreich lösen können. Jedes Kapitel bildet ein klassisches Führungsproblem ab und stellt gleichzeitig einen entscheidenden Schritt auf der Karriereleiter dar. Kapitel für Kapitel wird der Leser durch die Metamorphosen einer Fachkraft zur Führungskraft und weiter zum Topmanager geführt.</p>
<p style="text-align: left;">Gudrun Happich weiß, wovon sie spricht. Sie beschreibt den Alltag vieler Führungskräften in einem ebenso schnörkellosen wie mitreißenden Rhytmus. Sie macht die Unterschiede zwischen den Führungsebenen deutlich, zeigt, nach welchen Regeln Hierarchien funktionieren, wie Entscheidungen getroffen werden und Netzwerke sich auswirken, was erfolgreiche Führung ausmacht und in welche Fallen man nicht tappen sollte. In zahlreichen Vergleichen und Metaphern aus der Biologie macht die Diplom Biologin komplexe Situationen, Charaktere und Prozesse auch für Leser begreifbar, die diese Erfahrungen noch nicht machen konnten. Dieses profunde Wissen schöpft sie aus ihrer Coaching-Erfahrungen mit über 800 Klienten und Leistungsträgern aller Hirarchieebenen.</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://www.amazon.de/%C3%84rmel-hoch-schwierigsten-F%C3%BChrungsthemen-Top-F%C3%BChrungskr%C3%A4fte/dp/3280054044/ref=cm_cr_pr_product_top" target="_blank">&#8220;Ärmel hoch!&#8221; ist mehr als ein Ratgeber für Führungskräfte</a> und solche, die es werden wollen. Das Buch gibt aufschlussreiche und analytische Einblicke in die Mechanismen der Macht. Mit jedem Kapitel auf der Karriereleiter erfahren wir mehr über die persönlichen Anforderungen an die Führungskräfte in aufsteigenden Positionen. Das ist bis zur letzten Seite hilfreich, zielführend und spannend.</p>
<p style="text-align: left;">Ein Fachbuch, das man nicht weglegen kann, griffig im Rhythmus und fesselnd in seiner Dramaturgie!</p>
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