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	<title>EmotionBlog &#187; Authentizität</title>
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	<description>EmotionBlog</description>
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		<title>Wer nicht integer ist, wird korrumpierbar</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 06:47:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula Bemmann-Wöschler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Persönlichkeitsentwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
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		<description><![CDATA[„Die Treue zu sich selbst halten“ oder „Würde besitzen“, so könnte man persönliche Integrität umschreiben. Wer integer ist, der ist unbestechlich. Er folgt „festen, tief verankerten, positiven Werten“, steht zu seinen persönlichen Überzeugungen und folgt einem inneren ethischen Wertesystem, von dem er sich nicht abbringen lässt. Das Gegenteil von integer ist korrumpierbar. Korrumpierbar werde ich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/Farbe_bekennen.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1124" title="Farbe_bekennen" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/Farbe_bekennen-150x150.jpg" alt="" width="120" height="120" /></a>„<a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Integrit%C3%A4t_%28Ethik%29" target="_self">Die Treue zu sich selbst halten</a>“ oder „Würde besitzen“, so könnte man persönliche Integrität umschreiben. Wer integer ist, der ist unbestechlich. Er folgt „festen, tief verankerten, positiven Werten“, steht zu seinen persönlichen Überzeugungen und folgt einem inneren ethischen Wertesystem, von dem er sich nicht abbringen lässt. Das Gegenteil von integer ist korrumpierbar. Korrumpierbar werde ich, wenn ich aufhöre, meinen inneren Werten und Prinzipien zu folgen, weil ich mich von Verlockungen und äußeren Drohungen leiten lasse.</p>
<p style="text-align: left;"><span id="more-1121"></span>Vor zwei Wochen traf ich mich wie jedes Jahr mit Freunden für ein paar Tage zum Skifahren. Wir alle waren durch die Bank fasziniert von einer Mutter aus unserer Mitte. Dieses Mal war sie da mit Kleinkind Nummer drei. Wie selbstverständlich hatten die beiden 400 km Zugstrecke und 400 km Autofahrt hinter sich gebracht. Und zu unser aller Erstaunen wirkten beide herrlich ungestresst. Es war faszinierend, Mutter und Kind miteinander zu erleben. Unsere Freundin ging so natürlich auf ihre Tochter ein, ließ diese alles ausprobieren, reagierte auf ihre Bedürfnisse umgehend, setzte Grenzen, indem sie Alternativen anbot und sorgte dennoch ausreichend für sich selbst. Die Kleine besitzt dadurch in ihrem zarten Alter bereits erstaunlich viel Vertrauen, Kontaktfreude und Selbstwirksamkeit &#8211; die besten Voraussetzungen, um eine sichere eigene Identität zu entwickeln.</p>
<p style="text-align: left;">Über eine eigene, bewusste Identität muss ich verfügen, will ich mich integer verhalten können. Wenn ich nicht erleben durfte, eigene Wünsche und Bedürfnisse zu spüren, weil sie mit den Vorstellungen meiner Eltern nicht konform gingen. Wenn ich nicht ausdrücken konnte, was ich im Inneren fühle, weil es sich nach Ansicht meiner Betreuungspersonen in der jeweiligen Situation nicht schickte. Wie will ich dann unterscheiden können zwischen dem, was ich bin und dem, was ich sein soll?</p>
<p style="text-align: left;">Konnte ich nicht so kindgerecht und meiner eigenen Persönlichkeit entsprechend aufwachsen wie die drei Kinder meiner Freundin, dann blieb mir nur der Weg, die unerwünschten Anteile in mir zu unterdrücken oder sie durch äußere, erwünschte Vorgaben und Gebote zu ersetzen. Mein Selbstkonzept kann dann Widersprüche und „Trugbilder“ enthalten, nach denen ich mein Verhalten ausrichte. <a title="Buch" href="http://www.amazon.de/Wer-bin-ich-viele-philosophische/dp/3442311438" target="_self">Wer bin ich? Und wenn ja, wie viele?</a> ist daher nicht nur ein genialer Buchtitel, sondern spricht uns ganz existenziell an.</p>
<p style="text-align: left;">Wer bin ICH? Welche Anteile machen MICH wirklich aus? Wofür STEHE ICH? Erst mit der Auseinandersetzung mit meinem Selbstkonzept über Selbstreflexion, Hinterfragen automatisierter Deutungs- und Handlungsmuster, Rückmeldungen anderer oder Selbsterfahrung im <a title="Trainings" href="http://www.cit-consult.de/cms/offene-trainings.html" target="_self">Training</a> bzw. <a title="Coaching" href="http://www.cit-consult.de/cms/coaching.html" target="_self">Coaching</a> komme ich zu meiner eigenen Identität. Ich kann mir dadurch meine handlungsweisenden Motive und inneren Werte bewusst machen und mein Verhalten nach ihnen ausrichten.</p>
<p style="text-align: left;">Der Lohn ist Authentizität und Selbstwirksamkeit &#8211; der beste Schutz vor Burnout und Manipulation von außen, das Vertrauen meiner Mitmenschen sowie frei werdende Energie, die ich für eine Lebensgestaltung entsprechend meiner Werte einsetzen kann.</p>
<p style="text-align: left;">Integrität hat, wer eben nicht als <a title="Kapitän" href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,810158,00.html" target="_self">einer der Ersten trockenen Fußes am Ufer steht und aus sicherer Entfernung telefonisch Evakuierungs- und Rettungsmaßnahmen koordinieren „will“</a> oder sich <a title="Wulff" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,809037,00.html" target="_self">Vorteile Kraft seines Amtes verschafft</a>. Integer ist, wer seine Position, seine Rolle oder sein Amt nach ethischen Prinzipien ausfüllt und sein Verhalten moralisch nach seinem inneren Wertesystem ausrichtet.</p>
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		<title>Loyal oder integer?</title>
		<link>http://www.cit-consult.de/blog/emotionale-intelligenz/loyal-oder-integer/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 18:57:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
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		<description><![CDATA[In Jeans und offenem Sakko steht er vor mir, reicht mir die Hand zur Begrüßung. Sein Blick ist offen, aber unstet. Blitzschnell erfasst er die Details in der für ihn ungewohnten Umgebung. Kurzer Smalltalk am röhrenden Kaffeeautomaten, bevor wir mit den dampfenden Tassen in mein Giebelzimmer steigen. Sein Blick schweift durch die Glasfront in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/BrandtMarke1.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-1114" title="BrandtMarke" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/BrandtMarke1.gif" alt="" width="99" height="121" /></a>In Jeans und offenem Sakko steht er vor mir, reicht mir die Hand zur Begrüßung. Sein Blick ist offen, aber unstet. Blitzschnell erfasst er die Details in der für ihn ungewohnten Umgebung. Kurzer Smalltalk am röhrenden Kaffeeautomaten, bevor wir mit den dampfenden Tassen in mein Giebelzimmer steigen. Sein Blick schweift durch die Glasfront in die Natur und kommt langsam zur Ruhe. &#8220;Wo Sie arbeiten, möchten andere gerne Urlaub machen!&#8221; In seinem Lachen schwingt eine Spur Schmerz und Sehnsucht mit. Und dann beginnt er zu erzählen&#8230;<span id="more-1109"></span></p>
<p style="text-align: left;">Er ist ein erfolgreicher Marketing-Mann in leitender Position. Er liebt seinen Beruf, die Möglichkeit etwas zu bewegen, Einfluss zu nehmen. Er arbeitet viel, 60 Stunden die Woche. Seine Familie hat sich damit arrangiert. Er verzichtet gern auf Teile seines Privatlebens,&#8230; solange er sich mit seinem Handeln identifizieren kann. Seit längerem hat er damit seine Probleme, sein Frust ist gestiegen. Zu vieles läuft für ihn schief. Er beißt sich durch, aber es fällt ihm schwer, sich täglich aufs Neue zu motivieren.</p>
<p style="text-align: left;">Wir schauen hin, was ihn so viel Kraft kostet. Er ist ein aufrichtiger Charakter, einer, der zu seinem Wort steht und nach klaren Prinzipien und Wertevorstellungen handelt. Menschen, die keine eigene Meinung haben und ihr Fähnchen nach dem Wind richten, nennt er &#8220;Schleimer&#8221;. So möchte er nie sein, persönliche Integrität ist ihm wichtig.</p>
<p style="text-align: left;">Andererseits hat die Angst in seinem Arbeitsumfeld zugenommen. Der Kampf um die Märkte wird härter. Da ist jeder angehalten, Kompromisse zu machen. Die Zielvorgaben der Geschäftsleitung sind brutal und auf gradlinigem Weg nicht zu erreichen. Er fühlt sich gezwungen, Mittel einzusetzen, die gegen seine persönlichen Wertevorstellungen verstoßen. Er ist ein loyaler Mitarbeiter, der alles für den Erfolg seines Unternehmens tut, aber er hat das Gefühl, sich dafür selbst aufgeben zu müssen.</p>
<p style="text-align: left;">Das ist es, was ihn langsam ausbrennen lässt: der Konflikt zwischen zwei seiner wichtigen Grundwerte: der persönlichen Integrität und der Loyalität zum Arbeitgeber. Beides scheint für ihn nicht mehr vereinbar. Aber muss er das eine aufgeben, um das andere erfüllen zu können?</p>
<p style="text-align: left;">Mein Coachee ist mit diesem inneren Konflikt nicht allein. Unzählige Arbeitnehmer leben unter dem Zwang, ihre Pflichten nicht mit ihren Werten und Bedürfnissen in Einklang bringen zu können. Besonders für die mittleren Führungsebenen ist es eine Herausforderung, Loyalität und Integrität zu wahren, zwischen dem Leistungsdruck von oben und der Verantwortung für die eigenen Mitarbeiter. Das heißt einerseits sich mit den Unternehmenszielen zu identifizieren, die Mitarbeiter zu unterstützen, zu motivieren, immer aufs Neue herauszufordern, sie andererseits aber auch zu schützen und den Vorgesetzten gegenüber notwendige Grenzen aufzuzeigen.</p>
<p style="text-align: left;">In einer solchen Sandwich-Position eine persönliche Balance zu finden fordert einen starken Charakter, Mut, Selbstbewusstsein und Authentizität. Wer da nicht klar und sicher auftritt, wirkt schnell wie ein Spielball der äußeren Ereignisse und verspielt seine Autorität. In kritischen Zeiten ist es deshalb sinnvoll, sich einen unabhängigen und professionellen Gesprächspartner als <a href="http://www.cit-consult.de/cms/coaching.html" target="_blank">Coach</a> zu suchen. Auch <a href="http://www.cit-consult.de/cms/offene-trainings.html" target="_blank">Trainings</a> können helfen, die eigenen emotionalen Befindlichkeiten zu hinterfragen, eine konstruktive Einstellung zu entwickeln oder wichtige Entscheidungen zu treffen.</p>
<p style="text-align: left;">Nur eins muss klar sein: Für den Konflikt zwischen Loyalität und Integrität gibt es keine universelle Lösung. Unserem Marketing-Mann ist es in wenigen Sitzungen gelungen, eine konstruktive Einstellung zu seinen Arbeitsbedingungen zu finden. Mit mehr Klarheit und der Bereitschaft, seine persönlichen Grenzen zu definieren und gegenüber seinen Vorgesetzten zu vertreten, hat er wieder auf die Siegerstraße zurück gefunden. Das ist sein persönlicher Weg, der aber nicht für andere Gültigkeit haben muss.</p>
<p style="text-align: left;">Letztendlich ist nicht wichtig, welchen Weg man geht. Entscheidend ist, dass man sich nicht seinem scheinbaren Schicksal ergibt, sondern sich aufmacht, sich hinterfragt und die Initiative ergreift. In diesem Sinne schließe ich mit einem Zitat von Klaus Kobjoll: Machen Sie es gut, aber machen Sie es bald!</p>
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		<title>Gefühlsklug</title>
		<link>http://www.cit-consult.de/blog/emotionale-intelligenz/gefuhlsklug/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 19:40:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula Bemmann-Wöschler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
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		<description><![CDATA[Was bringt mir emotionale Intelligenz? In meinem Streben, erfolgreich meine Frau zu stehen, mich durchzusetzen, pünktlich meine Arbeitsaufgaben zu meistern, die irgendwie immer zu viele auf einmal sind, können aufkommende Gefühle der Überforderung, Zukunftsängste oder Schuldgefühle ganz schön nerven. Ich bin gestresst, muss durchhalten, funktionieren. Also Zähne zusammen beißen und Emotionen runter schlucken, sonst&#8230; 
&#8230;sonst, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Flexibilitaet.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-1048" title="Flexibilitaet" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Flexibilitaet.gif" alt="" width="110" height="94" /></a>Was bringt mir emotionale Intelligenz? In meinem Streben, erfolgreich meine Frau zu stehen, mich durchzusetzen, pünktlich meine Arbeitsaufgaben zu meistern, die irgendwie immer zu viele auf einmal sind, können aufkommende Gefühle der Überforderung, Zukunftsängste oder Schuldgefühle ganz schön nerven. Ich bin gestresst, muss durchhalten, funktionieren. Also Zähne zusammen beißen und Emotionen runter schlucken, sonst&#8230; <span id="more-1038"></span></p>
<p style="text-align: left;">&#8230;sonst, was? Dieser Frage auf den Grund zu gehen, habe ich jetzt aber leider keine Zeit. Vielleicht morgen, übernächste Woche oder wenn mal wieder „Luft“ dafür sein sollte. Ich scheine kein Einzelfall zu sein. Gehe ich vor die Tür, sehe ich viele Gleichgesinnte – mir kommen die grauen Männer aus „Momo“ in den Sinn. Ist es heute nur das fahle Novemberlicht, das mich all die mit mir hastenden Menschen in Schleiergrau erscheinen lässt? Keiner von uns hat Lust mit einem anderen zu reden, selbst ein flüchtiges „Guten Morgen“ geht den meisten fast über ihre Kraft. Um mich herum verschlossene, zusammengekniffene Münder, die Lippen zu dünnen Strichen mutiert, die Augen in die Ferne gerichtet – oder auf Text fixiert. Ich schaue in die Runde. Keiner der körperlich Anwesenden ist hier. Alle sind woanders, in sich gekehrt, schotten sich ab vom Hier und Jetzt. So sehr ich mich auch mühe, ich kann in den Gesichtern nicht mehr lesen, wie es dem Einzelnen wirklich geht. Also schaue ich aus dem Fenster und erschrecke vor der harten Maske meines Spiegelbildes.</p>
<p style="text-align: left;">Eine Gesellschaft im Erschöpfungszustand und dennoch weiter in Bewegung und die Beschleunigung scheint zuzunehmen. Wir sind fast immer in Zeitnot und sehen uns ständig neuen Erwartungen gegenüber. Alles ist möglich, aber die scheinbar grenzenlosen Wahlmöglichkeiten lassen uns einfach nicht mehr zur Ruhe kommen. Jede Entscheidung kann ein Fehler sein – ein kleiner oder auch ein großer. Gefühlte Unsicherheit macht sich breit und unsere Ängste nehmen zu. Eine ganz natürliche biologische Reaktion auf Unübersichtlichkeit und Reizüberflutung, wie bei dem Psychoanalytiker <a title="Schmidbauer" href="http://www.wolfgang-schmidbauer.de/" target="_self">Wolfgang Schmidbauer</a> zu <a title="Geo Wissen" href="http://www.geo.de/GEO/heftreihen/geo_wissen/70123.html" target="_self">lesen</a> ist. Doch statt sich Auszeiten zu nehmen, um durchzuatmen, den Angstgefühlen auf den Grund zu gehen und sich neu zu orientieren, beißen mehr und mehr Menschen die Zähne zusammen, schlucken ihre Gefühle runter und hasten weiter. Mein Mann kann ein Lied davon singen. Er fertigt in seiner Praxis immer häufiger Zahnschienen an, damit die vielen Zähne-Zusammen-Beißer und Zähne-Knirscher sich wenigstens nachts etwas entspannen können.</p>
<p style="text-align: left;">Trotz ausgeklügelter Techniken, optimalem Zeitmanagement und hoher Verstandesleistung will uns das Leben einfach nicht leichter von der Hand gehen. Wir erhöhen zwar ständig unsere Effizienz, Zufriedenheit oder das Gefühl von innerer Sicherheit wollen sich dadurch jedoch nicht einstellen. Wir können perfekt vorbereitet sein und dennoch sind wir nicht vor Überraschungen gefeit. Wir können unser Familienleben perfekt geplant haben und bleiben dennoch kinderlos. Wir haben uns alles über Selbstführung und Konfliktaustragung angeeignet und brechen dennoch immer wieder an der gleichen Stelle ein. Es nützt uns scheinbar nichts, rein sachlich an Entscheidungen heran zu gehen und unsere Karrieren oder unser Privatleben nur nach der Logik und Sachzwängen auszurichten.</p>
<p style="text-align: left;">Ganz im Gegenteil. Unsere Emotionen spielen für unser Verhalten und dem Gefühl emotionaler Sicherheit eine entscheidende Rolle. Sie lenken unsere Aufmerksamkeit auf die wichtigen Aspekte unseres Lebens. Sie helfen uns, uns an gelernte Erfahrungen zu erinnern. Sie unterstützen uns bei der Sortierung der unzähligen Sachargumente, die unser Intellekt vor einer Entscheidung erarbeitet hat.</p>
<p style="text-align: left;">Nur dafür muss ich sie erst wieder wahrnehmen und für mich deuten können. Das gelingt mir jedoch nicht, wenn ich mit meiner Aufmerksamkeit oder Sorge immer nur in der Zukunft bin. Das gelingt mir auch nicht, wenn ich ständig im Tun bin oder mich zwinge, in der mir (von außen oder von mir selbst) zugedachten Rolle zu funktionieren, ohne die dahinter stehende Motivation zu hinterfragen.</p>
<p style="text-align: left;">An Tagen, an denen ich mich vor der Maske in meinem Gesicht erschrecke, spüre ich mich kaum noch. Wenn ich Glück habe, fühle ich meine Verspannungen im Rücken, mein inneres Getriebensein oder mein Gedankenkarussell, das nicht aufhören will, sich immer um das gleiche Thema zu drehen. Mittlerweile nehme ich diese Signale als Hinweiszeichen, dass ich langsam in eine Schieflage gerate. Dann versuche ich bewusst für einen Moment innezuhalten. Selten komme ich sofort auf die genaue Ursache, aber immer ist es so, dass meine Selbststeuerung „versagt“ – Ich bin zu sehr im Kopf (bin übersteuert) oder hänge in alten Emotionen (basierend auf meinen bisherigen Erfahrungen) fest, die mich steuern. Auf jeden Fall arbeiten Verstand und Gefühl nicht miteinander, sondern das eine hat das andere „lahm“ gelegt und die alleinige Regie übernommen. Kein Wunder, dass hierunter dann auch meine Motivation leidet, denn ich verliere an innerer Sicherheit und innerer Orientierung. Verbleibe ich in dieser Einseitigkeit, bleibt mir nichts anderes übrig, als vermeintliche Absicherungen im Außen zu suchen.</p>
<p style="text-align: left;">Nehme ich mir jedoch die Zeit, mich bewusst in mich einzufühlen und meine Wahrnehmung an der realen Situation im Hier und Jetzt zu prüfen, werde ich mindestens zwei Alternativen finden, wie ich mich erfolgreich verhalten kann. Ich werde erkennen, ob meine Gefühle aus der Situation entstanden oder von schlechten früheren Erfahrungen herrühren und ich werde erkennen, ob das vermeintlich logisch richtige auch emotional zur entsprechenden Situation passt. Dann brauche ich dieser Erkenntnis nur noch vertrauen: ich werde die für mich richtigen Worte, die für mich richtige Tonlage, den für mich richtigen Gesichtsausdruck und das für mich richtige Verhalten finden. Und alle um mich herum werden dies als „stimmig“ und authentisch ebenfalls spüren.</p>
<p style="text-align: left;">Das bringt mir emotionale Intelligenz: ich gewinne innere Sicherheit und Entscheidungsstärke – ich erhöhe meine Selbstwirksamkeit. Ich bin nicht länger die Getriebene, ich treibe die Dinge an oder ich lasse die Dinge auch einmal ruhen. Denn am klügsten handeln wir, wenn wir Rationalität und Emotionen Hand in Hand gehen lassen, d.h. wenn wir unsere Gedanken von Gefühlen lenken lassen und unsere Gefühle wiederum vom Verstand auf die derzeitige Situationsadäquatheit hin überprüfen. Wir werden „gefühlsklug“ oder verhalten uns nach <a title="EQ" href="http://www.amazon.de/EQ-Emotionale-Intelligenz-Daniel-Goleman/dp/3423360208#reader_3423360208" target="_self">Goleman</a> „<a title="EQ-Training" href="http://www.cit-consult.de/cms/mit-gefuehl-zu-mehr-erfolg.html" target="_self">emotional intelligent</a>“.</p>
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		<title>Der Wert Emotionaler Intelligenz</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 13:29:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einem Telefoninterview wurde ich am Dienstag gefragt: &#8220;Was verstehen Sie unter Emotionaler Intelligenz?&#8221; Vor meinem inneren Auge lese ich den Chart aus unserem EQ-Training ab: &#8220;Emotionale Intelligenz heißt, seine Emotionen erfolgreich managen. Das heißt, erst wenn ich in meinen Gefühlen Sicherheit gefunden habe, kann ich auf die Gefühle anderer Einfluss nehmen,&#8221; ergänze ich. &#8220;Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/EQ.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-1028" title="EQ" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/EQ.gif" alt="" width="101" height="101" /></a>In einem Telefoninterview wurde ich am Dienstag gefragt: <a href="http://www.cit-consult.de/cms/emotionale-intelligenz-seminar.html" target="_blank">&#8220;Was verstehen Sie unter Emotionaler Intelligenz?&#8221;</a> Vor meinem inneren Auge lese ich den Chart aus unserem EQ-Training ab: &#8220;Emotionale Intelligenz heißt, seine Emotionen erfolgreich managen. Das heißt, erst wenn ich in meinen Gefühlen Sicherheit gefunden habe, kann ich auf die Gefühle anderer Einfluss nehmen,&#8221; ergänze ich. <a href="http://www.cit-consult.de/cms/mit-gefuehl-zu-mehr-erfolg.html" target="_blank">&#8220;Und wie werde ich emotional intelligent?&#8221;</a> fragt die Dame. <span id="more-1021"></span></p>
<p style="text-align: left;">Emotionale Intelligenz entsteht aus der Summe meiner persönlichen Erfahrungen, ist also auch mit dem Begriff &#8216;Reife&#8217; zu erklären. Das heißt, je vielseitiger meine Erfahrungen sind und je bewusster ich diese reflektiert habe, desto mehr Sicherheit finde ich in meinen Emotionen. Gefühle wie Angst und Freude, Wut und Trauer, Lust und Ekel, Liebe, Hass und Sehnsucht sind ja die Folge von gemachten oder vermiedenen Erfahrungen. Kann ich negative Erfahrungen in meinem Leben nicht revidieren, werde ich diese Situationen meiden und bleibe in meinem Handlungsspielraum eingeschränkt.</p>
<p style="text-align: left;">Seine Emotionale Intelligenz zu entwickeln heißt also, seine Ängste zu überwinden und neue Erfahrungen zu machen. Das beginnt im Elternhaus, setzt sich in Kindergarten und Schule fort und entwickelt sich in der Arbeitswelt zur entscheidenden Kompetenz: Wer aufgrund eines zu behüteten Elternhauses oder mangelnder Herausforderungen in seinem Leben nicht gelernt hat, mit Niederlagen umzugehen, ist den beruflichen Anforderungen emotional oft nicht gewachsen und muss diese nachholen. Das kann dann im geschützten Rahmen eines <a href="http://www.cit-consult.de/cms/mit-gefuehl-zu-mehr-erfolg.html" target="_blank">Selbsterfahrungstrainings</a> geschehen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Was sind die Vorteile Emotionaler Intelligenz?</strong> Je vielseitiger meine Erfahrungen sind, desto mehr Sicherheit fühle ich in mir, weil kritische Situationen weniger Angst besetzt sind und ich konstruktive Wege sehe. Das hilft mir, mit schwierigen Situationen und Menschen souveräner umzugehen. Diese selbstbewusste Ausstrahlung hilft schon, viele Probleme zu vermeiden, und meine Energie kann ich dann auf das Lösen der Probleme konzentrieren, statt sie zum Dramatisieren oder für das Aufrechterhalten einer &#8220;Selbstsicherheits-Maske&#8221; zu verschwenden. Selbstbewusste Menschen erkennt man deshalb daran, dass sie ihre emotionalen Schwächen kennen und den Mut haben, diese offen zuzugeben. Dafür erhalten sie in der Regel viel Anerkennung und Wertschätzung durch ihre Mitmenschen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Ist Emotionale Intelligenz auch in der Teamarbeit von Bedeutung?</strong> Ein ideales Team soll ja mehr leisten können, als die Summe seiner Mitglieder. So gesehen ist die Emotionale Intelligenz in einem Team von noch höherer Bedeutung als für den Einzelnen. Wer Schwierigkeiten im Umgang mit seinen Gefühlen hat, trägt diese zwangsläufig mit in die Gruppe und wird dort in bestimmten Situationen als Störfaktor wirken. Schon ein Teammitglied kann mit seinen persönlichen Problemen den Teamgeist zerstören, sind es mehrere, die hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt sind, wird echte Teamarbeit unmöglich. Dann verkommt die Gemeinschaft zur Arbeitsgruppe, die nur Dienst nach Vorschrift macht.</p>
<p style="text-align: left;">Andererseits kann ein Team aus mehreren emotional intelligenten Mitgliedern eine ungeahnte Leistungsfähigkeit entwickeln. Voraussetzungen für ein solches Erfolgsteam ist einerseits die Zusammensetzung des Teams aus möglichst unterschiedlichen, sich ergänzenden Kompetenzträgern und andererseits der wertschätzende, tolerante Umgang miteinander. Jeder muss seinen Platz im Team finden und ausfüllen, um sich als wertvoller Teil des Ganzen zu fühlen. Das ist gelebte Emotionale Intelligenz.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Wie beurteilen Sie die Emotionale Intelligenz deutscher Führungskräfte?</strong> Nach meinen Erfahrungen wird in Deutschland hauptsächlich über Angst geführt. Das spricht nicht für eine hohe Emotionale Intelligenz der Führungskräfte. Wer mit Angst führt, ist sich seiner eigenen Ängste nicht bewusst oder kann nicht damit umgehen und gibt sie einfach nach unten weiter. Emotional intelligente Führungskräfte wissen das ganze Spektrum der Gefühle der Situation und dem Mitarbeiter gemäß konstruktiv und zielführend einzusetzen. Angst darf nur in Krisensituationen eine Rolle spielen, weil Angst und Stress krank machen. Die stetig steigenden Kosten unseres Gesundheitssystems sind ein Beleg dafür.</p>
<p style="text-align: left;">Deshalb sehe ich in Deutschland einen dringenden Handlungsbedarf in der Ausbildung emotional intelligenter Führungskräfte. Es kann nicht sein, dass verwöhnte Elitekinder ohne sozialverträgliche Erziehung über Eliteuniversitäten zu Führungswesen dressiert und auf die Menschheit losgelassen werden, weil sie nie in ihrem Leben gelernt haben, anderen Menschen auf Augenhöhe zu begegnen und sie Kraft ihrer Erfahrung und Persönlichkeit vom Wert ihrer Entscheidungen zu überzeugen. Diese Personen tun mir ebenso leid wie die Mitarbeiter, die unter ihnen zu leiden haben, weil ihnen keine Zeit gelassen wird zu reifen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Was wünschen Sie sich für die Emotionale Intelligenz unserer Gesellschaft?</strong> Dass wir unsere Gier und unseren Egoismus ablegen und mehr Gemeinschaftssinn und Toleranz für die Andersartigkeit unserer Mitmenschen entwickeln.</p>
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		<title>Frechheit siegt!</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Sep 2011 15:07:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Zeiten, in denen das weltweite Finanzsystem aus den Fugen gerät und konservative Werte kaum noch jemanden interessieren, muss es erlaubt sein zu hinterfragen, ob mit regulären Mitteln in unserem Land noch etwas zu bewegen oder gar zu verändern ist. Bei der Berliner Landtagswahl am Sonntag erhalten die Piraten fast 130.000 Zweitstimmen und stellen für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Bewerbung.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-941" title="Bewerbung" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Bewerbung.gif" alt="" width="140" height="68" /></a>In Zeiten, in denen das weltweite Finanzsystem aus den Fugen gerät und konservative Werte kaum noch jemanden interessieren, muss es erlaubt sein zu hinterfragen, ob mit regulären Mitteln in unserem Land noch etwas zu bewegen oder gar zu verändern ist. Bei der Berliner Landtagswahl am Sonntag erhalten die Piraten fast 130.000 Zweitstimmen und stellen für die kommenden Jahre 15 Sitze im Landtag! Deren ironisch anarchistisches Programm ist für 9% der Wähler die richtige Antwort auf ein politisches System, das zur Bedeutungslosigkeit verkommen und nur noch mit Humor zu ertragen ist. Fast zeitgleich veröffentlicht Horizont.net ein Werbevideo des Springer Konzerns, mit dem nach Unternehmertalenten aus dem digitalen Umfeld gesucht wird. Auch hier die ironische Botschaft: Mit Respektlosigkeit kommst du bis in die Chefetagen! Sind das die Macher von morgen? <a href="http://www.horizont.net/aktuell/medien/pages/protected/Medium-is-the-fucking-Message!-Springer-Chef-Doepfner-geht-unter-die-Laienschauspieler_102687.html" target="_blank">&#8220;Medium is the fucking Message&#8221;</a> absolut sehenswert!</p>
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		<title>Wir sind das, was wir zu sein vorgeben</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Sep 2011 10:04:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Richard David Precht philosophiert in diesem Video über die schwierige, ja fast unmögliche Suche nach einer Identität in der heutigen Medien-Gesellschaft. Präzise formuliert. Plakativ visualisiert. Brillante Gesellschaftskritik in 3 Minuten 18.
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			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Identitaet1.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-936" title="Identitaet" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Identitaet1.gif" alt="" width="120" height="67" /></a>Richard David Precht philosophiert in diesem Video über die schwierige, ja fast unmögliche Suche nach einer <a href="http://www.youtube.com/watch?v=TJgU5tSZ52g" target="_blank"><strong>Identität</strong></a> in der heutigen Medien-Gesellschaft. Präzise formuliert. Plakativ visualisiert. Brillante Gesellschaftskritik in 3 Minuten 18.</p>
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		<title>Auf der Suche</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 06:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula Bemmann-Wöschler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230; nach Erfüllung, sich endlich einmal erfüllt fühlen oder wenigstens nicht mehr so leer, ein klein wenig erfüllt sozusagen, halb voll vielleicht und dazu brauche ich&#8230; Dich. Mittlerweile habe ich, was Dich betrifft, auch ganz bestimmte Vorstellungen. Und was tut meine Generation, wenn sie etwas braucht? Sie geht „shoppen“.
Ein weiß getünchter, schlauchförmiger Raum, Fabrikarchitektur, keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/shoppen-150x150.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-897" title="shoppen-150x150" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/shoppen-150x150.gif" alt="" width="100" height="100" /></a>&#8230; nach Erfüllung, sich endlich einmal erfüllt fühlen oder wenigstens nicht mehr so leer, ein klein wenig erfüllt sozusagen, halb voll vielleicht und dazu brauche ich&#8230; Dich. Mittlerweile habe ich, was Dich betrifft, auch ganz bestimmte Vorstellungen. Und was tut meine Generation, wenn sie etwas braucht? Sie geht „shoppen“.<span id="more-884"></span></p>
<p style="text-align: left;">Ein weiß getünchter, schlauchförmiger Raum, Fabrikarchitektur, keine Ablenkung, kein Schnickschnack, nichts, was die Konzentration auf&#8217;s Wesentliche behindern könnte. Die Zeit gibt den Takt vor und bedient sich eines Moderators mit Trillerpfeife zur Einhaltung der Wechsel aller im Fünf-Minuten-Takt. Neun Frauen, neun Männer, ein Ziel: sich den richtigen Partner einzukaufen.</p>
<p style="text-align: left;">In jeder Gestik, jeder Aussage, jeder Frage schwingen die eigene Geschichte, die Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen. Bei fünf Minuten Zeitlimit kann und will nicht jeder zimperlich sein. Schnell wird klar, den heutigen Großstadtsingle kann man nicht über einen Kamm scheren. Er ist beruflich erfolgreich, manchmal auch nicht, gibt sich offen und steckt doch voller Vorurteile. Der sensible Beobachter erfährt viel, aber nur sehr wenig über eine aussichtsreiche Passung. Und dennoch werden am Ende Namen angekreuzt und Telefonnummern frei gegeben. Jeder will zumindest ein „Teilchen“ ergattern, denn keiner will umsonst gekommen sein. Am Schluss die trügerische Hoffnung, dass sich das Teil im natürlichen Lichte als anziehender heraus stellt.</p>
<p style="text-align: left;">Ich liebe den Film <a title="shoppen" href="http://www.youtube.com/watch?v=P8y6WkInH5s" target="_blank">„shoppen“</a> von Ralf Westhoff, der gestern mal wieder auf einem der <a title="BR" href="http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/film-und-serie/shoppen-film-ralf-westhoff-ID1246264593509.xml" target="_blank">Dritten</a> lief. Weil er auf eine so wertschätzende, emotionale und authentische Art und Weise über die 18 Protagonisten das Ringen um Identität, Sinn und persönliche Erfüllung einer Generation spiegeln lässt, die zwar beruflich Karriere macht, gutes Geld verdient und sich alle materiellen Wünsche erkauft, aber sich keine Zeit mehr nimmt, auf die Suche nach den wahren inneren Bedürfnissen zu gehen und in Beziehung mit anderen zu reifen.</p>
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		<title>Mehr Raum für die Sensiblen!</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Aug 2011 15:11:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit 20 bescheinigten mir die Psychologen des Arbeitsamtes nach einem Berufseignungstest, dass ich eine hochsensible Persönlichkeit sei. Nun war das grundsätzlich nichts Neues für mich. Als ängstliches Kind hatte ich derbe Altersgenossen und Prügeleien immer gemieden. Ich las viel, pflegte meine musischen Interessen und fand das OK so. Neu für mich war, dass mir diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/MartinaTaylor.pixelio1.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-874" title="MartinaTaylor.pixelio" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/MartinaTaylor.pixelio1.gif" alt="" width="120" height="96" /></a>Mit 20 bescheinigten mir die Psychologen des Arbeitsamtes nach einem Berufseignungstest, dass ich eine hochsensible Persönlichkeit sei. Nun war das grundsätzlich nichts Neues für mich. Als ängstliches Kind hatte ich derbe Altersgenossen und Prügeleien immer gemieden. Ich las viel, pflegte meine musischen Interessen und fand das OK so. Neu für mich war, dass mir diese Diagnose mit einem ernsthaft-bedauernden Mitgefühl überbracht wurde, so als hätte ich eine unheilbare Krankheit.<span id="more-869"></span></p>
<p style="text-align: left;">Ich kann mich nicht mehr erinnern, welche Berufsfelder man mir damals empfahl, aber dieses merkwürdige Verhalten habe ich bis heute nicht vergessen. Unabhängig von diesem Eignungstest entschied ich mich für den Beruf des Grafik-Designers, in dem mir mein Feingefühl, meine Kreativität und Sensibilität sehr von Nutzen sein sollten.</p>
<p style="text-align: left;">Aber schon mit der ersten Berufserfahrung musste ich auch feststellen, dass es mir schwer fiel, mich den Arbeitsbedingungen im Unternehmen anzupassen. Mir als Mimose fehlte die Ruhe, die Vertrautheit und der stimmige Rahmen, meine Qualitäten entwickeln und ausspielen zu können. Die Organisation und Gruppendynamik am Arbeitsplatz empfand ich als ungeheuer störend und leistungshemmend. Ich war total unzufrieden mit mir und meiner Umgebung und wurde immer häufiger krank.</p>
<p style="text-align: left;">Also blieb mir nur die Flucht in die Selbständigkeit, um das für mich passende Arbeitsumfeld selbst schaffen zu können. Hier blühte ich auf und hatte große Freude an meinem Tun. Meine Firma wuchs mit den Aufgaben. Ich stellte Mitarbeiter ein, die zu mir passten und es gelang mir immer wieder, hoch produktive Teams zusammenzuführen. Wir arbeiteten viel, aber wir hatten den Ruf, die besten Arbeitsbedingungen in der Branche zu haben. Ich hatte einen Rahmen für sensible Menschen geschaffen, in dem wir uns weitgehend wohl fühlen konnten.</p>
<p style="text-align: left;">Je größer aber die Organisationen wurden, für die wir arbeiteten, desto weniger ging es um unsere Leistung. Kundengewinnung und Kundenbindung wurden immer häufiger zum politischen Kraftakt. Es ging darum, Beziehungen zu pflegen, Mehrheiten zu gewinnen und die Fäden zu ziehen. Ich wurde mit Schmiergeldforderungen und Bestechungsversuchen konfrontiert – verlor zunehmend den Glauben an meine Umwelt und den Spaß an meiner Arbeit.</p>
<p style="text-align: left;">Und wieder trat ich die Flucht nach vorn an. Mit der Gründung des Instituts CIT schuf ich mir eine neue Herausforderung, nämlich die, Führungskräfte und Organisationen darin zu unterstützen, die Unternehmenskulturen und Arbeitsbedingungen so zu verbessern, dass alle Mitarbeiter ihre Potentiale nutzen und entsprechend ihrer Fähigkeiten zum Einsatz bringen können. Im Speziellen betrifft das die Gruppe der hochsensiblen Persönlichkeiten, denen in der Ellenbogengesellschaft nicht mehr der Raum gegeben wird, sich zu entfalten.</p>
<p style="text-align: left;">Dabei sind gerade sie es, die uns die Ideen, die Inspiration und die Innovation für die Zukunft geben können und müssen. Die Sensiblen sind die Teamplayer, die für die Gemeinschaft denken und handeln. Sie sind die Querdenker, die auch in Krisen neue Wege und Lösungen finden. Sie leiden unter dieser manisch-egoistischen Gesellschaft mehr als andere, deshalb spüren sie früher, wenn etwas schief läuft und können enorme Energien entwickeln, sich für ihre Ideale einzusetzen.</p>
<p style="text-align: left;">Mir liegt es heute besonders am Herzen, diese Menschen dabei zu unterstützen, Mut, Selbstbewusstsein und Authentizität zu entwickeln. Für sie ist es besonders wichtig, sich nicht verbiegen zu lassen, sondern für sich und ihre Werte zu kämpfen. Ich selbst musste nicht nur den Arbeitnehmerstatus aufgeben, sondern auch den Beruf wechseln, um andere an meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen und zur Zufriedenheit zurück zu finden.</p>
<p style="text-align: left;">In meinen Trainings, besonders in <a href="http://www.cit-consult.de/cms/mit-gefuehl-zu-mehr-erfolg.html" target="_blank">EQ1 – Mit Gefühl zu mehr Erfolg</a> können sensible Persönlichkeiten und Führungskräfte die Erfahrung machen, welche Bedingungen sie benötigen, um erfolgreicher und zufriedener zu werden. Wer einmal ein solches Training durchlebt hat, weiß, was ihm zum Glück fehlt. Dann fällt es leichter, sein Leben in die Hand zu nehmen und sich auf den Weg zu machen. Sensibilität ist nämlich keine Krankheit, sondern eine Gnade, wenn man gelernt hat, sie wertzuschätzen und zu nutzen.</p>
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		<title>Hochsensible Mitarbeiter sind wichtig fürs Unternehmen</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Aug 2011 09:56:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zählen Sie auch zu den gewissenhaften, kreativen Menschen? Fühlen Sie sich vom Lärm am Arbeitsplatz oft abgelenkt und können sich schlecht konzentrieren? Haben Sie oft das Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug, weil zu viel auf Sie einstürmt? Dann zählen Sie wahrscheinlich auch zu den hochsensiblen Personen (HSP), die unter dem Stress der modernen Arbeitswelt zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/PetraMoje.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-863" title="PetraMoje" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/PetraMoje.gif" alt="" width="120" height="85" /></a>Zählen Sie auch zu den gewissenhaften, kreativen Menschen? Fühlen Sie sich vom Lärm am Arbeitsplatz oft abgelenkt und können sich schlecht konzentrieren? Haben Sie oft das Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug, weil zu viel auf Sie einstürmt? Dann zählen Sie wahrscheinlich auch zu den hochsensiblen Personen (HSP), die unter dem Stress der modernen Arbeitswelt zu leiden haben. Der <a href="http://www.business-wissen.de/personalmanagement/soft-skills-der-mitarbeiter-nutzen/" target="_blank">Artikel von Petra Moje</a> erklärt, warum hochsensible Menschen für jedes Unternehmen wichtig sind und welche Arbeitsbedingungen notwendig sind, um deren Leistungspotentiale zu nutzen und zu fördern.</p>
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		<title>Zu schön um echt zu sein</title>
		<link>http://www.cit-consult.de/blog/emotionale-intelligenz/zu-schon-um-echt-zu-sein/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 17:34:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Heidrun Dahlmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem die britische Behörde zur Überwachung von Werbung ASA zwei Werbe-Kampagnen für Anti-Aging-Produkte von L&#8217;Òréal und Lancome wegen zu starker Retuschen gestoppt hatte, entbrannte ein Glaubenskrieg über die digitale Nachbearbeitung in der Beautybranche. Traditionalisten wie Grey in Düsseldorf sehen nichts Verwerfliches darin, Kundinnen mit digitaler, falscher Schönheit zu manipulieren, während Dove die Gunst der Stunde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/Augen.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-855" title="Augen" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/Augen.gif" alt="" width="98" height="58" /></a>Nachdem die britische Behörde zur Überwachung von Werbung ASA zwei Werbe-Kampagnen für Anti-Aging-Produkte von L&#8217;Òréal und Lancome wegen zu starker Retuschen gestoppt hatte, entbrannte ein Glaubenskrieg über die digitale Nachbearbeitung in der Beautybranche. Traditionalisten wie Grey in Düsseldorf sehen nichts Verwerfliches darin, Kundinnen mit digitaler, falscher Schönheit zu manipulieren, während Dove die Gunst der Stunde nutzt und mit einem Aufklärungsspot für natürliche Schönheit und gegen Photoshop-Retuschen wirbt. Auf 10 Seiten berichtet <a href="http://www.horizont.net/aktuell/marketing/pages/protected/show.php?id=102059&amp;page=1&amp;params=" target="_blank">horizont.net</a> über die reklamierten Motive und was <a href="http://www.youtube.com/watch?v=iYhCn0jf46U" target="_blank">Dove</a> daraus gemacht hat. Sollte das die Wende der Werbebranche hin zu mehr Glaubwürdigkeit und Authentizität sein? Spannend!</p>
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