Echte Gefühle lassen Gehirne im gleichen Takt schwingen

Geschrieben von Michael Blochberger
21.08.2011

Die Max-Planck-Forscherin Tania Singer versucht das Geheimnis des menschlichen Mitfühlens und der Resonanz von Gehirnen zu entschlüsseln

Wenn wir beobachten, wie sich jemand mit dem Hammer auf den Daumen schlägt, leiden wir gleichsam mit. Die Fähigkeit zu Mitgefühl und Empathie sind wichtige Voraussetzungen für das soziale Miteinander. Bislang ist allerdings erst wenig darüber bekannt, was sich in unseren Gehirnen abspielt, wenn wir empathisch sind. Professorin Tania Singer, Direktorin der Abteilung für Soziale Neurowissenschaft am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig, erforscht die menschliche Empathie. Im Interview mit Norbert Lossau erfahren Sie mehr. Und auf diesem Seminar kann man das entwickeln.

Unser Leben im sozialen Jetlag

Geschrieben von Paula Bemmann-Wöschler
14.07.2011

Jeden Morgen das gleiche Szenario: Der Wecker klingelt immer um die gleiche Zeit. Mein Freund springt auf, ist voller Energie und Tatendrang und oben drauf auch noch gut gelaunt. Welch ein fulminanter Start in den Tag! Es tut mir fast weh beim Zuschauen. Denn ich quäle mich, verspüre überhaupt keinen Drang aufzustehen. Meine Augen sind wie zugeschweißt, ich fühle mich kraftlos und muss mich aus dem Bett wälzen, sonst schlafe ich sofort wieder ein. Nach Dusche und Kaffee erwachen allmählich meine Lebensgeister. Damit liege ich im Durchschnitt der Deutschen, die täglich kurz vor halb sieben aufstehen, rund zwei Stunden früher als ihr natürlicher Biorhythmus tickt. weiter »

Ich und die Zeit: Wer hat hier wen im Griff?

Geschrieben von Michael Blochberger
12.07.2011

Auch ich zähle zu den Menschen, die hohe Ansprüche an sich selbst stellen, sich häufig zu viel vornehmen oder sich im Alltag unter Zeitdruck setzen lassen. Dann werde ich unzufrieden mit mir selbst, manchmal sogar unerträglich – gerade weil ich diesen Zustand nicht mit meinem Bild von einem souveränen Trainer und Coach in Einklang zu bringen weiß. Um so wichtiger ist es für mich, auf Stresssituationen optimal vorbereitet zu sein. weiter »

Schweinemast und Weiterbildung

Geschrieben von Michael Blochberger
27.06.2011

Letzte Woche in Mönchengladbach. Am Wochenende drei Tage in München. Morgen zwei Tage Organisationsentwicklung in Hannover. Zehn Arbeitstage in drei verschiedenen Seminarhotels. Da sind zwei Nächte im eigenen Bett wie Urlaub! Wäschewechsel, Handouts drucken, Medien checken, weiter geht’s… weiter »

Über den Umgang mit der Angst

Geschrieben von Michael Blochberger
16.06.2011

An einer Frage in unserem Online-Test zur Emotionalen Intelligenz scheiden sich regelmäßig die Geister: Auf die Aussage “Ich bin frei von Angst” antworten die einen mit häufig oder immer, die anderen mit nie oder selten. Daraus schließen zu wollen, einige Menschen hätten im Gegensatz zu anderen keine Angst, ist natürlich Unsinn, denn alle Menschen haben Angst. Was diese polarisierende Frage aber abbildet, ist die Tatsache, dass die individuelle Wahrnehmung und die Einstellung zu unseren Ängsten eine entscheidende Rolle spielt. weiter »

Mein Anti-Stress-Tag, Versuch 1.0

Geschrieben von Paula Bemmann-Wöschler
15.06.2011

Gut gelaunt, weil mal wieder so richtig erholt nach den Feiertagen, sitze ich im Auto Richtung Baden-Baden. Nein, ich lasse kein schlechtes Gewissen aufkommen, weil ich das gesamte verlängerte Wochenende im Garten lesend verbracht habe. Heute beginne ich auch nicht gleich hektisch mit dem herum telefonieren und Termine vereinbaren, während ich nebenbei mit 190 Sachen über die Autobahn düse. Ich fahre nur – und das auch noch vorschriftsmäßig, denn diese verkürzte Woche habe ich zu meinen ganz persönlichen Anti-Stress-Tagen auserkoren. Es wäre doch gelacht, wenn ich nicht selbst umsetzen könnte, wobei ich andere unterstütze. weiter »

Was machen Sie da eigentlich so?

Geschrieben von Michael Blochberger
08.06.2011

So ähnlich lautet eine Frage, die mir am Telefon oft gestellt wird. Meist bezieht sie sich auf das Training Mit Gefühl zu mehr Erfolg, wie auch gestern: Eine Dame aus der Personalentwicklung fragte nach einer detaillierten Seminarbeschreibung in Englisch, weil der Konzernvorstand in den USA Infos über die Inhalte und Ziele unseres Trainings angefordert hatte. Man sei aufgrund der ausgezeichneten Feedbacks einiger Teilnehmer auf uns aufmerksam geworden… weiter »

Je länger je lieber

Geschrieben von Michael Blochberger
30.05.2011

Nach einem Inhouse-Seminar beschwerte sich ein Teilnehmer bei seinem Arbeitgeber, ich als Trainer sei so vermessen gewesen, Begriffe aus dem Privatleben wie “Partnerschaft” oder “Beziehung” für das Berufsleben zu “missbrauchen”, wo das doch wirklich nichts zu suchen hätte… Ich darf zugeben, dass ich zunächst irritiert war, aber das Feedback war wirklich ernst gemeint! Ich musste erkennen, dass es Menschen gibt, die auch auf einer sprachlichen Trennung von Privatem und Beruflichem bestehen und nicht verstehen wollen, dass es, ganz gleich, wann und wo, immer nur um die Beziehung zwischen Menschen geht. weiter »

Drum prüfe, wer sich ewig bindet…

Geschrieben von Paula Bemmann-Wöschler
26.05.2011

… ob sich nicht noch ‘was Bess’res findet. Sich gebunden fühlen an etwas oder jemanden. – Welches spontane Gefühl entsteht bei Ihnen beim Lesen dieses Satzes? Angst, erdrückt oder gegängelt zu werden? Schuldgefühle, weil Sie gerade mit dem oder der Besseren Ihre “Erstwahl” betrügen? Scham, weil Sie sich tagtäglich dafür rächen, dass Sie damals nicht für sich geprüft haben, ob die Bindung, die Sie eingegangen sind, gut für Ihre persönliche Entwicklung ist? weiter »

Loyalität und emotionale Bindung

Geschrieben von Michael Blochberger
25.05.2011

Die Kollegen betreten lachend den Raum und schauen sich um. Alle tragen das gleiche schwarze T-Shirt mit dem grünen Firmenzeichen auf der Brust, das auch Unbeteiligten deutlich macht: Wir kommen aus dem gleichen Stall. Aber auch ohne diese äußerliche Symbolik ist für jeden aufmerksamen Beobachter spürbar, dass diese Menschen zusammen gehören: Ihre Mimik, ihre Körpersprache, die vertraute Art miteinander umzugehen, lässt keinen Zweifel daran zu, dass sie sich mit dem, was sie tun, identifizieren. weiter »