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		<title>Endspiel</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Jul 2010 14:56:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>polo</dc:creator>
				<category><![CDATA[Besondere Gefühle]]></category>
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		<description><![CDATA[Also eigentlich interessiere ich mich überhaupt nicht für Fußball. Aber wir verbringen gerade unseren Sommerurlaub in Spanien und seit 3 oder 4 Tagen schießen hier die rot-gelb-roten Fahnen nur so aus dem Boden. An Autos, an Balkonen, an Rucksäcken und an Bäumen weht jetzt plötzlich die spanische Flagge, die man sonst nur aus verstaubten Amtszimmern [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Kiosco2.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-324" title="Kiosco" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Kiosco2.gif" alt="" width="150" height="100" /></a>Also eigentlich interessiere ich mich überhaupt nicht für Fußball. Aber wir verbringen gerade unseren Sommerurlaub in Spanien und seit 3 oder 4 Tagen schießen hier die rot-gelb-roten Fahnen nur so aus dem Boden. An Autos, an Balkonen, an Rucksäcken und an Bäumen weht jetzt plötzlich die spanische Flagge, die man sonst nur aus verstaubten Amtszimmern kennt.<span id="more-314"></span></p>
<p style="text-align: left;">Also beschließen wir, das Endspiel gemeinsam mit den begeisterten Spaniern in einer Bar zu erleben. Genauso müssen auch alle Holländer auf der Insel gedacht haben. Die kleinen Bars und Restaurants an der Strandpromenade sind völlig überfüllt. Erst in der Halbzeitpause ergattern wir  einen Tisch mit Blick auf einen der Bildschirme. Die Stimmung ist super, auch wenn wir auf die Entfernung nicht viel erkennen können. Schon am <em>no</em> oder <em>arriba</em> der Spanier und den gegensätzlichen <em>mooi</em> oder <em>nee </em>der Niederländer ist zu erkennen, wie sich das Spiel entwickelt. Aber was soll&#8217;s — es stört ja auch niemanden, dass die Kellner oft sprachlos mit ihren Gläsern und Tellern vorm Fernseher stehenbleiben.</p>
<p style="text-align: left;">Als dann wenige Minuten vor Schluss der Verlängerung das einzige Tor fällt, sind die Spanier nicht mehr zu halten und die große Party beginnt. Wo konnten die Spanier nur so schnell so viele rote Trikots und noch viel mehr Flaggen auftreiben, in die sie sich selbst auch noch einwickeln? Dabei fällt kein abfälliges Wort über die Verlierer des Spiels. Alle werden in den Freudentaumel mit einbezogen. Auch wir, die wir eindeutig als Nicht-Spanier zu erkennen sind, können gar nicht anders als hier mit der ganzen spanischen Nation mitzufeiern.<a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Torro2.gif"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-320" title="Torro2" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Torro2-150x134.gif" alt="" width="150" height="134" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Es wurde noch ein lange Nacht und meine Begeisterung für diesen völlig unverkrampften Patriotismus der Spanier will gar nicht aufhören. Ist das jetzt das Sommermärchen, das die Deutschen erstmals vor 4 Jahren erlebten? Was so eine WM doch alles bewirken kann!! Vielleicht ist Fußball doch gar nicht so übel?!</p>
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		<title>Verlierer in Spanien</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Jul 2010 22:47:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir lieben dieses Land, in dem wir die schönsten Wochen des Jahren verbringen. Wir lieben das sommerliche Klima, die Lebensfreude der Menschen und ihre Fußballbegeisterung, die Bars und Kiosquos in denen jeden Abend irgendein Fußballspiel übertragen wird. Und wir haben uns darauf gefreut, hier die Fußball-WM zu erleben. Muss es denn ausgerechnet dazu kommen, dass [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Flaggen6.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-311" title="Flaggen" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/07/Flaggen6.jpg" alt="" width="141" height="68" /></a>Wir lieben dieses Land, in dem wir die schönsten Wochen des Jahren verbringen. Wir lieben das sommerliche Klima, die Lebensfreude der Menschen und ihre Fußballbegeisterung, die Bars und Kiosquos in denen jeden Abend irgendein Fußballspiel übertragen wird. Und wir haben uns darauf gefreut, hier die Fußball-WM zu erleben. Muss es denn ausgerechnet dazu kommen, dass Deutschland im Halbfinale auf Spanien trifft&#8230;?<span id="more-298"></span> Wir haben uns nicht getraut, das Spiel gemeinsam mit den Residentes in einer der Bars zu erleben, sondern haben es zu Hause gesehen, schließlich waren wir uns nicht sicher, wie unsere Begeisterung für die jungen Deutschen von den Spaniern aufgenommen wird. Ebenso feige wie wir hat die Deutsche Mannschaft gespielt, sich in ihrer Hälfte eingeigelt und nicht gezeigt, was wirklich in ihr steckt. Wer nicht den Mut hat, nach vorne zu spielen, muss sich nicht wundern, wenn er verliert. Ich kann ihr da keinen Vorwurf machen, habe aber spontan beschlossen, das Finale gegen die Niederlande im Kiosquo zu erleben, um mit den Siegern jubeln zu können.</p>
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		<title>Entschleunigung auf Spiekeroog</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jun 2010 14:20:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zur Vorbereitung mehrerer Workshops machen wir uns früh am Morgen auf den Weg, um die erste Fähre auf die Insel Spiekeroog zu erreichen. Die Tiede ist günstig. Wir haben zweieinhalb Stunden Zeit, um vor Einsetzen der Ebbe aufs Festland zurückkehren zu können. Schon auf dem Weg durch Ostfriesland geraten wir in den Berufsverkehr und müssen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Standort2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-292" title="Standort2" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Standort2.jpg" alt="" width="175" height="100" /></a>Zur Vorbereitung mehrerer Workshops machen wir uns früh am Morgen auf den Weg, um die erste Fähre auf die Insel Spiekeroog zu erreichen. Die Tiede ist günstig. Wir haben zweieinhalb Stunden Zeit, um vor Einsetzen der Ebbe aufs Festland zurückkehren zu können. Schon auf dem Weg durch Ostfriesland geraten wir in den Berufsverkehr und müssen feststellen, hier hat es keiner wirklich eilig, zur Arbeit zu kommen. Nervös schaue ich auf mein Navi. Die dort angegebene Ankunftszeit entspricht bald der Abfahrtszeit der Fähre. Es wird eng und die letzten Kilometer muss ich richtig Gas geben, um am Fähranleger noch Tickets lösen zu können. <span id="more-289"></span></p>
<p style="text-align: left;">Auch auf der Fähre hat man die Ruhe weg. Nach 40 langen Minuten durch die Priele erreichen wir den Hafen der Insel und der Manager des Hauses geleitet uns zu Fuß über einen Umweg durchs idyllische Dorf zum Seminarhaus. Als wir endlich unter einem Sonnenschirm am Besprechungstisch Platz nehmen und einen Kaffee vor uns haben, ist die erste Stunde schon um. Wir müssen noch die Räumlichkeiten besichtigen, unzählige organisatorische Fragen klären und uns über die Kosten einigen. Da wird uns bewusst: Auf einer autofreien Insel hat unser Zeitplan keine Berechtigung mehr. Wir müssen unsere Abreise um eine Tiede verschieben, um in Ruhe alle Details klären zu können.</p>
<p>Und wir gewinnen fünf Stunden unverplante Freizeit. Zeit, in die Inselatmosphäre einzutauchen und unsere innere Anspannung abzulegen. Wie Statisten in einem Phantasiefilm, schlendern wir durch die schmalen Gassen des irrealen Spielzeugdorfes, genießen ein leichtes Essen in einem der stillen Gartenrestaurants, spazieren durch die einsamen Dünen zum endlosen Strand, beobachten die Silhouetten der Frachter, die in unerträglicher Langsamkeit über den fernen Horizont gleiten. Zeit und Ziel verlieren ihre Bedeutung. Keine Frage: Dies ist der ideale Ort für unsere Workshops zum Thema Work-Life-Balance.</p>
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		<title>Im WM-Fieber: Spiel, Spaß und Politik</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2010 19:33:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Angestiftet von den überschwänglichen Erinnerungen an die WM vor 4  Jahren stimmte ich mich am Sonntag voll Feuer und Flamme auf das erste  Deutschlandspiel ein. Wir starteten diese WM familiär im kleinen Kreis  auf unserer Terrasse und genossen bei sommerlichen Temperaturen unser  „ppv“: private public viewing.Geladene Pfälzer und Saarländer waren nach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Fussball.jpg"><img class="alignright size-thumbnail wp-image-285" title="Fussball" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Fussball-150x150.jpg" alt="" width="135" height="135" /></a>Angestiftet von den überschwänglichen Erinnerungen an die WM vor 4  Jahren stimmte ich mich am Sonntag voll Feuer und Flamme auf das erste  Deutschlandspiel ein. Wir starteten diese WM familiär im kleinen Kreis  auf unserer Terrasse und genossen bei sommerlichen Temperaturen unser  „ppv“: private public viewing.<span id="more-279"></span>Geladene Pfälzer und Saarländer waren nach anfänglicher Stichelei durchaus die restliche Spielzeit innig einig in Spielanalyse und Kommentaren, im Kopfschütteln beim Verschießen unserer Chancen und im Jubel aller 4 Tore! Geht doch, mit der länderübergreifenden Verständigung!</p>
<p style="text-align: left;">Bereits kurz nach dem Spiel prophezeiten wir die am Montag eingetretenen Schlagzeilen wie: „Grandioser Auftaktsieg!“ oder „Die beste Nationalmannschaft seit&#8230;“. Und wir orakelten richtig, dass auch sofort alle schreiben werden, dass unsere Elf Weltmeister wird, wenn sie weiterhin so spielt. Natürlich habe ich mich gefreut „wie die Wutz“ und auch ich träume davon, dass wir Weltmeister werden! Aber gleich nach dem ersten gelungenen Spiel vom nun erreichbaren WM-Titel zu sprechen, halte ich für völlig überzogen.</p>
<p style="text-align: left;">Die hysterisch anmutenden Stimmungsschwankungen in unserer Gesellschaft finde ich immer wieder erstaunlich. So als gäbe es nur einen Kippschalter mit „ein“ und „aus“, „Hopp“ oder „Topp“. Joachim Löw z.B. wurde zu Beginn des Jahres noch zum üblen Raffzahn gestempelt und jetzt ist er plötzlich der Retter der Nation. Die öffentlich zelebrierte Einschleimspur von Theo Zwanziger bei der Pressekonferenz am Montag war einfach nur widerlich!</p>
<p style="text-align: left;">Und als ob wir nichts aus dem menschenverachtenden Umgang mit Formtiefs bei Poldi und Klose gelernt hätten, bereiten wir mitten in unserer Jubellaune bereits den nächsten öffentlichen Abschuss vor: Ballack. Wer hat da eigentlich noch Lust, öffentlich Rückgrad zu zeigen, einen eigenen Standpunkt zu vertreten und gegen den Strom zu schwimmen?</p>
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		<title>Gehorsam kontra Reife – Die Bundespräsidentenwahl</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 16:39:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unterschiedlicher könnten die beiden Kandidaten nicht sein: Hier der loyale Parteisoldat Christian Wulff, der in seiner unauffälligen Angepasstheit das gesichts- und charakterlose System repräsentiert: sachlich distanziert, unnahbar, funktionell, langweilig, der profillose Staatsdiener, der gefallen will. Und dort der eigenwillige Aufklärer Joachim Gauck, der selbstbestimmte Querdenker, der sich unabhängig und überparteilich für konservative Werte, Moral und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><img class="alignleft size-full wp-image-258" title="Wulff" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Wulff.gif" alt="Wulff" width="135" height="94" />Unterschiedlicher könnten die beiden Kandidaten nicht sein: Hier der loyale Parteisoldat Christian Wulff, der in seiner unauffälligen Angepasstheit das gesichts- und charakterlose System repräsentiert: sachlich distanziert, unnahbar, funktionell, langweilig, der profillose Staatsdiener, der gefallen will. <img class="alignright size-full wp-image-259" title="Gauck" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Gauck.gif" alt="Gauck" width="135" height="94" />Und dort der eigenwillige Aufklärer Joachim Gauck, der selbstbestimmte Querdenker, der sich unabhängig und überparteilich für konservative Werte, Moral und Ethik engagiert: erfahren, ehrlich, herzlich, überzeugend, authentisch, der menschliche Idealist, der verändern will.<span id="more-255"></span></p>
<p style="text-align: left;">Wer soll in den kommenden fünf Jahre Deutschland repräsentieren? Das ungeheure Echo, das die Gegenkandidatur Gaucks in Presse und Bevölkerung erfährt, zeigt, dass es um weit mehr geht, als &#8220;nur&#8221; die Wahl zum Bundespräsidenten. Am Scheideweg unserer Gesellschaft steht Gauck für den Widerstand des Individuums gegen die Systeme der Macht. Er steht für die Hoffnung der Menschen, gegen die Wulffs unserer Gesellschaft etwas verändern zu können. Vielleicht könnte Gauck dem Amt des Bundespräsidenten ganz neuen Glanz verleihen?</p>
<p style="text-align: left;">Was wir brauchen, ist ein Präsident, der den Finger in die Wunden legt und zum Aufbruch mahnt, der Menschen wie Politikern Mut macht. Christian Wulff dagegen ist die Idealbesetzung der Systemstützer: Ein blutleerer, geklonter Händeschüttler, eine Marionette der Parteistrategen, einer, der dem höchsten Amt des Staates endgültig den Stempel der Bedeutungslosigkeit aufzudrücken weiß.</p>
<p style="text-align: left;">Die Wahl zum Bundespräsidenten am 30. Juni wird über die politische Kultur in unserem Land entscheiden. War diese Wahl jemals wichtiger? Ergänzende Infos gibt&#8217;s unter <a href="http://blog.zdf.de/zdfdasblog/2010/06/wulff-oder-gauck-schicksalsfra.html" target="_blank">zdfdasblog</a> und unter <a href="http://www.wdr.de/themen/politik/deutschland/bundespraesident/amtswechsel_2010/index.jhtml" target="_blank">wdr.de</a>.</p>
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		<title>Horst Köhler verlässt das sinkende Schiff</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Jun 2010 16:27:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es sollte uns sehr nachdenklich stimmen, dass aufrichtige Menschen, die aufgrund ihres uneigennützigen Engagements vielen von uns als Vorbild dienen, keine Hoffnung mehr sehen, in dieser unserer Gesellschaft ihre Wertevorstellungen zu verwirklichen. Nach Margot Käßmann und anderen hat auch Bundespräsident Horst Köhler das Handtuch geworfen. Wie schlimm muss es kommen, dass ein Finanzexperte in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><img class="alignleft size-full wp-image-245" title="Horst.Koehler" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/06/Horst.Koehler.gif" alt="Horst.Koehler" width="162" height="126" />Es sollte uns sehr nachdenklich stimmen, dass aufrichtige Menschen, die aufgrund ihres uneigennützigen Engagements vielen von uns als Vorbild dienen, keine Hoffnung mehr sehen, in dieser unserer Gesellschaft ihre Wertevorstellungen zu verwirklichen. Nach Margot Käßmann und anderen hat auch Bundespräsident Horst Köhler das Handtuch geworfen. Wie schlimm muss es kommen, dass ein Finanzexperte in der größten Finanzkrise der BRD aufgibt?&#8230;<br />
<span id="more-240"></span></p>
<p style="text-align: left;">Die Kritik an seinem Interview für den Deutschlandfunk war vielleicht der Anlass zu seinem Abdanken, sicher nicht die Ursache. Viele Indizien und Berichte sprechen dafür, dass Köhler von der Berliner Politprominenz im Schulterschluss mit der Presse weg gemobbt wurde. Horst Köhler, der die politischen Strukturen häufig kritisiert hat und mehr Verantwortung mahnte, ist in Ungnade gefallen. Die, die ihn einst gerufen haben, sahen mit Häme zu, wie er isoliert und demontiert wurde (Spiegel: &#8220;Horst Lübke&#8221;, Süddeutsche: &#8220;Der Null-Bock-Horst&#8221;). Sensible und aufrichtige Menschen sind bei den Mächtigen dieser Welt nicht gern gesehen. Vom Volk als Hoffnungsträger geliebt und geachtet stehen sie für Menschlichkeit und Veränderung. Damit sind sie für alle intriganten Drahtzieher der Macht eine Gefahr für das System. Horst Köhler hatte nicht den Mut, zum Märtyrer zu werden, aber er hat ein Zeichen gesetzt: Diese Politik ist am Ende ihrer Handlungsfähigkeit. Sie macht sich zum Opfer ihrer eigenen Machtverflechtungen. Wie ein Krebsgeschwür vergiftet sie unsere Gesellschaft und die Metastasen der Presse stürzen sich auf die, die so naiv sind, die Gesetze des Systems zu vernachlässigen.</p>
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		<title>Einander nah sein</title>
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		<pubDate>Fri, 21 May 2010 08:25:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Noch ein, zwei Schritte, dann rechts um die Ecke und mein Blick ist frei: Da steht sie, die „Grand Dame“, sandsteinern, barock, ganz selbstverständlich. Dunkle Stellen zeichnen wie verheilte Wundmale ihr Antlitz. Kaum zu glauben, dass ich genau hier an dieser Stelle vor 25 Jahren auf einen mit Gras umwucherten Haufen Schutt und Gesteinsreste starrte, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignright size-medium wp-image-233" title="Nahsein" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Nahsein-276x300.jpg" alt="Nahsein" width="154" height="168" />Noch ein, zwei Schritte, dann rechts um die Ecke und mein Blick ist frei: Da steht sie, die „Grand Dame“, sandsteinern, barock, ganz selbstverständlich. Dunkle Stellen zeichnen wie verheilte Wundmale ihr Antlitz. Kaum zu glauben, dass ich genau hier an dieser Stelle vor 25 Jahren auf einen mit Gras umwucherten Haufen Schutt und Gesteinsreste starrte, mir antifaschistische Worthülsen in den Ohren summten und mein Herz von einer mir bis dato unbekannten Sehnsucht Heim gesucht wurde.</p>
<p><span id="more-231"></span>Durch eine der sieben Türen trete ich ein und lehne mich an einen Pfeiler. Unmengen von Menschen erfüllen mit ihrem Geplapper den großen Licht durchfluteten, pastellbemalten Kuppelraum. Ich nehme den rastlosen Aktionismus der anderen um mich herum nur kurz wahr. Wenn sie nicht ruhen, nicht spüren wollen oder können, dass hier eine besondere Atmosphäre herrscht, dann eben nicht. Ich blende sie einfach aus und höre jetzt wieder ganz deutlich Dein Schwärmen. Vielleicht standest Du vor dem Krieg genau hier, wo ich jetzt stehe, sahen Deine Augen die Zartheit der Farben und die kraftvollen Formen. Damals, vor 25 Jahren, glaubte ich, diese Schönheit wäre für meine Generation für immer verloren.</p>
<p>Welch ein Geschenk von abertausenden Menschen aus aller Herren Länder an mich! Unter Tränen erfülle ich sie endlich – meine Sehnsucht, Seit an Seit mit Dir hier zu stehen. Deine Begeisterung von diesem Ort, die ich als Kind in Deinen Augen sah, spüre ich plötzlich auch in mir, tief in meinem Herzen. Ich fühle Dich neben mir stehend, mich wärmend mit Deiner Liebe, sicher bei mir.</p>
<p><em>Lass mich schlafen,</em><em><br />
bedecke nicht meine Brust mit Weinen und Seufzen,<br />
</em><em>sprich nicht voller Kummer von meinem Weggehen,</em><em><br />
sondern schließe deine Augen,</em><em><br />
und du wirst mich unter euch sehen,<br />
jetzt und immer. (Khalil Gibran)</em></p>
<p>Irgendwann trete ich hinaus in den taghellen Regen und fühle mich wunderbar nah und verbunden mit Dir. Ich hatte eine Ahnung, aber jetzt weiß ich es ganz sicher, dass Du immer bei mir bist, Opa, und dass das unser Ort ist, an dem wir uns auf eine besondere Art begegnen können.</p>
<p>Link zur Frauenkirche:<a href="http://www.frauenkirche-dresden.de/"> http://www.frauenkirche-dresden.de/</a></p>
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		<title>Verlogene Gesellschaft</title>
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		<pubDate>Thu, 06 May 2010 14:53:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was leben wir doch in einer verlogenen Gesellschaft! Auf der Suche nach Links zum Thema Griechische Finanzkrise finde ich unzählige Artikel, in denen das unseriöse Gebaren der Finanzmanager und das zögerliche Verhalten der Politiker bemängelt wird und mittendrin der Link zu einem Artikel mit dem Titel: &#8220;Wie Sie von der EURO-Krise profitieren können!&#8221; Ist uns [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><img class="alignleft size-full wp-image-227" title="Geld_Emotionale_Intelligenz" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/05/Geld_Emotionale_Intelligenz.gif" alt="Geld_Emotionale_Intelligenz" width="100" height="98" />Was leben wir doch in einer verlogenen Gesellschaft! Auf der Suche nach Links zum Thema Griechische Finanzkrise finde ich unzählige Artikel, in denen das unseriöse Gebaren der Finanzmanager und das zögerliche Verhalten der Politiker bemängelt wird und mittendrin der Link zu einem Artikel mit dem Titel: &#8220;Wie Sie von der EURO-Krise profitieren können!&#8221; Ist uns denn gar nichts mehr heilig?&#8230;<span id="more-225"></span><br />
Wir beschließen die größte Neuverschuldung aller Zeiten, um marode Banken zu stützen und zeigen mit dem Finger auf Griechenland! Wir beschweren uns darüber, dass wir dem zahlungsunfähigen Staat helfen müssen, der über seine Verhältnisse gelebt hat und versuchen im nächsten Moment, aus dessen Leid Kapital zu schlagen! Wir, die wir alle nur an unseren Vorteil denken, bilden die Basis dafür, dass Spekulanten immer reicher werden und die Gemeinschaft für die Verluste aufkommen muss. Es ist unsere eigene Schuld. Denn uns allen ist der finanzielle Vorteile wichtiger als der Wunsch nach mehr Gerechtigkeit. Deshalb haben wir die Politiker, die wir verdienen.</p>
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		<title>Ankommen, trotz Aschewolke!</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Apr 2010 15:03:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Aufgrund schlechter Wetterbedingungen auf den Kanaren bin ich mit 24 Stunden Verspätung in Nürnberg eingetroffen und warte auf meinen Weiterflug nach Hannover. Am Gate A16 sind die ersten Gäste abgefertigt, als ein Anruf kommt, der die Damen am Check-In sichtlich verunsichert. &#8220;Bitte nehmen Sie wieder Platz, wir warten auf neue Anweisungen.&#8221; Schlagartig wird mir klar: [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><img class="alignright size-full wp-image-216" title="Aschewolke" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/Aschewolke.gif" alt="Aschewolke" width="122" height="90" />Aufgrund schlechter Wetterbedingungen auf den Kanaren bin ich mit 24 Stunden Verspätung in Nürnberg eingetroffen und warte auf meinen Weiterflug nach Hannover. Am Gate A16 sind die ersten Gäste abgefertigt, als ein Anruf kommt, der die Damen am Check-In sichtlich verunsichert. &#8220;Bitte nehmen Sie wieder Platz, wir warten auf neue Anweisungen.&#8221; Schlagartig wird mir klar: Heute kommst du nicht mehr nach Hause. Die isländische Aschewolke droht alle privaten und beruflichen Pläne zunichte zu machen. Ich muss am nächsten Morgen nach Wolfsburg, um ein Seminar vorzubereiten! Was nun?</p>
<p style="text-align: left;"><span id="more-212"></span>Von Mitreisenden erfahre ich, dass <em>der letzte Zug</em> nach Norden in 5 Minuten fährt und acht-einhalb Stunden benötigt. Keine Chance! Ein <em>Mietwagen</em>! Wir stürzen durch die Gepäckausgabe raus zu den Autovermietern. An jedem Schalter die gleiche Auskunft: In ganz Nürnberg ist kein Mietwagen mehr zu bekommen. Wieder zurück durch die Gepäckkontrolle zum Infoschalter. Dort ist die Hölle los: Eine Traube wütender Reisender brüllt durcheinander. Die Auskunft ist die alte: Wir warten auf neue Anweisungen. Ich versuche, meine Co-Trainerin in Fulda zu erreichen – nur die Mailbox antwortet.</p>
<p style="text-align: left;">Nach einer Stunde mache ich mich auf die vergebliche Suche nach einem <em>Hotelzimmer</em>. Da kommt die Durchsage: Ihre Maschine nach <em>Bremen</em> ist am Gate A51 zum Einsteigen bereit. Wie bitte? Da will ich hin! Ich schnell zum Gate 51, an der Schlange vorbei: Ist die Maschine ausgebucht? – <em>Nein, es sind noch wenige Plätze frei.</em> – Wo kann ich umbuchen? – <em>Unten, am AirBerlin-Schalter</em>.<br />
Ich wieder runter, durch die Gepäckausgabe zum Schalter. Ich drängle mich an der Schlange vorbei: Ich möchte auf die Maschine nach Bremen umbuchen! – <em>Das geht nicht, die Maschine ist voll!</em> – Das kann nicht sein, am Gate sagte man mir, es sind noch Plätze frei – <em>Im Systems ist sie ausgebucht.</em> – Buchen Sie mich um, wenn die Info vom Gate kommt? – <em>Ja.</em></p>
<p style="text-align: left;">Ich wieder zurück durch die Gepäckkontrolle zum Gate A51. Die Passagiere sind eingestiegen. Die Dame telefoniert mit meinem Gesprächspartner von eben. Der will nicht. Jetzt ganz ruhig bleiben! Noch 5 Minuten. Ich renne zum Infostand. Dort hat sich die Menge etwas beruhigt. Ich schleiche mich von hinten an die Rückseite des Tresen: Ich möchte umbuchen auf den Flug nach Bremen! – <em>Das geht nicht mehr.</em> – Ich habe nur Handgepäck. Der Check-In weiß bescheid und die Maschine wartet. – <em>OK, komm rüber.</em> – Er nimmt mein Ticket, telefoniert, tippt die Flugdaten in seinen Rechner. Fünf Minuten später passiere ich Gate 51. Der Bus ist weg. Ich darf warten. Ein Bus kommt, nur für mich. Wir heizen übers Rollfeld. Die Boing ist startbereit, die Treppen sind weg, die Triebwerke fauchen. Der Kopfhörermann fuchtelt mit einem gelben Schein und schreit: <em>Die Maschine ist schon zu!</em> – An den Bullaugen drücken sich die Passagiere die Nasen platt. Die Rolltreppe kommt zurück, wird abgelassen, entriegelt, die Tür geht auf. Ich nehme die Stufen im Flug. Fast 200 Passagiere fixieren mich. Wenn Blicke töten könnten! Ich nehme den ersten freien Platz, schnalle mich an, die Maschine rollt schon&#8230;. <em>Geschafft!!!</em></p>
<p style="text-align: left;">Die Stewardess fragt mich: <em>Sind Sie informiert worden, dass wir nicht in Bremen landen sondern in Münster?</em> &#8230;&#8230; Scheiß egal, Hauptsache weg. Fünf Stunden später, morgens um 4, bin ich mit Bus und Taxi endlich daheim&#8230;</p>
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		<title>Meine Herausforderung in punkto Disziplin</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 09:20:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
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		<category><![CDATA[Leistungsdruck]]></category>
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		<category><![CDATA[Überzeugung]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine meiner Strategien ist es, jeden Monatsanfang einen neuen EQ-Newsletter herauszubringen. In der Praxis gibt es aber immer wieder Gründe, die uns zum Taktieren zwingen: So haben uns die Osterferien dazu bewogen, den Newsletter-Versand um eine Woche zu verschieben. Und diese Woche hat sich der Versand nochmals verzögert, weil ich aufgrund schlechter Wetterbedingungen und des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><img class="alignleft size-full wp-image-201" title="Cover" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2010/04/Cover.gif" alt="Cover" width="100" height="142" />Eine meiner Strategien ist es, jeden Monatsanfang einen neuen EQ-Newsletter herauszubringen. In der Praxis gibt es aber immer wieder Gründe, die uns zum Taktieren zwingen: So haben uns die Osterferien dazu bewogen, den Newsletter-Versand um eine Woche zu verschieben. Und diese Woche hat sich der Versand nochmals verzögert, weil ich aufgrund schlechter Wetterbedingungen und des Vulkanausbruchs auf Island zwei Tage auf europäischen Flughäfen verbringen durfte. Wer die <a href="http://www.cit-consult.de/cms/wissen/eq-newsletter/">Newsletter</a> der letzten Monate aufmerksam verfolgt hat, wird bemerkt haben, dass das häufiger der Fall war als früher. Und dafür gibt es einen ganz besonderen Grund.<span id="more-196"></span></p>
<p style="text-align: left;">Im Sommer letzten Jahres wurde ich vom Cornelsen-Verlag angesprochen, ein praxisorientiertes Sachbuch zur Emotionalen Intelligenz in der Mitarbeiterführung zu schreiben. Und ich habe diese Aufgabe trotz meiner Zweifel wegen der anstehenden Doppelbelastung angenommen. Es war eine echte Herausforderung an meine Disziplin. Und ich habe es nur geschafft, weil ich mir in den letzten neun Monaten 12 Wochen frei genommen und ausschließlich dem Schreiben gewidmet habe: Jeden Tag, von Montags bis Sonntags ohne Pause. Es ist eine echte Plackerei, so konsequent zu sein, jeden Tag mindestens 4 bis 5 Stunden einer Sache zu widmen und sich durch nichts ablenken zu lassen. Wenn ich einmal nicht dazu kam, brauchte ich drei Tage, um wieder rein zu kommen. Im Moment bin ich erst einmal froh, dass ich damit fertig bin. Und ich hoffe, dass sich die Quälerei gelohnt hat. Mein Ziel war ein praktisches Handbuch zu Führungs- und Selbstmanagement-Fragen. Herauskommen wird es im September diesen Jahres in der Reihe <a href="http://www.cornelsen.de/sbk/1.c.1154525.de?hasjs=1271411086&amp;submittedByForm=1&amp;gsid=1.c.1153490.de&amp;id=1154525">Das professionelle 1&#215;1</a> vom Cornelsen-Verlag. Auf die Reaktionen unsere Leser bin ich gespannt wie ein Flitzebogen.</p>
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