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	<title>EmotionBlog &#187; Persönlichkeitsentwicklung</title>
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		<title>Wer nicht integer ist, wird korrumpierbar</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jan 2012 06:47:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula Bemmann-Wöschler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Persönlichkeitsentwicklung]]></category>
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		<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
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		<description><![CDATA[„Die Treue zu sich selbst halten“ oder „Würde besitzen“, so könnte man persönliche Integrität umschreiben. Wer integer ist, der ist unbestechlich. Er folgt „festen, tief verankerten, positiven Werten“, steht zu seinen persönlichen Überzeugungen und folgt einem inneren ethischen Wertesystem, von dem er sich nicht abbringen lässt. Das Gegenteil von integer ist korrumpierbar. Korrumpierbar werde ich, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/Farbe_bekennen.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1124" title="Farbe_bekennen" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/Farbe_bekennen-150x150.jpg" alt="" width="120" height="120" /></a>„<a title="Wikipedia" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Integrit%C3%A4t_%28Ethik%29" target="_self">Die Treue zu sich selbst halten</a>“ oder „Würde besitzen“, so könnte man persönliche Integrität umschreiben. Wer integer ist, der ist unbestechlich. Er folgt „festen, tief verankerten, positiven Werten“, steht zu seinen persönlichen Überzeugungen und folgt einem inneren ethischen Wertesystem, von dem er sich nicht abbringen lässt. Das Gegenteil von integer ist korrumpierbar. Korrumpierbar werde ich, wenn ich aufhöre, meinen inneren Werten und Prinzipien zu folgen, weil ich mich von Verlockungen und äußeren Drohungen leiten lasse.</p>
<p style="text-align: left;"><span id="more-1121"></span>Vor zwei Wochen traf ich mich wie jedes Jahr mit Freunden für ein paar Tage zum Skifahren. Wir alle waren durch die Bank fasziniert von einer Mutter aus unserer Mitte. Dieses Mal war sie da mit Kleinkind Nummer drei. Wie selbstverständlich hatten die beiden 400 km Zugstrecke und 400 km Autofahrt hinter sich gebracht. Und zu unser aller Erstaunen wirkten beide herrlich ungestresst. Es war faszinierend, Mutter und Kind miteinander zu erleben. Unsere Freundin ging so natürlich auf ihre Tochter ein, ließ diese alles ausprobieren, reagierte auf ihre Bedürfnisse umgehend, setzte Grenzen, indem sie Alternativen anbot und sorgte dennoch ausreichend für sich selbst. Die Kleine besitzt dadurch in ihrem zarten Alter bereits erstaunlich viel Vertrauen, Kontaktfreude und Selbstwirksamkeit &#8211; die besten Voraussetzungen, um eine sichere eigene Identität zu entwickeln.</p>
<p style="text-align: left;">Über eine eigene, bewusste Identität muss ich verfügen, will ich mich integer verhalten können. Wenn ich nicht erleben durfte, eigene Wünsche und Bedürfnisse zu spüren, weil sie mit den Vorstellungen meiner Eltern nicht konform gingen. Wenn ich nicht ausdrücken konnte, was ich im Inneren fühle, weil es sich nach Ansicht meiner Betreuungspersonen in der jeweiligen Situation nicht schickte. Wie will ich dann unterscheiden können zwischen dem, was ich bin und dem, was ich sein soll?</p>
<p style="text-align: left;">Konnte ich nicht so kindgerecht und meiner eigenen Persönlichkeit entsprechend aufwachsen wie die drei Kinder meiner Freundin, dann blieb mir nur der Weg, die unerwünschten Anteile in mir zu unterdrücken oder sie durch äußere, erwünschte Vorgaben und Gebote zu ersetzen. Mein Selbstkonzept kann dann Widersprüche und „Trugbilder“ enthalten, nach denen ich mein Verhalten ausrichte. <a title="Buch" href="http://www.amazon.de/Wer-bin-ich-viele-philosophische/dp/3442311438" target="_self">Wer bin ich? Und wenn ja, wie viele?</a> ist daher nicht nur ein genialer Buchtitel, sondern spricht uns ganz existenziell an.</p>
<p style="text-align: left;">Wer bin ICH? Welche Anteile machen MICH wirklich aus? Wofür STEHE ICH? Erst mit der Auseinandersetzung mit meinem Selbstkonzept über Selbstreflexion, Hinterfragen automatisierter Deutungs- und Handlungsmuster, Rückmeldungen anderer oder Selbsterfahrung im <a title="Trainings" href="http://www.cit-consult.de/cms/offene-trainings.html" target="_self">Training</a> bzw. <a title="Coaching" href="http://www.cit-consult.de/cms/coaching.html" target="_self">Coaching</a> komme ich zu meiner eigenen Identität. Ich kann mir dadurch meine handlungsweisenden Motive und inneren Werte bewusst machen und mein Verhalten nach ihnen ausrichten.</p>
<p style="text-align: left;">Der Lohn ist Authentizität und Selbstwirksamkeit &#8211; der beste Schutz vor Burnout und Manipulation von außen, das Vertrauen meiner Mitmenschen sowie frei werdende Energie, die ich für eine Lebensgestaltung entsprechend meiner Werte einsetzen kann.</p>
<p style="text-align: left;">Integrität hat, wer eben nicht als <a title="Kapitän" href="http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,810158,00.html" target="_self">einer der Ersten trockenen Fußes am Ufer steht und aus sicherer Entfernung telefonisch Evakuierungs- und Rettungsmaßnahmen koordinieren „will“</a> oder sich <a title="Wulff" href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,809037,00.html" target="_self">Vorteile Kraft seines Amtes verschafft</a>. Integer ist, wer seine Position, seine Rolle oder sein Amt nach ethischen Prinzipien ausfüllt und sein Verhalten moralisch nach seinem inneren Wertesystem ausrichtet.</p>
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		<title>Loyal oder integer?</title>
		<link>http://www.cit-consult.de/blog/emotionale-intelligenz/loyal-oder-integer/</link>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 18:57:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
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		<description><![CDATA[In Jeans und offenem Sakko steht er vor mir, reicht mir die Hand zur Begrüßung. Sein Blick ist offen, aber unstet. Blitzschnell erfasst er die Details in der für ihn ungewohnten Umgebung. Kurzer Smalltalk am röhrenden Kaffeeautomaten, bevor wir mit den dampfenden Tassen in mein Giebelzimmer steigen. Sein Blick schweift durch die Glasfront in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/BrandtMarke1.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-1114" title="BrandtMarke" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/BrandtMarke1.gif" alt="" width="99" height="121" /></a>In Jeans und offenem Sakko steht er vor mir, reicht mir die Hand zur Begrüßung. Sein Blick ist offen, aber unstet. Blitzschnell erfasst er die Details in der für ihn ungewohnten Umgebung. Kurzer Smalltalk am röhrenden Kaffeeautomaten, bevor wir mit den dampfenden Tassen in mein Giebelzimmer steigen. Sein Blick schweift durch die Glasfront in die Natur und kommt langsam zur Ruhe. &#8220;Wo Sie arbeiten, möchten andere gerne Urlaub machen!&#8221; In seinem Lachen schwingt eine Spur Schmerz und Sehnsucht mit. Und dann beginnt er zu erzählen&#8230;<span id="more-1109"></span></p>
<p style="text-align: left;">Er ist ein erfolgreicher Marketing-Mann in leitender Position. Er liebt seinen Beruf, die Möglichkeit etwas zu bewegen, Einfluss zu nehmen. Er arbeitet viel, 60 Stunden die Woche. Seine Familie hat sich damit arrangiert. Er verzichtet gern auf Teile seines Privatlebens,&#8230; solange er sich mit seinem Handeln identifizieren kann. Seit längerem hat er damit seine Probleme, sein Frust ist gestiegen. Zu vieles läuft für ihn schief. Er beißt sich durch, aber es fällt ihm schwer, sich täglich aufs Neue zu motivieren.</p>
<p style="text-align: left;">Wir schauen hin, was ihn so viel Kraft kostet. Er ist ein aufrichtiger Charakter, einer, der zu seinem Wort steht und nach klaren Prinzipien und Wertevorstellungen handelt. Menschen, die keine eigene Meinung haben und ihr Fähnchen nach dem Wind richten, nennt er &#8220;Schleimer&#8221;. So möchte er nie sein, persönliche Integrität ist ihm wichtig.</p>
<p style="text-align: left;">Andererseits hat die Angst in seinem Arbeitsumfeld zugenommen. Der Kampf um die Märkte wird härter. Da ist jeder angehalten, Kompromisse zu machen. Die Zielvorgaben der Geschäftsleitung sind brutal und auf gradlinigem Weg nicht zu erreichen. Er fühlt sich gezwungen, Mittel einzusetzen, die gegen seine persönlichen Wertevorstellungen verstoßen. Er ist ein loyaler Mitarbeiter, der alles für den Erfolg seines Unternehmens tut, aber er hat das Gefühl, sich dafür selbst aufgeben zu müssen.</p>
<p style="text-align: left;">Das ist es, was ihn langsam ausbrennen lässt: der Konflikt zwischen zwei seiner wichtigen Grundwerte: der persönlichen Integrität und der Loyalität zum Arbeitgeber. Beides scheint für ihn nicht mehr vereinbar. Aber muss er das eine aufgeben, um das andere erfüllen zu können?</p>
<p style="text-align: left;">Mein Coachee ist mit diesem inneren Konflikt nicht allein. Unzählige Arbeitnehmer leben unter dem Zwang, ihre Pflichten nicht mit ihren Werten und Bedürfnissen in Einklang bringen zu können. Besonders für die mittleren Führungsebenen ist es eine Herausforderung, Loyalität und Integrität zu wahren, zwischen dem Leistungsdruck von oben und der Verantwortung für die eigenen Mitarbeiter. Das heißt einerseits sich mit den Unternehmenszielen zu identifizieren, die Mitarbeiter zu unterstützen, zu motivieren, immer aufs Neue herauszufordern, sie andererseits aber auch zu schützen und den Vorgesetzten gegenüber notwendige Grenzen aufzuzeigen.</p>
<p style="text-align: left;">In einer solchen Sandwich-Position eine persönliche Balance zu finden fordert einen starken Charakter, Mut, Selbstbewusstsein und Authentizität. Wer da nicht klar und sicher auftritt, wirkt schnell wie ein Spielball der äußeren Ereignisse und verspielt seine Autorität. In kritischen Zeiten ist es deshalb sinnvoll, sich einen unabhängigen und professionellen Gesprächspartner als <a href="http://www.cit-consult.de/cms/coaching.html" target="_blank">Coach</a> zu suchen. Auch <a href="http://www.cit-consult.de/cms/offene-trainings.html" target="_blank">Trainings</a> können helfen, die eigenen emotionalen Befindlichkeiten zu hinterfragen, eine konstruktive Einstellung zu entwickeln oder wichtige Entscheidungen zu treffen.</p>
<p style="text-align: left;">Nur eins muss klar sein: Für den Konflikt zwischen Loyalität und Integrität gibt es keine universelle Lösung. Unserem Marketing-Mann ist es in wenigen Sitzungen gelungen, eine konstruktive Einstellung zu seinen Arbeitsbedingungen zu finden. Mit mehr Klarheit und der Bereitschaft, seine persönlichen Grenzen zu definieren und gegenüber seinen Vorgesetzten zu vertreten, hat er wieder auf die Siegerstraße zurück gefunden. Das ist sein persönlicher Weg, der aber nicht für andere Gültigkeit haben muss.</p>
<p style="text-align: left;">Letztendlich ist nicht wichtig, welchen Weg man geht. Entscheidend ist, dass man sich nicht seinem scheinbaren Schicksal ergibt, sondern sich aufmacht, sich hinterfragt und die Initiative ergreift. In diesem Sinne schließe ich mit einem Zitat von Klaus Kobjoll: Machen Sie es gut, aber machen Sie es bald!</p>
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		<title>Gefühlsklug</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 19:40:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula Bemmann-Wöschler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
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		<description><![CDATA[Was bringt mir emotionale Intelligenz? In meinem Streben, erfolgreich meine Frau zu stehen, mich durchzusetzen, pünktlich meine Arbeitsaufgaben zu meistern, die irgendwie immer zu viele auf einmal sind, können aufkommende Gefühle der Überforderung, Zukunftsängste oder Schuldgefühle ganz schön nerven. Ich bin gestresst, muss durchhalten, funktionieren. Also Zähne zusammen beißen und Emotionen runter schlucken, sonst&#8230; 
&#8230;sonst, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Flexibilitaet.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-1048" title="Flexibilitaet" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Flexibilitaet.gif" alt="" width="110" height="94" /></a>Was bringt mir emotionale Intelligenz? In meinem Streben, erfolgreich meine Frau zu stehen, mich durchzusetzen, pünktlich meine Arbeitsaufgaben zu meistern, die irgendwie immer zu viele auf einmal sind, können aufkommende Gefühle der Überforderung, Zukunftsängste oder Schuldgefühle ganz schön nerven. Ich bin gestresst, muss durchhalten, funktionieren. Also Zähne zusammen beißen und Emotionen runter schlucken, sonst&#8230; <span id="more-1038"></span></p>
<p style="text-align: left;">&#8230;sonst, was? Dieser Frage auf den Grund zu gehen, habe ich jetzt aber leider keine Zeit. Vielleicht morgen, übernächste Woche oder wenn mal wieder „Luft“ dafür sein sollte. Ich scheine kein Einzelfall zu sein. Gehe ich vor die Tür, sehe ich viele Gleichgesinnte – mir kommen die grauen Männer aus „Momo“ in den Sinn. Ist es heute nur das fahle Novemberlicht, das mich all die mit mir hastenden Menschen in Schleiergrau erscheinen lässt? Keiner von uns hat Lust mit einem anderen zu reden, selbst ein flüchtiges „Guten Morgen“ geht den meisten fast über ihre Kraft. Um mich herum verschlossene, zusammengekniffene Münder, die Lippen zu dünnen Strichen mutiert, die Augen in die Ferne gerichtet – oder auf Text fixiert. Ich schaue in die Runde. Keiner der körperlich Anwesenden ist hier. Alle sind woanders, in sich gekehrt, schotten sich ab vom Hier und Jetzt. So sehr ich mich auch mühe, ich kann in den Gesichtern nicht mehr lesen, wie es dem Einzelnen wirklich geht. Also schaue ich aus dem Fenster und erschrecke vor der harten Maske meines Spiegelbildes.</p>
<p style="text-align: left;">Eine Gesellschaft im Erschöpfungszustand und dennoch weiter in Bewegung und die Beschleunigung scheint zuzunehmen. Wir sind fast immer in Zeitnot und sehen uns ständig neuen Erwartungen gegenüber. Alles ist möglich, aber die scheinbar grenzenlosen Wahlmöglichkeiten lassen uns einfach nicht mehr zur Ruhe kommen. Jede Entscheidung kann ein Fehler sein – ein kleiner oder auch ein großer. Gefühlte Unsicherheit macht sich breit und unsere Ängste nehmen zu. Eine ganz natürliche biologische Reaktion auf Unübersichtlichkeit und Reizüberflutung, wie bei dem Psychoanalytiker <a title="Schmidbauer" href="http://www.wolfgang-schmidbauer.de/" target="_self">Wolfgang Schmidbauer</a> zu <a title="Geo Wissen" href="http://www.geo.de/GEO/heftreihen/geo_wissen/70123.html" target="_self">lesen</a> ist. Doch statt sich Auszeiten zu nehmen, um durchzuatmen, den Angstgefühlen auf den Grund zu gehen und sich neu zu orientieren, beißen mehr und mehr Menschen die Zähne zusammen, schlucken ihre Gefühle runter und hasten weiter. Mein Mann kann ein Lied davon singen. Er fertigt in seiner Praxis immer häufiger Zahnschienen an, damit die vielen Zähne-Zusammen-Beißer und Zähne-Knirscher sich wenigstens nachts etwas entspannen können.</p>
<p style="text-align: left;">Trotz ausgeklügelter Techniken, optimalem Zeitmanagement und hoher Verstandesleistung will uns das Leben einfach nicht leichter von der Hand gehen. Wir erhöhen zwar ständig unsere Effizienz, Zufriedenheit oder das Gefühl von innerer Sicherheit wollen sich dadurch jedoch nicht einstellen. Wir können perfekt vorbereitet sein und dennoch sind wir nicht vor Überraschungen gefeit. Wir können unser Familienleben perfekt geplant haben und bleiben dennoch kinderlos. Wir haben uns alles über Selbstführung und Konfliktaustragung angeeignet und brechen dennoch immer wieder an der gleichen Stelle ein. Es nützt uns scheinbar nichts, rein sachlich an Entscheidungen heran zu gehen und unsere Karrieren oder unser Privatleben nur nach der Logik und Sachzwängen auszurichten.</p>
<p style="text-align: left;">Ganz im Gegenteil. Unsere Emotionen spielen für unser Verhalten und dem Gefühl emotionaler Sicherheit eine entscheidende Rolle. Sie lenken unsere Aufmerksamkeit auf die wichtigen Aspekte unseres Lebens. Sie helfen uns, uns an gelernte Erfahrungen zu erinnern. Sie unterstützen uns bei der Sortierung der unzähligen Sachargumente, die unser Intellekt vor einer Entscheidung erarbeitet hat.</p>
<p style="text-align: left;">Nur dafür muss ich sie erst wieder wahrnehmen und für mich deuten können. Das gelingt mir jedoch nicht, wenn ich mit meiner Aufmerksamkeit oder Sorge immer nur in der Zukunft bin. Das gelingt mir auch nicht, wenn ich ständig im Tun bin oder mich zwinge, in der mir (von außen oder von mir selbst) zugedachten Rolle zu funktionieren, ohne die dahinter stehende Motivation zu hinterfragen.</p>
<p style="text-align: left;">An Tagen, an denen ich mich vor der Maske in meinem Gesicht erschrecke, spüre ich mich kaum noch. Wenn ich Glück habe, fühle ich meine Verspannungen im Rücken, mein inneres Getriebensein oder mein Gedankenkarussell, das nicht aufhören will, sich immer um das gleiche Thema zu drehen. Mittlerweile nehme ich diese Signale als Hinweiszeichen, dass ich langsam in eine Schieflage gerate. Dann versuche ich bewusst für einen Moment innezuhalten. Selten komme ich sofort auf die genaue Ursache, aber immer ist es so, dass meine Selbststeuerung „versagt“ – Ich bin zu sehr im Kopf (bin übersteuert) oder hänge in alten Emotionen (basierend auf meinen bisherigen Erfahrungen) fest, die mich steuern. Auf jeden Fall arbeiten Verstand und Gefühl nicht miteinander, sondern das eine hat das andere „lahm“ gelegt und die alleinige Regie übernommen. Kein Wunder, dass hierunter dann auch meine Motivation leidet, denn ich verliere an innerer Sicherheit und innerer Orientierung. Verbleibe ich in dieser Einseitigkeit, bleibt mir nichts anderes übrig, als vermeintliche Absicherungen im Außen zu suchen.</p>
<p style="text-align: left;">Nehme ich mir jedoch die Zeit, mich bewusst in mich einzufühlen und meine Wahrnehmung an der realen Situation im Hier und Jetzt zu prüfen, werde ich mindestens zwei Alternativen finden, wie ich mich erfolgreich verhalten kann. Ich werde erkennen, ob meine Gefühle aus der Situation entstanden oder von schlechten früheren Erfahrungen herrühren und ich werde erkennen, ob das vermeintlich logisch richtige auch emotional zur entsprechenden Situation passt. Dann brauche ich dieser Erkenntnis nur noch vertrauen: ich werde die für mich richtigen Worte, die für mich richtige Tonlage, den für mich richtigen Gesichtsausdruck und das für mich richtige Verhalten finden. Und alle um mich herum werden dies als „stimmig“ und authentisch ebenfalls spüren.</p>
<p style="text-align: left;">Das bringt mir emotionale Intelligenz: ich gewinne innere Sicherheit und Entscheidungsstärke – ich erhöhe meine Selbstwirksamkeit. Ich bin nicht länger die Getriebene, ich treibe die Dinge an oder ich lasse die Dinge auch einmal ruhen. Denn am klügsten handeln wir, wenn wir Rationalität und Emotionen Hand in Hand gehen lassen, d.h. wenn wir unsere Gedanken von Gefühlen lenken lassen und unsere Gefühle wiederum vom Verstand auf die derzeitige Situationsadäquatheit hin überprüfen. Wir werden „gefühlsklug“ oder verhalten uns nach <a title="EQ" href="http://www.amazon.de/EQ-Emotionale-Intelligenz-Daniel-Goleman/dp/3423360208#reader_3423360208" target="_self">Goleman</a> „<a title="EQ-Training" href="http://www.cit-consult.de/cms/mit-gefuehl-zu-mehr-erfolg.html" target="_self">emotional intelligent</a>“.</p>
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		<title>Der Wert Emotionaler Intelligenz</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 13:29:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einem Telefoninterview wurde ich am Dienstag gefragt: &#8220;Was verstehen Sie unter Emotionaler Intelligenz?&#8221; Vor meinem inneren Auge lese ich den Chart aus unserem EQ-Training ab: &#8220;Emotionale Intelligenz heißt, seine Emotionen erfolgreich managen. Das heißt, erst wenn ich in meinen Gefühlen Sicherheit gefunden habe, kann ich auf die Gefühle anderer Einfluss nehmen,&#8221; ergänze ich. &#8220;Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/EQ.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-1028" title="EQ" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/EQ.gif" alt="" width="101" height="101" /></a>In einem Telefoninterview wurde ich am Dienstag gefragt: <a href="http://www.cit-consult.de/cms/emotionale-intelligenz-seminar.html" target="_blank">&#8220;Was verstehen Sie unter Emotionaler Intelligenz?&#8221;</a> Vor meinem inneren Auge lese ich den Chart aus unserem EQ-Training ab: &#8220;Emotionale Intelligenz heißt, seine Emotionen erfolgreich managen. Das heißt, erst wenn ich in meinen Gefühlen Sicherheit gefunden habe, kann ich auf die Gefühle anderer Einfluss nehmen,&#8221; ergänze ich. <a href="http://www.cit-consult.de/cms/mit-gefuehl-zu-mehr-erfolg.html" target="_blank">&#8220;Und wie werde ich emotional intelligent?&#8221;</a> fragt die Dame. <span id="more-1021"></span></p>
<p style="text-align: left;">Emotionale Intelligenz entsteht aus der Summe meiner persönlichen Erfahrungen, ist also auch mit dem Begriff &#8216;Reife&#8217; zu erklären. Das heißt, je vielseitiger meine Erfahrungen sind und je bewusster ich diese reflektiert habe, desto mehr Sicherheit finde ich in meinen Emotionen. Gefühle wie Angst und Freude, Wut und Trauer, Lust und Ekel, Liebe, Hass und Sehnsucht sind ja die Folge von gemachten oder vermiedenen Erfahrungen. Kann ich negative Erfahrungen in meinem Leben nicht revidieren, werde ich diese Situationen meiden und bleibe in meinem Handlungsspielraum eingeschränkt.</p>
<p style="text-align: left;">Seine Emotionale Intelligenz zu entwickeln heißt also, seine Ängste zu überwinden und neue Erfahrungen zu machen. Das beginnt im Elternhaus, setzt sich in Kindergarten und Schule fort und entwickelt sich in der Arbeitswelt zur entscheidenden Kompetenz: Wer aufgrund eines zu behüteten Elternhauses oder mangelnder Herausforderungen in seinem Leben nicht gelernt hat, mit Niederlagen umzugehen, ist den beruflichen Anforderungen emotional oft nicht gewachsen und muss diese nachholen. Das kann dann im geschützten Rahmen eines <a href="http://www.cit-consult.de/cms/mit-gefuehl-zu-mehr-erfolg.html" target="_blank">Selbsterfahrungstrainings</a> geschehen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Was sind die Vorteile Emotionaler Intelligenz?</strong> Je vielseitiger meine Erfahrungen sind, desto mehr Sicherheit fühle ich in mir, weil kritische Situationen weniger Angst besetzt sind und ich konstruktive Wege sehe. Das hilft mir, mit schwierigen Situationen und Menschen souveräner umzugehen. Diese selbstbewusste Ausstrahlung hilft schon, viele Probleme zu vermeiden, und meine Energie kann ich dann auf das Lösen der Probleme konzentrieren, statt sie zum Dramatisieren oder für das Aufrechterhalten einer &#8220;Selbstsicherheits-Maske&#8221; zu verschwenden. Selbstbewusste Menschen erkennt man deshalb daran, dass sie ihre emotionalen Schwächen kennen und den Mut haben, diese offen zuzugeben. Dafür erhalten sie in der Regel viel Anerkennung und Wertschätzung durch ihre Mitmenschen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Ist Emotionale Intelligenz auch in der Teamarbeit von Bedeutung?</strong> Ein ideales Team soll ja mehr leisten können, als die Summe seiner Mitglieder. So gesehen ist die Emotionale Intelligenz in einem Team von noch höherer Bedeutung als für den Einzelnen. Wer Schwierigkeiten im Umgang mit seinen Gefühlen hat, trägt diese zwangsläufig mit in die Gruppe und wird dort in bestimmten Situationen als Störfaktor wirken. Schon ein Teammitglied kann mit seinen persönlichen Problemen den Teamgeist zerstören, sind es mehrere, die hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt sind, wird echte Teamarbeit unmöglich. Dann verkommt die Gemeinschaft zur Arbeitsgruppe, die nur Dienst nach Vorschrift macht.</p>
<p style="text-align: left;">Andererseits kann ein Team aus mehreren emotional intelligenten Mitgliedern eine ungeahnte Leistungsfähigkeit entwickeln. Voraussetzungen für ein solches Erfolgsteam ist einerseits die Zusammensetzung des Teams aus möglichst unterschiedlichen, sich ergänzenden Kompetenzträgern und andererseits der wertschätzende, tolerante Umgang miteinander. Jeder muss seinen Platz im Team finden und ausfüllen, um sich als wertvoller Teil des Ganzen zu fühlen. Das ist gelebte Emotionale Intelligenz.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Wie beurteilen Sie die Emotionale Intelligenz deutscher Führungskräfte?</strong> Nach meinen Erfahrungen wird in Deutschland hauptsächlich über Angst geführt. Das spricht nicht für eine hohe Emotionale Intelligenz der Führungskräfte. Wer mit Angst führt, ist sich seiner eigenen Ängste nicht bewusst oder kann nicht damit umgehen und gibt sie einfach nach unten weiter. Emotional intelligente Führungskräfte wissen das ganze Spektrum der Gefühle der Situation und dem Mitarbeiter gemäß konstruktiv und zielführend einzusetzen. Angst darf nur in Krisensituationen eine Rolle spielen, weil Angst und Stress krank machen. Die stetig steigenden Kosten unseres Gesundheitssystems sind ein Beleg dafür.</p>
<p style="text-align: left;">Deshalb sehe ich in Deutschland einen dringenden Handlungsbedarf in der Ausbildung emotional intelligenter Führungskräfte. Es kann nicht sein, dass verwöhnte Elitekinder ohne sozialverträgliche Erziehung über Eliteuniversitäten zu Führungswesen dressiert und auf die Menschheit losgelassen werden, weil sie nie in ihrem Leben gelernt haben, anderen Menschen auf Augenhöhe zu begegnen und sie Kraft ihrer Erfahrung und Persönlichkeit vom Wert ihrer Entscheidungen zu überzeugen. Diese Personen tun mir ebenso leid wie die Mitarbeiter, die unter ihnen zu leiden haben, weil ihnen keine Zeit gelassen wird zu reifen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Was wünschen Sie sich für die Emotionale Intelligenz unserer Gesellschaft?</strong> Dass wir unsere Gier und unseren Egoismus ablegen und mehr Gemeinschaftssinn und Toleranz für die Andersartigkeit unserer Mitmenschen entwickeln.</p>
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		<title>Kommunikation heißt in Beziehung sein</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 13:50:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula Bemmann-Wöschler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
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		<description><![CDATA[Nie hätte ich mir träumen lassen, dass ich einmal vor 80 Lehrern einen Vortrag halte. Geordert als Branchenfremdling, um neue Impulse einzubringen, zerbreche ich mir den Kopf, wie ich das Thema „Kommunikation mit schwierigen Schulleitungen“ am besten angehe. Erinnerungen an meine Schulzeit werden wieder wach. Zwar sind meine Erfahrungen mit Lehrern breit gefächert, sie sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Kampf.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1013" title="Verstecken" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Kampf-150x150.jpg" alt="" width="110" height="110" /></a>Nie hätte ich mir träumen lassen, dass ich einmal vor 80 Lehrern einen Vortrag halte. Geordert als Branchenfremdling, um neue Impulse einzubringen, zerbreche ich mir den Kopf, wie ich das Thema „Kommunikation mit schwierigen Schulleitungen“ am besten angehe. Erinnerungen an meine Schulzeit werden wieder wach. Zwar sind meine Erfahrungen mit Lehrern breit gefächert, sie sind aber eben nur aus der Schülerinnenperspektive.<span id="more-1005"></span></p>
<p style="text-align: left;">Mein für mein weiteres Leben wohl prägendstes Schülererlebnis hatte ich mit Frau Schramm. Sie war die strengste Horterzieherin von allen. Ich hatte bereits zwei Ermahnungen von ihr durch meine Ohren ziehen lassen, nicht mit Gips auf dem Klettergerüst zu toben, als ich plötzlich abrutschte und mit einem dumpfen Knall auf meiner rechten Schulter landete. War das ein Schreck! Mehr aus Angst, mich erneut verletzt zu haben, als aus Schmerz, ließ ich meinen Tränen freien Lauf und bereitete mich auf eine richtig üble Standpauke von ihr vor. Doch zu meiner völligen Überraschung fand ich mich in ihren Armen wieder. Sie hielt mich einfach nur im Arm, wiegte mich wie ein Baby und tröstete mich. Das war so überwältigend schön! Es war das Beste, was mir in diesem Moment passieren konnte. Ich fühlte mich in meinem Sein und trotz meiner Missachtung ihrer Anweisungen angenommen und geliebt. Ich weiß noch heute, wie dankbar und erstaunt zugleich ich war, weil ich diese Zuwendung gerade von ihr nie erwartet hätte.</p>
<p style="text-align: left;">Spätestens seit meiner Selbsterfahrungen in der Trainerausbildung liegt der Schlüssel für eine erfolgreiche Kommunikation für mich in der Beziehungspflege. Kommunikation ist „in Beziehung gehen“. Wie ich die Beziehung zu anderen aufnehme und halte oder abbreche, das entscheide immer ich.</p>
<p style="text-align: left;">Für meinen Vortrag habe ich daher für mich den Titel geändert. Denn wenn ich mit der Einstellung auf einen anderen Menschen zugehe, egal in welcher Position sich dieser mir gegenüber befindet, und ich trage die Einstellung in mir, dass dieser Mensch (in dieser Position) schwierig ist, habe ich bereits den ersten Grundstein dafür gelegt, dass unsere Kommunikation miteinander schief läuft. Der andere wird an meiner Gestik und Mimik, meiner Tonlage und vielleicht sogar meiner Wortwahl spüren, dass ich ihm nicht vorurteilsfrei begegne. Er wird sich automatisch dagegen verwahren und versuchen, den „Spieß umzudrehen“. Ich bin dann der schwierige Fall für ihn. Bleiben wir in unseren Einstellungen, stecken wir in einer lose-/lose-Situation fest und verlieren wir beide. Denn die überwiegende Energie von uns beiden konzentriert sich nun im Gespräch darauf, „Angriffe“ (oder das, was wir dafür halten) des anderen abzuwehren. Der Sachinhalt interessiert nur am Rande. Wir werden keine gemeinsame Lösung finden, weil unsere Beziehung momentan nicht stimmt.</p>
<p style="text-align: left;">Ich schreibe extra „momentan“, weil ich der Überzeugung bin, dass ich jede, auch noch so eingefahrene oder negativ belastete Beziehung verändern kann. In Beziehung (in Kommunikation) bin ich außer mit mir selbst mit mindestens einer weiteren Person. Ich habe meine „Realitäts-Brille“ auf, der andere hat seine. Wir beide sind eigenständige Persönlichkeiten. Wir sind geprägt von unseren Erfahrungen, die wiederum die Erfüllung unserer Bedürfnisse steuern. Treffen wir aufeinander ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass wir aufgrund unserer Individualität und Unterschiedlichkeit auch unterschiedliche Bedürfnisse haben. Konflikte sind daher ganz natürlich vorprogrammiert und nur ein Signal dafür, einen Kompromiss auszuhandeln, der möglichst für beide eine win-Situation herstellt. Die meisten von uns erleben das abweichende Bedürfnis des anderen jedoch als persönlichen Angriff auf die eigenen Bedürfnisse.</p>
<p style="text-align: left;">Woher kommt das? Die logischste Antwort, die ich bisher darauf finden konnte, ist unser aller biologisches Grundbedürfnis nach Beachtung. Dieses Grundbedürfnis ist das einzige, was wir mit anderen „gleich“ haben. Beachtung in Form von Wert-Schätzung und positiver Zuwendung ist für mich der Schlüssel für Beziehungspflege, der Schlüssel für eine erfolgreiche Kommunikation mit mir selbst im Zwiegespräch und mit meinen Mitmenschen. Egal, wie es gerade um die Qualität der Beziehung steht!</p>
<p style="text-align: left;">Babys sterben, wenn ihnen keine menschliche Beachtung zuteil wird. Sie können noch so sauber gehalten und mit Nahrung ausreichend versorgt werden. Wir alle brauchen Beachtung in Form von Berührung über Körperkontakt, von Zuwendung durch Blickkontakt, Gestik und Stimme oder Anerkennung unserer Eigenart (als unbedingte Anerkennung) bzw. unserer Leistung (als bedingte Anerkennung), sonst werden wir krank. Wir brauchen dies so sehr, dass selbst negative Zuwendung besser ist, als gar keine Beachtung zu erhalten.</p>
<p style="text-align: left;">Jeder von uns kann davon ein Lied singen. Jeder hat als Kind Erfahrungen gemacht, dass „gutes“, erwünschtes Verhalten unbeachtet blieb, während ein Fehlverhalten sofort alle Aufmerksamkeit auf sich zog. Auch als Erwachsene machen wir oft die Erfahrung, dass wir für gute Leistungen oder unser So-Sein keine Anerkennung von unserer Umwelt erhalten. Es wird nicht selten als normal angesehen und als nicht lobenswert empfunden. Schließlich bekommen wir für unsere Arbeit Geld oder erreichen, was wir uns vorgenommen haben. Unsere Gesellschaft ist so stark auf Fehler und Probleme fokussiert, dass wir immer weniger innehalten und uns miteinander freuen, über das, was gut funktioniert, über das, was der einzelne erreicht, über das Glück, so einen engagierten Kollegen, so eine gute Chefin oder so einen tollen Partner an unserer Seite zu haben – und es dem anderen einfach immer mal wieder sagen.</p>
<p style="text-align: left;">Wenn wundert es dann noch, dass wir uns alle ein ausgeklügeltes Repertoire an Verhaltensweisen angewöhnt haben, um zumindest negative Zuwendung vom anderen abzustauben. Hintergrund sind immer unsere Erfahrungen und Bewertungen, die sich nach der Transaktionsanalyse in vier lebbare Grundeinstellungen einordnen lassen:</p>
<ul style="text-align: left;">
<li>„Mit mir ist alles in Ordnung, Du bist mir recht      so, wie Du bist.“</li>
<li>„Mit mir stimmt was nicht, die anderen sind      besser weggekommen.“</li>
<li>„Mit mir ist alles in Ordnung, bei den anderen      stimmt was nicht.“</li>
<li>„Wenn ich es recht bedenke, ist bei mir alles in      Ordnung und die anderen sind mir recht, auch wenn sie anders sind.“</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Die beiden mittleren Grundeinstellungen sind Verlierer-Skripte. Als Kind habe ich mich irgendwann einmal dazu entschieden, die Welt aus dieser Perspektive zu sehen und nun folgen alle meine Handlungen dieser Maxime, ohne dass es mir später noch bewusst ist. Ich kommuniziere entweder immer aus der Opferrolle (siehe die zweite Grundeinstellung oben) oder aus der Verfolger-/Retterrolle heraus. Ein Opfer wird immer einen Täter (Verfolger) oder einen Retter anziehen und ein Verfolger bzw. Retter findet immer ein Opfer. Und schwups befinden wir uns in einem eingefahrenen Kommunikationsspiel (die Transaktionsanalyse nennt es „Psychospiel“) an dessen Ende unser Spielgewinn lauert: negative Zuwendung. Das Opfer erhält „(Rat)-Schläge“ und bestätigt seine Grundeinstellung („Mit mir stimmt was nicht, die anderen kommen immer besser weg als ich.“), der Verfolger konnte seinen „Dampf ablassen“ (auch wenn ihn später Schuldgefühle plagen) und der Retter seine Hilfsbereitschaft zeigen (auch wenn er sich ärgert, dass das Opfer sie nicht annehmen will). Sie bestätigen sich dadurch wiederum ihre Grundeinstellung („Mit mir ist alles in Ordnung, bei dem anderen stimmt was nicht – der ist zu schwach oder zu dumm, alleine klarzukommen.). Alle Beteiligten haben danach ein schlechtes Gefühl, aber alle hatten zumindest eine ganze Weile lang, die Beachtung vom anderen.</p>
<p style="text-align: left;">Die wenigsten Menschen können sich die erste Grundeinstellung („Mit mir ist alles in Ordnung, Du bist mir recht so, wie Du bist.“), mit der wir auf die Welt kommen, erhalten. Sie wäre der Garant dafür, die Andersartigkeit meines Gegenübers genau so hoch zu schätzen, wie meine Einzigartigkeit und damit unsere Bedürfnisse gleichrangig zu behandeln und uns dadurch gegenseitig anzuerkennen sowie positiv zu verstärken. Aber ich kann durch Selbstreflexion und Selbsterfahrung zur vierten Grundeinstellung gelangen &#8211; „Wenn ich es recht bedenke, ist bei mir alles in Ordnung und die anderen sind mir recht, auch wenn sie anders sind.“ Dann bin ich auf der Gewinnerseite, dann macht es Spaß und erfüllt mich, dem anderen positive Zuwendung zu geben. Dann finde ich immer einen Ansatz beim anderen, den ich authentisch loben kann. Ich nehme mir Zeit, sein Anliegen wahrzunehmen, gebe ihm dadurch Wertschätzung und sage danach, was mir wichtig ist, was für meine Bedürfnisbefriedigung geht und was nicht.</p>
<p style="text-align: left;">Der geänderte Titel meines Vortrages heißt übrigens „Beziehungspflege zu Schulleitungen trotz schwieriger Situationen“. Vielleicht war mein Erlebnis mit Frau Schramm ein entscheidender Wegweiser dafür, dass ich Psychologie studiert habe. Das weiß ich aber sicher: &#8220;Viel Kälte ist unter den Menschen, weil wir uns oft nicht so herzlich geben wie wir sind.&#8221; (Albert Schweitzer)</p>
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		<title>Werte verstehen – Konflikte lösen</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 13:17:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf Facebook entwickelte sich am Dienstag eine spannende Diskussion über Werte, inspiriert von meinem lieben Kollegen Kurt-Georg Scheible: &#8220;Konflikte entbrennen, wenn Werte verletzt werden. Wie seht Ihr das?&#8221; Dem konnte ich nur zustimmen: &#8220;Nahezu alle zwischenmenschlichen Konflikte lassen sich auf unterschiedliche Wertevorstellungen zurückführen. Wir sollten lernen, die Werte des anderen zu respektieren – ohne zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Konflikte.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-995" title="Konflikte" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Konflikte.gif" alt="" width="100" height="71" /></a>Auf Facebook entwickelte sich am Dienstag eine spannende Diskussion über Werte, inspiriert von meinem lieben Kollegen <a href="http://www.erfolgscampus.de/" target="_blank">Kurt-Georg Scheible</a>: &#8220;Konflikte entbrennen, wenn Werte verletzt werden. Wie seht Ihr das?&#8221; Dem konnte ich nur zustimmen: &#8220;Nahezu alle zwischenmenschlichen Konflikte lassen sich auf unterschiedliche Wertevorstellungen zurückführen. Wir sollten lernen, die Werte des anderen zu respektieren – ohne zu bewerten!&#8221; Sofort fiel mir dazu eine Geschichte ein, an der man dieses Muster plastisch erklären kann.<span id="more-994"></span></p>
<p style="text-align: left;">Ich erinnere mich an eine Situation, in der sich zwei Mitarbeiter meines Teams regelmäßig in der Wolle hatten. Fast täglich kam es zu lauten Auseinandersetzungen zwischen beiden, in denen es um die mangelnde Koordination ihrer Arbeitsabläufe ging. Obwohl ich sie schon mehrfach ermahnt hatte, waren die beiden nicht in der Lage, ihren Konflikt allein zu lösen. Die schlechte Stimmung wirkte sich langsam auf das gesamte Team aus. Um die Arbeitsleistung nicht zu gefährden, mussten wir uns mit dem Thema intensiver auseinandersetzen.</p>
<p style="text-align: left;">Im gemeinsamen Gespräch wurden die gegenseitigen Vorwürfe deutlich: Der eine fühlte sich vom anderen kontrolliert und in seiner kreativen Arbeitsweise behindert. Der andere beschwerte sich, dass Absprachen und Ordnungsprinzipien nicht eingehalten und so ein reibungsloses Zusammenarbeiten erschwert bzw. unmöglich wurde. Als Beispiel führte er den Fall auf, dass sein kreativer Kollege den von ihm erstellten Dateien dadaistische Dateinamen gab, die er selbst dann nicht identifizieren und zuordnen konnte. So kam es zu Fehlzeiten, weil er vergebens nach Daten suchen musste.</p>
<p style="text-align: left;">Mir wurde schnell klar, es würde nicht ausreichen, Ermahnungen auszusprechen oder verschärfte Anweisungen durchzusetzen. Hier war notwendig, der Sache auf den Grund zu gehen und in die Einstellung und Teamfähigkeit der Mitarbeiter zu investieren. Kurzerhand improvisierte ich einen Workshop für das gesamte Team. Neben einigen gruppendynamischen Spielen zur Entwicklung des Veranwortungsbewusstseins analysierte ich auch die individuellen Werte-Einstellungen jedes Teammitgliedes, um sie miteinander zu vergleichen. In der Gegenüberstellung fiel es allen wie Schuppen von den Augen: Unser kreativer Kollege hatte dem Wert „Freude“ erste Priorität gegeben, während „Sicherheit“ an vorletzter Stelle stand. Der Sohn wohlhabender Eltern empfand die notwendige Anpassung an seine Kollegen als eine Beschneidung seiner Grundwerte.</p>
<p style="text-align: left;">Sein ordnungsliebender Kollege dagegen hatte „Sicherheit“ auf Platz 1 gewählt und „Freude“ stand für ihn auf Platz 16 oder 17. Er war verheiratet und hatte zwei kleine Kinder. In jüngster Vergangenheit war ihm zweimal kurz hintereinander in der Probezeit gekündigt worden. Er empfand das Verhalten seines Kollegen als einen Angriff auf sein Sicherheitsbedürfnis. Für den Wunsch nach Spaß hatte er wenig Verständnis.</p>
<p style="text-align: left;">Aus den unterschiedlichen Historien beider Mitarbeiter wurde für alle die konträre Einstellung und die gegensätzliche Bewertung ihres Handelns verständlich. Aus der Einsicht unseres Kreativen in die Notwendigkeit von Ordnungsprinzipien konnte unser verlässlicher Mitarbeiter die Sicherheit gewinnen, seinem Kollegen mehr kreativen Freiraum zu lassen. Beide waren nun in der Lage, die Verletztheit des anderen nachzuvollziehen, erkannten dahinter aber auch die wertvollen Qualitäten für das gemeinsame Arbeiten.</p>
<p style="text-align: left;">An diesem Fall wurde mir bewusst, wie unterschiedlich wir Menschen doch sind und welche Bedeutung unsere emotionalen Werte für unser Handeln besitzen. Um Konflikte zu schlichten oder Mitarbeiter in ein Team zu integrieren, genügt es nicht, sie auf der sachlichen Ebene anzusprechen. Ich muss versuchen, sie auf der emotionalen Ebene zu erreichen. Das heißt, ich muss die unterschiedlichen Wertvorstellungen erkennen, um das mir fremde Handeln zu verstehen.</p>
<p style="text-align: left;">Erst auf der Basis des Verstehens gebe ich meinem Mitmenschen die für die Beziehung notwendige Anerkennung. Indem ich seine (mir fremden) Vorstellungen &#8220;wertschätze&#8221;, kann ich Einsicht und Bereitschaft zur Änderung seines Handelns schaffen. Das heißt, ich bitte ihn, sein Verhalten anzupassen, ohne seine Werte abzuwerten oder verändern zu wollen. Werte sind tief in der Persönlichkeit verankerte Triebfedern. Niemand hat das Recht, dem anderen diese zu verbieten, solange dieser bereit ist, sich in seinem Handeln der Gemeinschaft anzupassen. Tut er das nicht und verletzt damit wiederholt die Wertevorstellungen anderer, dann ist es besser loszulassen und sich von diesem Menschen zu trennen.</p>
<p style="text-align: left;">Weitere Anregungen zum Thema &#8220;Werte&#8221; finden Sie in meinem <a href="http://www.amazon.de/Das-professionelle-Intelligenz-Mitarbeiterf%C3%BChrung-Mitarbeiter/dp/3589237686/ref=cm_cr_pr_product_top" target="_blank">Buch</a>.</p>
<p style="text-align: left;">
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		<title>It&#8217;s the Mind not the Money!</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 13:40:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Wie geht&#8217;s dir?&#8221; frage ich einen alten Bekannten, den ich auf der Straße treffe. &#8220;Ach, es könnte mir 10.000 Euro besser gehen!&#8221; ist seine Antwort. Es ist witzig gemeint, aber ich kann darüber nicht lachen. Ich habe ja nicht nach seinen Einkommensverhältnissen gefragt, sondern nach seinem emotionalen Befinden! Es stört mich, dass er, wie so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Kurt-F.-Domnik.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-952" title="Kurt-F.-Domnik" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Kurt-F.-Domnik.gif" alt="" width="112" height="90" /></a>&#8220;Wie geht&#8217;s dir?&#8221; frage ich einen alten Bekannten, den ich auf der Straße treffe. &#8220;Ach, es könnte mir 10.000 Euro besser gehen!&#8221; ist seine Antwort. Es ist witzig gemeint, aber ich kann darüber nicht lachen. Ich habe ja nicht nach seinen Einkommensverhältnissen gefragt, sondern nach seinem emotionalen Befinden! Es stört mich, dass er, wie so viele Menschen in meiner Umgebung, seine Zufriedenheit so vom Finanziellen abhängig macht. Dabei kenne ich ihn als durchaus großzügigen Menschen mit anspruchsvollem Lebensstil. Gibt es da einen Zusammenhang zwischen permanenten Unzufriedenheit und mangelnder Bescheidenheit?<span id="more-951"></span></p>
<p style="text-align: left;">In meiner Arbeit begegne ich zahlreichen Menschen, die hoch dotierte Jobs haben und im Konsum schwelgen. Sie haben natürlich einen entsprechenden Lebensstandard, fahren ein Auto der Luxusklasse, wohnen im schicken Eigenheim und reisen häufig in exotische Länder. Aber ihr Job nimmt sie auch sehr in Anspruch. Sie arbeiten 60 bis 80 Stunden die Woche, leiden unter zahlreichen sozialen Verpflichtungen, wirken auf mich meist gestresst, überfordert und unzufrieden. Der erreichte Status und die selbst auferlegten Ansprüche scheinen sie eher zu belasten als zu befriedigen. Da wird verglichen, bewertet und die Messlatte wird immer höher gesetzt.</p>
<p style="text-align: left;">Aber ich lerne auch viele Menschen kennen, die in Bescheidenheit leben. Die Gesprächsthemen drehen sich um die Erziehung der Kinder, um persönliche Pläne, um Politik und soziale Verantwortung. Da geht es nicht um Status und Konsum, sondern vielmehr um den Stolz und die Freude mit Kreativität und persönlichem Einsatz etwas erreichen zu wollen. Man misst sich nicht am Erfolg des anderen, sondern solidarisiert sich im gegenseitigen Verständnis. Diese Menschen wirken auf mich viel glücklicher, auch wenn sie für ihr Leben kämpfen müssen und in der Regel mit weniger Geld auskommen.</p>
<p style="text-align: left;">Beide Charaktere sind auf ihre Weise ganz liebenswerte Menschen, aber scheinen in völlig unterschiedlichen Welten zu leben. Was ihr Wesen so verschieden macht, das sind ihre Wertevorstellungen. Für die ewig Unzufriedenen spielen Besitz, Status, Wettbewerb und Kampf eine viel größere Rolle als für die Bescheidenen. Sie beziehen ihr Selbstwertgefühl weitgehend aus dem Vergleich mit anderen und müssen sich täglich aufs neue beweisen, dass sie besser sind als diese. Das ist nicht nur anstrengend, es macht Sie auch von den Niederlagen ihrer Gegner abhängig. Denn wer immer der Beste sein will, wird schnell zum Gejagten.</p>
<p style="text-align: left;">Zufriedene Menschen zeigen mehr Demut und setzen für ihr Leben ganz andere Prioritäten. Ideelle Werte wie Freude, Gesundheit, Selbstbestimmung und persönliches Wachstum sind ihnen so wichtig, dass sie lieber auf Geld verzichten würden, als diese aufzugeben. Das scheint für ihre Karriere nicht immer förderlich, weil ihre Ansichten in manchen Unternehmen als störend empfunden werden. Aber weil sie zu sich stehen, sind diese Menschen unabhängiger von der Meinung anderer und finden ihren eigenen Weg. Auf mich wirken sie ehrlicher, bewusster und authentischer als die so genannten Karrieretypen, die täglich ums goldene Kalb tanzen.</p>
<p style="text-align: left;">Dass die innere Einstellung neben den Themen Gesundheit, Partnerschaft und Geld eine wichtige Rolle in der Zufriedenheit der Menschen in Deutschland spielt, das zeigt auch der aktuelle <a href="http://www.gluecksatlas.de/cms/index.html" target="_blank"><strong>Glücksatlas</strong></a>, eine von der Deutschen Post beauftragten Studie. Er belegt, dass im Nordwesten Deutschlands zur Zeit die glücklichsten Deutschen leben. &#8220;Die Menschen in der Region Niedersachsen-Nordsee sind durchschnittlich zufriedener mit ihrem Einkommen&#8221;, sagt Max Höfer, der Koordinator der Studie und führt das auf die regionale Bescheidenheit zurück. In Gegenden wie Hamburg, Südbayern oder Baden, wo das Bruttogeldvermögen pro Haushalt in Deutschland am höchsten ist, sind die Menschen nicht unglücklich, aber mit ihren Einkommen sehr viel unzufriedener. Also doch:</p>
<p style="text-align: left;">&#8220;Reich ist man nicht durch Besitz, sondern durch das, was man mit Würde zu entbehren weiß.&#8221; Epikur</p>
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		<title>Wir sind das, was wir zu sein vorgeben</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Sep 2011 10:04:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Persönlichkeitsentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
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		<category><![CDATA[Identifikation]]></category>
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		<description><![CDATA[Richard David Precht philosophiert in diesem Video über die schwierige, ja fast unmögliche Suche nach einer Identität in der heutigen Medien-Gesellschaft. Präzise formuliert. Plakativ visualisiert. Brillante Gesellschaftskritik in 3 Minuten 18.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Identitaet1.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-936" title="Identitaet" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Identitaet1.gif" alt="" width="120" height="67" /></a>Richard David Precht philosophiert in diesem Video über die schwierige, ja fast unmögliche Suche nach einer <a href="http://www.youtube.com/watch?v=TJgU5tSZ52g" target="_blank"><strong>Identität</strong></a> in der heutigen Medien-Gesellschaft. Präzise formuliert. Plakativ visualisiert. Brillante Gesellschaftskritik in 3 Minuten 18.</p>
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		<title>Ein Raum für Neues!!!</title>
		<link>http://www.cit-consult.de/blog/besondere-gefuehle/ein-raum-fur-neues/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Sep 2011 15:29:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Besondere Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeitsentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Begeisterung]]></category>
		<category><![CDATA[Entscheidung]]></category>
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		<category><![CDATA[Überzeugung]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Trainings von CIT vermitteln Inhalte auf ungewöhnlich lebendige Weise. Verständlich also, dass wir Seminarräume suchen, in denen man sich bewegen kann und neue Sichtweisen entstehen können. In diesen Räumen muss man sich frei von Regeln, Dogmen und Standards fühlen. Sie sollten einen ungestörten Blick in die Natur bieten und lichtdurchflutet sein, Traditionelles und Modernes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Seminarhaus.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-906" title="Seminarhaus" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Seminarhaus.gif" alt="" width="157" height="105" /></a>Die Trainings von CIT vermitteln Inhalte auf ungewöhnlich lebendige Weise. Verständlich also, dass wir Seminarräume suchen, in denen man sich bewegen kann und neue Sichtweisen entstehen können. In diesen Räumen muss man sich frei von Regeln, Dogmen und Standards fühlen. Sie sollten einen ungestörten Blick in die Natur bieten und lichtdurchflutet sein, Traditionelles und Modernes verbinden – möglichst frei von eingefahrenen Stilmitteln und Klischees. Wenn man mit diesen Ansprüchen auf die Suche geht, wird die Luft dünn. Aber gestern sind wir überraschenderweise fündig geworden!<span id="more-904"></span></p>
<p style="text-align: left;">Auf Empfehlung hin machten wir uns zu einem der <a href="http://www.forsthaus-heiligenberg.de/heiligenberg.html" target="_blank">traditionellen Ausflugsrestaurants</a> im niedersächsichen Umland auf, das für Kaffeetafeln und Hochzeitsfeiern bekannt ist. Mit zahlreichen Vorurteilen belastet, erwartete ich den üblichen klebrigen Plüsch im Ambiente eines Bauernhofes. Um so größer die Überraschung, als wir ein neues Seminarhaus vorfinden, das alle unsere Ansprüche erfüllt: Ein modernes Fachwerkhaus mit großen Glasfronten und großzügigem, nach oben offenem Seminarraum. Sichtbare Balken statt abgehängter Rasterdecke. Eichenbohlen statt Teppichboden. Neuste digitale Technik integriert in moderne Bauernschränke. Und durch die Glastüren tritt man auf die Terrasse mit Blick auf eine unberührte Hügellanschaft. Ein traumhaftes Ambiente für ein ungestörtes kreatives Arbeiten. Hier werden wir im kommenden Jahr zweimal unser Training <a href="http://www.cit-consult.de/cms/mit-gefuehl-zu-mehr-erfolg.html" target="_blank">Mit Gefühl zu mehr Erfolg</a> durchführen. Ich freu mich schon drauf!</p>
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		<title>Auf der Suche</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 06:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula Bemmann-Wöschler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Besondere Gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Persönlichkeitsentwicklung]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Authentizität]]></category>
		<category><![CDATA[Emotion]]></category>
		<category><![CDATA[Empathie]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Leid]]></category>
		<category><![CDATA[Leistungsdruck]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Überzeugung]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; nach Erfüllung, sich endlich einmal erfüllt fühlen oder wenigstens nicht mehr so leer, ein klein wenig erfüllt sozusagen, halb voll vielleicht und dazu brauche ich&#8230; Dich. Mittlerweile habe ich, was Dich betrifft, auch ganz bestimmte Vorstellungen. Und was tut meine Generation, wenn sie etwas braucht? Sie geht „shoppen“.
Ein weiß getünchter, schlauchförmiger Raum, Fabrikarchitektur, keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/shoppen-150x150.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-897" title="shoppen-150x150" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/08/shoppen-150x150.gif" alt="" width="100" height="100" /></a>&#8230; nach Erfüllung, sich endlich einmal erfüllt fühlen oder wenigstens nicht mehr so leer, ein klein wenig erfüllt sozusagen, halb voll vielleicht und dazu brauche ich&#8230; Dich. Mittlerweile habe ich, was Dich betrifft, auch ganz bestimmte Vorstellungen. Und was tut meine Generation, wenn sie etwas braucht? Sie geht „shoppen“.<span id="more-884"></span></p>
<p style="text-align: left;">Ein weiß getünchter, schlauchförmiger Raum, Fabrikarchitektur, keine Ablenkung, kein Schnickschnack, nichts, was die Konzentration auf&#8217;s Wesentliche behindern könnte. Die Zeit gibt den Takt vor und bedient sich eines Moderators mit Trillerpfeife zur Einhaltung der Wechsel aller im Fünf-Minuten-Takt. Neun Frauen, neun Männer, ein Ziel: sich den richtigen Partner einzukaufen.</p>
<p style="text-align: left;">In jeder Gestik, jeder Aussage, jeder Frage schwingen die eigene Geschichte, die Sehnsüchte, Ängste und Hoffnungen. Bei fünf Minuten Zeitlimit kann und will nicht jeder zimperlich sein. Schnell wird klar, den heutigen Großstadtsingle kann man nicht über einen Kamm scheren. Er ist beruflich erfolgreich, manchmal auch nicht, gibt sich offen und steckt doch voller Vorurteile. Der sensible Beobachter erfährt viel, aber nur sehr wenig über eine aussichtsreiche Passung. Und dennoch werden am Ende Namen angekreuzt und Telefonnummern frei gegeben. Jeder will zumindest ein „Teilchen“ ergattern, denn keiner will umsonst gekommen sein. Am Schluss die trügerische Hoffnung, dass sich das Teil im natürlichen Lichte als anziehender heraus stellt.</p>
<p style="text-align: left;">Ich liebe den Film <a title="shoppen" href="http://www.youtube.com/watch?v=P8y6WkInH5s" target="_blank">„shoppen“</a> von Ralf Westhoff, der gestern mal wieder auf einem der <a title="BR" href="http://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/film-und-serie/shoppen-film-ralf-westhoff-ID1246264593509.xml" target="_blank">Dritten</a> lief. Weil er auf eine so wertschätzende, emotionale und authentische Art und Weise über die 18 Protagonisten das Ringen um Identität, Sinn und persönliche Erfüllung einer Generation spiegeln lässt, die zwar beruflich Karriere macht, gutes Geld verdient und sich alle materiellen Wünsche erkauft, aber sich keine Zeit mehr nimmt, auf die Suche nach den wahren inneren Bedürfnissen zu gehen und in Beziehung mit anderen zu reifen.</p>
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