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	<title>EmotionBlog &#187; Emotionale Intelligenz</title>
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		<title>Der Geschmack von Liebe und Hass</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 12:25:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Amerikanische Wissenschaftler konnten jetzt beweisen, dass die Absichten, mit denen wir etwas tun, unsere Wahrnehmung stark beeinflusst. Wenn wir sagen, dieser Kuchen ist mit Liebe gebacken, dann ist das nicht nur eine Redensart, sondern er schmeckt uns tatsächlich besser. Wir können also im Ergebnis den Unterschied spüren, ob jemand etwas mit guter oder böser Absicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/Kuchen_Dieter-Kaiser_pixeli.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-1143" title="Kuchen_Dieter-Kaiser_pixeli" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/Kuchen_Dieter-Kaiser_pixeli.gif" alt="" width="128" height="100" /></a>Amerikanische Wissenschaftler konnten jetzt beweisen, dass die Absichten, mit denen wir etwas tun, unsere Wahrnehmung stark beeinflusst. Wenn wir sagen, <em>dieser Kuchen ist mit Liebe gebacken</em>, dann ist das nicht nur eine Redensart, sondern er schmeckt uns tatsächlich besser. Wir können also im Ergebnis den Unterschied spüren, ob jemand etwas mit guter oder böser Absicht getan hat, auch wenn wir die betreffende Person dabei nicht beobachten können. Nun ist das bei Koch- und Backprodukten vielleicht nachvollziehbar, aber wie ist das bei anderen Empfindungen?</p>
<p style="text-align: left;"><span id="more-1140"></span>Schon 2008 konnte der Psychologe Kurt Gray von der Universität Maryland nachweisen, dass ein in böser Absicht verabreichter Elektroschock besonders starke Schmerzen hervorruft. Der Wissenschaftler ließ jetzt untersuchen, ob die Schmerzen nachlassen, wenn die Gepeinigten glaubten, die Behandlung würde in guter Absicht erfolgen. Tatsächlich empfanden die Probanden die Schocks als weniger schlimm, nachdem sie erfuhren, die Folterer im Nebenraum täten es in dem Glauben, die Empfänger der Schmerzen bekämen für  jeden Stromstoß Geld.</p>
<p style="text-align: left;">Für mich ist das die wissenschaftlich Bestätigung für den Wert eines positiven Menschenbildes. Indem wir liebevoll auf unsere Mitmenschen zugehen und ihnen Vertrauen schenken, inspirieren wir sie nicht nur zu mehr Offenheit, Ehrlichkeit und Zuneigung, wir stärken auch unsere Fähigkeit, Enttäuschungen, Niederlagen und andere Schmerzen besser zu ertragen und leichter zu verzeihen. Das Konzept des liebevollen Umgangs mit anderen, das wir in unserem Training <a href="http://www.cit-consult.de/cms/mit-gefuehl-zu-mehr-erfolg.html"><em>Mit Gefühl zu mehr Erfolg</em></a> besonders propagieren, findet so wissenschaftliche Unterstützung. Weitere Infos in der <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/psychologie-absichten-anderer-beeinflussen-unsere-wahrnehmung-1.1261559" target="_blank">Süddeutschen</a>.</p>
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		<title>Loyal oder integer?</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 18:57:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In Jeans und offenem Sakko steht er vor mir, reicht mir die Hand zur Begrüßung. Sein Blick ist offen, aber unstet. Blitzschnell erfasst er die Details in der für ihn ungewohnten Umgebung. Kurzer Smalltalk am röhrenden Kaffeeautomaten, bevor wir mit den dampfenden Tassen in mein Giebelzimmer steigen. Sein Blick schweift durch die Glasfront in die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/BrandtMarke1.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-1114" title="BrandtMarke" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2012/01/BrandtMarke1.gif" alt="" width="99" height="121" /></a>In Jeans und offenem Sakko steht er vor mir, reicht mir die Hand zur Begrüßung. Sein Blick ist offen, aber unstet. Blitzschnell erfasst er die Details in der für ihn ungewohnten Umgebung. Kurzer Smalltalk am röhrenden Kaffeeautomaten, bevor wir mit den dampfenden Tassen in mein Giebelzimmer steigen. Sein Blick schweift durch die Glasfront in die Natur und kommt langsam zur Ruhe. &#8220;Wo Sie arbeiten, möchten andere gerne Urlaub machen!&#8221; In seinem Lachen schwingt eine Spur Schmerz und Sehnsucht mit. Und dann beginnt er zu erzählen&#8230;<span id="more-1109"></span></p>
<p style="text-align: left;">Er ist ein erfolgreicher Marketing-Mann in leitender Position. Er liebt seinen Beruf, die Möglichkeit etwas zu bewegen, Einfluss zu nehmen. Er arbeitet viel, 60 Stunden die Woche. Seine Familie hat sich damit arrangiert. Er verzichtet gern auf Teile seines Privatlebens,&#8230; solange er sich mit seinem Handeln identifizieren kann. Seit längerem hat er damit seine Probleme, sein Frust ist gestiegen. Zu vieles läuft für ihn schief. Er beißt sich durch, aber es fällt ihm schwer, sich täglich aufs Neue zu motivieren.</p>
<p style="text-align: left;">Wir schauen hin, was ihn so viel Kraft kostet. Er ist ein aufrichtiger Charakter, einer, der zu seinem Wort steht und nach klaren Prinzipien und Wertevorstellungen handelt. Menschen, die keine eigene Meinung haben und ihr Fähnchen nach dem Wind richten, nennt er &#8220;Schleimer&#8221;. So möchte er nie sein, persönliche Integrität ist ihm wichtig.</p>
<p style="text-align: left;">Andererseits hat die Angst in seinem Arbeitsumfeld zugenommen. Der Kampf um die Märkte wird härter. Da ist jeder angehalten, Kompromisse zu machen. Die Zielvorgaben der Geschäftsleitung sind brutal und auf gradlinigem Weg nicht zu erreichen. Er fühlt sich gezwungen, Mittel einzusetzen, die gegen seine persönlichen Wertevorstellungen verstoßen. Er ist ein loyaler Mitarbeiter, der alles für den Erfolg seines Unternehmens tut, aber er hat das Gefühl, sich dafür selbst aufgeben zu müssen.</p>
<p style="text-align: left;">Das ist es, was ihn langsam ausbrennen lässt: der Konflikt zwischen zwei seiner wichtigen Grundwerte: der persönlichen Integrität und der Loyalität zum Arbeitgeber. Beides scheint für ihn nicht mehr vereinbar. Aber muss er das eine aufgeben, um das andere erfüllen zu können?</p>
<p style="text-align: left;">Mein Coachee ist mit diesem inneren Konflikt nicht allein. Unzählige Arbeitnehmer leben unter dem Zwang, ihre Pflichten nicht mit ihren Werten und Bedürfnissen in Einklang bringen zu können. Besonders für die mittleren Führungsebenen ist es eine Herausforderung, Loyalität und Integrität zu wahren, zwischen dem Leistungsdruck von oben und der Verantwortung für die eigenen Mitarbeiter. Das heißt einerseits sich mit den Unternehmenszielen zu identifizieren, die Mitarbeiter zu unterstützen, zu motivieren, immer aufs Neue herauszufordern, sie andererseits aber auch zu schützen und den Vorgesetzten gegenüber notwendige Grenzen aufzuzeigen.</p>
<p style="text-align: left;">In einer solchen Sandwich-Position eine persönliche Balance zu finden fordert einen starken Charakter, Mut, Selbstbewusstsein und Authentizität. Wer da nicht klar und sicher auftritt, wirkt schnell wie ein Spielball der äußeren Ereignisse und verspielt seine Autorität. In kritischen Zeiten ist es deshalb sinnvoll, sich einen unabhängigen und professionellen Gesprächspartner als <a href="http://www.cit-consult.de/cms/coaching.html" target="_blank">Coach</a> zu suchen. Auch <a href="http://www.cit-consult.de/cms/offene-trainings.html" target="_blank">Trainings</a> können helfen, die eigenen emotionalen Befindlichkeiten zu hinterfragen, eine konstruktive Einstellung zu entwickeln oder wichtige Entscheidungen zu treffen.</p>
<p style="text-align: left;">Nur eins muss klar sein: Für den Konflikt zwischen Loyalität und Integrität gibt es keine universelle Lösung. Unserem Marketing-Mann ist es in wenigen Sitzungen gelungen, eine konstruktive Einstellung zu seinen Arbeitsbedingungen zu finden. Mit mehr Klarheit und der Bereitschaft, seine persönlichen Grenzen zu definieren und gegenüber seinen Vorgesetzten zu vertreten, hat er wieder auf die Siegerstraße zurück gefunden. Das ist sein persönlicher Weg, der aber nicht für andere Gültigkeit haben muss.</p>
<p style="text-align: left;">Letztendlich ist nicht wichtig, welchen Weg man geht. Entscheidend ist, dass man sich nicht seinem scheinbaren Schicksal ergibt, sondern sich aufmacht, sich hinterfragt und die Initiative ergreift. In diesem Sinne schließe ich mit einem Zitat von Klaus Kobjoll: Machen Sie es gut, aber machen Sie es bald!</p>
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		<title>Herzenssache!</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Dec 2011 08:20:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula Bemmann-Wöschler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zu oft unterschätzen wir die Macht der Berührung, eines Lächelns, eines freundlichen Wortes, eines offenen Ohres, eines ehrlichen Kompliments oder die kleinste Geste der Zuneigung, die alle das Potenzial haben, ein Leben zu verändern (Leo Buscaglia).
Die Worte haben mich richtig gepackt, hallen in mir nach. Vielleicht, weil sie meine Erfahrungen aus den EQ-Trainings so treffend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/12/Christine-Braune_pixelio.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-1094" title="Christine-Braune_pixelio" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/12/Christine-Braune_pixelio.gif" alt="" width="113" height="101" /></a>Zu oft unterschätzen wir die Macht der Berührung, eines Lächelns, eines freundlichen Wortes, eines offenen Ohres, eines ehrlichen Kompliments oder die kleinste Geste der Zuneigung, die alle das Potenzial haben, ein Leben zu verändern (Leo Buscaglia).<span id="more-1092"></span></p>
<p style="text-align: left;">Die Worte haben mich richtig gepackt, hallen in mir nach. Vielleicht, weil sie meine Erfahrungen aus den <a href="http://www.cit-consult.de/cms/mit-gefuehl-zu-mehr-erfolg.html" target="_blank">EQ-Trainings</a> so treffend beschreiben. Egal, wie die Gruppe zusammen gesetzt ist, egal, wie sehr sich die Einzelnen in ihrem Wesen und in ihren Erfahrungen unterscheiden oder ähneln – wenn einer den Mut hat und anfängt, seinen Nebenmann in seiner eigenen Art anzuerkennen, dann entsteht allmählich eine Verbundenheit und ehrliche Offenheit in der Gruppe, die jedem das Herz wärmt. Es ist jedes Mal so. Nicht jedes Mal in derselben Tiefe, aber immer ist zu spüren, wie gut diese gegenseitige Wertschätzung tut. Und immer wieder erleben Michael und ich die Ungläubigkeit darüber, dass das so einfach geht – mit Fremden oder mit Kollegen gar, die zuvor so unsympathisch wirkten.</p>
<p style="text-align: left;">Es ist so einfach, aufeinander zuzugehen und sich dadurch gegenseitig gut zu tun. Wir müssen nichts leisten dafür. Es braucht keine klugen Worte. Ich muss mich also nicht anstrengen dafür. Es braucht keine Ratschläge, Patente, umsetzbare Lösungsstrategien. Es braucht dafür nur Dasein, Zuhören und die aufkommenden Gefühle stehen zu lassen – ohne zu werten, ohne sie wegzuplappern oder mit eilig heran geschleppten Taschentuchpäckchen schnell wieder wegzuwischen. Es ist eigentlich so unendlich leicht und doch tun wir uns oft so schwer damit, obwohl wir doch wissen wie entlastend es für den anderen sein wird, wenn wir einfach nur da sind und damit zeigen, dass sein darf, was ist.</p>
<p style="text-align: left;">Gerade in der Vorweihnachtszeit spüre ich meine Sehnsucht nach Verbundenheit mit anderen, nach Nähe, nach Geborgenheit in der Gemeinschaft. Vielleicht kommt es daher, dass ich am Fuße des Erzgebirges aufgewachsen bin. Dort liegt über der Weihnachtszeit ein ganz besonderer Flair. Als Kinder haben wir für die Alten gesungen und wahrscheinlich verkläre ich romantisch die Tradition der „Hutzenabende“, die lange vor meiner Zeit stattfanden, als die Menschen sich im Gemeindehaus trafen, weil es dort warm war, schnitzten, klöppelten, sangen, schwatzten – in Gemeinschaft waren.</p>
<p style="text-align: left;">Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir „in Gemeinschaft sein“ mehr und mehr verlernen. Auf der Jagd nach der Vervollkommnung unseres Potenzials rücken wir unsere egoistischen Ziele immer stärker in den Fokus und fühlen uns immer mehr behindert durch die Bedürfnisse und die Ansichten der anderen. Ja, manchmal haben wir den Eindruck, die anderen machen etwas nur, um uns zu ärgern. Oder haben wir einfach zu hohe Ansprüche an uns selbst? Was lässt uns mit Grauen an die Familie zu Weihnachten denken?</p>
<p style="text-align: left;">Was wäre, wenn wir einfach die Eltern sein lassen, wie sie nun mal sind, wenn wir uns nicht aufregen über die Chatgeräusche der jüngsten und nicht am Partner herummäkeln. Was wäre, wenn wir einfach nur Danke sagen, für das, was uns am anderen gefällt, anerkennen, dass er sich bemüht hat oder jemanden in den Arm nehmen – ohne Worte, ohne Erklären zu müssen.</p>
<p style="text-align: left;">Auf der letzten Weihnachtsfeier haben wir zu Beginn Zettel verteilt. Für jeden einen. Auf diesen Zetteln stand die Sammlung von allen Kollegen, was diese an einem gut finden und was sie bewundern. Der Raum füllte sich mit Freude, Glück und Tränen der Rührung. So wundervoll strahlende Gesichter habe ich lange nicht gesehen. Es war so einfach und es wurde die beste Feier seit langem.</p>
<p style="text-align: left;">Ich halte meine erste Weihnachtskarte in den Händen. Geschickt von einem Personalvorstand, mit dem ich nun schon seit über zehn Jahren zusammenarbeite und der sich mit dem obigen Zitat von mir verabschiedet. Er geht in Pension. Ich werde ihn sicherlich nicht wieder sehen. Ich bin traurig darüber und gleichzeitig fühle ich mich wertgeschätzt, weil er mit seiner Karte auch von mir Abschied nimmt und Lebewohl sagt. Ich hoffe, dass ein ebenso herzlicher und menschlicher Nachfolger ab Januar in seine Fußstapfen tritt.</p>
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		<title>Offene Kritik ist Wertschätzung</title>
		<link>http://www.cit-consult.de/blog/emotionale-intelligenz/offene-kritik-ist-wertschatzung/</link>
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		<pubDate>Wed, 14 Dec 2011 19:26:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Teamleiterin der Forschungsabteilung ist außer sich: &#8220;Wir hatten gemeinsam entschieden, einen Teamtest durchzuführen, bevor wir weitere Maßnahmen beschließen. Wie kann es dann angehen, dass nach unserem Gespräch hinter meinem Rücken andere Inhalte besprochen werden, von denen ich dann zufällig per weitergeleiteter Mail erfahre?&#8221; Na, da ist ja einiges schief gelaufen, denke ich und versuche, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/12/Neugier1.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-1081" title="Neugier" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/12/Neugier1.gif" alt="" width="125" height="88" /></a>Die Teamleiterin der Forschungsabteilung ist außer sich: &#8220;Wir hatten gemeinsam entschieden, einen <a href="http://www.cit-consult.de/cms/teamanalyse-teampuls_.html" target="_blank">Teamtest</a> durchzuführen, bevor wir weitere Maßnahmen beschließen. Wie kann es dann angehen, dass nach unserem Gespräch hinter meinem Rücken andere Inhalte besprochen werden, von denen ich dann zufällig per weitergeleiteter Mail erfahre?&#8221; Na, da ist ja einiges schief gelaufen, denke ich und versuche, die Dame zu beruhigen&#8230;<span id="more-1070"></span></p>
<p style="text-align: left;">Anfänglich schien es ein ganz normaler Auftrag zu werden. Ich wurde zum Kunden gerufen, um eine aktuelle Bedarfssituation zu hinterfragen und mögliche Lösungsansätze für ein Teamtraining zu präsentieren. Im persönlichen Gespräch wurde schnell deutlich, dass sich die beteiligten Personen über die Fehlleistungen und mangelnde Zusammenarbeit im Team einig waren, nicht aber über die Ursachen für diese Zustände.</p>
<p style="text-align: left;">Ohne schlüssige Informationen kann ich natürlich keine erfolgreiche Teamentwicklung planen und durchführen. Deshalb schlug ich vor, alle Teammitglieder über einen <a href="http://www.cit-consult.de/cms/teamanalyse-teampuls_.html" target="_blank">Test</a> online zu befragen, um die Situation objektiver beurteilen zu können. Auf Basis der Ergebnisse wäre ich dann in der Lage, eine Prioritätenliste an maßgeschneiderten Weiterbildungsmaßnahmen zu entwickeln. Die Teamleiterin war von diesem Vorschlag begeistert und es wurde beschlossen, den Test schnellstmöglich durchzuführen.</p>
<p style="text-align: left;">Später bat mich die Personalentwicklung per Mail, einen groben Kostenrahmen für unterschiedliche Maßnahmen zu benennen. Ohne dem Test vorgreifen zu wollen, nannte ich per Mail drei &#8220;Hausnummern&#8221;. Und nun schien die Personalentwicklung gegen den Tests zu plädieren und meine Mail als Argument dafür einzusetzen. Das geschaffene Vertrauen war dahin und ich war unbeabsichtigt ins Kreuzfeuer der streitenden Parteien geraten.</p>
<p style="text-align: left;">Wenn sich zwei Parteien nicht einig sind, braucht es immer eine neutrale Instanz, die es ermöglicht, sich wieder anzunähern. Ein <a href="http://www.cit-consult.de/cms/teamanalyse-teampuls_.html" target="_blank">Team-Test</a> stellt eine solche Instanz dar, weil er auf Basis wissenschaftlicher Standards allen Parteien die Chance gibt, ihr Gesicht zu wahren und konstruktive Lösungen zu suchen. Dass diese Einigung nachträglich einseitig infrage gestellt wird, musste die andere Partei als Affront verstehen. Und weil bisher nicht mit offenen Karten gespielt wurde, ergeben sich schnell Spekulationen über geheime Absprachen, Manipulationen oder Intrigen.</p>
<p style="text-align: left;">Was wir aus dem Beispiel lernen können, ist, wie wichtig es ist, offen und direkt unsere Meinung zu sagen und nicht versteckt zu agieren. Die meisten Menschen können mit offener Kritik sehr viel besser umgehen, als mit versteckten Spielchen. Eine ehrliche Auseinandersetzung ist immer eine Begegnung auf Augenhöhe und stellt damit eine Form von Wertschätzung dar: Mein Gegenüber ist es wert, dass ich ihm in die Augen schaue und mich mit ihm auseinandersetze.</p>
<p style="text-align: left;">Wer offene Auseinandersetzungen meidet (aus welchen Gründen auch immer) und versucht, seine Meinung auf indirektem oder institutionellem Weg durchzusetzen, muss sich nicht wundern, dass er so heftigen Widerstand hervorruft, denn er nutzt eine Form der persönlichen Missachtung. Die Gegenseite fühlt sich um so mehr als Opfer einer Intrige, je subtiler das Vorgehen und je größer die eigene Ohnmacht empfunden wird. Dahinter steckt die Verletzung menschlicher Grundbedürfnisse wie Anerkennung und Selbstbestimmung und jede Führungskraft wird sich das Recht herausnehmen, Entscheidungen mitzutragen.</p>
<p style="text-align: left;">Was ich daraus lernen kann ist, dass ich nachträgliche Anfragen, die über die gemeinsam beschlossenen Maßnahmen hinaus gehen, nur für alle zugänglich beantworte oder eine Bearbeitung ablehne. Denn eines ärgert mich persönlich auch: Wenn ich aufgrund eines ungeschickten Verhaltens Dritter das bereits gewonnene Vertrauen meiner Klienten verliere.</p>
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		<title>Gefühlsklug</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 19:40:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula Bemmann-Wöschler</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was bringt mir emotionale Intelligenz? In meinem Streben, erfolgreich meine Frau zu stehen, mich durchzusetzen, pünktlich meine Arbeitsaufgaben zu meistern, die irgendwie immer zu viele auf einmal sind, können aufkommende Gefühle der Überforderung, Zukunftsängste oder Schuldgefühle ganz schön nerven. Ich bin gestresst, muss durchhalten, funktionieren. Also Zähne zusammen beißen und Emotionen runter schlucken, sonst&#8230; 
&#8230;sonst, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Flexibilitaet.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-1048" title="Flexibilitaet" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/Flexibilitaet.gif" alt="" width="110" height="94" /></a>Was bringt mir emotionale Intelligenz? In meinem Streben, erfolgreich meine Frau zu stehen, mich durchzusetzen, pünktlich meine Arbeitsaufgaben zu meistern, die irgendwie immer zu viele auf einmal sind, können aufkommende Gefühle der Überforderung, Zukunftsängste oder Schuldgefühle ganz schön nerven. Ich bin gestresst, muss durchhalten, funktionieren. Also Zähne zusammen beißen und Emotionen runter schlucken, sonst&#8230; <span id="more-1038"></span></p>
<p style="text-align: left;">&#8230;sonst, was? Dieser Frage auf den Grund zu gehen, habe ich jetzt aber leider keine Zeit. Vielleicht morgen, übernächste Woche oder wenn mal wieder „Luft“ dafür sein sollte. Ich scheine kein Einzelfall zu sein. Gehe ich vor die Tür, sehe ich viele Gleichgesinnte – mir kommen die grauen Männer aus „Momo“ in den Sinn. Ist es heute nur das fahle Novemberlicht, das mich all die mit mir hastenden Menschen in Schleiergrau erscheinen lässt? Keiner von uns hat Lust mit einem anderen zu reden, selbst ein flüchtiges „Guten Morgen“ geht den meisten fast über ihre Kraft. Um mich herum verschlossene, zusammengekniffene Münder, die Lippen zu dünnen Strichen mutiert, die Augen in die Ferne gerichtet – oder auf Text fixiert. Ich schaue in die Runde. Keiner der körperlich Anwesenden ist hier. Alle sind woanders, in sich gekehrt, schotten sich ab vom Hier und Jetzt. So sehr ich mich auch mühe, ich kann in den Gesichtern nicht mehr lesen, wie es dem Einzelnen wirklich geht. Also schaue ich aus dem Fenster und erschrecke vor der harten Maske meines Spiegelbildes.</p>
<p style="text-align: left;">Eine Gesellschaft im Erschöpfungszustand und dennoch weiter in Bewegung und die Beschleunigung scheint zuzunehmen. Wir sind fast immer in Zeitnot und sehen uns ständig neuen Erwartungen gegenüber. Alles ist möglich, aber die scheinbar grenzenlosen Wahlmöglichkeiten lassen uns einfach nicht mehr zur Ruhe kommen. Jede Entscheidung kann ein Fehler sein – ein kleiner oder auch ein großer. Gefühlte Unsicherheit macht sich breit und unsere Ängste nehmen zu. Eine ganz natürliche biologische Reaktion auf Unübersichtlichkeit und Reizüberflutung, wie bei dem Psychoanalytiker <a title="Schmidbauer" href="http://www.wolfgang-schmidbauer.de/" target="_self">Wolfgang Schmidbauer</a> zu <a title="Geo Wissen" href="http://www.geo.de/GEO/heftreihen/geo_wissen/70123.html" target="_self">lesen</a> ist. Doch statt sich Auszeiten zu nehmen, um durchzuatmen, den Angstgefühlen auf den Grund zu gehen und sich neu zu orientieren, beißen mehr und mehr Menschen die Zähne zusammen, schlucken ihre Gefühle runter und hasten weiter. Mein Mann kann ein Lied davon singen. Er fertigt in seiner Praxis immer häufiger Zahnschienen an, damit die vielen Zähne-Zusammen-Beißer und Zähne-Knirscher sich wenigstens nachts etwas entspannen können.</p>
<p style="text-align: left;">Trotz ausgeklügelter Techniken, optimalem Zeitmanagement und hoher Verstandesleistung will uns das Leben einfach nicht leichter von der Hand gehen. Wir erhöhen zwar ständig unsere Effizienz, Zufriedenheit oder das Gefühl von innerer Sicherheit wollen sich dadurch jedoch nicht einstellen. Wir können perfekt vorbereitet sein und dennoch sind wir nicht vor Überraschungen gefeit. Wir können unser Familienleben perfekt geplant haben und bleiben dennoch kinderlos. Wir haben uns alles über Selbstführung und Konfliktaustragung angeeignet und brechen dennoch immer wieder an der gleichen Stelle ein. Es nützt uns scheinbar nichts, rein sachlich an Entscheidungen heran zu gehen und unsere Karrieren oder unser Privatleben nur nach der Logik und Sachzwängen auszurichten.</p>
<p style="text-align: left;">Ganz im Gegenteil. Unsere Emotionen spielen für unser Verhalten und dem Gefühl emotionaler Sicherheit eine entscheidende Rolle. Sie lenken unsere Aufmerksamkeit auf die wichtigen Aspekte unseres Lebens. Sie helfen uns, uns an gelernte Erfahrungen zu erinnern. Sie unterstützen uns bei der Sortierung der unzähligen Sachargumente, die unser Intellekt vor einer Entscheidung erarbeitet hat.</p>
<p style="text-align: left;">Nur dafür muss ich sie erst wieder wahrnehmen und für mich deuten können. Das gelingt mir jedoch nicht, wenn ich mit meiner Aufmerksamkeit oder Sorge immer nur in der Zukunft bin. Das gelingt mir auch nicht, wenn ich ständig im Tun bin oder mich zwinge, in der mir (von außen oder von mir selbst) zugedachten Rolle zu funktionieren, ohne die dahinter stehende Motivation zu hinterfragen.</p>
<p style="text-align: left;">An Tagen, an denen ich mich vor der Maske in meinem Gesicht erschrecke, spüre ich mich kaum noch. Wenn ich Glück habe, fühle ich meine Verspannungen im Rücken, mein inneres Getriebensein oder mein Gedankenkarussell, das nicht aufhören will, sich immer um das gleiche Thema zu drehen. Mittlerweile nehme ich diese Signale als Hinweiszeichen, dass ich langsam in eine Schieflage gerate. Dann versuche ich bewusst für einen Moment innezuhalten. Selten komme ich sofort auf die genaue Ursache, aber immer ist es so, dass meine Selbststeuerung „versagt“ – Ich bin zu sehr im Kopf (bin übersteuert) oder hänge in alten Emotionen (basierend auf meinen bisherigen Erfahrungen) fest, die mich steuern. Auf jeden Fall arbeiten Verstand und Gefühl nicht miteinander, sondern das eine hat das andere „lahm“ gelegt und die alleinige Regie übernommen. Kein Wunder, dass hierunter dann auch meine Motivation leidet, denn ich verliere an innerer Sicherheit und innerer Orientierung. Verbleibe ich in dieser Einseitigkeit, bleibt mir nichts anderes übrig, als vermeintliche Absicherungen im Außen zu suchen.</p>
<p style="text-align: left;">Nehme ich mir jedoch die Zeit, mich bewusst in mich einzufühlen und meine Wahrnehmung an der realen Situation im Hier und Jetzt zu prüfen, werde ich mindestens zwei Alternativen finden, wie ich mich erfolgreich verhalten kann. Ich werde erkennen, ob meine Gefühle aus der Situation entstanden oder von schlechten früheren Erfahrungen herrühren und ich werde erkennen, ob das vermeintlich logisch richtige auch emotional zur entsprechenden Situation passt. Dann brauche ich dieser Erkenntnis nur noch vertrauen: ich werde die für mich richtigen Worte, die für mich richtige Tonlage, den für mich richtigen Gesichtsausdruck und das für mich richtige Verhalten finden. Und alle um mich herum werden dies als „stimmig“ und authentisch ebenfalls spüren.</p>
<p style="text-align: left;">Das bringt mir emotionale Intelligenz: ich gewinne innere Sicherheit und Entscheidungsstärke – ich erhöhe meine Selbstwirksamkeit. Ich bin nicht länger die Getriebene, ich treibe die Dinge an oder ich lasse die Dinge auch einmal ruhen. Denn am klügsten handeln wir, wenn wir Rationalität und Emotionen Hand in Hand gehen lassen, d.h. wenn wir unsere Gedanken von Gefühlen lenken lassen und unsere Gefühle wiederum vom Verstand auf die derzeitige Situationsadäquatheit hin überprüfen. Wir werden „gefühlsklug“ oder verhalten uns nach <a title="EQ" href="http://www.amazon.de/EQ-Emotionale-Intelligenz-Daniel-Goleman/dp/3423360208#reader_3423360208" target="_self">Goleman</a> „<a title="EQ-Training" href="http://www.cit-consult.de/cms/mit-gefuehl-zu-mehr-erfolg.html" target="_self">emotional intelligent</a>“.</p>
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		<title>Der Wert Emotionaler Intelligenz</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 13:29:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
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		<description><![CDATA[In einem Telefoninterview wurde ich am Dienstag gefragt: &#8220;Was verstehen Sie unter Emotionaler Intelligenz?&#8221; Vor meinem inneren Auge lese ich den Chart aus unserem EQ-Training ab: &#8220;Emotionale Intelligenz heißt, seine Emotionen erfolgreich managen. Das heißt, erst wenn ich in meinen Gefühlen Sicherheit gefunden habe, kann ich auf die Gefühle anderer Einfluss nehmen,&#8221; ergänze ich. &#8220;Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/EQ.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-1028" title="EQ" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/11/EQ.gif" alt="" width="101" height="101" /></a>In einem Telefoninterview wurde ich am Dienstag gefragt: <a href="http://www.cit-consult.de/cms/emotionale-intelligenz-seminar.html" target="_blank">&#8220;Was verstehen Sie unter Emotionaler Intelligenz?&#8221;</a> Vor meinem inneren Auge lese ich den Chart aus unserem EQ-Training ab: &#8220;Emotionale Intelligenz heißt, seine Emotionen erfolgreich managen. Das heißt, erst wenn ich in meinen Gefühlen Sicherheit gefunden habe, kann ich auf die Gefühle anderer Einfluss nehmen,&#8221; ergänze ich. <a href="http://www.cit-consult.de/cms/mit-gefuehl-zu-mehr-erfolg.html" target="_blank">&#8220;Und wie werde ich emotional intelligent?&#8221;</a> fragt die Dame. <span id="more-1021"></span></p>
<p style="text-align: left;">Emotionale Intelligenz entsteht aus der Summe meiner persönlichen Erfahrungen, ist also auch mit dem Begriff &#8216;Reife&#8217; zu erklären. Das heißt, je vielseitiger meine Erfahrungen sind und je bewusster ich diese reflektiert habe, desto mehr Sicherheit finde ich in meinen Emotionen. Gefühle wie Angst und Freude, Wut und Trauer, Lust und Ekel, Liebe, Hass und Sehnsucht sind ja die Folge von gemachten oder vermiedenen Erfahrungen. Kann ich negative Erfahrungen in meinem Leben nicht revidieren, werde ich diese Situationen meiden und bleibe in meinem Handlungsspielraum eingeschränkt.</p>
<p style="text-align: left;">Seine Emotionale Intelligenz zu entwickeln heißt also, seine Ängste zu überwinden und neue Erfahrungen zu machen. Das beginnt im Elternhaus, setzt sich in Kindergarten und Schule fort und entwickelt sich in der Arbeitswelt zur entscheidenden Kompetenz: Wer aufgrund eines zu behüteten Elternhauses oder mangelnder Herausforderungen in seinem Leben nicht gelernt hat, mit Niederlagen umzugehen, ist den beruflichen Anforderungen emotional oft nicht gewachsen und muss diese nachholen. Das kann dann im geschützten Rahmen eines <a href="http://www.cit-consult.de/cms/mit-gefuehl-zu-mehr-erfolg.html" target="_blank">Selbsterfahrungstrainings</a> geschehen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Was sind die Vorteile Emotionaler Intelligenz?</strong> Je vielseitiger meine Erfahrungen sind, desto mehr Sicherheit fühle ich in mir, weil kritische Situationen weniger Angst besetzt sind und ich konstruktive Wege sehe. Das hilft mir, mit schwierigen Situationen und Menschen souveräner umzugehen. Diese selbstbewusste Ausstrahlung hilft schon, viele Probleme zu vermeiden, und meine Energie kann ich dann auf das Lösen der Probleme konzentrieren, statt sie zum Dramatisieren oder für das Aufrechterhalten einer &#8220;Selbstsicherheits-Maske&#8221; zu verschwenden. Selbstbewusste Menschen erkennt man deshalb daran, dass sie ihre emotionalen Schwächen kennen und den Mut haben, diese offen zuzugeben. Dafür erhalten sie in der Regel viel Anerkennung und Wertschätzung durch ihre Mitmenschen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Ist Emotionale Intelligenz auch in der Teamarbeit von Bedeutung?</strong> Ein ideales Team soll ja mehr leisten können, als die Summe seiner Mitglieder. So gesehen ist die Emotionale Intelligenz in einem Team von noch höherer Bedeutung als für den Einzelnen. Wer Schwierigkeiten im Umgang mit seinen Gefühlen hat, trägt diese zwangsläufig mit in die Gruppe und wird dort in bestimmten Situationen als Störfaktor wirken. Schon ein Teammitglied kann mit seinen persönlichen Problemen den Teamgeist zerstören, sind es mehrere, die hauptsächlich mit sich selbst beschäftigt sind, wird echte Teamarbeit unmöglich. Dann verkommt die Gemeinschaft zur Arbeitsgruppe, die nur Dienst nach Vorschrift macht.</p>
<p style="text-align: left;">Andererseits kann ein Team aus mehreren emotional intelligenten Mitgliedern eine ungeahnte Leistungsfähigkeit entwickeln. Voraussetzungen für ein solches Erfolgsteam ist einerseits die Zusammensetzung des Teams aus möglichst unterschiedlichen, sich ergänzenden Kompetenzträgern und andererseits der wertschätzende, tolerante Umgang miteinander. Jeder muss seinen Platz im Team finden und ausfüllen, um sich als wertvoller Teil des Ganzen zu fühlen. Das ist gelebte Emotionale Intelligenz.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Wie beurteilen Sie die Emotionale Intelligenz deutscher Führungskräfte?</strong> Nach meinen Erfahrungen wird in Deutschland hauptsächlich über Angst geführt. Das spricht nicht für eine hohe Emotionale Intelligenz der Führungskräfte. Wer mit Angst führt, ist sich seiner eigenen Ängste nicht bewusst oder kann nicht damit umgehen und gibt sie einfach nach unten weiter. Emotional intelligente Führungskräfte wissen das ganze Spektrum der Gefühle der Situation und dem Mitarbeiter gemäß konstruktiv und zielführend einzusetzen. Angst darf nur in Krisensituationen eine Rolle spielen, weil Angst und Stress krank machen. Die stetig steigenden Kosten unseres Gesundheitssystems sind ein Beleg dafür.</p>
<p style="text-align: left;">Deshalb sehe ich in Deutschland einen dringenden Handlungsbedarf in der Ausbildung emotional intelligenter Führungskräfte. Es kann nicht sein, dass verwöhnte Elitekinder ohne sozialverträgliche Erziehung über Eliteuniversitäten zu Führungswesen dressiert und auf die Menschheit losgelassen werden, weil sie nie in ihrem Leben gelernt haben, anderen Menschen auf Augenhöhe zu begegnen und sie Kraft ihrer Erfahrung und Persönlichkeit vom Wert ihrer Entscheidungen zu überzeugen. Diese Personen tun mir ebenso leid wie die Mitarbeiter, die unter ihnen zu leiden haben, weil ihnen keine Zeit gelassen wird zu reifen.</p>
<p style="text-align: left;"><strong>Was wünschen Sie sich für die Emotionale Intelligenz unserer Gesellschaft?</strong> Dass wir unsere Gier und unseren Egoismus ablegen und mehr Gemeinschaftssinn und Toleranz für die Andersartigkeit unserer Mitmenschen entwickeln.</p>
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		<title>Kommunikation heißt in Beziehung sein</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Oct 2011 13:50:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Paula Bemmann-Wöschler</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
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		<description><![CDATA[Nie hätte ich mir träumen lassen, dass ich einmal vor 80 Lehrern einen Vortrag halte. Geordert als Branchenfremdling, um neue Impulse einzubringen, zerbreche ich mir den Kopf, wie ich das Thema „Kommunikation mit schwierigen Schulleitungen“ am besten angehe. Erinnerungen an meine Schulzeit werden wieder wach. Zwar sind meine Erfahrungen mit Lehrern breit gefächert, sie sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Kampf.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1013" title="Verstecken" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Kampf-150x150.jpg" alt="" width="110" height="110" /></a>Nie hätte ich mir träumen lassen, dass ich einmal vor 80 Lehrern einen Vortrag halte. Geordert als Branchenfremdling, um neue Impulse einzubringen, zerbreche ich mir den Kopf, wie ich das Thema „Kommunikation mit schwierigen Schulleitungen“ am besten angehe. Erinnerungen an meine Schulzeit werden wieder wach. Zwar sind meine Erfahrungen mit Lehrern breit gefächert, sie sind aber eben nur aus der Schülerinnenperspektive.<span id="more-1005"></span></p>
<p style="text-align: left;">Mein für mein weiteres Leben wohl prägendstes Schülererlebnis hatte ich mit Frau Schramm. Sie war die strengste Horterzieherin von allen. Ich hatte bereits zwei Ermahnungen von ihr durch meine Ohren ziehen lassen, nicht mit Gips auf dem Klettergerüst zu toben, als ich plötzlich abrutschte und mit einem dumpfen Knall auf meiner rechten Schulter landete. War das ein Schreck! Mehr aus Angst, mich erneut verletzt zu haben, als aus Schmerz, ließ ich meinen Tränen freien Lauf und bereitete mich auf eine richtig üble Standpauke von ihr vor. Doch zu meiner völligen Überraschung fand ich mich in ihren Armen wieder. Sie hielt mich einfach nur im Arm, wiegte mich wie ein Baby und tröstete mich. Das war so überwältigend schön! Es war das Beste, was mir in diesem Moment passieren konnte. Ich fühlte mich in meinem Sein und trotz meiner Missachtung ihrer Anweisungen angenommen und geliebt. Ich weiß noch heute, wie dankbar und erstaunt zugleich ich war, weil ich diese Zuwendung gerade von ihr nie erwartet hätte.</p>
<p style="text-align: left;">Spätestens seit meiner Selbsterfahrungen in der Trainerausbildung liegt der Schlüssel für eine erfolgreiche Kommunikation für mich in der Beziehungspflege. Kommunikation ist „in Beziehung gehen“. Wie ich die Beziehung zu anderen aufnehme und halte oder abbreche, das entscheide immer ich.</p>
<p style="text-align: left;">Für meinen Vortrag habe ich daher für mich den Titel geändert. Denn wenn ich mit der Einstellung auf einen anderen Menschen zugehe, egal in welcher Position sich dieser mir gegenüber befindet, und ich trage die Einstellung in mir, dass dieser Mensch (in dieser Position) schwierig ist, habe ich bereits den ersten Grundstein dafür gelegt, dass unsere Kommunikation miteinander schief läuft. Der andere wird an meiner Gestik und Mimik, meiner Tonlage und vielleicht sogar meiner Wortwahl spüren, dass ich ihm nicht vorurteilsfrei begegne. Er wird sich automatisch dagegen verwahren und versuchen, den „Spieß umzudrehen“. Ich bin dann der schwierige Fall für ihn. Bleiben wir in unseren Einstellungen, stecken wir in einer lose-/lose-Situation fest und verlieren wir beide. Denn die überwiegende Energie von uns beiden konzentriert sich nun im Gespräch darauf, „Angriffe“ (oder das, was wir dafür halten) des anderen abzuwehren. Der Sachinhalt interessiert nur am Rande. Wir werden keine gemeinsame Lösung finden, weil unsere Beziehung momentan nicht stimmt.</p>
<p style="text-align: left;">Ich schreibe extra „momentan“, weil ich der Überzeugung bin, dass ich jede, auch noch so eingefahrene oder negativ belastete Beziehung verändern kann. In Beziehung (in Kommunikation) bin ich außer mit mir selbst mit mindestens einer weiteren Person. Ich habe meine „Realitäts-Brille“ auf, der andere hat seine. Wir beide sind eigenständige Persönlichkeiten. Wir sind geprägt von unseren Erfahrungen, die wiederum die Erfüllung unserer Bedürfnisse steuern. Treffen wir aufeinander ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass wir aufgrund unserer Individualität und Unterschiedlichkeit auch unterschiedliche Bedürfnisse haben. Konflikte sind daher ganz natürlich vorprogrammiert und nur ein Signal dafür, einen Kompromiss auszuhandeln, der möglichst für beide eine win-Situation herstellt. Die meisten von uns erleben das abweichende Bedürfnis des anderen jedoch als persönlichen Angriff auf die eigenen Bedürfnisse.</p>
<p style="text-align: left;">Woher kommt das? Die logischste Antwort, die ich bisher darauf finden konnte, ist unser aller biologisches Grundbedürfnis nach Beachtung. Dieses Grundbedürfnis ist das einzige, was wir mit anderen „gleich“ haben. Beachtung in Form von Wert-Schätzung und positiver Zuwendung ist für mich der Schlüssel für Beziehungspflege, der Schlüssel für eine erfolgreiche Kommunikation mit mir selbst im Zwiegespräch und mit meinen Mitmenschen. Egal, wie es gerade um die Qualität der Beziehung steht!</p>
<p style="text-align: left;">Babys sterben, wenn ihnen keine menschliche Beachtung zuteil wird. Sie können noch so sauber gehalten und mit Nahrung ausreichend versorgt werden. Wir alle brauchen Beachtung in Form von Berührung über Körperkontakt, von Zuwendung durch Blickkontakt, Gestik und Stimme oder Anerkennung unserer Eigenart (als unbedingte Anerkennung) bzw. unserer Leistung (als bedingte Anerkennung), sonst werden wir krank. Wir brauchen dies so sehr, dass selbst negative Zuwendung besser ist, als gar keine Beachtung zu erhalten.</p>
<p style="text-align: left;">Jeder von uns kann davon ein Lied singen. Jeder hat als Kind Erfahrungen gemacht, dass „gutes“, erwünschtes Verhalten unbeachtet blieb, während ein Fehlverhalten sofort alle Aufmerksamkeit auf sich zog. Auch als Erwachsene machen wir oft die Erfahrung, dass wir für gute Leistungen oder unser So-Sein keine Anerkennung von unserer Umwelt erhalten. Es wird nicht selten als normal angesehen und als nicht lobenswert empfunden. Schließlich bekommen wir für unsere Arbeit Geld oder erreichen, was wir uns vorgenommen haben. Unsere Gesellschaft ist so stark auf Fehler und Probleme fokussiert, dass wir immer weniger innehalten und uns miteinander freuen, über das, was gut funktioniert, über das, was der einzelne erreicht, über das Glück, so einen engagierten Kollegen, so eine gute Chefin oder so einen tollen Partner an unserer Seite zu haben – und es dem anderen einfach immer mal wieder sagen.</p>
<p style="text-align: left;">Wenn wundert es dann noch, dass wir uns alle ein ausgeklügeltes Repertoire an Verhaltensweisen angewöhnt haben, um zumindest negative Zuwendung vom anderen abzustauben. Hintergrund sind immer unsere Erfahrungen und Bewertungen, die sich nach der Transaktionsanalyse in vier lebbare Grundeinstellungen einordnen lassen:</p>
<ul style="text-align: left;">
<li>„Mit mir ist alles in Ordnung, Du bist mir recht      so, wie Du bist.“</li>
<li>„Mit mir stimmt was nicht, die anderen sind      besser weggekommen.“</li>
<li>„Mit mir ist alles in Ordnung, bei den anderen      stimmt was nicht.“</li>
<li>„Wenn ich es recht bedenke, ist bei mir alles in      Ordnung und die anderen sind mir recht, auch wenn sie anders sind.“</li>
</ul>
<p style="text-align: left;">Die beiden mittleren Grundeinstellungen sind Verlierer-Skripte. Als Kind habe ich mich irgendwann einmal dazu entschieden, die Welt aus dieser Perspektive zu sehen und nun folgen alle meine Handlungen dieser Maxime, ohne dass es mir später noch bewusst ist. Ich kommuniziere entweder immer aus der Opferrolle (siehe die zweite Grundeinstellung oben) oder aus der Verfolger-/Retterrolle heraus. Ein Opfer wird immer einen Täter (Verfolger) oder einen Retter anziehen und ein Verfolger bzw. Retter findet immer ein Opfer. Und schwups befinden wir uns in einem eingefahrenen Kommunikationsspiel (die Transaktionsanalyse nennt es „Psychospiel“) an dessen Ende unser Spielgewinn lauert: negative Zuwendung. Das Opfer erhält „(Rat)-Schläge“ und bestätigt seine Grundeinstellung („Mit mir stimmt was nicht, die anderen kommen immer besser weg als ich.“), der Verfolger konnte seinen „Dampf ablassen“ (auch wenn ihn später Schuldgefühle plagen) und der Retter seine Hilfsbereitschaft zeigen (auch wenn er sich ärgert, dass das Opfer sie nicht annehmen will). Sie bestätigen sich dadurch wiederum ihre Grundeinstellung („Mit mir ist alles in Ordnung, bei dem anderen stimmt was nicht – der ist zu schwach oder zu dumm, alleine klarzukommen.). Alle Beteiligten haben danach ein schlechtes Gefühl, aber alle hatten zumindest eine ganze Weile lang, die Beachtung vom anderen.</p>
<p style="text-align: left;">Die wenigsten Menschen können sich die erste Grundeinstellung („Mit mir ist alles in Ordnung, Du bist mir recht so, wie Du bist.“), mit der wir auf die Welt kommen, erhalten. Sie wäre der Garant dafür, die Andersartigkeit meines Gegenübers genau so hoch zu schätzen, wie meine Einzigartigkeit und damit unsere Bedürfnisse gleichrangig zu behandeln und uns dadurch gegenseitig anzuerkennen sowie positiv zu verstärken. Aber ich kann durch Selbstreflexion und Selbsterfahrung zur vierten Grundeinstellung gelangen &#8211; „Wenn ich es recht bedenke, ist bei mir alles in Ordnung und die anderen sind mir recht, auch wenn sie anders sind.“ Dann bin ich auf der Gewinnerseite, dann macht es Spaß und erfüllt mich, dem anderen positive Zuwendung zu geben. Dann finde ich immer einen Ansatz beim anderen, den ich authentisch loben kann. Ich nehme mir Zeit, sein Anliegen wahrzunehmen, gebe ihm dadurch Wertschätzung und sage danach, was mir wichtig ist, was für meine Bedürfnisbefriedigung geht und was nicht.</p>
<p style="text-align: left;">Der geänderte Titel meines Vortrages heißt übrigens „Beziehungspflege zu Schulleitungen trotz schwieriger Situationen“. Vielleicht war mein Erlebnis mit Frau Schramm ein entscheidender Wegweiser dafür, dass ich Psychologie studiert habe. Das weiß ich aber sicher: &#8220;Viel Kälte ist unter den Menschen, weil wir uns oft nicht so herzlich geben wie wir sind.&#8221; (Albert Schweitzer)</p>
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		<title>Werte verstehen – Konflikte lösen</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Oct 2011 13:17:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf Facebook entwickelte sich am Dienstag eine spannende Diskussion über Werte, inspiriert von meinem lieben Kollegen Kurt-Georg Scheible: &#8220;Konflikte entbrennen, wenn Werte verletzt werden. Wie seht Ihr das?&#8221; Dem konnte ich nur zustimmen: &#8220;Nahezu alle zwischenmenschlichen Konflikte lassen sich auf unterschiedliche Wertevorstellungen zurückführen. Wir sollten lernen, die Werte des anderen zu respektieren – ohne zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Konflikte.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-995" title="Konflikte" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Konflikte.gif" alt="" width="100" height="71" /></a>Auf Facebook entwickelte sich am Dienstag eine spannende Diskussion über Werte, inspiriert von meinem lieben Kollegen <a href="http://www.erfolgscampus.de/" target="_blank">Kurt-Georg Scheible</a>: &#8220;Konflikte entbrennen, wenn Werte verletzt werden. Wie seht Ihr das?&#8221; Dem konnte ich nur zustimmen: &#8220;Nahezu alle zwischenmenschlichen Konflikte lassen sich auf unterschiedliche Wertevorstellungen zurückführen. Wir sollten lernen, die Werte des anderen zu respektieren – ohne zu bewerten!&#8221; Sofort fiel mir dazu eine Geschichte ein, an der man dieses Muster plastisch erklären kann.<span id="more-994"></span></p>
<p style="text-align: left;">Ich erinnere mich an eine Situation, in der sich zwei Mitarbeiter meines Teams regelmäßig in der Wolle hatten. Fast täglich kam es zu lauten Auseinandersetzungen zwischen beiden, in denen es um die mangelnde Koordination ihrer Arbeitsabläufe ging. Obwohl ich sie schon mehrfach ermahnt hatte, waren die beiden nicht in der Lage, ihren Konflikt allein zu lösen. Die schlechte Stimmung wirkte sich langsam auf das gesamte Team aus. Um die Arbeitsleistung nicht zu gefährden, mussten wir uns mit dem Thema intensiver auseinandersetzen.</p>
<p style="text-align: left;">Im gemeinsamen Gespräch wurden die gegenseitigen Vorwürfe deutlich: Der eine fühlte sich vom anderen kontrolliert und in seiner kreativen Arbeitsweise behindert. Der andere beschwerte sich, dass Absprachen und Ordnungsprinzipien nicht eingehalten und so ein reibungsloses Zusammenarbeiten erschwert bzw. unmöglich wurde. Als Beispiel führte er den Fall auf, dass sein kreativer Kollege den von ihm erstellten Dateien dadaistische Dateinamen gab, die er selbst dann nicht identifizieren und zuordnen konnte. So kam es zu Fehlzeiten, weil er vergebens nach Daten suchen musste.</p>
<p style="text-align: left;">Mir wurde schnell klar, es würde nicht ausreichen, Ermahnungen auszusprechen oder verschärfte Anweisungen durchzusetzen. Hier war notwendig, der Sache auf den Grund zu gehen und in die Einstellung und Teamfähigkeit der Mitarbeiter zu investieren. Kurzerhand improvisierte ich einen Workshop für das gesamte Team. Neben einigen gruppendynamischen Spielen zur Entwicklung des Veranwortungsbewusstseins analysierte ich auch die individuellen Werte-Einstellungen jedes Teammitgliedes, um sie miteinander zu vergleichen. In der Gegenüberstellung fiel es allen wie Schuppen von den Augen: Unser kreativer Kollege hatte dem Wert „Freude“ erste Priorität gegeben, während „Sicherheit“ an vorletzter Stelle stand. Der Sohn wohlhabender Eltern empfand die notwendige Anpassung an seine Kollegen als eine Beschneidung seiner Grundwerte.</p>
<p style="text-align: left;">Sein ordnungsliebender Kollege dagegen hatte „Sicherheit“ auf Platz 1 gewählt und „Freude“ stand für ihn auf Platz 16 oder 17. Er war verheiratet und hatte zwei kleine Kinder. In jüngster Vergangenheit war ihm zweimal kurz hintereinander in der Probezeit gekündigt worden. Er empfand das Verhalten seines Kollegen als einen Angriff auf sein Sicherheitsbedürfnis. Für den Wunsch nach Spaß hatte er wenig Verständnis.</p>
<p style="text-align: left;">Aus den unterschiedlichen Historien beider Mitarbeiter wurde für alle die konträre Einstellung und die gegensätzliche Bewertung ihres Handelns verständlich. Aus der Einsicht unseres Kreativen in die Notwendigkeit von Ordnungsprinzipien konnte unser verlässlicher Mitarbeiter die Sicherheit gewinnen, seinem Kollegen mehr kreativen Freiraum zu lassen. Beide waren nun in der Lage, die Verletztheit des anderen nachzuvollziehen, erkannten dahinter aber auch die wertvollen Qualitäten für das gemeinsame Arbeiten.</p>
<p style="text-align: left;">An diesem Fall wurde mir bewusst, wie unterschiedlich wir Menschen doch sind und welche Bedeutung unsere emotionalen Werte für unser Handeln besitzen. Um Konflikte zu schlichten oder Mitarbeiter in ein Team zu integrieren, genügt es nicht, sie auf der sachlichen Ebene anzusprechen. Ich muss versuchen, sie auf der emotionalen Ebene zu erreichen. Das heißt, ich muss die unterschiedlichen Wertvorstellungen erkennen, um das mir fremde Handeln zu verstehen.</p>
<p style="text-align: left;">Erst auf der Basis des Verstehens gebe ich meinem Mitmenschen die für die Beziehung notwendige Anerkennung. Indem ich seine (mir fremden) Vorstellungen &#8220;wertschätze&#8221;, kann ich Einsicht und Bereitschaft zur Änderung seines Handelns schaffen. Das heißt, ich bitte ihn, sein Verhalten anzupassen, ohne seine Werte abzuwerten oder verändern zu wollen. Werte sind tief in der Persönlichkeit verankerte Triebfedern. Niemand hat das Recht, dem anderen diese zu verbieten, solange dieser bereit ist, sich in seinem Handeln der Gemeinschaft anzupassen. Tut er das nicht und verletzt damit wiederholt die Wertevorstellungen anderer, dann ist es besser loszulassen und sich von diesem Menschen zu trennen.</p>
<p style="text-align: left;">Weitere Anregungen zum Thema &#8220;Werte&#8221; finden Sie in meinem <a href="http://www.amazon.de/Das-professionelle-Intelligenz-Mitarbeiterf%C3%BChrung-Mitarbeiter/dp/3589237686/ref=cm_cr_pr_product_top" target="_blank">Buch</a>.</p>
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		<title>Book or Bit</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 16:02:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Emotionale Intelligenz]]></category>
		<category><![CDATA[Organisationsentwicklung]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse, die heute zu Ende gegangen ist, wurde die Frage nach der Zukunft des Buches ausgiebig diskutiert: Hat das gedruckte Werk noch eine Chance, oder werden sich die digitalen Medien durchsetzen? In einer immer schnelllebigeren Medienwelt haben viele Verlage Angst um ihre Existenz, weil sich das Lese- und Informationsverhalten radikal ändert. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Klaus-Uwe-Gerhardt.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-983" title="Klaus-Uwe-Gerhardt" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/10/Klaus-Uwe-Gerhardt.gif" alt="" width="127" height="95" /></a>Im Rahmen der Frankfurter Buchmesse, die heute zu Ende gegangen ist, wurde die Frage nach der Zukunft des Buches ausgiebig diskutiert: Hat das gedruckte Werk noch eine Chance, oder werden sich die digitalen Medien durchsetzen? In einer immer schnelllebigeren Medienwelt haben viele Verlage Angst um ihre Existenz, weil sich das Lese- und Informationsverhalten radikal ändert. Wozu also ein Buch kaufen, wenn mir der Inhalt als E-Books sofort zur Verfügung steht?<span id="more-981"></span></p>
<p style="text-align: left;">Auch ich als Autor stecke in diesem Zwiespalt: Stelle ich meine aktuellen Artikel ins Netz, wo sie sofort jedermann kostenfrei zugänglich sind, oder mache ich mir die Mühe und bringe monatelang meine Ideen zu Papier, um sie für ein lausiges Honorar gedruckt auf den Markt zu bringen? Ich merke, beides gleichzeitig geht nicht, das sprengt einfach meinen Zeitplan. Wenn ich, wie in den letzten Wochen, an einer Neuauflage eines Buches arbeite, kommen Blog und Newsletter zu kurz. Ein Buch braucht Zeit. Ich muss mich dann darauf einlassen können, andere Dinge beiseite schieben, mir die Freiheit nehmen, mich von allen äußeren Reizen zu distanzieren.</p>
<p style="text-align: left;">Als Leser geht es mir ähnlich: Wenn ich mir eine Auszeit nehmen kann, nehme ich lieber ein Buch zur Hand und ziehe mich zurück. Dann genieße ich die Distanz zu meiner Umwelt, trete in eine Phantasiewelt ein, die mir die gewünschte Erholung bringt. Will ich mich aber schlau machen, bin ich auf der Suche nach Informationen, um in meinem beruflichen oder gesellschaftlichen Kontext meinen Verpflichtungen nachzukommen, dann komme ich mit digitalen Medien besser und schneller ans Ziel. Dann überfliege ich lieber ein E-Book auf dem iPad.</p>
<p style="text-align: left;">Beides hat seine Berechtigung. Deshalb bin ich davon überzeugt, dass der klassische Roman, das Buch als Träger kultureller Werte, weiterhin eine Zukunft haben wird. Das heutige Fachbuch wird sich aber neu erfinden müssen, wenn es in Druckform überleben will. Den Inhalt der meisten heutigen Sachbücher kann man auf wenigen Seiten zusammenfassen und als E-Book perfekt vermitteln. Da braucht es keine aufgeblasene Paperbacks, in denen die Autoren sich nur ständig selbst wiederholen.</p>
<p style="text-align: left;">Das gedruckte Fachbuch wird in Zukunft mehr bieten müssen als nur sachliche Infos. Vielleicht entsteht so ein neues Genre, ein &#8220;Crossover&#8221;, also eine Mischung aus Information und emotionalem Erleben? Eine Form, die es ermöglicht, Lernen erlebbar und spannend zu gestalten? Im Ansatz habe ich das schon in <a href="http://www.amazon.de/Das-professionelle-Intelligenz-Mitarbeiterf%C3%BChrung-Mitarbeiter/dp/3589237686/ref=cm_cr_pr_product_top" target="_blank">meinem ersten Buch</a> versucht. Diese Woche habe ich mein Manuskript für ein neues Werk an den Verlag geschickt&#8230; Und habe wieder mehr Zeit für Blog und Newsletterbeiträge!</p>
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		<title>It&#8217;s the Mind not the Money!</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Sep 2011 13:40:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael Blochberger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Wie geht&#8217;s dir?&#8221; frage ich einen alten Bekannten, den ich auf der Straße treffe. &#8220;Ach, es könnte mir 10.000 Euro besser gehen!&#8221; ist seine Antwort. Es ist witzig gemeint, aber ich kann darüber nicht lachen. Ich habe ja nicht nach seinen Einkommensverhältnissen gefragt, sondern nach seinem emotionalen Befinden! Es stört mich, dass er, wie so [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Kurt-F.-Domnik.gif"><img class="alignleft size-full wp-image-952" title="Kurt-F.-Domnik" src="http://www.cit-consult.de/blog/wp-content/uploads/2011/09/Kurt-F.-Domnik.gif" alt="" width="112" height="90" /></a>&#8220;Wie geht&#8217;s dir?&#8221; frage ich einen alten Bekannten, den ich auf der Straße treffe. &#8220;Ach, es könnte mir 10.000 Euro besser gehen!&#8221; ist seine Antwort. Es ist witzig gemeint, aber ich kann darüber nicht lachen. Ich habe ja nicht nach seinen Einkommensverhältnissen gefragt, sondern nach seinem emotionalen Befinden! Es stört mich, dass er, wie so viele Menschen in meiner Umgebung, seine Zufriedenheit so vom Finanziellen abhängig macht. Dabei kenne ich ihn als durchaus großzügigen Menschen mit anspruchsvollem Lebensstil. Gibt es da einen Zusammenhang zwischen permanenten Unzufriedenheit und mangelnder Bescheidenheit?<span id="more-951"></span></p>
<p style="text-align: left;">In meiner Arbeit begegne ich zahlreichen Menschen, die hoch dotierte Jobs haben und im Konsum schwelgen. Sie haben natürlich einen entsprechenden Lebensstandard, fahren ein Auto der Luxusklasse, wohnen im schicken Eigenheim und reisen häufig in exotische Länder. Aber ihr Job nimmt sie auch sehr in Anspruch. Sie arbeiten 60 bis 80 Stunden die Woche, leiden unter zahlreichen sozialen Verpflichtungen, wirken auf mich meist gestresst, überfordert und unzufrieden. Der erreichte Status und die selbst auferlegten Ansprüche scheinen sie eher zu belasten als zu befriedigen. Da wird verglichen, bewertet und die Messlatte wird immer höher gesetzt.</p>
<p style="text-align: left;">Aber ich lerne auch viele Menschen kennen, die in Bescheidenheit leben. Die Gesprächsthemen drehen sich um die Erziehung der Kinder, um persönliche Pläne, um Politik und soziale Verantwortung. Da geht es nicht um Status und Konsum, sondern vielmehr um den Stolz und die Freude mit Kreativität und persönlichem Einsatz etwas erreichen zu wollen. Man misst sich nicht am Erfolg des anderen, sondern solidarisiert sich im gegenseitigen Verständnis. Diese Menschen wirken auf mich viel glücklicher, auch wenn sie für ihr Leben kämpfen müssen und in der Regel mit weniger Geld auskommen.</p>
<p style="text-align: left;">Beide Charaktere sind auf ihre Weise ganz liebenswerte Menschen, aber scheinen in völlig unterschiedlichen Welten zu leben. Was ihr Wesen so verschieden macht, das sind ihre Wertevorstellungen. Für die ewig Unzufriedenen spielen Besitz, Status, Wettbewerb und Kampf eine viel größere Rolle als für die Bescheidenen. Sie beziehen ihr Selbstwertgefühl weitgehend aus dem Vergleich mit anderen und müssen sich täglich aufs neue beweisen, dass sie besser sind als diese. Das ist nicht nur anstrengend, es macht Sie auch von den Niederlagen ihrer Gegner abhängig. Denn wer immer der Beste sein will, wird schnell zum Gejagten.</p>
<p style="text-align: left;">Zufriedene Menschen zeigen mehr Demut und setzen für ihr Leben ganz andere Prioritäten. Ideelle Werte wie Freude, Gesundheit, Selbstbestimmung und persönliches Wachstum sind ihnen so wichtig, dass sie lieber auf Geld verzichten würden, als diese aufzugeben. Das scheint für ihre Karriere nicht immer förderlich, weil ihre Ansichten in manchen Unternehmen als störend empfunden werden. Aber weil sie zu sich stehen, sind diese Menschen unabhängiger von der Meinung anderer und finden ihren eigenen Weg. Auf mich wirken sie ehrlicher, bewusster und authentischer als die so genannten Karrieretypen, die täglich ums goldene Kalb tanzen.</p>
<p style="text-align: left;">Dass die innere Einstellung neben den Themen Gesundheit, Partnerschaft und Geld eine wichtige Rolle in der Zufriedenheit der Menschen in Deutschland spielt, das zeigt auch der aktuelle <a href="http://www.gluecksatlas.de/cms/index.html" target="_blank"><strong>Glücksatlas</strong></a>, eine von der Deutschen Post beauftragten Studie. Er belegt, dass im Nordwesten Deutschlands zur Zeit die glücklichsten Deutschen leben. &#8220;Die Menschen in der Region Niedersachsen-Nordsee sind durchschnittlich zufriedener mit ihrem Einkommen&#8221;, sagt Max Höfer, der Koordinator der Studie und führt das auf die regionale Bescheidenheit zurück. In Gegenden wie Hamburg, Südbayern oder Baden, wo das Bruttogeldvermögen pro Haushalt in Deutschland am höchsten ist, sind die Menschen nicht unglücklich, aber mit ihren Einkommen sehr viel unzufriedener. Also doch:</p>
<p style="text-align: left;">&#8220;Reich ist man nicht durch Besitz, sondern durch das, was man mit Würde zu entbehren weiß.&#8221; Epikur</p>
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